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Vom Schießplatz zum 'Erfahrungsfeld'

Geschichte - Gegenwart - Zukunft eines Projektes im Rahmen des Bund-Länder-Programms 'Soziale Stadt'

Vom Schießplatz zum 'Erfahrungsfeld'
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sascha Obierej
  • Abgabedatum: März 2009
  • Umfang: 127 Seiten
  • Dateigröße: 3,1 MB
  • Note: 1,1
  • Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
  • Bibliografie: ca. 17
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3080-1
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Obierej, Sascha März 2009: Vom Schießplatz zum 'Erfahrungsfeld', Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Entwicklungsbedarf, Fischbacherberg, Hoppmann Stiftung, Stadtteilarbeit, Schießgelände

Diplomarbeit von Sascha Obierej

Einleitung:

„Es wurde Felddienst geübt, geschossen mit Gewehr, Pistole, M.Pi. und M.G., mit Granatwerfer, PAK und Infanterie-Geschütz.“ Dieses Szenario findet mitten in einem Wohngebiet statt, in dem mehr als 2500 Einwohner leben. In diesem liegt ein über 75000 qm² großes Areal, umgeben von Wäldern, dass in den schwärzesten Stunden der deutschen Geschichte ins Leben gerufen wurde, um SS-Soldaten eine bestmögliche Ausbildung im Umgang mit tödlichen Waffen zu ermöglichen. Scharfe Munitionsgeschosse nicht weit entfernt von Schulen, Kindergärten und Wohnhäusern. Millionen von Patronen, die in Betonmauern und Sandhügeln mit voller Wucht einschlagen. Soldaten, die trainiert werden, um aus 200 Metern Entfernung mit einem Maschinengewehr bewegliche und unbewegliche Ziele zu vernichten oder unschädlich zu machen. Ohrenbetäubender Lärm, weil die abgefeuerten Geschosse mit einer Geschwindigkeit von mehr als 3000 Kilometern pro Stunde durch die Luft wirbeln und dabei eine Lautstärke von mehr als 110 Dezibel erzeugen.

Und nun im Kontrast dazu ein innenstadtnahes und ruhiges Gelände, dass den Menschen nach einem Tag voller Arbeit und Stress die Möglichkeit bietet, sich zurückzuziehen, ausgedehnte Spaziergänge am Waldrand zu unternehmen, mit der Familie einen Grillnachmittag zu veranstalten und Freizeit unter dem freiem Himmel zu verbringen. Ein Areal, das in seiner Form und Ausführung zusätzlich jugendlichen Arbeitslosen Qualifizierungsmaßnahmen und Zukunftsperspektiven eröffnen kann. Innenstadtnah steht es als Symbol für Freizeit, Erholung und Sport. In seiner Bedeutung so groß ist, dass es für die Bevölkerung der Stadt zum Aushängeschild wird. Ein Grundstück, dessen Nutzungskonzeption fast anderthalb Jahrzehnte Arbeit und Entwicklung beanspruchte und hinter dessen Erbauung so viel ehrenamtliches und persönliches Engagement steckt, dass in Geld nicht aufzuwiegen ist.

