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SMS – Kommunikation in 160 Zeichen

Aspekte für die sozialpädagogische Arbeit mit Jugendlichen

SMS – Kommunikation in 160 Zeichen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Arne Marquardt
  • Abgabedatum: Februar 2003
  • Umfang: 69 Seiten
  • Dateigröße: 284,1 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Evangelische Fachhochschule Hannover Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8791-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8791-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8791-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Marquardt, Arne Februar 2003: SMS – Kommunikation in 160 Zeichen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Handy, Kostenfalle, Sprache, Projekte, Jugendarbeit

Diplomarbeit von Arne Marquardt

Einleitung:

Handys sind inzwischen überall. Ständig klingelt es um uns herum, beispielsweise in der Vorlesung, in der Bahn oder im Restaurant. Es scheint eine Handymanie ausgebrochen zu sein.

Besonders bei Jugendlichen sind Handys mittlerweile weit verbreitet. Mich interessiert, wie sie mit diesem neuem Medium umgehen und was den besonderen Reiz des Handys ausmacht, der dazu führt dass jeder Zweite ein solches Gerät besitzt. Eine besondere Kommunikationsform des Handys scheint das Verschicken von SMS zu sein. Im Fernsehen wurde eine Zeit lang viel Werbung für SMS gemacht. Außerdem konnte ich oft Jugendliche dabei beobachten, wie sie eben noch schnell eine SMS verschickten. In dieser Arbeit möchte ich diese neue Kommunikationsform untersuchen.

Da der SMS-Versand noch recht neu ist, ist bis jetzt nur wenig Literatur verfügbar, die sich mit dieser Materie beschäftigt. Die meiste Literatur setzt die Schwerpunkte zum Thema Jugendliche und Medien in Bezug auf Fernsehen und Computernutzung. Beim Lesen einzelner Artikel aus älteren Büchern bin ich auf interessante Fragestellungen gekommen, denen ich nachgehen möchte. Diese nehme ich in den folgenden Kapiteln auf.

Um detaillierte Informationen zum Thema SMS und Jugendliche zu bekommen, habe ich auch im Internet recherchiert. Dabei bin ich immer wieder auf drei Professoren gestoßen, die zu diesem Thema forschen. Diese waren so freundlich, mir ihre Forschungsergebnisse zukommen zu lassen, damit ich diese in meiner Arbeit verwenden kann. Mittlerweile sind diese Aufsätze und Ergebnisse auch im Internet verfügbar. In meiner Arbeit verwende ich zusätzlich Internetquellen, um aktuelle Zahlen und Fakten hinzuzufügen. Außerdem habe ich interessante Zeitungsartikel im Internet gefunden, die das Material ergänzen und neue Sichtweisen eröffnen. Um die Entwicklung des SMS-Versandes darzustellen, beschäftige ich mich zuerst mit der Entstehung des Mobilfunks und der Entwicklung der Handys.

Danach werde ich den aktuellen Stand der Forschung schildern. In diesem Kapitel wird die Nutzung des Handys von Jugendlichen genauer untersucht. Ferner werde ich beschreiben, wie es dazu kommt, dass viele Jugendliche ein Handy besitzen und wie sie dies finanzieren können. Im nächsten Kapitel werde ich die Folgen von zu großem Handykonsum aufzeigen. Eine Folge ist die Verschuldung der Jugendlichen durch zu hohe Handyrechnungen. Zum Einen stelle ich hier Möglichkeiten vor, wie Jugendliche mit dieser Verschuldung umgehen können, zum Anderen gehe ich auf Präventionsarbeit ein, die helfen soll, Verschuldungen zu vermeiden.

Im fünften Kapitel betrachte ich die Besonderheiten der SMS und was sie von einem klassischen Brief oder einer Email unterscheidet. Auch besondere Merkmal, die sich in Schreibweise und Abkürzungen äußern, werde ich hier erörtern. Da der SMS-Versand inzwischen sehr verbreitet ist, möchte ich im darauffolgenden Kapitel untersuchen, ob das auch Auswirkungen auf die Umwelt hat. Dabei soll es nicht um ökologische Aspekte gehen, sondern um die zwischenmenschliche Ebene.

