Rostocker Kunst der 1920er bis 40er Jahre - Zwischen Traditionalismus und gemäßigter Moderne
Stilkritische Untersuchungen am Werk ausgewählter Künstler
- Art: Staatsexamensarbeit
- Autor: Marcus Pfab
- Abgabedatum: Oktober 1997
- Umfang: 96 Seiten
- Dateigröße: 4,7 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0929-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0929-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0929-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Pfab, Marcus Oktober 1997: Rostocker Kunst der 1920er bis 40er Jahre - Zwischen Traditionalismus und gemäßigter Moderne, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kate Diehn-Bitt, Thuro Balzer, Egon Tschirch, Kunstgeschichte, Mecklenburg-Vorpommern, Rudolf Bartels
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Staatsexamensarbeit von Marcus Pfab
Zusammenfassung:
Zu Beginn der Ausführungen stehen einige Erläuterungen über die Motivation zur Untersuchung, die Forschungssituation und die Literaturlage.
Da der Autor in Rostock wohnt, liegt ein grundsätzliches Interesse an der Kunst der Region vor. Zudem reißen die Diskussionen um das Verhältnis von Tradition und Moderne in der Hansestadt nie ab. Das beweist die Debatte um die Ausstellungstätigkeit der Kunsthalle. Anspruch und Realität des Kunstschaffens und dessen Repräsentation zeigen heutzutage eine deutliche Diskrepanz. Zeitgenössische Tendenzen im Bezug auf historische Entwicklungen zu sehen, ist deshalb interessant. Es existieren viele Publikationen über die Geschichte der Stadt Rostock und auch ihrer Umgebung', die einen mehr oder weniger objektiven Blick auf die wechselhaften Geschicke Rostocks werfen. Des weiteren wurden auch an der Emst-Moritz-Amdt-Universität Greifswald Arbeiten verfaßt, genannt sei die im Kunsthistorischen Institut einsehbare Staatsexamensarbeit von Sandra Last, die einen umfassenden Überblick zu verschaffen in der Lage ist. Die kulturell-künstlerischen Aspekte der Geschichte dieses Jahrhunderts werden allerdings ausnahmslos nur angeschnitten. Dies reichte auch für die vorliegende Arbeit bestenfalls als nötiges Hintergrundwissen. Gute und auch in den Fakten sich deckende Informationen sind in den Jubiläumsveröffentlichungen über die Geschichte Mecklenburg-Vorpommems zu finden gewesen. Als beste tiefgreifende und spezifizierende Quellen erwiesen sich Zeitdokumente wie die Mecklenburgischen Monatshefte. Allgemeine Hinweise zu den Künstlern der Region waren in diversen Lexika sowie in der Arbeit von Sandra Last zu finden. Ergänzungen konnten in Gesprächen mit wissenschaftlichen Mitarbeitern des Kulturhistorischen Museums Rostock, der Rostocker Kunsthalle, Wolf Karge und Peter Palme gewonnen werden.
Die Recherchen über die ausgewählten Maler Thuro Balzer, Rudolf Bartels, Kate Diehn-Bitt und Egon Tschirch erwiesen sich als unterschiedlich schwierig.
Balzer und Diehn-Bitt, obwohl als letzte der Künstler vor erst dreißig beziehungsweise rund zwanzig Jahren verstorben, sind am wenigsten in Publikationen präsent. Über Kate Diehn-Bitt existieren nur eine Staatsexamensarbeit von Anke Hagemann', eine von Christian Gansicke verfaßte Diplomarbeit, Broschüren sowie zu Ausstellungen veröffentlichte kommentierte Kataloge. Eine umfassende Monographie wird zur Zeit von Peter Palme verfaßt, ist aber bei Beendigung dieser Arbeit noch nicht veröffentlicht, so daß anderweitige Erkenntnisse nicht in die Ausarbeitung einfließen können. Einen Gesamtüberblick über die Werke Kate Diehn-Bitts zu schaffen ist schwer möglich, da ein großer Anteil in Privatbesitz beziehungsweise der Verbleib ungeklärt ist. Registrierte Werke befinden sich in der Rostocker Kunsthalle, vier sind in der ständigen Ausstellung exportiert, dem Kulturhistorischen Museum Rostock, der Nationalgalerie Berlin und in Besitz privater Sammlungen.
Die Literatur- und Forschungslage, Thuro Balzer betreffend, ist noch dürftiger. Hier existieren ausschließlich Beiträge in Zeitungen, Broschüren und Ausstellungskatalogen. Eine Monographie gibt es nicht. Seine Werke wurden fast ausschließlich im Rahmen von Gruppenausstellungen der Vereinigung Rostocker Künstler gezeigt. Sie befinden sich heute in Händen des Kulturhistorischen Museums Rostock, eines im Bestand der Kunsthalle Rostock und weitere in Privatbesitz.