Die Unterschiede zwischen diesen beiden Arealen könnten kaum größer sein und dennoch bezieht sich die Beschreibung in beiden beschriebenen Fällen auf ein und dasselbe Gelände - dem Schießplatz auf dem Fischbacherberg. Als „Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf“ gekennzeichnet, ist der Fischbacherberg, in der Gemeinschaftsinitiative des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ integriert. Zwischen den beiden beschriebenen Situationen liegen etwas mehr als 70 Jahre Entwicklungsgeschichte. Noch anfangs der 1930er Jahren, aus reinen militärischen Berechnungen gebaut, dient der Schießplatz heute, sozialpädagogischen Interventionsmaßnahmen. Nach dem Untergang des Dritten Reiches und seiner Kapitulation im Mai 1945 fiel die Militäranlage in die Hände britischer und belgischer Besatzungsmächte. Seit dem Abzug der belgischen Streitkräfte, Mitte der 1990er Jahre, bemühten sich Politiker, Stadt, Kommune und engagierte Persönlichkeiten um eine Umgestaltung des ehemaligen Schießstandes. Nicht immer war der Weg, den man zur Neugestaltung des Geländes gehen wollte, eindeutig. Erst mit Hermann Schmid und dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung „Demokratie im Alltag“ Wolfgang Belitz, konnte dem Schießplatz ein überlebensfähiges Konzept gegeben werden. Es sollte viele Jahre nach der Jahrtausendwende verwirklicht werden. Nach langem „Ringen“ konnten sich die Verantwortlichen der Stadt und der Stiftung „Demokratie im Alltag“ auf ein Projekt einigen, dass in seinen Umfängen und Absichten ganz neue Kreise ziehen sollte. Das „Erfahrungsfeld Schön und Gut – Fischbacherberg“ steht sowohl für die (Re)Integration von jugendlichen Arbeitslosen, als auch für ein innenstadtnahes Feld der Erfahrungen für Bewohner der Stadt Siegen. Trotz zahlreicher anderer „Erfahrungsfelder“ in Deutschland ist diese Konzeptionierung bisher einmalig. Aus diesem Grund kann das gemeinschaftliche Projekt von Stadt und Stiftung als Pionierarbeit bezeichnet werden. Die Visionen, die das Projekt nähren, sind in ihrer Form einzigartig und könnten im Bereich der sozialen Arbeit ein völlig neues Handlungskonzept für arbeitslose, jugendliche Männer und Frauen schaffen. Die Stadt Siegen profitiert von der festen Etablierung des „Erfahrungsfeldes“ im doppelten Sinne. Zum einem werden zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen für die Jugendlichen angeboten, die in der Gesellschaft eher als „schwarze Schafe“ bezeichnet werden, zum anderen kann das vorhandene Defizit an Sport-, Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten in diesem Stadtteil aufgebessert werden. Da das Gelände seine Pforten für jedermann öffnen wird, wäre die Stadt Siegen mit diesem „Erfahrungsfeld“ um eine zusätzliche touristische Attraktion reicher.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 3
2. Das Programm „Die Soziale Stadt“ und seine Umsetzung in Siegen 11
2.1 Das Bund-Länder-Programm „Die Soziale Stadt“ 11
2.1.1 Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf 11
2.1.2 Ziele und Maßnahmen für die Entwicklungen der Quartiere 14
2.2 Der Leitfaden der ARGEBAU und seine sechs Aufgabenfelder 15
2.2.1 Der Leitfaden 15
2.2.2 Aufgabenfeld I 16
2.2.3 Aufgabenfeld II 17
2.2.4 Aufgabenfeld III 19
2.2.5 Aufgabenfeld IV 20
2.2.6 Aufgabenfeld V 21
2.2.7 Aufgabenfeld VI 23
2.3 Allgemeine Grundsätze 24
2.4 Instrumente im Bereich des Wohnungswesens 26
2.5 Finanzierungsgrundlage und förderrechtliche Grundlage 28
2.6 „Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf“ - Fischbacherberg 30
3. Vergangenheit 36
3.1 Der Schießstand auf dem Fischbacherberg 1933-1945 36
3.2 Britische und Belgische Liegenschaften 1945 -1994 40
4. Gegenwart 45
4.1 Projektleitung Hermann Schmid 45
4.2 Die Entstehung von „Schön und Gut - Erfahrungsfeld Fischbacherberg“ 48
4.3 Das Erfahrungsfeld - Zielgruppe 60
4.4 Das Erfahrungsfeld - Finanzierung 64
4.5 Das Erfahrungsfeld 66
4.6 Das Erfahrungsfeld - Bevölkerung und Probleme 72
4.7 Die Hoppmann-Stiftung „Demokratie im Alltag“ 77
4.7.1 Martin und Klaus Hoppmann 77
4.7.2 Die Erfolgsbeteiligung 78
4.7.3 Der Wirtschaftsausschuss 80
4.7.4 Die Arbeitsteams 81
4.7.5 Von der Martin Hoppmann GmbH zur „Demokratie im Alltag“ 81
4.7.6 Der Wirkungskreis der „Demokratie im Alltag“ 82
4.7.7 Projektförderung 83
4.7.8 Der Stiftungsvorstand 85
4.7.9 Die vier Säulen der „Demokratie im Alltag. 86
4.8 Alternative Nutzungskonzepte für das ehemalige Schießgelände 88
4.8.1 Die Fachabteilung Stadtentwicklung 88
4.8.2 Nutzungskonzept Variante A Sport- und Freizeitanlage 89
4.8.3 Nutzungskonzept Variante B Sport- und Freizeitanlage mit Schießstand 90
4.8.4 Nutzungskonzept Variante C Sportanlage mit Wochenendhausgebiet und Kleingartenanlage 91
4.8.5 Nutzungskonzept Variante D Stadtteilfriedhof 92
4.8.6 Nutzungskonzept Variante E Private Sportanlage, als Beispiel: Reitanlage 92
5. Zukunft 94
6. Zusammenfassung und Darstellung 102
7. Literaturverzeichnis 107
8. Anhang 111

