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Rortys Plädoyer für den erkenntnistheoretischen Behaviorismus

Kritische Rekonstruktion und Suche nach einer Alternative

Rortys Plädoyer für den erkenntnistheoretischen Behaviorismus
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Andrea Clausen
  • Abgabedatum: Dezember 1999
  • Umfang: 159 Seiten
  • Dateigröße: 7,9 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2799-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2799-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2799-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Clausen, Andrea Dezember 1999: Rortys Plädoyer für den erkenntnistheoretischen Behaviorismus, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Pragmatismus, Fremdverstehen, Realismus/Antirealismus, Wahrheitstheorien, Erkenntnistheorie

Magisterarbeit von Andrea Clausen

Einleitung:

In seinem 1979 erschienenen „Der Spiegel der Natur“ formuliert Rorty eine grundlegende Kritik an der erkenntnistheoretischen Tradition, an deren Stelle er die provokative These setzt, Erkenntnis werde allein von den Normen der jeweiligen sozialen Praxis bestimmt („erkenntnistheoretischer Behaviorismus“). Ist Rortys Plädoyer für den erkenntnistheoretischen Behaviorismus schlüssig? Die vorliegende Arbeit ist ein Versuch, diese Frage zu beantworten.

Gang der Untersuchung:

In Kapitel eins zeichne ich kritisch nach, wie Rorty den erkenntnistheoretischen Behaviorismus begründet. Ich argumentiere, dass die Ablehnung des Dualismus zwischen Sprache und Realität, welcher der erkenntnistheoretischen Tradition zu Grunde liegt, wohlbegründet ist, Rorty jedoch nicht aufzuzeigen vermag, weshalb daraus der erkenntnistheoretische Behaviorismus folge.

In Kapitel zwei diskutiere ich Putnams Kritik an Rortys Wahrheitsauffassung. Putnam meint, Rortys Verzicht auf einen verschiedene Gemeinschaften übergreifenden Standpunkt habe zur Folge, dass es beliebig werde, welche Überzeugungen als wahr und begründet gelten. Putnams Vorwurf erweist sich jedoch als nicht begründet. Zwar hat der erkenntnistheoretische Behaviorismus damit – entgegen Putnam – keineswegs fatale Konsequenzen, doch ist bislang offen geblieben, ob er schlüssig begründet ist, konkret: ob er aus der wohlbegründeten Ablehnung des Dualismus folgt. Im weiteren Verlauf der Arbeit soll daher untersucht werden, ob sich eine Alternative zu Rortys Position formulieren lässt, die sowohl den Dualismus als auch den erkenntnistheoretischen Behaviorismus vermeidet.

Kapitel drei überträgt Rortys Begründung des erkenntnistheoretischen Behaviorismus in die Begrifflichkeit von Realismus und Antirealismus. Legt man Dummetts Definition des semantischen Realismus zu Grunde, welche für die gegenwärtige sprachphilosophisch orientierte Realismus-Antirealismus-Diskussion maßgeblich ist, kann die Kritik an Rortys Argumentation auf eine Weise formuliert werden, welche die Suche nach einer Alternative erleichtert, da sie den Bezug zu dieser Diskussion ersichtlich werden lässt. Die Charakterisierung der gesuchten Alternative lässt sich nun dahin gehend formulieren, dass sie gleichzeitig den Realismus zu vermeiden hätte wie auch die These, Wahrheit sei allein abhängig vom menschlichen Erkenntnisvermögen.

In Kapitel vier wähle ich Davidsons Ansatz aus und betrachte, ob er eine solche Position verteidigen kann. Die Betrachtung ergibt, dass Davidsons Position nicht überzeugt. Rorty ist vielmehr Recht zu geben, dass Davidson konsequenterweise erkenntnistheoretischer Behaviorist sein sollte. Die Leitfrage dieser Arbeit, ob eine Alternative zum erkenntnistheoretischen Behaviorismus möglich ist, muss – so scheint es – verneint werden.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 1
1. Begründung des erkenntnistheoretischen Behaviorismus 6
1.1 Rortys Kritik an der erkenntnistheoretischen Tradition und sein Gegenvorschlag 7
1.2 Begründung des erkenntnistheoretischen Behaviorismus unter Berufung auf Sellars, Quine und Davidson 20
1.2.1 Grundlinie der Argumentation 20
1.2.2 Sellars 24
1.2.2.1 Sellars’ Kritik am Mythos des Gegebenen 24
1.2.2.2 Kritik an Sellars 27
1.2.3 Quine 28
1.2.3.1 Quines Kritik an zwei Dogmen des Empirismus 28
1.2.3.2 Kritik an Quine 32
1.2.4 Davidson 36
1.2.4.1 Davidsons Kritik an der Konzeption des Begriffsschemas 36
1.2.4.2 Kritische Auseinandersetzung mit Davidsons Argumentation 46
2. Fremdverstehen, Wahrheit und Rationalität 53
2.1 Fremdverstehen 53
2.2 Wahrheit und Rationalität 65
3. Realismus und Antirealismus 75
3.1 Realismus und Antirealismus im Sinne Rortys 75
3.1.1 Rortys Verwendung des Begriffspaars 76
3.1.2 Rortys Argumentation in der Terminologie von Realismus und Antirealismus 81
3.2 Dummetts semantischer Realismus und Antirealismus 88
3.2.1 Definition des semantischen Realismus und Antirealismus 89
3.2.2 Rortys Argumentation in der Terminologie des semantischen Realismus und Antirealismus 98
4. Davidsons Ansatz 109
4.1 Davidsons frühe Wahrheitsauffassung 110
4.2 Rortys „Pragmatism, Davidson and truth“ 116
4.3 Davidsons Nachschrift zu „A Coherence Theory of Truth and Knowledge“ 131
4.4 Davidsons „The Structure and Content of Truth“ 136
Schluss 145
Bibliografie 149

Arbeit zitieren:
Clausen, Andrea Dezember 1999: Rortys Plädoyer für den erkenntnistheoretischen Behaviorismus, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Pragmatismus, Fremdverstehen, Realismus/Antirealismus, Wahrheitstheorien, Erkenntnistheorie

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