Die Schaffung sozialer Netzwerke als Möglichkeit der Zusammenarbeit von Unternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Karen Brämer
- Abgabedatum: April 2006
- Umfang: 108 Seiten
- Dateigröße: 705,8 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Osnabrück Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9721-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9721-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9721-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Brämer, Karen April 2006: Die Schaffung sozialer Netzwerke als Möglichkeit der Zusammenarbeit von Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmensnetzwerke, Netzwerkmanagement, Netzwerkfähigkeit, Transaktionskosten, regional
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Diplomarbeit von Karen Brämer
Einleitung:
Der Begriff des Netzwerkes ist gegenwärtig zu einer zentralen Metapher geworden. Die Vernetzung von Unternehmen scheint für das Bestehen eines Unternehmens im Wettbewerb unerlässlich zu sein. In der Literatur finden sich zahlreiche Beiträge über die Ausgestaltung von Netzwerken und deren Vorteile gegenüber der Einzelorganisation. Die zentrale Frage lautet jedoch, unter welchen Bedingungen netzwerkartige Kooperationen zwischen Unternehmen möglich sind und wie solche Netzwerke aufgebaut und stabilisiert werden können.
Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich dieser Thematik. Anliegen der Arbeit ist es, die einzelnen Phasen des Vernetzungsprozesses von Unternehmen aufzuzeigen sowie praktische Hinweise zu geben, wobei der Schwerpunkt auf die Bildung und Funktionsweise dieser Organisationsform gelegt werden soll. Zu diesem Zweck ist die Arbeit in drei Teile gegliedert.
Im ersten Teil (Abschnitt 2) soll dem Leser nach einer allgemeinen Einführung der Begriff des sozialen Netzwerkes näher gebracht werden. Dem schließt sich ein Überblick über die verschiedenen Erklärungsansätze von Netzwerken sowie die Diskussion an, ob es sich bei Netzwerken um eine Hybridform oder eine eigenständige Organisationsform handelt. Im Weiteren folgt eine Übersicht über die in der Literatur am häufigsten genannten Netzwerktypen und ihre Unterscheidungsmerkmale, wobei der Schwerpunkt der Arbeit auf das interorganisationale Netzwerk gelegt werden soll.
Der zweite Teil der Arbeit (Abschnitte 3 bis 5) befasst sich mit der Entwicklung des Netzwerkes im weiteren Sinne. Zunächst werden im dritten Kapitel die Motive für die Bildung von Netzwerken aufgezeigt und die Voraussetzungen betrachtet, über die ein an einer Kooperation interessiertes Unternehmen verfügen sollte. Auf die Besonderheiten, die sich bei Netzwerkpartnern unterschiedlicher Kulturen ergeben, soll im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen werden. Das darauf folgende Kapitel befasst sich mit den Phasen der Netzwerkentwicklung. Der Schwerpunkt soll auf die Bildung von Netzwerken gelegt werden. Es werden praktische Hinweise – auch in Form einer Checkliste – gegeben. Weiterhin wird die Funktionsweise von Netzwerken näher untersucht. Der Fokus wird hierbei auf die Erfolgsfaktoren von Netzwerken sowie das Netzwerkmanagement - auch in seiner Eigenschaft als Management von Spannungsverhältnissen - gelegt. Letztlich sollen auch die Nachteile netzwerkartiger Organisationsformen aufgezeigt werden.