Textprobe:

Kapitel 4.3, Das Erfahrungsfeld – Zielgruppe:

Das gewünschte Klientel, das mit dem „Erfahrungsfeld“ erreicht bzw. angesprochen werden soll, darf nicht über einen Kamm geschert werden. Es weist eine zu große Komplexität in seiner Gesamtkonstellation auf. Gleichzeitig sollen mehrere Zielgruppen erreicht werden. Zum einem sollen junge Erwachsene und arbeitslose Jugendliche, die eigentliche Zielgruppe der Stiftung direkt angesprochen werden. Der demographischen Wandel, der sich in der Bundesrepublik Deutschland vollzieht und auch in den nächsten Jahrzehnten nicht zu stoppen sein wird, schafft immer mehr Arbeitsplätze von ausscheidenden älteren Arbeitnehmern. Die rückläufige Arbeitslosenquote, könnte nach den Prognosen einiger Experten noch weiter sinken, wenn die Bundesrepublik die aktuelle Konjunkturkrise bzw. Wirtschaftskrise erfolgreich bewältigt. Nach dem neuesten Informationsstand hatte die „Agentur für Arbeit“ im Dezember 2008 eine halbe Million unbesetzte Arbeitsstellen anzubieten. Die Problematik der zu besetzenden Arbeitsplätze besteht darin, dass freie Stellen für ungelernte Fachkräfte und für Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss, immer seltener werden. Jugendliche mit Haupt- oder Sonderschulabschluss sind vom Arbeitsmarkt segregiert. Oftmals sind die Anforderungen der Arbeitgeber unrealistisch und können nicht erfüllt werden. Viele Arbeitnehmer, vor allem Menschen aus „sozialen Brennpunkten“ wie dem Fischbacherberg, sind mit ihrem Qualifikationsniveau in der Arbeitswelt nicht die erste Wahl. Sie können auf dem Arbeitsmarkt nicht bestehen.

