Schulsponsoring durch IT-Unternehmen
Bildungssponsoring zwischen Marketingzielen und staatlichen Begrenzungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Julia Rüter
- Abgabedatum: August 2001
- Umfang: 78 Seiten
- Dateigröße: 898,7 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Berufsakademie Ravensburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4737-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4737-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4737-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Rüter, Julia August 2001: Schulsponsoring durch IT-Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: IT, Sponsoring, Schule, Medien
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Diplomarbeit von Julia Rüter
Einleitung:
Schulsponsoring hat in den letzten Jahren für Wirtschaftsunternehmen enorm an Bedeutung gewonnen. Dies gilt in besonderem Maße für die IT-Branche. Hier einige Gründe für das zunehmende Engagement:
- Schulsponsoring ist Imagepflege bei jungen Menschen und bewirkt die frühe emotionale Hinführung zum Produkt - frühzeitiges Branding und Awareness.
- Schulsponsoring ist in besonderem Maße geeignet, um soziales Engagement nach außen zu präsentieren.
- Schulsponsoring ist ein optimales Instrument für Recruitment und Nachwuchsförderung.
Gang der Untersuchung:
Diese Arbeit leistet zu Beginn eine definitorische Einordnung des Schulsponsoring in das Bildungs-, beziehungsweise Sozialsponsoring. Außerdem zeigt sie Wege, wie IT-Unternehmen den klassischen Marketing-Mix auf ihr Sponsoring Engagement übertragen können und damit ihren Erfolg hinsichtlich der Imagewirkung und der Neukundengewinnung verbessern können. Ferner diskutiert sie ausführlich die Legitimationsproblematik, die sich in bezug auf Schulsponsoring zweifelsohne stellt, und gibt damit dem Sponsor Argumentationshilfen an die Hand.
Im mittleren Teil wird das Ergebnis einer ausführlichen empirischen Befragung bezüglich der Nutzung sowie der Motivation und Zielsetzung bei Schulsponsorings, dargestellt und interpretiert.
Im letzten Teil wird die Kommunikationsstrategie eines äußerst erfolgreiche Schulsponsoring Projektes dargestellt, das von Hit-Radio Antenne 1 und 4MBO dieses Jahres in Baden-Württemberg durchgeführt wurde. „PCs an Schulen“ brachte dem Hardware-Dienstleister in nur drei Wochen 45 Millionen Kontakte im Hörfunk und 4,92 Millionen Kontakte in Printmedien. Abschließend werden Erfolgspotenziale und Entwicklungstendenzen im Schulsponsoring herausgearbeitet.
Inhaltsverzeichnis:
| Teil A | ||
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Grundlagen des Sponsoring | 3 |
| 2.1 | Begriff des Sponsoring | 3 |
| 2.2 | Abgrenzung zum Mäzenatentum und Spendenwesen | 4 |
| 2.3 | Integration des Sponsoring in die Marketingkommunikation | 6 |
| 2.4 | Akteure und Rezipienten im Sponsoring | 8 |
| 2.5 | Überblick über den nationalen Sponsoringmarkt | 10 |
| 3. | Sozialsponsoring | 12 |
| 3.1 | Begriff und Besonderheiten im Sozialsponsoring | 12 |
| 3.2 | Expansionsgründe des Sozialsponsoring | 13 |
| 3.3 | Wirkungen des Sozialsponsoring | 14 |
| 3.4 | Erscheinungsformen des Sozialsponsoring | 16 |
| 4. | Bildungssponsoring als besondere Form des Sozialsponsoring | 17 |
| 4.1 | Definition und Einordnung des Bildungssponsoring | 17 |
| 4.2 | Marketingansätze für IT-Unternehmen | 19 |
| 5. | Schulsponsoring in Deutschland | 23 |
| 5.1 | Definition und Einordnung | 23 |
| 5.2 | Entwicklungen des Schulsponsoring in den letzten Jahren | 24 |
| 5.3 | Ziele und Motive von IT-Unternehmen im Schulsponsoring | 26 |
| 5.4 | Rechtliche Behandlung des Schulsponsoring | 29 |
| 5.4.1 | Der Sponsorenvertrag zwischen Schule und Sponsor | 29 |
| 5.4.2 | Steuerrechtliche Behandlung aus Sicht des Sponsors | 29 |
| 5.5 | Leistungsformen im Schulsponsoring | 30 |
| 5.5.1 | Aus Sicht des IT-Unternehmens | 30 |
| 5.5.2 | Aus Sicht der gesponserten Schule | 30 |
| 5.6 | Schulsponsoring in Baden-Württemberg | 30 |
| 5.6.1 | Versorgung der Schulen – Zahlen und Fakten | 30 |
| 5.6.2 | Positionen des Landesinstituts für Erziehung und Unterricht | 33 |
| 5.7 | Legitimationsproblematik des Schulsponsoring | 35 |
| 5.7.1 | Aus pädagogischer Sicht | 35 |
| 5.7.2 | Aus schulpolitischer Sicht | 37 |
| Teil B | ||
| 1. | Empirische Befragung von IT-Unternehmen zu ihren Schulsponsoringaktivitäten | 39 |
| 1.1 | Zielsetzung der Befragung | 39 |
| 1.2 | Anlage und Durchführung der Untersuchung | 39 |