Der Stand der Forschung bei Rudolf Bartels ist deutlich weiter gediehen. Anläßlich einer umfangreichen Einzelausstellung seiner Werke im Staatlichen Museum Schwerin vom 03. Dezember 1995 bis zum 04. Februar 1996 wurde ein profunder Katalog mit einem Werkverzeichnis veröffentlicht, welches alle bisher zugänglichen Gemälde des Künstlers ausweist. Im Schweriner Museum befinden sich 30 Bilder, 39 Arbeiten sind im Besitz des Kulturhistorischen Museums in Rostock, eines in der Kunsthalle der Hansestadt. Die vermutlich große Anzahl von Gemälden, die sich in Privatbesitz befindet, ist dem Autor nicht bekannt. Allerdings wurden in der Folge der Schweriner Ausstellung 20 Bilder des Künstlers „wiederentdeckt". Laut Komelia von Berswordt-Wallrabe sind weder Zeichnungen noch Skizzenbücher oder jeglicher anderer schriftlicher Nachlaß bekannt.
Der Nachlaß des Malers Egon Tschirch wurde nach dessen Tod von seinem Bruder Werner verwaltet. Dieser hatte größtes Interesse an der Publikation all dessen, was den Künstler ausmachte: Biographie, private Geschichten aus dem Leben, Gedichtbände, Tagebücher und vieles mehr. Dadurch ist es möglich, das facettenreiche Leben Egon Tschirchs gut nachzuvollziehen. Sein Leben und Werk wurden von der Öffentlichkeit bis zum heutigen Tag in Form von Beiträgen in Zeitungen und der Ausstellung seiner Werke im Raum Rostock und darüber hinaus gewürdigt'.
Für alle Künstler, außer Kate Diehn-Bitt, mit denen sich der Autor im folgenden vertiefend auseinandersetzen wird, gilt, daß sie in der Vereinigung Rostocker Künstler organisiert waren. Aufgrund der teilweise schwierigen Literaturlage bewegen sich einige vom Autor gezogenen Schlüsse auf der Stufe von Vermutungen. Ebenso erheben die Ausstellungsverzeichnisse keinen Anspruch auf Vollständigkeit und benennen nur die dem Autor am wichtigsten scheinenden Einzelausstellungen. Die Arbeit mit den Originalen erwies sich häufig als kompliziert. Dies lag an der Quantität der Bilder; viele Werke in den Depots sind restaurationsbedürftig und lassen somit keinen objektiven Eindruck zu. Darum war der Autor gezwungen, partiell nur auf Abbildungen zurückzugreifen.
Die Darlegungen werden sich primär auf die Entwicklungen in der Rostocker Malerei beziehen, Bildhauer und Grafiker bleiben weitgehend unberücksichtigt. Trotz aller Probleme und Einschränkungen stellt diese Arbeit den Versuch dar, die Rostocker Kunst der 1920er bis 40er Jahre stilkritisch zu beleuchten, Besonderheiten, Bedeutung und mögliche Zusammenhänge mit überregionalen Kunsttendenzen aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Prolog | 1 |
| 2. | Rostock und Mecklenburg - Historische Einführung von der Jahrhundertwende bis 1945 | 4 |
| 2.1 | Politische und wirtschaftliche Entwicklung | 4 |
| 2.2 | Kultur und Kunst | 7 |
| 3. | Vertreter, Strömungen und Motivwahl der Rostocker Kunst während der 1920er bis 40er Jahre | 13 |
| 3.1 | Die Rostocker Künstler der frühen 20er Jahre | 13 |
| 3.2 | Die Rostocker Künstler der Hauptschaffensphase | 17 |
| 3.3 | Die Rostocker Künstler in der nationalsozialistischen Diktatur und während des Zweiten Weltkrieges | 21 |
| 4. | Themen der Malerei in der Rostocker Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts | 25 |
| 4.1 | Die Landschaftsmalerei | 25 |
| 4.1.1 | Der Einfluß der Künstlerkolonien Schwaan und Ahrenshoop | 25 |
| 4.2 | Die Stadtansichten | 27 |
| 4.3 | Porträt und Selbstporträt | 29 |
| 5. | Kunsthistorische Diskussion zum Schaffen ausgewählter Rostocker Künstler | 33 |
| 5.1 | Thuro Balzer | 33 |
| 5.2 | Egon Tschirch | 38 |
| 5.3 | Rudolf Bartels | 44 |
| 5.4 | Kate Diehn-Bitt | 53 |
| 6. | Epilog | 58 |
| 6.1 | Bedeutung der Künstler für die Kunst und Kultur Rostocks | 58 |
| 6.2 | Der Stellenwert der Rostocker bildenden Kunst in der Region und in Deutschland | 60 |
| 7. | Anhang | 62 |
| 7.1 | Literaturverzeichnis | 63 |
| 7.2 | Abbildungsverzeichnis | 68 |
| 7.3 | Kurzbiographien mit Ausstellungsverzeichnissen | 86 |
| 7.4 | Nachweis der Bildvorlagen | 90 |
| 7.5 | Wichtigste Ausstellungen im Rostocker Museum | 91 |
| 7.6 | Eidesstadtliche Erklärung | 92 |
| 7.7 | Danksagung | 93 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832409296
Arbeit zitieren:
Pfab, Marcus Oktober 1997: Rostocker Kunst der 1920er bis 40er Jahre - Zwischen Traditionalismus und gemäßigter Moderne, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kate Diehn-Bitt, Thuro Balzer, Egon Tschirch, Kunstgeschichte, Mecklenburg-Vorpommern, Rudolf Bartels