An diesem Punkt wollen die Stiftung und Schmid den Knoten durchschlagen. Sie wollen die arbeitslosen, jungen Menschen beschäftigen, für die nach dem niederen Schulabschluss oder der abgebrochenen Ausbildung, kaum noch eine Verwendung auf dem deutschen Arbeitsmarkt gefunden wird. Sie sollen nach ihrem Eintritt in das Erwachsenenalter eine Zukunftsperspektive erhalten und den Lauf ins Leere stoppen. Die schwierige Situation, mit der sich das Klientel täglich konfrontiert sieht, zeigt sich lehrhaft am Beispiel der Jugendlichen auf dem Fischbacherberg. Bis zum Alter von 18 Jahren sichert hier ihnen die soziale Infrastruktur Unterstützung in allen erdenklichen Lebenslagen zu. Im Jargon reden viele von der „Sozialen Meile“ auf dem Fischbacherberg. Grob geschätzt kommt auf 100 Bewohner, eine sozialpädagogische Stelle. Das pädagogische Hilfsangebot ist von A bis Z abgedeckt. Das große Angebot an sozialpädagogischen Unterstützungen ist durch unterschiedliche Vorfälle und Probleme in den vergangenen Jahren und Jahrzehnte zwar berechtigt, lässt aber einige andere „Brennpunkte“, mit ähnlichen problematischen Strukturen, vor Neid erblassen. Sobald junge Schulabgänger und Hilfeempfänger mit ihrem 18.Geburtstag den Erwachsenenstatuts erreichen, enden die Hilfen abrupt. Die jungen Menschen laufen quasi ins Leere. Es fehlt ihnen an geeigneten Unterstützungen und Perspektiven. Viele von ihnen kommen aus ärmlichen, familiären Verhältnissen. Einige der Familien auf dem Fischbacherberg leben seit der dritten oder vierten Generation in Armut. In der Soziologie spricht man in so einem Fall vom „Sozialhilfeadel“. Eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ergibt sich für die meisten Eltern nicht. In der Region um den Fischbacherberg herum sieht es noch schlechter aus.

An diesem Punkt soll mit Hilfe des Projektes eine Trendwende herbeigeführt werden. „Arbeit soll wieder sichtbar gemacht werden.“ Das Beschäftigungsprojekt, kann bei den oft durch Hoffnungslosigkeit geprägten Bewohnern, ein Zeichen der Veränderung setzen. Die geplante Großoffensive soll jungen Frauen und Männer die Gelegenheit bieten, unter fachlich kompetenter Anleitung, selbständig Arbeiten auf dem Gelände durch zu führen. Das Aufgabenfeld könnte von der Instandhaltung eines Biotops, zur Organisation von Jugendzeltlagern, zur gastronomischen Bewirtung bei kulturellen Veranstaltungen, bis hin zur professionellen Anleitung zur Kletterwandbesteigung, reichen. Das „Erfahrungsfeld“ bietet für die Zukunft eine unbekannte Menge an verschiedenen Aufgaben- und Arbeitsfeldern. Wenn es nach dem Wunsch der Initiatoren geht, sollen junge, arbeitslose Menschen nicht nur die Umgebung, sondern auch die Strukturen des Fischbacherbergs tragen. Ein Ziel der Stiftung ist, die Personen, die im Zuge der Arbeitslosenpolitik auf dem „Erfahrungsfeld“ engagiert werden, in Zukunft in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen. Denkansatz ist der Weggang von der „1,30 Euro pro Stunde Beschäftigung“, zu einer anständigen, sinnvollen und nützlichen Arbeit. Der persönliche Einsatz soll den Beschäftigten ein faires Entgelt einbringen. Durch gemeinsame Arbeiten an Mikroprojekten, könnten sich unter Umständen Festanstellungen oder Arbeitsplatzverwirklichungen an Ort und Stelle ergeben. Den jungen Menschen soll das Signal gesendet werden, dass ihre „demokratische Teilhabe“ sinnvoll, wichtig und erwünscht ist. Ihr Einsatz soll sich nicht nur auf die Arbeit um das „Erfahrungsfeld“, sondern auch auf seine Mitgestaltung beziehen. Ihnen soll mit der Projektverwirklichung ein großes Stück Verantwortung übergeben werden. Mit den neuen Erfahrungswerten sollen die jungen und manchmal noch orientierungslosen Frauen und Männer, ihre eigenen Grenzen und Fähigkeiten austesten und die eigenen Qualifikationen weiter verbessern. Mit ihrer Teilnahme am Gemeinschaftsprojekt, soll ihnen ein Tor zu einer neuen „Erfahrungswelt“ geöffnet werden. Diese wird den Akteuren bei der Findung ihrer eigenen Grenzen, Talente, Fähigkeiten und Identitäten behilflich sein. Das „Erfahrungsfeld“ eröffnet den Jugendlichen die Möglichkeit, sich für vielleicht ein oder zwei Jahre auszuprobieren, zu experimentieren oder auch die persönliche Entwicklung zu stärken. Der persönliche Entwicklungsprozess soll dabei so gefördert werden, dass sie es schaffen vom „Sozialhilfeadel“ wegzukommen. „Schön und Gut“ spiegelt sich in der Philosophie der Gemeinschaftsinitiative „Soziale Stadt“ – wieder. Metaphorisch betrachtet, könnte man das Programm wie folgt verstehen - „Wir geben euch einen Samen, ein bisschen Erde und Wässerchen, und wir sorgen dafür, dass das Pflänzchen anfängt zu wachsen. Aber, dass sie und groß und stark wird, das muss im Interesse der Stadt liegen.“ Nach diesem Motto werden die Verantwortlichen mit den jungen Teilnehmern verfahren. Das „Erfahrungsfeld“ dient aber nicht nur der Reintegration von arbeitslosen jungen Menschen, sondern auch der Erholung für jedermann aus der Stadt und Umgebung. Als ein innenstadtnahes Freizeit- und Erholungsgebiet ist es sowohl Familien, Schülern, Studenten, als auch Senioren zugänglich, Das Gelände macht den Bewohnern der Stadt das Angebot sich am Nachmittag oder am Wochenende zu entspannen, die Beine hoch zu legen oder die frische Luft in der freien Natur zu genießen.

