Die Rolle der Stäbe in schlanken Organisationen
Stabliniensysteme
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Bettina Völkl
- Abgabedatum: Februar 1994
- Umfang: 103 Seiten
- Dateigröße: 568,2 KB
- Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1337-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1337-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1337-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Völkl, Bettina Februar 1994: Die Rolle der Stäbe in schlanken Organisationen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte:
In den Warenkorb
38,00 €
Diplomarbeit von Bettina Völkl
Problemstellung:
DIE AKTUELLE SITUATION DER WIRTSCHAFT IST VON EINEM STARKEN KOSTENDRUCK, VON EINER GLOBALISIERUNG DER MÄRKTE UND VON EINEM INTENSIVEN VERDRÄNGUNGSWETTBEWERB GEPRÄGT. UNTER DIESEN RAHMENBEDINGUNGEN BEFINDEN SICH VIELE DEUTSCHE UNTERNEHMEN IN EINEM TIEFGREIFENDEN PROZESS DER UMSTRUKTURIERUNG, DA SONST EIN WEITERES BESTEHEN AUF DEN WELTMÄRKTEN NICHT GARANTIERT WERDEN KANN.
ALS GRUNDLAGE NAHEZU ALLER REORGANISIERUNGEN DIENT DAS LEAN-MANAGEMENT-KONZEPT. MIT VIELVERSPRECHENDEN SCHLAGWORTEN WIE VERMEIDUNG VON VERSCHWENDUNG; BESCHRÄNKUNG AUF KERNAKTIVITÄTEN ODER KUNDENORIENTIERUNG VERSUCHEN DIE UNTERNEHMEN SICH UND IHRE MITARBEITER DEM VERSCHÄRFTEN WETTBEWERB ZU STELLEN.
IN DEN PRODUKTIONSBEREICHEN GROSSER FIRMEN WURDEN BEREITS ETLICHE LEAN-MANAGEMENT-STRUKTUREN ERFOLGREICH EINGEFÜHRT, JEDOCH WURDE DIESE UMORIENTIERUNG ANGESICHTS DER KONJUNKTURSCHWACHEN ZEIT VIELERORTS ZU REINEN RATIONALISIERUNGS- UND KOSTENSENKUNGSMASSNAHMEN MISSBRAUCHT. DIE WICHTIGSTE ERKENNTNIS DES LEAN MANAGEMENT IST ALLERDINGS EIN NEUES GRUNDPRINZIP, DAS ALLE BEREICHE EINES UNTERNEHMENS MIT EINBEZIEHT.
DIE BISHERIGEN BESTREBUNGEN HABEN SICH MEIST NUR AUF DIE PRODUKTION BESCHRÄNKT, ABER DIE VOLLSTÄNDIGE RESTRUKTURIERUNG EINER GESAMTUNTERNEHMUNG ZÄHLT DAS MANAGEMENT ALS EIN WESENTLICHER BESTANDTEIL DAZU, DA. GERADE DEREN TÄTIGKEITEN EINEN GROSSEN TEIL ZUR EFFEKTIVITÄT UND ZUM ERFOLG DES.
BETREFFENDEN UNTERNEHMENS BEITRAGEN. ÄNDERUNGEN IN DER ORGANISATIONSGESTALTUNG SIND BEREITS VOLLZOGEN WORDEN BZW. MÜSSEN NOCH EINGEFÜHRT WERDEN, DA AUCH DIE AUFBAUORGANISATION EINES UNTERNEHMENS SICH DEN NEUEN MARKTVERHÄLTNISSEN NICHT ENTZIEHEN KANN.