Im dritten Teil der Arbeit folgt im Abschnitt sechs ein Beispiel für eine erfolgreiche Vernetzung. Es soll der „Einkaufspool Maschinenbau Sachsen“ des Interessenverbandes Chemnitzer Maschinenbau e. V. näher betrachtet werden. Schließlich werden im letzten Abschnitt die Erkenntnisse der vorliegenden Arbeit noch einmal kurz zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Inhaltsverzeichnis | II |
| II. | Abkürzungsverzeichnis | V |
| III. | Abbildungsverzeichnis | VI |
| 1. | Einführung | 1 |
| 1.1 | Themeneinführung | 1 |
| 1.2 | Aufbau und Zielsetzung der Arbeit | 2 |
| 2. | Unternehmen und Netzwerk | 4 |
| 2.1 | Beziehungen zwischen Unternehmen und Umwelt | 4 |
| 2.2 | Terminologische Abgrenzung | 6 |
| 2.3 | Netzwerkansätze | 11 |
| 2.3.1 | Allgemeiner Überblick | 11 |
| 2.3.2 | Ökonomische Ansätze | 12 |
| 2.3.2.1 | Transaktionskostentheorie: Netzwerk als Koordinationsform | 12 |
| 2.3.2.2 | Industrieökonomik und strategieorientierte Ansätze | 14 |
| 2.3.3 | Interorganisationstheoretische Ansätze | 16 |
| 2.3.3.1 | Ansatz der soziologischen Tauschtheorie: Netzwerke als Tauschsysteme | 16 |
| 2.3.3.2 | Resource Dependence Ansatz | 16 |
| 2.4 | Netzwerke - Hybrid versus eigenständige Organisationsform | 18 |
| 2.4.1 | Terminologische Abgrenzung der Steuerungsmechanismen Markt und Hierarchie | 18 |
| 2.4.2 | Netzwerke als Hybridform | 21 |
| 2.4.3 | Netzwerke als eigenständige Organisationsform | 22 |
| 2.4.4 | Kritische Betrachtung | 23 |
| 2.5 | Netzwerktypen und ihre Unterscheidungsmerkmale | 24 |
| 2.5.1 | Allgemeiner Überblick über Netzwerktypen | 24 |
| 2.5.2 | Interorganisationale Netzwerke | 28 |
| 3. | Grundlagen der Netzwerkbildung | 31 |
| 3.1 | Motive für die Bildung von Netzwerken | 31 |
| 3.2 | Netzwerkfähigkeit als Voraussetzung des Einzelunternehmens | 34 |
| 4. | Phasen der Netzwerkentwicklung | 37 |
| 4.1 | Überblick über die Netzwerkphasen | 37 |
| 4.2 | Die Bildung von Netzwerken | 39 |
| 4.2.1 | Orientierung und Initiierung | 39 |
| 4.2.2 | Such- und Auswahlphase | 41 |
| 4.2.3 | Gestaltung des Netzwerksdesigns | 46 |
| 4.2.4 | Implementierung der Organisationsgestaltung | 50 |
| 4.3 | Funktionsweise von Netzwerken | 53 |
| 4.3.1 | Erfolgsfaktoren von Netzwerken | 53 |
| 4.3.2 | Funktionen des Netzwerkmanagements | 58 |
| 4.3.3 | Netzwerkmanagement als Management von Spannungsverhältnissen | 64 |
| 4.3.3.1 | Autonomie versus Abhängigkeit | 64 |
| 4.3.3.2 | Vertrauen versus Kontrolle | 66 |
| 4.3.3.3 | Kooperation versus Wettbewerb | 69 |
| 4.4 | Beendigung von Netzwerkbeziehungen | 70 |
| 5. | Risiken von Netzwerken | 72 |
| 6. | Fallstudie: ICM Interessenverband Chemnitzer Maschinenbau e. V. - Einkaufspool Maschinenbau Sachsen | 75 |
| 6.1 | Vorbemerkungen | 75 |
| 6.2 | Ausgangssituation | 75 |
| 6.3 | Der Interessenverband Chemnitzer Maschinenbau e. V. | 76 |
| 6.4 | Entwicklung des Einkaufspools Maschinenbau Sachsen | 77 |
| 7. | Schlussbetrachtungen | 80 |
| IV. | Anhang | 81 |
| V. | Literaturverzeichnis | 99 |
| VI. | Eidesstattliche Erklärung | 105 |