Als Publikum wünschen sich die Initiatoren sowohl kinderreiche Familien und Jugendliche als auch Berufstätige. Der Besucherkreis soll sich aber nicht nur auf die lokale Gemeinschaft begrenzen, sondern auch auf die regionale berücksichtigen. Mit seinen zahlreich geplanten, facettenreichen Angeboten soll das „Erfahrungsfeld“ Schulklassen und Kindergartengruppen in seinen Bann ziehen. Es spielt keine Rolle, ob man nur „die Seele baumeln lassen will“, mit Familie und Freunden einen entspannten Grillnachmittag veranstaltet oder man auf der riesigen Festwiese, die optional einsetzbar sein wird, einer sportlichen Aktivität nachgeht. Erlaubt ist, was in der Innenstadt aufgrund des Platzmangels nicht möglich ist und der persönlichen Entfaltung und Entspannung zu Gute kommt. Das Anwesen soll seine Pforten für jedermann öffnen. Es könnten sich Gruppierungen auf dem Gelände einfinden, an die bisher nicht gedacht worden ist. Niemand soll von Anfang an ausgeschlossen werden.

Das „Erfahrungsfeld“ wird für die Stadt Siegen auch eine Frage des Images und des Prestiges werden. Daher ist man auf Zulauf aus anderen Städten und Regionen angewiesen. Nur so kann die Zukunft des Projektes gesichert werden. Schmid wünscht sich deshalb nicht nur Besucher, die ihm schon täglich bei der Arbeit begegnen, sondern auch eine Familie Müller aus Eiserfeld, die beschließt, dass Vater mit seinen zwei Töchtern sonntagnachmittags den Fischbacherberg aufsucht, um dort gemeinsam zu entspannen, zu grillen und Badminton zu spielen.

Arbeit zitieren:
Obierej, Sascha März 2009: Vom Schießplatz zum 'Erfahrungsfeld', Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Entwicklungsbedarf, Fischbacherberg, Hoppmann Stiftung, Stadtteilarbeit, Schießgelände

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