Schaffung planungstechnischer Grundsätze für Cluster-BÜ beim Einsatz von Doppelschichtkondensatoren
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Oliver Richard Neubert
- Abgabedatum: September 2010
- Umfang: 80 Seiten
- Dateigröße: 3,2 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Wilhelm-Büchner-Hochschule Darmstadt Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8428-0753-2
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Neubert, Oliver Richard September 2010: Schaffung planungstechnischer Grundsätze für Cluster-BÜ beim Einsatz von Doppelschichtkondensatoren, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Elektrotechnik, Stromversorgung, Bahnübergang, Verkehrstechnik, Leit- und Sicherungstechnik
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Diplomarbeit von Oliver Richard Neubert
Einleitung:
Bahnübergänge, also die höhengleichen Kreuzungen zwischen Eisenbahnen und Strassen, Wegen, Plätzen, an denen der Eisenbahnverkehr Vorrang hat, stellen eine Gefahr für den Eisenbahn- und Strassenverkehr dar. Schon früh wurde begonnen den Bahnübergang nicht nur durch das Andreaskreuz (heutiges Zeichen 201 StVO1) anzuzeigen, sondern weitere Sicherungsmaßnahmen zu entwickeln. So wurden zunächst Bahnübergänge durch handgekurbelte mechanische Schranken gesichert. Mitte der 1950er Jahre wurde die erste vollautomatische Bahnübergangsanlage in Betrieb genommen.
Bedingt durch die immer höherwertigen Anforderungen des Strassen- und Eisenbahnverkehrs und der sich weiterentwickelnden Technologien wurde in den 1990er Jahren die erste rechnergesteuerte BÜSA - Technik entwickelt. Damit wurde ein neuer Standard am Markt der BÜSA definiert.
1.1, Problemstellung:
Mit der Einführung der elektronischen Bahnübergangsicherungsanlagen konnte ein wichtiger Meilenstein in der Verwirklichung moderner Technik am Bahnübergang gesetzt werden. Zur Sicherstellung des technischen Fortschrittes unterliegt dieses System einer ständigen Weiterentwicklung. So konnten zum Beispiel in den letzten Jahren erfolgreich LED Signalgeber eingeführt werden.
Befinden sich BÜSA kurz hintereinander spricht man von Bahnübergangsketten. In Bahnübergangsketten wird für jeden Bahnübergang eine eigene Schalteinrichtung mit Schalthaus, Batterie und Energieversorgungsanschluss benötigt. Zur Reduzierung dieser Kosten kann es sinnvoll sein, die Bahnübergangsanlagen einer Kette in einem zentralen Schalthaus zu integrieren.
Die Integration der Schalteinrichtung stösst sehr schnell an ihre Grenze, da die Schrankenantriebe während des Schaltvorgangs kurzzeitig viel Energie benötigen und mit der heute eingesetzten Technik die Übertragungsstrecke limitiert ist.
1.2, Lösungsansatz:
Zum Speichern von Energie werden Doppelschichtkondensatoren verwendet. Die Forschung und Entwicklung von Doppelschichtkondensatoren ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass sich für diese Energiespeicher interessante Einsatzmöglichkeiten, auch in der Eisenbahntechnik, ergeben.
Es wäre denkbar, die Steuereinrichtung für mehrere Bahnübergänge in einem Schalthaus zu integrieren, obwohl die Bahnübergänge in weiteren Entfernungen auseinander liegen.
Im Rahmen einer Praktikumsarbeit der Firma Scheidt & Bachmann GmbH wurde festgestellt, dass sich Doppelschichtkondensatoren als dezentraler Energiespeicher für Schrankenantriebe eignen.
