Schulgewalt, Bullying und Internet
Eine explorative Onlinestudie
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christian Weber
- Abgabedatum: Dezember 2005
- Umfang: 193 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Koblenz-Landau, Abt. Koblenz Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9628-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9628-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9628-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Weber, Christian Dezember 2005: Schulgewalt, Bullying und Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Gewalt, Gewaltprävention, Onlinemedien, Medien, Mobbing
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Diplomarbeit von Christian Weber
Einleitung:
In der vorliegenden Arbeit geht es nun konkret um die Rolle des Internet als (Hilfs-) Medium für die Schulgewalt- und Bullyingproblematik. Der Theorieteil gliedert sich dementsprechend in zwei große zentrale Bereiche. Einen zu „Schulgewalt und Bullying“ und einen zum „Internet“. Dort soll der jeweilige Wissenstand zu diesen Themen zusammengefasst und transparent gemacht werden. Der empirische Teil dieser Arbeit umfasst, daran anschließend, eine hypothesengenerierende (Vor-) Studie. Ziel dieser ist die Sondierung wichtiger Aspekte der Thematik „Schulgewalt und Internet“. Diese sollen eruiert werden, um so ein Weiterkommen in diesem Forschungsfeld zu ermöglichen.
Da es bisher keine dem Autor bekannte spezifische Forschung zu diesem Zusammenhang gibt, soll hier eine weiterführende Exploration stattfinden, deren Zweck u.a. die Erschließung und Öffnung des Forschungsfeldes darstellt. Aufgrund der Größe des Feldes und seiner vielen möglichen Aspekte, konnten im Rahmen dieser Arbeit nur einige Schwerpunkte bzw. Zugangsbereiche und Fragen ausgewählt werden. Die Arbeit verwirklicht die Ziele der Exploration und Hypothesengenerierung mit Hilfe einer qualitativen Onlinebefragung und deren anschließenden inhaltsanalytischen Auswertung. Befragt werden die Nutzer entsprechender Internetangebote in ihrer Rolle als Experten.
Im ersten Teil der Theorie, Kapitel 2, werden zunächst maßgebliche theoretische Grundlagen zur Schulgewaltproblematik vermittelt. Erst einmal werden der Gewaltbegriff und das bearbeitete Themenfeld definiert und abgegrenzt. Schließlich folgt ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Gewalt an Schulen, zu Häufigkeiten, Erscheinungsformen, Ursachen und Risikofaktoren. Danach wird die Situation der Schulgewaltforschung kritisch beleuchtet.
Abschließend wird auf das Feld der Gewaltprävention zunächst allgemein und schließlich in Bezug zur aktuellen Situation hinsichtlich Schule eingegangen. Im zweiten Teil der Theorie, Kapitel 3, steht das Internet im Mittelpunkt. Es geht u.a. um dessen Möglichkeiten und Grenzen als so genanntes „neues Medium“. Hier finden sich eine Gegenstandsdefinition, eine kurze Skizzierung seiner Geschichte und Dienste, außerdem die Darstellung von Nutzerstatistiken und -charakteristika. Weiterhin werden die Möglichkeiten des Internets als Informations-, Kommunikation-, Publikationsplattform sowie als Hilfs- und Selbsthilfeangebot skizziert. Abschließend wird die Situation des Internet kritisch betrachtet und ein Resümee gezogen.
Kapitel 4 beschäftigt sich im Anschluss an die theoretischen Kapitel explizit mit den Zielen und Fragestellungen der durchgeführten empirischen Untersuchung. Im darauf folgenden empirischen Teil, Kapitel 5, folgt die Darstellung der explorativen Onlinestudie. Es finden sich dort nähere Erläuterungen zur Datenerhebungsmethode, dem verwendeten Erhebungsinstrument, der Stichprobe und der konkreten Umsetzung und Durchführung der Untersuchung.
Anschließend werden, in Kapitel 6, das verwendete Auswertungsinstrument und die Auswertung der Daten beschrieben sowie die Ergebnisse entsprechend den Zielen der Untersuchung zusammenfassend vorgestellt und diskutiert. Es folgt weiterhin eine umfassende Interpretation der Resultate mit weiterführenden Fragestellungen bzw. Hypothesen.