| 1.3 | Ergebnis | 40 |
| Teil C | ||
| 1. | Das Schulsponsoring-Projekt „PCs an Schulen“ | 47 |
| 1.1 | Projektbeschreibung | 47 |
| 1.2 | Zielsetzung der Kooperationpartner | 47 |
| 1.2.1 | 4MBO | 47 |
| 1.2.2 | Hit-Radio Antenne 1 | 48 |
| 1.2.3 | Kultusministerium | 48 |
| 1.3 | Leistungsformen der Kooperationspartner | 49 |
| 1.4 | Kommunikationsstrategie | 50 |
| 1.4.1 | Redaktionell | 50 |
| 1.4.2 | In der Werbung | 51 |
| 1.4.3 | Vor Ort | 51 |
| 1.4.4 | In der Pressearbeit | 52 |
| 1.5 | Fazit des Projekts | 52 |
| 2. | Interpretation der Ergebnisse der Befragung | 53 |
| 3. | Erfolgspotenziale und Entwicklungstendenzen im Schulsponsoring | 55 |
| 4. | Ausblick | 59 |
5.2.2 Aus Sicht der gesponserten Schule Als Gegenleistung für die erhaltene Sponsorenzuwendung kommt grundsätzlich jede Form der kommunikativen Leistung in Betracht. So kann die Schule dem Sponsor gestatten, ihren Namen im Rahmen seines werblichen Auftritts zu verwenden. In diesem Fall würden Schüler nicht direkt mit Produktwerbung konfrontiert, sondern der Sponsor würde lediglich innerhalb eines Werbespots auf sein Engagement an einer oder mehreren Schulen hinweisen. Auch denkbar ist die pressewirksame Entgegennahme der Sponsorenleistung oder das Überlassen von Werbeflächen im Schulgebäude oder Schulmedien. Häufig erklären sich Schulen dazu bereit, den Sponsor auf Einladungen, Elternbriefen, Programmen Büchern oder 57 Schulveranstaltungen zu erwähnen . Die wohl „wertvollste“ Gegenleistung dürfte die Umbenennung einer Schule in den Namen des Sponsors darstellen. [...]
das Schulrecht, das Steuerrecht, das Wettbewerbsrecht und das Strafrecht eine Rolle. Schulleiter dürften damit überfordert sein, alle rechtlichen Probleme gegeneinander abzuwägen und gegenüber allen Kritikern zu vertreten. Deshalb sollte möglichst schnell eine gesetzliche Grundlage für Sponsoring an Schulen geschaffen werden. Nur so kann ein verantwortungsvoller Umgang mit Werbemaßnahmen ermöglicht werden53. 5.1.2 Steuerrechtliche Behandlung Aus steuerrechtlicher Sicht ist auf Seiten des Sponsors zu unterscheiden, ob es sich um eine freiwillige Spende ohne Gegenleistung oder um Sponsoring zur Erreichung wirtschaftlicher Vorteile handelt. Spenden stellen keine Betriebsausgabe dar, während Sponsorleistungen als Betriebsausgaben zu behandeln und damit steuerlich abziehbar sind. Der Bundesfinanzminister führte im Bundessteuerblatt vom 18.02.98 folgendes für den gesamten Bereich des Sponsoring aus: „Für die Berücksichtigung der Aufwendungen als Betriebsausgabe kommt es nicht darauf an, ob die Leistungen notwendig, üblich oder zweckmäßig sind; die Aufwendungen dürfen auch dann als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn die Geld- oder Sachleistungen des Sponsors und die erstrebten Werbeziele für das Unternehmen nicht gleichwertig sind. Bei einem krassen Missverhältnis zwischen den Leistungen des Sponsors und dem erstrebten wirtschaftlichen Vorteil ist der Betriebsausgabenabzug allerdings zu versagen.“54 Bildungssponsoring ist eindeutig der Öffentlichkeitsarbeit und nicht der Werbung im engeren Sinne zuzuordnen und insofern mit dem oben angeführten Erlass zu vereinbaren.55 [...]
5.1.1 Der Sponsorenvertrag zwischen Schule und Sponsor Bei einem Sponsoringvertrag handelt es sich um einen „Vertrag eigener Art“ (§§ 305, 241 BGB). Bei Störungen finden Rechtsvorschriften des besonderen Schuldrechts Anwendung.51 Grundsätzlich ist es sinnvoll, einen schriftlichen Vertrag aufzusetzen, auch aus steuerlichen Gründen. Darin sollen neben den Sponsoringleistungen und Gegenleistungen des Gesponserten auch das Inkrafttreten des Vertrages sowie die Laufzeit der Vereinbarung genau festgelegt werden. Ferner kann vertraglich außerdem die Stellung des Sponsors zu anderen Wettbewerbern, die persönliche Leistungserbringung, ein Haftungsausschluss oder eine eventuelle Vertragsstrafe festgesetzt werden52. Der Vertragsgestaltung kommt eine besondere Bedeutung zu, da die Schulgesetze bedauerlicherweise nur in sehr geringem Maße Regelungen zu Sponsoringmaßnahmen enthalten. Doch gerade im Schulbereich sind zahlreiche grundrechtlich verbürgte Rechte zu berücksichtigen. Außerdem spielt das Elternrecht, [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832447373
Arbeit zitieren:
Rüter, Julia August 2001: Schulsponsoring durch IT-Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
IT, Sponsoring, Schule, Medien