1.3, Zielstellung der Diplomarbeit:
Ziel dieser Diplomarbeit soll sein, anhand von theoretischen Betrachtungen Möglichkeiten für den Einsatz von Doppelschichtkondensatoren aufzuzeigen. Hierbei sind besonders die planungstechnischen Parameter zu betrachten.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| Verzeichnis der Formelzeichen | VIII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 2 |
| 1.2 | Lösungsansatz | 2 |
| 1.3 | Zielstellung der Diplomarbeit | 3 |
| 2. | Beschreibung der rechnergesteuerten BUES 2000 | 4 |
| 2.1 | Die BUES 2000 | 4 |
| 2.1.1 | Systemstruktur der BUES 2000 | 5 |
| 2.2 | Der Schrankenantrieb HSM 10 E | 7 |
| 2.3 | Überwachungsarten | 8 |
| 2.3.1 | Überwachungsart ÜS | 8 |
| 2.3.2 | Überwachungsart FÜ | 9 |
| 2.3.3 | Überwachungsart Hp | 10 |
| 2.3.4 | Überwachungsart ÜSOE | 11 |
| 2.3.5 | Überwachung HpOE | 13 |
| 2.4 | Bahnübergangsanlagen als Kette | 15 |
| 2.5 | Schaltfälle | 16 |
| 2.5.1 | Schaltfall Wirksamschalten (WS) | 16 |
| 2.5.2 | Schaltfall Unwirksamschalten (UW) | 17 |
| 2.5.3 | Schaltfall 12 | 17 |
| 2.5.4 | Schaltfall Automatik-HET (AutoHet) | 18 |
| 2.5.5 | Schaltfall Nebeneinschaltpunkt | 18 |
| 2.5.6 | Schaltfall Weiche in der Einschaltstrecke | 19 |
| 2.5.7 | Schaltfall Gegenfreigabe durch Schaltfallsensor | 19 |
| 2.6 | Zusammenfassung der rechnergesteuerten BÜSA | 21 |
| 3. | Leistungsfähigkeit der BÜSA Bauform Cluster | 23 |
| 3.1 | Der Anwendungsfall Cluster | 23 |
| 3.2 | Energiebetrachtung am Bahnübergang Cluster | 24 |
| 3.2.1 | Der Doppelschichtkondensator | 25 |
| 3.2.2 | Versuch Doppelschichtkondensator | 28 |
| 3.2.3 | Zusammenfassung der Untersuchungen | 34 |
| 3.3 | Betrachtung der Ein- & Ausschaltung BÜ-Cluster | 35 |
| 3.3.1 | Betrachtung Einschaltung Fall 1- ÜS | 36 |
| 3.3.1.1 | Fall 1- ÜS Berechnungen für ve = 60 km/h | 36 |
| 3.3.1.2 | Fall 1- ÜS Berechnungen für ve = 100 km/h | 37 |
| 3.3.1.3 | Fall 1- ÜS Berechnungen für ve = 120 km/h | 38 |
| 3.3.1.4 | Fall 1- ÜS Berechnungen für ve = 160 km/h | 39 |
| 3.3.1.5 | Fall 1- ÜS Zusammenfassung | 39 |
| 3.3.2 | Betrachtung Einschaltung Fall 2 - ÜSOE | 41 |
| 3.3.2.1 | Fall 2 - ÜSOE Berechnung für ve = 60 km/h | 41 |
| 3.3.2.2 | Fall 2 - ÜSOE Berechnung für ve = 100 km/h | 42 |
| 3.3.2.3 | Fall 2 - ÜSOE Berechnung für ve = 120 km/h | 43 |
| 3.3.2.4 | Fall 2 - ÜSOE Berechnung für ve = 160 km/h | 43 |
| 3.3.2.5 | Fall 2 - ÜSOE Zusammenfassung | 44 |
| 3.3.3 | Betrachtung Einschaltung Fall 3 - HpOE | 45 |
| 3.3.4 | Betrachtung Ausschaltung | 47 |
| 3.4 | Betriebliche Betrachtung des BÜ Cluster | 48 |
| 3.4.1 | Betriebliche Betrachtung Fall 1 - ÜS | 48 |
| 3.4.2 | Betriebliche Betrachtung Fall 2 – ÜSOE | 49 |
| 3.4.3 | Betriebliche Betrachtung Fall 3 – HpOE | 50 |
| 3.5 | Betrachtung Grenzwerte | 51 |
| 3.5.1 | Betrachtung von Sperrfahrten | 51 |
| 3.5.2 | Betrachtung Ausserbetriebnahme BÜSA | 52 |
| 3.5.3 | Betrachtung Netzausfall | 52 |
| 3.6 | Betrachtung der Schaltfälle | 53 |
| 3.7 | Doppelschichtkondensator an einzelnen BÜSA | 53 |
