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Romanian Romantic Resort

Fallstudie und Analyse zur Existenzgründung eines Hochschulabsolventen

Romanian Romantic Resort
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Wolfgang Schiller
  • Abgabedatum: Februar 2005
  • Umfang: 224 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Hannover Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8813-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8813-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8813-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schiller, Wolfgang Februar 2005: Romanian Romantic Resort, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Geschäftsplan, Tourismus, Hotelmanagement, Standort, Fördermittel

Diplomarbeit von Wolfgang Schiller

Einleitung:

Im Regelfall gehen Existenzgründungen von einem Produkt, einer Dienstleistung bzw. einer vorhandenen Geschäftsidee aus. Es wird danach im Rahmen der Existenzgründungsplanung unter anderem geprüft, ob die Geschäftsidee Erfolgschancen hat oder nicht. Danach werden, anhand der Anforderungen, die aus der Geschäftsidee entstehen, alle anderen Entscheidungen, beispielsweise bezüglich des Standorts, der Rechtsform sowie der Vertriebswege, getroffen.

Die Ausgangslage bei dieser Existenzgründung gestaltet sich etwas anders. Im Rahmen dieser Existenzgründung geht die Planung von einem vorhandenen Standort aus. Eine Idee zum Aufbau eines konkreten Unternehmens, der Herstellung eines bestimmten Produktes oder einer Dienstleistung, die angeboten werden sollte, fehlte nahezu ganz. Im Vorfeld der Planung wurde eine der wichtigsten unternehmerischen Entscheidungen – Standortwahl – subjektiv getroffen, ohne objektiv geprüft zu haben, ob eine Existenzgründung an diesem Standort überhaupt möglich ist.

Seitens der vorhandenen Fachliteratur aus den Bereichen Existenzgründung bzw. Geschäftsplanung sind die Hinweise zur Lösung dieses Problems – Planung einer Existenzgründung bei vorhandenem Standort und fehlender Geschäftsidee – relativ dürftig. Bei einer fehlenden Geschäftsidee wird lediglich der Hinweis gegeben, gezielt nach einer Geschäftsidee zu suchen und eventuell mit der Suche in einer dem Gründer bekannten Branche anzufangen. Diesem Hinweis ist zu entnehmen, dass zur gezielten Ideenfindung zumindest die Branche bekannt sein muss.

Eine andere Möglichkeit eine Geschäftsidee zu entwickeln wäre den Standort zu analysieren und zur Gründung z. B. eine lokale Lücke in der Versorgung der Bevölkerung zu nutzen. Aber auch dafür ist es Notwendig, zumindest die Zielbranche zu kennen. Klassische Standortanalysen verlaufen immer in zwei Schritten. Zuerst werden die Standortfaktoren bestimmt, die sich auf den Unternehmenserfolg auswirken könnten und mit deren Hilfe der Standort beschrieben werden kann, anschließend werden diese bewertet. Die Art und Relevanz der Standortfaktoren anhand derer ein Standort beschrieben bzw. operrationalisiert wird, ist von Branche zu Branche unterschiedlich. Standortanalysen erfolgen immer aus der Sicht eines Unternehmens und unter Berücksichtigung der Anforderungen einer bestimmten Branche an dieses Unternehmen. Demzufolge muss gezwungenermaßen zur Bestimmung und Beschreibung der relevanten Standortfaktoren die Branche im Vorfeld bekannt sein.

Der erste Schritt bei der Planung einer Existenzgründung bei vorhandenem Standort ist demzufolge festzustellen, in welcher Branche die Gründung vorgenommen werden soll.

Ausgehend vom Gedanken, dass die Umfeldbedingungen am Standort einige Branchen unterstützen und andere wiederum behindern, kann anhand von Beobachtungen festgestellt werden, welche Branchen sich am gegebenen Standort positiv oder negativ entwickeln. Es ist natürlich empfehlenswert, sich in einer Branche niederzulassen, die sich am Standort positiv Entwickelt.

Erste Beobachtungen in der Gemeinde Bran haben ergeben, dass sich die Tourismusbranche überdurchschnittlich stark entwickelt. Vor allem im Bereich Hotel- und Gastgewerbe fand ein starker Zuwachs statt. Alleine in den Jahren 2002-2004 hat sich die Anzahl der Beherbergungsplätze verdreifacht. Während bis Ende der 1990er Jahre die Haupteinnahmequellen der ansässigen Bevölkerung aus den Bereichen Landwirtschaft, Viehzucht, Forstwirtschaft und Fischerei kamen, haben sich die Einwohner seit Beginn des Jahres 2000 kontinuierlich immer stärker auf den Bereich Tourismus verlegt. Die ortsansässigen Handelsunternehmen haben sich dem Trend angepasst und ihr Angebot auf den Bereich Touristik ausgeweitet. Besonders Aussagekräftig in dieser Hinsicht ist, dass die Gemeinde Bran in der Fachpresse als „Hauptstadt des ländlichen Tourismus“ bezeichnet wird.

Verstärkt und getragen wurde diese Entwicklung zum einen von der Existenz des Schlosses Bran als besondere Sehenswürdigkeit, dass aufgrund des Fürsten Vlad Tepes (Der Pfähler) und der Legende von Dracula einen, wenn auch zweifelhaften, weltweiten Ruf erlangte. Zum Zweiten wurde diese Entwicklung bewusst von den örtlichen Behörden beeinflusst und gesteuert.

Während die Besucheranzahl des Schlosses Bran im Jahr 1995 bei 150 Tsd. Besuchern lag, ist sie bis zum Jahr 2003 kontinuierlich bis auf über 283 Tsd. Besucher angestiegen, was einem Zuwachs von nahezu 89% entspricht. Das Schloss Bran erfreut sich einer hohen und steigenden Beliebtheit als Reiseziel.

Obschon das Hotel- und Gastgewerbe eine rasante lokale Entwicklung aufweist ist festzustellen, dass sich die meisten Anbieter auf die qualitativ minderwertigen Segmente der Pensionen und Herbergen konzentrieren. In diesen Bereichen herrscht ein Überhang an Beherbergungsangeboten. Dennoch befindet sich der Wettbewerb auf einem relativ niedrigen Niveau, z. B. aufgrund von Preisabsprachen unter den Anbietern.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort III
Inhaltsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis XI
Einleitung 1
1. Kritische Erfolgsfaktoren des Hotelgewerbes 9
1.1 Der Dienstleistungscharakter von Hotelleistungen 11
1.2 Besonderheiten von Hotelleistungen 15
1.3 Kritische Erfolgsfaktoren 21
2. Der Standort 29
2.1 Bestimmung der Standortfaktoren 32
2.1.1 Faktorbedingungen 36
2.1.2 Nachfragebedingungen 41
2.1.3 Zulieferer und Absatzhelfer 45
2.1.4 Wettbewerbsbedingungen 48
2.1.5 Staat 53
2.1.6 Zufälle und Trends 55
2.2 Bewertung der Standortfaktoren 56
2.2.1 Faktorbedingungen 56
2.2.2 Nachfragebedingungen 86
2.2.3 Zulieferer und Absatzhelfer 107
2.2.4 Wettbewerbsbedingungen 111
2.2.5 Staat 132
2.2.6 Zufälle und Trends 138
2.3 Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken 142
3. Das Unternehmen 146
3.1 Gebäude und Anlagen 147
3.1.1 Intralokale Standortplanung 148
3.1.2 Architektur, Design und Ausstattung 150
3.1.3 Energie und Umwelt 157
3.2 Organisation und Personal 162
3.2.1 Aufbauorganisation 163
3.2.2 Ablauforganisation 169
3.2.3 Personal 171
3.3 Zielgruppen, Marketing und Wettbewerb 174
3.3.1 Zielgruppen 174
3.3.2 Marketing 180
3.3.3 Wettbewerb 187
3.4 Finanzen 189
3.4.1 Kapitalbedarf und Finanzierung 189
3.4.2 Finanzplanung 194
Fazit 197
Schrifttumsverzeichnis 199

Automatisiert erstellter Textauszug:

Durch dieses umfangreiche Angebot der Natur ist die Gemeinde besonders zur Erholung und Entspannung am Wochenende oder während eines Urlaubs geeignet. Ferner kommt ein leichter bis schwerer Aktivtourismus in Frage, da das Umland besonders zweckmäßig für Wandertouren, Bergsteigen, Walken, Joggen, Radtouren, Höhlenforschen und zum beobachten und genießen der Flora und Fauna erscheint. Zahlreiche Bergführer und Reiseunternehmen, die sich auf Aktivtourismus spezialisiert haben, bieten in der Region ihre Dienste an. Außerdem ist die sie ideal zum Jagen und Fischen. Allerdings können diese Aktivitäten nur unter der Berücksichtigung hoher Auflagen seitens des Staates (z. B. Jagdsaison, hohe Trophäenpreise) und abseits der Naturschutzgebiete durchgeführt werden. Aufgrund der vielen Flüsse, Bäche und Seen können Sportarten wie Rafting und Canyoning angeboten werden. Die Region bietet weitere Vorzüge. Die Schönheit der Berge und das Gefühl der grenzenlosen Freiheit, das sie hervorrufen, verführen zum Fliegen. Es werden auch Sportarten wie Drachenfliegen, Ballonfahrten und Paragliding von professionellen Unternehmen angeboten.219 [...]

spielsweise werden die Produktionsfaktoren durch Subventionen im Kapitalbereich als auch im Bildungsbereich beeinflusst. Ferner bestimmen aber die erfolgreichsten Branchen, die die größte Anzahl an Arbeitskräften binden, in welchem Bildungsbereich diese Subventionen eingesetzt werden. Auch die regionale Politik des Staates z. B. um wirtschaftlich benachteiligte Gebiete zu unterstützen entscheidet über die Allokation der Subventionen. Ferner wird die Nachfrage durch die Wirtschaftspolitik des Staates sehr stark beeinflusst, da diese von Merkmalen wie Einkommenshöhe und Inflation stark abhängig ist. Die Einführung von Normen und Standards – z. B. der Betriebstypen (Sternekategorien) im Hotelgewerbe – zum Schutz des Verbrauchers wirken wiederum auf Angebot, Nachfrage und Investitionskosten der Unternehmen. Außerdem sind Steuer- und Kartellgesetzgebung wichtige Einflussfaktoren auf Strategie, Ziele und Struktur des Wettbewerbs. Verzerrt wird der Wettbewerb vor allem dann, wenn der Staat als Anbieter – wie im Fall des Hotel- und Gastgewerbes in Rumänien – auf dem Markt erscheint.191 [...]

Beim Wettbewerb im Hotel- und Gastgewerbe kann zwischen lokalem, regionalem, nationalem und internationalem Wettbewerb unterschieden werden. In direktem Wettbewerb stehen die Unternehmen des Hotelgewerbes aufgrund der Besonderheit der Nachfrage, die sich eher auf einen Ort bzw. auf eine Region richtet als auf ein Unternehmen, mit den Beherbergungsunternehmen im Ort und in der Region. Aber auch die nationale Struktur des Beherbergungsangebotes kann in Verbindung mit der Nachfrage Aufschluss darüber geben, ob ein zusätzlichen Bedarf an Hotelunternehmen in einem bestimmten Segment existiert.175 Wird eine Neugründung einer Hotelunternehmung in einem vom Wettbewerb unberücksichtigten Segment vollzogen, können die Erfolgsaussichten dieser Unternehmung als sehr positiv bezeichnet werden.176 Von daher werden sowohl lokale als auch regionale und nationale Aspekte des Wettbewerbs im Rahmen der Wettbewerbsanalyse berührt. Auf den internationalen Wettbewerb zwischen den Ländern, als mögliche Reiseziele potentieller inländischer und ausländischer Gäste, wird nicht näher eingegangen, da die Möglichkeiten eines einzelnen Unternehmens, den internationalen Wettbewerb, z. B. durch groß angelegte Werbemaßnahmen, zu beeinflussen, sehr begrenzt sind. Dieser Bereich obliegt eher dem rumänischen Ministerium für Tourismuswirtschaft, dass für eine internationale Positionierung des Landes als potenzielles Reiseziel sorgen muss. Entsprechende Ten174 175 176 [...]

Arbeit zitieren:
Schiller, Wolfgang Februar 2005: Romanian Romantic Resort, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Geschäftsplan, Tourismus, Hotelmanagement, Standort, Fördermittel

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