In Kapitel sieben nehme ich Bezug auf die Möglichkeiten, die der SMSVersand geschaffen hat. Einige Informationsdienste, die zum Teil persönliche, zum Teil öffentliche Nachrichten versenden, werde ich hier vorstellen.

Im achten Kapitel befasse ich mich damit, wie Kinder an das Medium Handy herangeführt werden können. Dabei werde ich Erziehungsansätze von Schule und Eltern vorstellen. Verschiedene Möglichkeiten für eine Erziehung zur sinnvollen Handynutzung sind hier Gegenstand. Im darauffolgenden Kapitel stelle ich kreative Projektideen vor, die SMS als Medium verwenden. Das letzte Kapitel nutze ich für eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
2. Geschichte des Mobilfunks 6
3. Stand der Forschung 9
3.1 SMS – eine Kommunikationsform setzt sich durch 9
3.2 Wie kommen Jugendliche zu ihrem Handy 11
3.3 Zahlen über die Handynutzung von Jugendlichen 12
3.4 Zusammenfassung 17
4. Mit dem Handy in die Kostenfalle 18
4.1 Verarmung von Jugendlichen 18
4.2 Mögliche Wege aus der Verschuldung 20
4.3 Infomaterial zur Präventionsarbeit 22
4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse 24
5. Verarmt der Dialog unter Jugendlichen durch SMS? 25
5.1 SMS – ein kurzer Brief? 25
5.2 Warum SMS – das Handy ist doch zum Telefonieren da 26
5.3 SMS – eine eigene Sprache? 28
5.4 Spezielle Charakteristika vieler SMS 31
5.4.1 Groß- und Kleinschreibung 32
5.4.2 Der Gebrauch von Satzzeichen 33
5.4.3 Wortverkürzungen 34
5.4.4 Konventionelle und unkonventionelle Abkürzungen 35
5.4.5 Englische und deutsche Abkürzungen 36
5.4.6 Begrüßungs- und Abschiedsformen 37
5.5 SMS als neue Kunstsprache bereichernd? 37
6. Auswirkungen und Möglichkeiten der SMS- und Handy-Nutzung 39
6.1 Das Handy - zwischen Möglichkeit und Belästigung 39
6.2 Aber was stört? – Ist es nur das ständige Klingeln? 40
6.3 Geht der gute Ton flöten? 41
6.4 SMS schicken oder telefonieren – Eine Zusammenfassung 43
7. SMS-Dienste 45
7.1 Individuelle SMS-Dienste 45
7.2 Globale SMS-Dienste 46
7.3 SMS ohne Grenzen 48
8. Ansätze für die Erziehung mit dem Handy 49
8.1 Aufgabe der Eltern 49
8.2 Das Handy in der Schule 51
8.3 Quintessenz 54
9. Projekte, die SMS als Kommunikationsplattform nutzen 55
9.1 SMS-Gottesdienst 55
9.2 160-Zeichen – Literatur auf Tastendruck 57
9.3 160 Zeichen gegen Gewalt 58
9.4 Ergebnis 60
10. Zusammenfassung und Ausblick 62
11. Literaturverzeichnis 64

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ein sehr stark ausgeprägtes Merkmal für eine besondere Schreibweise in der SMS-Kommunikation ist das Weglassen von Buchstaben. Diese Schreibweise erfolgt in Anlehnung an die Umgangssprache. Das Weglassen von Buchstaben erfolgt in drei Kategorien. Die erste Kategorie ist die Tilgung von Buchstaben am Wortanfang oder Ende. Am häufigsten passiert die Tilgung am Wortende. Bis auf wenige Ausnahmen werden hier nur die Buchstaben e und t weggelassen. Beispiele hierfür sind Schreibweisen, wie nich, is und freu. Am weitesten verbreitet ist die Buchstabentilgung in der ersten Person Singular. Nahezu 80% der Tilgungen ist dieser Art. Diese Tilgung ist ein typisches Merkmal gesprochener Sprache, das sich in der Kommunikation per SMS wiederfindet.69 Hier wird wieder die Mischform zwischen geschriebener und gesprochener Sprache deutlich, welche in einem klassischen Brief nur wenig zu finden ist.70 Die Tilgung am Wortanfang ist sehr selten. Falls sie verwendet wird, passiert dies fast ausschließlich bei einem unbestimmten Artikel. So wird häufig für eine nur ne geschrieben. Normalerweise wird dies durch ein Apostroph kenntlich gemacht. Da aber bei der Texteingabe in das Handy hierzu wieder mindestens ein [...]