| 3.8 | Zusammenfassung Leistungsfähigkeit BÜ Cluster | 54 |
| 4. | Planungstechnische Parameter BÜ Cluster | 55 |
| 4.1 | Ausrüstungsmöglichkeiten BÜ Cluster | 55 |
| 4.2 | Einschaltstreckenberechnung BÜ Cluster | 56 |
| 4.3 | Schaltfälle BÜ Cluster | 56 |
| 5. | Praktische Anwendung an einer BÜBÜ Kette | 58 |
| 5.1 | Beschreibung der Bk Wulfen mit BÜ-Anlagen | 58 |
| 5.2 | Untersuchung der Machbarkeit BÜ Cluster | 60 |
| 5.2.1 | Prüfung der planungstechnischen Parameter | 60 |
| 5.2.2 | Berechnung der Einschaltstrecken | 61 |
| 5.2.3 | Ermittlung des Kabelquerschnitt zu den BÜSA | 64 |
| 5.2.4 | Ermittlung der Ladezeit Kondensatormodul | 65 |
| 5.3 | Zusammenfassung und Fazit | 66 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 67 |
| 6.1 | Zusammenfassung | 67 |
| 6.2 | Weiterführender Untersuchungsbedarf | 68 |
| Quellenverzeichnis | IX |
Textprobe:
Kapitel 2.3, Überwachungsarten:
Bahnübergänge werden unterschieden in nichttechnisch gesicherte und technisch gesicherte Bahnübergangsanlagen. Die technisch gesicherten Anlagen untergliedern sich in reine Lichtzeichenanlagen (Lz), Lichtzeichen mit Halbschranken (LzH), Lichtzeichen mit Vollschranken (LzHH) oder Vollschranke ohne Lichtzeichen.
Wann ein Bahnübergang technisch zu sichern ist, wird in der EBO2 beschrieben. Welche Art der technischen Sicherung zum Einsatz kommt, geht aus der Konzernrichtlinie 8153 hervor. Unberührt davon welche Sicherungsart am technisch gesicherten Bahnübergang vorliegt, muss die ordnungsgemäße Funktion der BÜSA überwacht werden. Dazu werden verschiedene Überwachungsarten genutzt. Eine BÜSA kann in allen Fahrtrichtungen mit der gleichen Überwachungsart ausgestattet sein, es ist aber ebenso zulässig die Überwachungsarten je nach Anwendungsfall zu kombinieren.
2.3.1, Überwachungsart ÜS:
Die BÜSA mit der Überwachungsart ÜS arbeitet völlig autark. Die betriebliche Verantwortung liegt alleine beim Tf. Die Einschaltung erfolgt durch das Triebfahrzeug beim Befahren der Gleisschaltmittel. Die ordnungsgemäße Einschaltung wird dem Tf durch das im Bremswegabstand befindliche Überwachungssignal signalisiert. Im Regelfall ist am gleichen Standort ein PZB Magnet installiert. Das Signal BÜ 0 (Grundstellung) signalisiert, dass die BÜSA nicht gesichert ist; beim Befahren sind Ersatzmassnahmen einzuleiten. BÜ 1 signalisiert, dass der BÜ mit einer Geschwindigkeit nach VzG befahren werden darf. In der Grundstellung, BÜ 0, ist der PZB Magnet mit einer Frequenz von 1000 Hz beschaltet; damit wird sichergestellt, dass das Triebfahrzeug rechtzeitig vor dem Bahnübergang zum Halten kommt.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842807532
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Neubert, Oliver Richard September 2010: Schaffung planungstechnischer Grundsätze für Cluster-BÜ beim Einsatz von Doppelschichtkondensatoren, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Elektrotechnik, Stromversorgung, Bahnübergang, Verkehrstechnik, Leit- und Sicherungstechnik