Zu den weichen Faktoren zählen Personal und Führungsstil, Engagement, Arbeitsweise und Interesse des potentiellen Partners. Ebenso wichtig sind die Firmenphilosophie und die Unternehmenskultur, da die Arbeitsweise und Effizienz des Netzwerkes wesentlich von der vorherrschenden Unternehmenskultur beeinflusst wird. Hier ist bereits im Vorfeld zu klären, welche Unternehmenskultur sich im Rahmen des Netzwerkes durchsetzen wird, welche Auswirkungen dies auf das Partnerunternehmen hat und ob eine Verschmelzung der Kulturen überhaupt möglich bzw. erwünscht ist. Die Unternehmenskultur des potentiellen Partners sollte dahingehend untersucht werden, ob diese eine Handlungsorientierung gibt, eine reibungslose Kommunikation unterstützt sowie eine rasche Entscheidungsfindung und eine umgehende Implementierung ermöglicht. Außerdem hat die Unternehmenskultur Einfluss auf das Ausmaß des Kontrollaufwandes, die Motivation sowie den Teamgeist und trägt zur Stabilität des Netzwerkes bei. Zu beachten ist, dass eine sehr stark ausgeprägte Unternehmenskultur des potentiellen Partners die Gefahr der Abschottung und Blockierung neuer Orientierungen mit sich bringt. Weiterhin kann eine starke Kultur eine [...]
Bei der Partnerwahl sind sowohl harte als auch weiche Faktoren zu berücksichtigen. Hinsichtlich der harten Faktoren ist zu prüfen, ob der potentielle Partner das passende Geschäftsfeld abdeckt, welche Branchen und Märkte 149 das Unternehmen bereits bearbeitet, ob das Unternehmen über die gewünschten Ressourcen, wichtige technologische Kompetenzen, einen interessanten Kundenstamm und/ oder besondere Managementfähigkeiten verfügt. Ferner sollte untersucht werden, ob es gemeinsame Kunden oder Lieferanten gibt oder ob das Unternehmen Zugang zu wichtigen Lieferanten besitzt, ob es hinsichtlich seiner Unternehmens- und Eigentümerstruktur zum eigenen Unternehmen passt und über einen guten Standort verfügt. Es sollte sichergestellt werden, dass das potentielle Partnerunternehmen die offerierten Leistungen in ausreichender Höhe besitzt. Weiterhin ist die relative Marktmacht und Marktstellung der angehenden Partner zueinander zu prüfen und zu bewerten. 150 [...]
Die Suche und Auswahl eines passenden Netzwerkpartners stellen einen wichtigen Teil des Netzwerklebenszyklus dar und tragen wesentlich zum Gelingen oder Misslingen einer Netzwerkbeziehung bei. Dabei haben Unternehmen die Möglichkeit, in ein bereits bestehendes Netzwerk einzutreten oder selbst ein neues Netzwerk aufzubauen. Der Vorteil beim Eintritt in bestehende Netzwerke liegt darin, dass bestimmte Kriterien für Netzwerkarbeit bereits existieren, der Zeitaufwand für das Aufstellen von Spielregeln und Verträgen geringer ist und einzelne Aktivitäten nicht erst neu vergeben werden müssen. Ferner verfügen die Netzwerkpartner bereits über Erfahrungen. Allerdings ist man beim Eintritt in ein bereits bestehendes Netzwerk an die dort geltenden Regeln gebunden, während ein neu aufgebautes Netzwerk die Möglichkeit bietet, selbst Werte und Normen festzulegen, die im Netzwerk gelebt werden sollen. 145 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832497217
Arbeit zitieren:
Brämer, Karen April 2006: Die Schaffung sozialer Netzwerke als Möglichkeit der Zusammenarbeit von Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Unternehmensnetzwerke, Netzwerkmanagement, Netzwerkfähigkeit, Transaktionskosten, regional



