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Schlüsselfaktor Kommunikation

Methoden für die Verständigung über eine Lokale Agenda 21 in Berlin-Köpenick

Schlüsselfaktor Kommunikation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Hans Hagedorn
  • Abgabedatum: Juni 1997
  • Umfang: 107 Seiten
  • Dateigröße: 6,8 MB
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dortmund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1375-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1375-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1375-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hagedorn, Hans Juni 1997: Schlüsselfaktor Kommunikation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Hans Hagedorn

Zusammenfassung:

Zukunftsfähige Entwicklung ist ein gemeinsames Grundinteresse, das individuellen Interessen widerspricht. Eine erfolgreiche Planung von Vorhaben für eine zukunftsfähige Entwicklung setzt daher voraus, daß Akteure miteinander kommunizieren. Wie funktioniert diese Kommunikation, und auf welche Weise können Bedingungen für ihren Erfolg geschaffen werden? Dies ist die Leitfrage der vorliegenden Arbeit.

Kommunikation in Zusammenhang mit Planung wird bislang als Bürgerbeteiligung verstanden, bei der die Betroffenen über ausgearbeitete Pläne informiert werden und persönliche Einwände vorbringen können.

Angesichts der gegensätzlichen Interessen an einer zukunftsfähigen Entwicklung wird jedoch angenommen, daß Planung den Interessen nur gerecht werden kann, wenn eine große Zahl von Bürgern unmittelbar an der Planung teilnimmt. Diese Annahme muß überprüft werden, um den vergleichsweise hohen Aufwand von dialogorientierten Verfahren zu rechtfertigen.

Zu diesem Zweck wird in der vorliegenden Arbeit die Hypothese aufgestellt, daß die Qualität der Kommunikation der entscheidende Faktor für den Erfolg einer zukunftsfähigen Entwicklung ist. Zur Überprüfung der Aussage werden drei Forschungsfragen darüber abgeleitet, ob Methoden der Kommunikation notwendig, hinreichend und anwendbar sind, um zu einer zukunftsfähigen Entwicklung zu gelangen.

Als Ergebnis zeigt sich, daß eine zukunftsfähige Entwicklung nur dann Aussicht auf Erfolg hat, wenn Maßnahmen in den unterschiedlichsten Bereichen parallel durchgeführt werden. Ein hohes Maß an Verständigung zwischen den entsprechenden Akteuren ist daher notwendig.

Weiterhin belegt die Arbeit, daß der Verständigungserfolg sehr stark von den verwendeten Kommunikationsmethoden abhängt. Mit Hilfe der Wirtschaftswissenschaft, der Psychologie und der Spieltheorie wird gezeigt, welche Bedingungen für den Erfolg von Kommunikation verantwortlich sind. Die Analyse des Fallbeispieles in Berlin-Köpenick ergibt, daß derartige Grundsätze bei der Erstellung einer Lokalen Agenda 21 nicht beachtet wurden. Zum Beispiel behindert der sektorale Organisationsaufbau eine effektive Kommunikation zwischen den Akteursgruppen. Es wird daher ein Konzept erarbeitet, welches die theoretisch analysierten Kommunikationsmethoden mit den lokalen Voraussetzungen verknüpft. Das Hauptelement dieses Konzeptes sind Agenda-Teams, mit denen die komplexe Kommunikationsarbeit auf kleine Einheiten aufgeteilt wird. Durch ein Werkstattgespräch wird gezeigt, daß das Konzept anwendbar ist.

Bei der Analyse und Anwendung der Methoden wird jedoch auch deutlich, daß neben störungsarmer und effizienter Kommunikation noch weitere Einflußfaktoren wie Sachkenntnisse, Machtbalance und sogar Zufall hinzukommen müssen, damit die Verständigung erfolgreich wird. Demnach ist Kommunikation kein hinreichender, aber ein erfüllbarer Faktor für eine zukunftsfähige Entwicklung. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenstellung von Thesen darüber, welche Faktoren zusammenwirken müssen, um zu einer zukunftsfähigen Entwicklung zu gelangen. Der Einfluß eines Schlüsselfaktors wurde bestätigt: Kommunikation für eine zukunftsfähige Entwicklung ist planbar.

Inhaltsverzeichnis:

Kurzfassung 6
Kapitel 1
Das Forschungsfeld 7
Der Streit um eine zukunftsfähige Entwicklung 7
Theoriesplitter 8
Hypothese: Schlüsselfaktor Kommunikation 9
Forschungsfragen 12
Notwendig? 12
Hinreichend? 12
Anwendbar? 13
Aufbau der Untersuchung 13
Kapitel 2
Methoden der Kommunikation 15
Querschnitt 15
Kommunikation über eine zukunftsfähige Entwicklung 16
Sustainable Development ist kein einheitliches Konzept 16
Verständigungsbedarf für die Umsetzung der Agenda 21 17
Folgerungen für den Methodeneinsatz 20
Informationen mitteilen 21
Ein Marketing-Modell der Kommunikation 21
Marketingmethoden für sustainable Development 22
Fazit: Nachfrageorientierte Zukunftsfähigkeit 26
Bewertungen verständlich machen 27
Ein psychologisches Modell der Kommunikation 27
Methoden für die Verständigung auf der Sachebene 31
Fazit: Keine Verständigung in großen Gruppen 32
Konzepte verhandeln 33
Ein spieltheoretisches Modell der Kommunikation 34
Spielmethoden von Mediation, Bürgergutachten und Forum 36
Fazit: Komplementäre Mitspieler 40
Kapitel 3
Kommunikationskonzept für Köpenick 43
Querschnitt 43
Vorgehen bei der Datengewinnung 44
Prozeßbeobachtung 45
Leitfadengespräche 45
Werkstattgespräch 48
Analyse: Organisation und Kommunikation 50
Rahmenbedingungen in Köpenick 50
Entwicklung des 3-Säulen-Modells 51
Kommunikations-Senken 61
Ergebnis: Auf dem 3-Säulen-Modell aufbauen 63
Schnittstelle zur Wirtschaft aktivieren 63
Eigenverantwortung der Akteure stärken 64
Wie weiter? 65
Konzept: Ein Zeltdach für das Säulenmodell 66
Erster Schritt: Agenda-Teams bilden 68
Zweiter Schritt: Aufgaben der Agenda-Teams 70
Dritter Schritt: Kommunikationstraining 72
Vierter Schritt: Sachinformationen erarbeiten 73
Fünfter Schritt: Bewertungen und Handlungsstrategien 74
Sechster Schritt: Erfolgskontrolle und Optimierung 76
Überprüfung: Werkstattgespräch mit den Akteuren in Köpenick 77
Agenda-Teams contra Mediationsverfahren 79
Interessen vertreten oder selbst verhandeln 80
Motivation der Bürger 80
Demokratische Legitimation 81
Grenzen der Kommunikationsfähigkeit? 82
Kapitel 4
Einfluß des Faktors Kommunikation 83
Beantwortung der Forschungsfragen 83
Notwendig 84
Nicht hinreichend - aber erfüllbar 84
Anwendbar 86
Ein Schlüsselfaktor reicht nicht 86
Anhang 91
Nachwort 91
Interviewleitfaden 92
Gesprächspartner 93
Werkstattprogramm 94
Teilnehmer der Werkstatt 95
Abkürzungsverzeichnis 96
Bildverzeichnis 96
Zitatenindex 97
Literatur 98
Übersichtskarte: Berliner Bezirke 105

Arbeit zitieren:
Hagedorn, Hans Juni 1997: Schlüsselfaktor Kommunikation, Hamburg: Diplomica Verlag

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