In Kapitel 7 findet abschließend eine zusammenfassende kritische Gesamtbetrachtung dieser Arbeit, der durchgeführten Studie sowie ihrer übergreifenden Ergebnisse und Probleme statt. Zudem wird ein Ausblick mit weiterführenden Überlegungen skizziert.
Kapitel 8 enthält ein umfassendes Literaturverzeichnis bezüglich der verwendeten Quellen, Kapitel 9 den Anhang, mit den im Inhaltsverzeichnis aufgeführten Materialien.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG UND RELEVANZ DES THEMAS | 1 |
| 1.1 | AUSGANGSLAGE | 1 |
| 1.2 | AUFBAU UND ZIELE DER ARBEIT | 5 |
| 2. | SCHULGEWALT UND BULLYING | 8 |
| 2.1 | DEFINITION UND ABGRENZUNG DES THEMENFELDES | 10 |
| 2.2 | AKTUELLE SITUATION, HÄUFIGKEITEN UND ERSCHEINUNGSFORMEN | 18 |
| 2.3 | URSACHEN UND RISIKOFAKTOREN | 28 |
| 2.4 | KRITISCHE BETRACHTUNG DER SCHULGEWALTFORSCHUNG | 42 |
| 2.5 | FOLGERUNGEN FÜR DIE GEWALTPRÄVENTION | 46 |
| 3. | DAS INTERNET | 62 |
| 3.1 | DEFINITION UND GESCHICHTE | 63 |
| 3.2 | INTERNETDIENSTE IM ÜBERBLICK | 65 |
| 3.3 | DER INTERNETNUTZER - STATISTISCH | 68 |
| 3.4 | DER INTERNETNUTZER - CHARAKTERISTIKA | 71 |
| 3.5 | DAS INTERNET ALS INFORMATIONS-, KOMMUNIKATIONS- UND PUBLIKATIONSPLATTFORM | 73 |
| 3.6 | DAS INTERNET ALS HILFSANGEBOT UND MÖGLICHKEIT ZUR SELBSTHILFE | 81 |
| 3.7 | KRITISCHE BETRACHTUNG ZUM INTERNET - MÖGLICHKEITEN, GRENZEN UND AUSBLICK | 83 |
| 4. | FRAGESTELLUNGEN UND ZIELE DER UNTERSUCHUNG | 89 |
| 5. | EINE STUDIE ZU SCHULGEWALT, BULLYING UND INTERNET | 92 |
| 5.1 | ERHEBUNGSMETHODE UND UNTERSUCHUNGSDESIGN | 92 |
| 5.2 | DAS ERHEBUNGSINSTRUMENT | 96 |
| 5.3 | DIE STICHPROBE | 108 |
| 5.4 | VORGEHEN, DURCHFÜHRUNG UND BESONDERHEITEN DER STUDIE | 111 |
| 6. | DATENAUSWERTUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG | 114 |
| 6.1 | ERLÄUTERUNG DER DATENAUSWERTUNGSMETHODE | 114 |
| 6.2 | AUSWERTUNG DER ERHOBENEN QUALITATIVEN DATEN | 122 |
| 6.3 | DESKRIPTIVE ERGEBNISDARSTELLUNG | 126 |
| 6.4 | RÜCKBEZUG ZU DEN ZIELEN DER ARBEIT – HYPOTHESENBILDUNG | 146 |
| 7. | ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK | 151 |
| 8. | LITERATURVERZEICHNIS | 154 |
| 9. | ANHANG | 167 |
| A. | INTRODUCTIONS-SEITEN | 168 |
| B. | ONLINE-FRAGEBÖGEN | 170 |
| C. | ANSCHREIBEN DER VERLINKUNGSANFRAGE | 175 |
| D. | AUSWERTUNGSTABELLEN DER INFORMATIONSFRAGEN | 176 |
diesem unbestimmten Sachverhalt, verbirgt. Das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Untersuchung liegt deshalb bei der Rolle, die das Internet in Beziehung mit der Schulgewalt- und Bullyingproblematik spielt. Die Verbindung zwischen beiden Themenkomplexen wird näher beleuchtet, und der Untersuchungsgegenstand im Rahmen einer qualitativen Studie wissenschaftlich und systematisch exploriert. Ziel ist dabei die Sondierung wichtiger Aspekte bezüglich der Thematik. Diese werden eruiert, um ein weiterkommen in diesem Forschungsfeld zu ermöglichen, und auf diese Weise mit auch die Effizienz des Potentials von Internet für das Feld Schulgewalt und Bullying zu erhöhen. Es kann künftig z.B. Anbietern von Internetangeboten (zu diesem Thema) geholfen werden ihre Seiten zu verbessern. Sie erhalten einen tieferen Einblick in die Nutzerinteressen, und können dadurch ihre Angebote besser an den Bedürfnissen der „User“ ausrichten. Mitunter findet auch eine Erschließung und Öffnung des Forschungsfeldes statt. Ein Rückschluss der Ergebnisse auf die Theoriebildung ist wichtig und notwendig. Weiterführende Forschungshypothesen können aufgestellt werden. Die vorliegende Studie besitzt also ferner eine hypothesengenerierende Funktion. Zentraler Begründungszusammenhang für die Untersuchung liegt in der Chance des Internet als niedrigschwelliges Angebot für Informations- und Kommunikations- sowie Hilfs- und Selbsthilferessourcen bezüglich Schulgewalt, Bullying und deren Präventionsmöglichkeiten. [...]
Große Vorteile und besondere Vorzüge des Internet im Hinblick auf „Hilfe und Selbsthilfe“ liegen bei der niederschwelligen Zugangsmöglichkeit. Es besteht die Möglichkeit jederzeit ohne größere Hemmschwellen und ohne Zugangsschwierigkeiten oder Wartezeiten dieses Hilfsangebot in Anspruch zu nehmen. Dies geschieht unter weitgehender Wahrung der eigenen Anonymität. Diese Anonymität baut Schwellenängste ab und ermöglicht so auch bei heiklen Themen eine beschleunigte Selbstöffnung. Der Kontakt seitens des Ratsuchenden kommt zunächst einmal unverbindlich zustande. Zugangsmöglichkeiten sind unkompliziert und stehen, mit geringem Aufwand und Kosten verbunden, für jeden offen. Ob über den Computer zu Hause, bei der Arbeit, in der Schule, bei Freunden, Verwandten oder in öffentlichen Einrichtungen. Weiterhin besteht räumliche und zeitliche Unabhängigkeit. Zugriff ist rund um die Uhr und ortsungebunden möglich, Entfernungen spielen keine Rolle. Gleichgesinnte lassen [...]
Diese lassen sich grob untergliedern in die Gruppen „synchron und asynchron“, „unimedial und multimedial“ sowie „individual- und gruppenorientiert“ […]. Ein Beispiele [sic.] für einen synchronen Kommunikationsdienst ist ein WWW-Chat. Bei diesem unterhalten sich (räumlich getrennte) Teilnehmer in „Echtzeit“ miteinander. […] Bei asynchronen Kommunikationsdiensten werden die Äußerungen der Teilnehmer auf Computern zwischengelagert. Zwischen Aktion und Reaktion vergeht ein von den Teilnehmern mehr oder weniger frei zu bestimmender Zeitraum. Der wohl bekannteste und am meisten genutzte asynchrone Kommunikationsdienst […] ist E-Mail. Von seinen Ursprüngen her betrachtet ist E-Mail ein rein textbasierter Kommunikationsdienst. Mit zunehmendem technologischem Fortschritt finden sich aber auch hier immer mehr multimediale Elemente. Das Versenden von Videonachrichten (Videomail) ist hierfür ein Beispiel. Die aufgeführten Dienste können zur Individualkommunikation oder aber zur 78 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832496289
Arbeit zitieren:
Weber, Christian Dezember 2005: Schulgewalt, Bullying und Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Gewalt, Gewaltprävention, Onlinemedien, Medien, Mobbing