INWIEFERN DIE UMGESTALTUNGEN EINE STAB-LINIENORGANISATION BETREFFEN KÖNNEN, WIRD IM FOLGENDEN ERLÄUTERT. DAZU SIND ZUNÄCHST DIE GRUNDLEGENDEN BEGRIFFSABGRENZUNGEN UND FORMEN VON STABSSTELLEN WICHTIG, UM DARAUF DIE KRITIK DES KONZEPTS UND SEINE KÜNFTIGEN ENTWICKLUNGEN STÜTZEN ZU KÖNNEN.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Ist das Stabsstellenkonzept überlebensfähig? | 1 |
| 2. | Die Stabsstelle | 3 |
| 2.1 | Allgemeine Grundlagen | 3 |
| 2.1.1 | Begriff der Stabsstelle | 3 |
| 2.1.2 | Merkmale der Stabsstelle | 4 |
| 2.1.3 | Historische Entwicklung des Stab-Linien-Konzepts | 5 |
| 2.1.4 | Arten von Stabsstellen | 7 |
| 2.2 | Gründe für die Entstehung von Stabsstellen | 9 |
| 2.2.1 | Wachstum von Unternehmen | 10 |
| 2.2.2 | Prinzip der Aufgaben- und Arbeitsteilung | 11 |
| 2.2.3 | Verbesserung der Entscheidungsqualität | 13 |
| 2.2.4 | Entlastung von Leitungsstellen | 14 |
| 2.2.4.1 | Quantitative Entlastung von Leitungsstellen | 14 |
| 2.2.4.2 | Qualitative Entlastung von Leitungsstellen | 15 |
| 3. | Kritische Betrachtung der Stabsstellen im Hinblick auf die Situation der heutigen Wettbewerbsumwelt | 17 |
| 3.1 | Funktionale Probleme | 19 |
| 3.1.1 | Überhöhte Kostensituation | 20 |
| 3.1.1.1 | Künstliche Aufgabenteilung zwischen Linie und Stab | 20 |
| 3.1.1.2 | Unnötige Doppelarbeit | 21 |
| 3.1.1.3 | Großer Organisations- und Koordinationsaufwand | 23 |
| 3.1.2 | Schwerfälliges Zeitmanagement | 25 |
| 3.1.2.1 | Langsame Reaktion auf Änderungen im Umfeld | 25 |
| 3.1.2.2 | Steigende Kundenindividualisierung | 27 |
| 3.2 | Organisatorisch-strukturelle Probleme | 30 |
| 3.2.1 | Informations- und Kommunikationsdefizite | 31 |
| 3.2.1.1 | Informationelle Macht der Stabsstellen | 31 |
| 3.2.1.2 | Veraltete Informationsübermittlung | 33 |
| 3.2.2 | Innovationsmüdigkeit | 36 |
| 3.2.2.1 | Stabsstellen als gefürchtete "Änderer" | 36 |
| 3.2.2.2 | Beharren auf traditionellen Hierarchiestrukturen | 38 |
| 3.3 | Problem der Unterschätzung der Humanressourcen | 39 |
| 3.3.1 | Ressortegoismus statt Teamgeist | 40 |
| 3.3.2 | Mißachtung des kreativen Mitarbeiterpotentials | 42 |
| 4. | Künftige Entwicklung der Stabsstellen hinsichtlich Lean Management | 44 |
| 4.1 | Erweiterung der Stabskompetenzen | 48 |
| 4.1.1 | Entscheidungskompetenz durch Fachkompetenz | 48 |
| 4.1.2 | Erweiterte Anweisungsbefugnis | 50 |
| 4.1.3 | Komplettbearbeitung durch Stabsstellen | 51 |
| 4.2 | Integration der Stabsstellen in Teams | 52 |
| 4.2.1 | Auflösung der Sonderstellung | 53 |
| 4.2.2 | Mitentscheidung von Spezialisten | 55 |
| 4.2.3 | Übernahme von Projektleitungen | 57 |
| 4.3 | Gleichstellung von Linie und Stab | 59 |
| 4.3.1 | Systematischer Arbeitsplatzwechsel | 61 |
| 4.3.2 | Aufbau einer Parallelhierarchie | 62 |
| 4.3.3 | Horizontale Kooperation | 64 |
| 4.4 | Outsourcing von Stabsaufgaben | 66 |
| 4.4.1 | Ausbau der Serviceleistungen in Verbänden | 67 |
| 4.4.2 | Delegation an Spezialinstitute | 67 |
| 4.4.3 | Ausgliederung an Berater bzw. an Beratungsunternehmen | 69 |
| 4.5 | Dynamisierung der starren Aufbauorganisation | 71 |
| 4.5.1 | Bildung von ad-hoc-Projektgruppen | 72 |
| 4.5.2 | Generierung von Netzwerken | 74 |
| Literaturverzeichnis | VI |
unterstellt ist. Durch eine eindeutige Festlegung der Kompetenzen möchte man die Einheit der Leitung und des Auftragsempfangs gewährleisten9. Da es sich bei Stabsstellen um Leitungshilfsstellen handelt, werden sie, wie es die Bezeichnung vermuten läßt, lediglich zur Unterstützung und Entlastung von Linieninstanzen geschaffen. Somit unterstützen Stäbe Instanzen bei der Erfüllung ihrer Leitungsfunktion10. Ihre Aufgaben bestehen darin, Entscheidungen vorzubereiten bzw. getroffene Entscheidungen zu kontrollieren oder durchzuführen11. Die Entscheidungskompetenz selbst obliegt jedoch weiterhin der jeweiligen Linieninstanz. Aus diesem Grund sind Stäbe gegenüber Instanzen und operativen Stellen weder entscheidungs- noch weisungsbefugt. Stabsstellen erfüllen letztendlich nur eine Informations- bzw. Beratungsfunktion, da die eigentliche Entscheidung weiterhin den Instanzen vorbehalten bleibt12 und diese sie auch im operativen Geschäft zu verantworten haben. [...]
