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Die Rolle der internationalen Finanz- und Kapitalmärkte im Prozess der Globalisierung

Die Rolle der internationalen Finanz- und Kapitalmärkte im Prozess der Globalisierung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sven Hobert
  • Abgabedatum: Mai 2000
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 799,0 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Bergische Universität - Gesamthochschule Wuppertal Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5394-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5394-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5394-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hobert, Sven Mai 2000: Die Rolle der internationalen Finanz- und Kapitalmärkte im Prozess der Globalisierung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Investmentbanken, Retailbanken, Fusionen

Diplomarbeit von Sven Hobert

Gang der Untersuchung:

Beim Versuch, dieses Thema zu verdeutlichen, geht der Verfasser in sechs Schritten vor, die durch folgende Unterfragen gekennzeichnet sind:

- Welches sind die wichtigsten Determinanten der Globalisierung?

- Welche Ursachen gibt es für die wachsende Bedeutung der Finanzmärkte?

- Welche zentralen Akteure und Institutionen lassen sich auf den Finanzmärkten identifizieren?

- Welches Verhältnis ergibt sich zwischen dem Finanz- und Unternehmenssektor?

- Wie sehen die Rückwirkungen der Finanzmarktglobalisierung auf volkswirtschaftliche Faktoren aus?

- Welche Gefahren gehen von den Finanzmärkten aus, und wie sind diese Gefahren zu begrenzen?

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS 1
1. GLOBALISIERUNG ALS ZEITGESCHEHEN 3
1.1 Ein neues Phänomen? 3
1.2 Determinanten der Globalisierung 4
1.2.1 Einfluss der technologischen Revolution 5
1.2.2 Abbau von Handelsrestriktionen 6
1.2.3 Öffnung neuer Märkte 7
2. URSACHEN FÜR DIE WACHSENDE BEDEUTUNG DER FINANZ UND KAPITALMÄRKTE 8
2.1 Strukturbedingte Veränderungen auf den Finanzmärkten 8
2.1.1 Veränderte demographische Bedingungen 8
2.1.2 Entwicklung neuer Finanzinstrumente 9
2.1.3 Zunehmende Privatisierungen staatlicher Unternehmen 12
2.2 Globalisierungsbedingte Veränderungen auf den Finanzmärkten 13
2.2.1 Weitgehende Liberalisierung und Deregulierung der Märkte 14
2.2.2 Internationale Vernetzung und neue Technologien 15
2.2.3 Wachsende Kapitalmobilität 16
3. ANALYSE DER ZENTRALEN AKTEURE UND INSTITUTIONEN AUF DEN FINANZMÄRKTEN 16
3.1 Börsen als Handelsplattformen 17
3.1.1 Verändertes Börsenumfeld 17
3.1.2 Neuausrichtung der Börsen 19
3.2 Veränderungen der Bankenlandschaft 21
3.2.1 Verstärkte Bankendisintermediation 22
3.2.2 Konzentrationstendenzen im Bankensektor 23
3.2.3 Rückgang des Commercial Banking 26
3.2.4 Bedeutungszuwachs des Investment Banking 28
3.2.4.1 Emissionsgeschäft 30
3.2.4.2 Asset Management 33
3.2.4.3 Mergers & Acquisitions 36
3.3 Einfluss der bedeutenden institutionellen Anleger 43
4. VERHÄLTNIS ZWISCHEN FINANZ- UND UNTERNEHMENS SEKTOR 49
4.1 Finanzmittelbeschaffung der Unternehmen 49
4.1.1 Bei Großunternehmen 51
4.1.2 Bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) 51
4.2 Bedeutung des Shareholder Value 55
4.3 Mega-Mergers: Irrweg oder Notwenigkeit? 63
4.4 Stetiges Wirtschaftswachstum erfordert effiziente Finanzmärkte 69
5. RÜCKWIRKUNG DER FINANZMARKTGLOBALISIERUNG AUF VOLKSWIRTSCHAFTLICHE FAKTOREN 71
5.1 Staaten im internationalen Standortwettbewerb 71
5.2 Notwendigkeit des Strukturwandels 76
5.3 Notwendigkeit stabiler Geldpolitik 78
6. FINANZMARKTGLOBALISIERUNG IM ORDNUNGSPOLITISCHEN FREIRAUM? 79
7. RESUMÈE 89
VERWENDETE LITERATUR 93

Automatisiert erstellter Textauszug:

Eine weitere Unterscheidung kann auch in Spezial- und Publikumsfonds gesehen werden. Spezialfonds sind Sondervermögen, deren Anteilscheine jeweils von nicht mehr als zehn Anteilinhabern, die nicht natürliche Personen sind, gehalten werden; alle übrigen Sondervermögen gelten als Publikumsfonds. Eigene Spezialfonds werden u.a. aufgelegt für Versicherungen, Pensionskassen, betrieblichen Unterstützungskassen, berufsständischen Organisationen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen sowie Kirchen und Stiftungen. Fondsmanager, die in wachsender Konkurrenz zu anderen Fondsmanagern stehen, suchen, um Risiken weitgehend auszuschalten und optimale Erträge zu erzielen, in zunehmenden Maße den gesamten Globus nach guten Anlagemöglichkeiten für ihre Kunden ab, „Der amerikanische Durchschnittsanleger, der sein Geld in einem Investment-, Versicherungs- oder Pensionsfonds anlegt, ist sich gar nicht bewußt, daß er kleine Anteile an Firmen mit fremd klingenden Namen besitzt, die an exotischen Orten ansässig sind.“159 Der Erfolg eines Fonds hängt von der Sorgfalt und Klugheit ab, mit der solche weltweiten Wertpapierdepots zusammengestellt werden. Ebenso wie die Banken stehen auch die institutionellen Anleger in einem scharfen Wettbewerb untereinander, denn nur kontinuierliche hohe Ertragsraten garantieren entsprechende Portfolios und Zuwachsraten. Aufgrund dieses beträchtlichen „Performance“-Drucks, analysieren sie weltweit das Marktgeschehen und bewerten die wirtschaftlichen Entwicklungen der einzelnen Ländern - und mithin ihrer Märkte - insbesondere unter dem Einfluß der jeweiligen Wirtschaftpolitik. So stehen nicht nur die Unternehmen, sondern auch einzelne Volkswirtschaften und deren politische Orientierung auf dem Prüfstand der Portfoliomanager. „Die großen Fonds beschäftigen ein Heer von Spezialisten, die unter Anwendung theoretischer Modelle die eingehenden Informationen genau analysieren und in gewinnbringende Anlageentscheidungen umsetzen. Weltweite Markttransparenz, Spezialisierungsvorteile und niedrigere Transaktionskosten der institutionellen Investoren bewirken, daß sich alle verfügbaren Informationen schneller in den Preisen auf den internationalen Finanzmärkten widerspiegeln und insoweit ihre Effizienz erhöhen.“160 [...]

In der Tabelle läßt sich erkennen, daß die Vermögensbestände der institutionellen Investoren in den fünf größten Industrieländern um 400 % von 2,5 Billionen US-Dollar auf 13 Billionen US-Dollar gestiegen sind. „Um eine Vorstellung von der Größenordnung zu bekommen, sei darauf verwiesen, daß der Kurswert aller weltweit gehandelten Aktien 1993 insgesamt 14 Billionen US-Dollar betrug. Das Wachstum der Vermögensbestände der Fonds war in allen G-5 Ländern stärker als die Zunahme des Bruttoinlandsproduktes. In Großbritannien und in den Vereinigten Staaten verwalten institutionelle Investoren Vermögensbestände, die den Wert des jeweiligen Bruttoinlandsproduktes bei weitem übertreffen.“156 „So haben die institutionellen Investoren in den USA, Japan, Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammengenommen ihren Bestand an ausländischen Wertpapieren im Zeitraum von 1980 bis 1993 von 100 Mrd. US-Dollar auf 900 Mrd. US-Dollar ausgeweitet, der damit noch schneller gewachsen ist, als die Fondsvermögen insgesamt.“157 Vor allem das Interesse der Anleger am Fondsgeschäft hat in den letzten Jahren starken Zuspruch erfahren. Inzwischen gibt es eine breite Palette von Fonds, die alle wesentlichen Anlagebedürfnisse abdecken. Die institutionellen Anleger betreiben ein wesentlich aktiveres Portfoliomanagement als private Anleger. Sie legen größten Wert auf die Informationsbeschaffung und deren Auswertung durch Experten, die unter Anwendung theoretischer Modelle die eingehenden Informationen genau analysieren. Fonds stellen ausgezeichnete Chancen des Risikoausgleichs, der Segmentierung, der kostengünstigen Standardisierung, der Komplexitätsreduktion sowie der attraktiveren Nutzung des Vertriebsnetzes dar. Da es sich bei diesen Fonds überwiegend um „Dau154 155 [...]

Die Verwaltung von Finanzvermögen wird von den Sparern und privaten Kapitalanlegern immer mehr weltweit agierenden Portfoliomanagern übertragen - institutionellen Investoren, zu denen insbesondere Pensionsfonds, Investmentgesellschaften, und Versicherungsgesellschaften zählen. „Die Allianz ist bereits jetzt - mit weltweit rund 1.300 Mitarbeitern in den Finanzabteilungen - in den wichtigsten Finanzmärkten der Welt präsent. Wir bündeln und verstärken unsere Kräfte in der Vermögensverwaltung auch deshalb, weil im klassischen Lebensversicherungsgeschäft die Anlagekomponente immer stärker zum Erfolgsfaktor wird.“153 Diese in- und ausländischen Investoren dominieren die internationalen Kapitalmärkte heute weitgehend, da ihre Vermögensbestände einen ständig zunehmenden Anteil des gesamten Weltbestandes an Finanzvermögen darstellen, wohingegen die Bedeutung der privaten Anlegerschaft ständig ab151 152 [...]

Arbeit zitieren:
Hobert, Sven Mai 2000: Die Rolle der internationalen Finanz- und Kapitalmärkte im Prozess der Globalisierung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Investmentbanken, Retailbanken, Fusionen

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