5.4.2 Der Gebrauch von Satzzeichen Beim Verfassen von SMS verzichten 10% der Nutzer komplett auf den Gebrauch von Satzzeichen. Dies mag an einer ökonomischen Tastaturnutzung liegen oder am Einsparen von der zur Verfügung stehenden Zeichenanzahl, denn natürlich wird auch beim Setzen eines Satzzeichens eins der 160 Zeichen verbraucht. Dem gegenüber steht die große Nutzerzahl von fast zwei drittel, welche eine korrekte Interpunktion anwenden. Dies ist besonders erstaunlich, da bei vielen Handytypen das Setzen von Satzzeichen sehr umständlich ist. Meist sind die Satzzeichen nicht direkt zugänglich, wie die Buchstaben. Vielleicht liegt es auch daran, dass Satzzeichen nicht so oft gebraucht werden, dass dann kurzzeitig die umständliche Eingabe in Kauf genommen wird. Ein viertel der SMS-Texte benutzen die Interpunktion oft pragmatisch.67 Ein selten genutztes der stilistisches Mittel ist der den hat. Gebrauch von Großbuchstaben in den Wortanfängen um dafür die Leerzeichen einzusparen, Wortanfang der 2001 wird durch Großbuchstaben Stadtjugendwartin signalisiert. Professor Schlobinski erwähnt in diesem Zusammenhang den SMS-Gottesdienst, stattgefunden Martina Zeusel beschrieb in einem Interview die Schwierigkeit alles in 160 Zeichen unterzubringen. Um das Vater Unser, das ein Bestandteil des Gottesdienstes gewesen ist, zu verschicken, wurden die Satzanfänge der [...]

5.4.1 Groß- und Kleinschreibung Hinsichtlich der Groß- und Kleinschreibung wird zu über 60% von der bestehenden orthografischen Konvention abgewichen. Ein Grossteil dieser Fehler ist leicht zu erklären, denn zu 43% werden die SMS-Texte konsequent groß bzw. klein geschrieben. Eine Erklärung ist das Ökonomieprinzip bei der Nutzung der Tastatur des Handys.65 Bei vielen Handys ist die Eingabe von Großund Kleinbuchstaben sehr zeitaufwendig. Es muss ständig zwischen Groß- und Kleinschreibung umgeschaltet werden. Um bei einem Wort nur den Anfangsbuchstaben groß zu schreiben muss dazu erst auf Großschreibung umgeschaltet werden, dann der Buchstabe eingegeben und danach wieder auf Kleinschreibung zurückgestellt werden. Will man schnell eine Nachricht verfassen, so kostet das unnötig viel Zeit. Neuere Handys haben teilweise eine intelligentere Steuerung. Hier muss nur für den ersten Buchstaben auf Großschreibung gewechselt werden, nach der Eingabe des Buchstabens stellt sich das Handy dann automatisch auf Kleinschreibung zurück. Diese Eingabehilfe ist sehr zeitsparend, es sei denn, ein Wort soll konsequent groß geschrieben werden um z.B. Schreien auszudrücken. In diesem Fall ist dies sehr zeitaufwendig, da vor jedem Buchstaben auf große Schreibweise umgeschaltet werden muss. Die Studie hat ergeben, [...]

Arbeit zitieren:
Marquardt, Arne Februar 2003: SMS – Kommunikation in 160 Zeichen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
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