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Schloss Malberg in der Kyllburger Waldeifel

Schloss Malberg in der Kyllburger Waldeifel
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Ralph Foss
  • Abgabedatum: Juli 2005
  • Umfang: 205 Seiten
  • Dateigröße: 24,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
  • Bibliografie: ca. 90
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0267-9
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0267-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Foss, Ralph Juli 2005: Schloss Malberg in der Kyllburger Waldeifel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Schloss Mahlberg, Kurfürstentum Trier, Kunstgeschichte, Restaurierung, Alberti

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Magisterarbeit von Ralph Foss

Einleitung:

Nähert man sich heutzutage dem Eifelort Malberg, so fällt einem sofort die auf einer Anhöhe über dem Ort thronende Schlossanlage auf. Diese nie durch Kriege zerstörte Anlage zeigt sich trotz späterer Umbauten weitgehend im Zustand der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Selbst die wandfeste Ausstattung und das bewegliche Mobiliar sind erhalten.

Bei näherem Betrachten präsentiert sich der Bau als ein Konglomerat verschiedener Epochen. Die Architektur der Hauptgebäude (Neues Haus, Schlosskapelle und Arkadenbau) unterscheidet sich frappierend von der anderer Schlösser in der Eifel. Trotz des guten Erhaltungszustandes und seiner baulichen Besonderheit ist das Malberger Schloss erst spät von der Kunstgeschichte entdeckt worden. Dies hing sicherlich mit der abgeschiedenen Lage fern kultureller Oberzentren und dem Besitzverhältnis als privates Eigentum zusammen. Erst der Kunsthistoriker Jörg Gamer befasste sich umfassend mit dem Schloss und seiner Geschichte. Er war es, der durch seine Forschungen den Bauten des ersten Jahrzehnts des 18. Jahrhunderts einen Architekten zuordnen konnte, über den er eine Monographie verfasste.

Problemstellung:

Die vorliegende Arbeit versucht, die Ergebnisse Gamers neu zu beleuchten. Hierzu wird erneut der Versuch unternommen, die Baumeisterfrage und die Datierung der einzelnen Bauteile der verschiedenen Epochen zu klären. Neue Erkenntnisse, soviel sei schon vorweggenommen, ergaben sich durch Untersuchungen, die infolge des Verkaufs des Schlosses an die Verbandsgemeinde Kyllburg möglich wurden. Doch nicht nur die schon von Gamer gemachten Aussagen sollen überprüft werden, auch soll der Blick auf bisher unberücksichtigte Aspekte gelenkt werden.

Die Frage nach der Bedeutung des Altbaus als einzig erhaltenes Relikt des Mittelalters und die Einordnung des Malberger Schlosses in das Baugeschehen um 1710 in Kurtrier sind nur einige der neuen Ansätze zur Interpretation der Anlage.

Klärungsbedarf ergibt sich auch in Bezug auf die Fassade des Neuen Hauses und auf die bisher von der Kunstgeschichte unbeachtet gebliebene Fassade der Schlosskapelle. Auch der Frage, woher der Architekt seine Anregungen hat, wird in dieser Arbeit nachgegangen.

Als Quelle diente das Familienarchiv, das sich seit dem Verkauf des Schlosses im Jahre 1990 im Landeshauptarchiv Koblenz befindet. Der Bestand wurde gesichert und ein Findbuch erstellt. Durch die öffentliche Zugänglichkeit wird das Arbeiten mit den Quellen erleichtert. So ist es heute möglich, genaue Quellenangaben zu machen, was Gamer noch nicht möglich war. Das Wiederauffinden der von ihm benannten Archivalien bedeutet daher einen großen Suchaufwand.

Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung 1
II. Forschungsstand 3
III. Die Geschichte des Schlosses und der Herrschaft Malberg 5
IV. Baubeschreibung 9
IV.1 Die Lage 10
IV.2 Der Außenbau 11
IV.2.1 Das Torhaus und Brauhaus 11
IV.2.2 Der Altbau 12
IV.2.3 Der Arkadenbau 14
IV.2.4 Das Neue Haus 15
IV.2.5 Die Schlosskapelle 16
IV.3 Der Innenraum des Neuen Hauses 19
IV.4 Die Gärten und die Terrasse 23
IV.4.1 Der Eiserne Garten 23
IV.4.2 Der Runde Garten 25
IV.4.3 Die Terrassenanlage 25
V. Restaurierungsbericht 33
V.1 Die Schlosskapelle 33
V.2 Der Arkadenbau 35
V.3 Das Neue Haus 36
V.4 Die Treppenanlage 38
V.5 Der Altbau 41
V.6 Die Torbögen 45
V.7 Die Bauabfolge 45
VI. Das Promemoria vom 1. Dezember 1707 47
VI.1 Transkription des Promemoria 49
VI.2 Erläuterungen zum Promemoria 52
VII. Der Schlossneubau als repräsentative Tradition 56
VII.1 Exkurs: Das Kaiserappartement 63
VIII. Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse 65
IX. Der Architekt Matteo Alberti 67
IX.1 Zur Biographie Matteo Albertis 68
IX.2 Erläuterungen zum Werk Matteo Albertis 74
IX.2.1 Das Schloss Bensberg bei Köln 74
IX.2.2 Die Fronleichnamskirche der Ursulinen in Köln 80
IX.2.3 Das Schlossprojekt für Heidelberg 1697 und 1700 82
IX.3 Zuschreibung von Schloss Malberg an Matteo Alberti 84
X. Einordnung von Schloss Malberg in den regionalen Kontext 92
X.1 Die Burg Oberehe 93
X.2 Das Schloss Bekond 96
X.3 Das Schloss Föhren 99
X.4 Vergleichende Betrachtung mit Schloss Malberg 102
XI. Einordnung von Schloss Malberg in den überregionalen Kontext 108
XI.1 Die Fassade: Typologie und Stil 109
XI.2 Die Raumdisposition 113
XII. Schlussbetrachtung 116
XIII. Literaturverzeichnis 118
XIV. Abbildungsverzeichnis 132
Bildband 139

Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung 1
II. Forschungsstand 3
III. Die Geschichte des Schlosses und der Herrschaft Malberg 5
IV. Baubeschreibung 9
IV.1 Die Lage 10
IV.2 Der Außenbau 11
IV.2.1 Das Torhaus und Brauhaus 11
IV.2.2 Der Altbau 12
IV.2.3 Der Arkadenbau 14
IV.2.4 Das Neue Haus 15
IV.2.5 Die Schlosskapelle 16
IV.3 Der Innenraum des Neuen Hauses 19
IV.4 Die Gärten und die Terrasse 23
IV.4.1 Der Eiserne Garten 23
IV.4.2 Der Runde Garten 25
IV.4.3 Die Terrassenanlage 25
V. Restaurierungsbericht 33
V.1 Die Schlosskapelle 33
V.2 Der Arkadenbau 35
V.3 Das Neue Haus 36
V.4 Die Treppenanlage 38
V.5 Der Altbau 41
V.6 Die Torbögen 45
V.7 Die Bauabfolge 45
VI. Das Promemoria vom 1. Dezember 1707 47
VI.1 Transkription des Promemoria 49
VI.2 Erläuterungen zum Promemoria 52
VII. Der Schlossneubau als repräsentative Tradition 56
VII.1 Exkurs: Das Kaiserappartement 63
VIII. Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse 65
IX. Der Architekt Matteo Alberti 67
IX.1 Zur Biographie Matteo Albertis 68
IX.2 Erläuterungen zum Werk Matteo Albertis 74
IX.2.1 Das Schloss Bensberg bei Köln 74
IX.2.2 Die Fronleichnamskirche der Ursulinen in Köln 80
IX.2.3 Das Schlossprojekt für Heidelberg 1697 und 1700 82
IX.3 Zuschreibung von Schloss Malberg an Matteo Alberti 84
X. Einordnung von Schloss Malberg in den regionalen Kontext 92
X.1 Die Burg Oberehe 93
X.2 Das Schloss Bekond 96
X.3 Das Schloss Föhren 99
X.4 Vergleichende Betrachtung mit Schloss Malberg 102
XI. Einordnung von Schloss Malberg in den überregionalen Kontext 108
XI.1 Die Fassade: Typologie und Stil 109
XI.2 Die Raumdisposition 113
XII. Schlussbetrachtung 116
XIII. Literaturverzeichnis 118
XIV. Abbildungsverzeichnis 132
Bildband 139

Textprobe:

Kapitel V. 4, Die Treppenanlage:

Betritt der heutige Besucher das Treppenhaus und steigt die Treppe hinauf, so bemerkt er, dass sie nicht viel mit zeitgenössigen Treppenanlagen von Schlössern oder Adelpalais gemeinsam hat. Es präsentiert sich kein bis in das letzte Stockwerk offene Treppenhaus oder eine „royale Stiege“, wie sie sich der Hausherr Johann von Werner wünschte. Stattdessen gibt es eine Zwischendecke, die eine der steinernen Blumenvasen, welche das Sandsteingeländer des 18. Jahrhunderts schmücken, als Abstützung nutzt. Diese Stelle, das erste Wendepodest, ist nur noch knapp zwei Meter hoch. Die Zwischendecke ermöglicht den Zugang vom ersten Obergeschoss in einen der Nebenräume des rechten Schlossflügels. Diese Veränderungen sowie die Fortführung der Treppe als hölzerner Zugang in das Mezzaningeschoss sind das Resultat späterer Umbauarbeiten und widersprechen einer „royalen Stiege“.

Folgende Aussagen lassen sich nach jetzigen Erkenntnissen über die ursprüngliche Treppenanlage machen:

Die heutige Treppe befindet sich an derselben Stelle wie die alte, nur ihre Steigung ist verändert. Der erste Treppenlauf war ursprünglich etwas breiter, der zweite schmaler als heutzutage. Die Mauer des ersten Treppenlaufes ist aus der Erbauungszeit, der zweite Lauf ruhte wie heute auf einer Mauer oder einem Substruktionsbogen. Der dritte Treppenlauf wurde von zwei Substruktionsbögen gestützt, die auf einem noch heute vorhandenen Holzpfeiler ruhten. Dieser Pfeiler wurde infolge des höheren Bodenniveaus im 19. Jahrhundert verkürzt, was an zwei Sägestellen zu erkennen ist. Das heutige Kapitell könnte aus dem 19. Jahrhundert stammen, die heutige Basis vormals als Kapitell (toskanisch?) gedient haben.

Der dritte Treppenlauf liegt jetzt auf einem Stahlträger, ein Material, das zur Erbauungszeit noch nicht bekannt war. Als Jahr des Umbaus des Treppenhauses kann man daher die dritte Restaurierungsphase von 1890 annehmen.

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Arbeit zitieren:
Foss, Ralph Juli 2005: Schloss Malberg in der Kyllburger Waldeifel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Schloss Mahlberg, Kurfürstentum Trier, Kunstgeschichte, Restaurierung, Alberti

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