Die aktuelle Situation der Wirtschaft ist von einem starken Kostendruck, von einer Globalisierung der Märkte und von einem intensiven Verdrängungswettbewerb geprägt. Unter diesen Rahmenbedingungen befinden sich viele deutsche Unternehmen in einem tiefgreifenden Prozeß der Umstrukturierung, da sonst ein weiteres Bestehen auf den Weltmärkten nicht garantiert werden kann1. Als Grundlage nahezu aller Reorganisierungen dient das Lean-Management-Konzept. Mit vielversprechenden Schlagworten wie Vermeidung von Verschwendung, Beschränkung auf Kernaktivitäten oder Kundenorientierung2 versuchen die Unternehmen sich und ihre Mitarbeiter dem verschärften Wettbewerb zu stellen. In den Produktionsbereichen großer Firmen wurden bereits etliche Lean-Management-Strukturen erfolgreich eingeführt, jedoch wurde diese Umorientierung angesichts der konjunkturschwachen Zeit vielerorts zu reinen Rationalisierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen mißbraucht3. Die wichtigste Erkenntnis des Lean Management ist allerdings ein neues Grundprinzip, das alle Bereiche eines Unternehmens mit einbezieht. Die bisherigen Bestrebungen haben sich meist nur auf die Produktion beschränkt, aber die vollständige Restrukturierung einer Gesamtunternehmung zählt das Management als ein wesentlicher Bestandteil dazu, da gerade deren Tätigkeiten einen großen Teil zur Effektivität und zum Erfolg des [...]
bereits bestehenden Netzwerke für das Unternehmen genutzt werden können. Netzwerke sind leistungsfähiger als formale Organisationen, da sie statt fester Grenzen eine große Autonomie in wechselseitigen Verknüpfungen besitzen. Netzwerke setzen oftmals dann ein, wenn Organisationen oder Institutionen an deren Grenzen stoßen, weil die sozialen Einflußmöglichkeiten gerade diese Grenzen überwinden können.75. Grundlegende Erkenntnis aus dem Dilemma der bisher starren Organisationen bedeutet für die gesamte Mitarbeiterschaft, daß jedem Mitarbeiter Freiräume hinsichtlich der Informationsgewinnung und der Zusammenarbeit zugestanden werden müssen. Jeder Mitarbeiter muß seinen eigenen Beitrag zu einer lernenden Organisation leisten76. Allerdings würde eine Unternehmung, die nur mit Netzwerken arbeitet, langsam aber sicher in chaotische Verhältnisse abdriften. Deshalb ist zur Unterstützung dieser Netzwerke allerdings noch ein gewisser Rest an Linienorganisation nötig, da es weiterhin Querschnittsfunktionen und Serviceleistungen geben wird, die es zu koordinieren gilt. Schließlich muß auch noch eine Instanz existieren, die eine endgültige Entscheidung treffen kann. Abschließend ist festzustellen, daß Netzwerke eine chaotische Antwort auf eine chaotische Umwelt sind77. [...]
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832413378
Arbeit zitieren:
Völkl, Bettina Februar 1994: Die Rolle der Stäbe in schlanken Organisationen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:



