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Die Rolle der Kommunikation bei der Lösung von Unternehmenskrisen

Die Rolle der Kommunikation bei der Lösung von Unternehmenskrisen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Carsten Uffmann
  • Abgabedatum: Februar 2004
  • Umfang: 83 Seiten
  • Dateigröße: 716,2 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Bayreuth Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8055-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8055-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8055-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Uffmann, Carsten Februar 2004: Die Rolle der Kommunikation bei der Lösung von Unternehmenskrisen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Krisenmanagement, Public Relations, Krisenkommunikation, Krise, Krisenphase

Diplomarbeit von Carsten Uffmann

Zusammenfassung:

Die Bandbreite der Krisensituationen, in die Unternehmen heute geraten können, ist vielfältig und nimmt angesichts einer immer sensibler werdenden Öffentlichkeit in der modernen Informationsgesellschaft zu. Genannt werden können hier exemplarisch Störfälle in den Betriebsanlagen des Unternehmens, Konstruktionsfehler der Produkte, wie der „Umfaller“ der A-Klasse beim Elchtest, der zu einem kostspieligen Imageverlust für Daimler-Benz führte oder Konflikte mit den Stakeholdern des Unternehmens.

Für den letztgenannten Bereich ist Brent Spar immer noch ein geflügeltes Wort, selbst nach fast zehn Jahren. Shell musste erhebliche Investitionen in Kampagnen stecken, um den Vertrauensverlust wieder wett zu machen. Denn wenn sich ein Unternehmen in einer Krise befindet, die meist auf multikausale interne und externe Ursachen zurückzuführen ist, so geht damit immer auch eine Vertrauenskrise einher. Hier muss das Krisenmanagement als eine besondere Form des Managements eingreifen, mit der Aufgabe, akute Krisen zu bewältigen, aber auch latente Krisenphasen frühzeitig zu erkennen und damit wenn möglich eine Krise schon zu vermeiden.

Eine wesentliche Rolle im Rahmen dieses Krisenmanagements kommt der Kommunikationspolitik des Unternehmens, insbesondere der Public Relations, in der Krise zu. Deren Aufgabe ist es, das in solchen Fällen verloren gegangene Vertrauen der Anspruchs- und Interessengruppen in das Unternehmen wieder zu gewinnen. Die Public Relations dienen damit vor allem in krisenbetroffenen Unternehmen der Existenzsicherung. Denn meistens sind die Ursachen einer Krise schnell erkannt und behoben, die Negativschlagzeilen bleiben aber lange im Gedächtnis der Öffentlichkeit, abhängig von der Qualität der PR-Arbeit in der Krise. Eine schlechte Kommunikation kann ein Unternehmen somit teuer zu stehen kommen.

Ziel dieser Arbeit ist es daher, die Aufgaben und die Bedeutung der Public Relations bei der Lösung von Unternehmenskrisen aufzuzeigen. Dabei setzt eine richtig verstandene Krisen-PR nicht nur im Rahmen der Krisenbewältigung an, um verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen, sondern schon im Vorfeld möglicher Krisen, die auf jedes Unternehmen zukommen können. Denn eine erfolgreiche Krisen-PR beginnt schon in ruhigen Zeiten.

Als Stichworte sei hier nur das Issues Management genannt, also die Beobachtung und rechtzeitige Erkennung von Krisenthemen. Dabei stellt, wie noch näher aufzuzeigen ist, das Internet in unserer heutigen Informationsgesellschaft zum einen eine Gefahr für ein krisenbetroffenes Unternehmen dar, aber auch ein bislang kaum genutztes Potential im Rahmen einer erfolgreichen Krisenkommunikation.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Grundlagen des Krisenmanagements 2
2.1 Unternehmenskrise 2
2.1.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung 2
2.1.2 Arten und Verlauf 5
2.1.3 Ursachen 8
2.2 Krisenmanagement 10
2.2.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung 10
2.2.2 Krisenmanagement als Prozess 11
2.2.3 Krisenmanagement als Institution 13
2.2.4 Krisenmanagement als System 14
2.2.4.1 Aktives Krisenmanagement 15
2.2.4.1.1 Antizipatives Krisenmanagement 15
2.2.4.1.2 Präventives Krisenmanagement 15
2.2.4.2 Reaktives Krisenmanagement 16
2.2.4.2.1 Repulsives Krisenmanagement 16
2.2.4.2.2 Liquidatives Krisenmanagement 16
3. Public Relations als Bestandteil des Krisenmanagements 17
3.1 Grundlagen der Public Relations 17
3.1.1 Public Relations als Teil der Kommunikationspolitik 17
3.1.1.1 Begriffsbestimmung 17
3.1.1.2 Abgrenzung 19
3.1.1.3 Funktionen 23
3.1.2 Allgemeine Theorien der Public Relations 25
3.1.2.1 PR-Modelle nach Grunig und Hunt 26
3.1.2.2 Konzept der verständigungsorientierten Öffentlichkeitsarbeit 28
3.1.3 Stufen der PR-Konzeption 31
3.1.3.1 Situationsanalyse 32
3.1.3.2 Planung der PR 33
3.1.3.3 Durchführung der PR-Maßnahmen 33
3.1.3.4 Evaluation der PR-Maßnahmen 34
3.1.4 Zielgruppensegmentierung in der PR-Arbeit 35
3.1.4.1 Stakeholder Approach 35
3.1.4.2 PR-Ansatz 37
3.2 Krisenphasenorientierte Public Relations 38
3.2.1 Allgemeine Erfolgsfaktoren der Krisenkommunikation 40
3.2.2 PR-Instrumente in der potentiellen Krisenphase 41
3.2.2.1 Krisenaudit 42
3.2.2.2 Krisenhandbuch 42
3.2.2.3 Krisenstab 44
3.2.2.4 Dark Sites 45
3.2.2.5 Krisentraining 47
3.2.3 PR-Verfahren in der latenten Krisenphase 48
3.2.3.1 Frühwarnung, Früherkennung und Frühaufklärung 48
3.2.3.2 Issues Management als strategisches Frühaufklärungssystem 52
3.2.3.2.1 Environmental Scanning 55
3.2.3.2.2 Issues Monitoring 56
3.2.3.2.3 Antwortstrategie 57
3.2.4 PR-Instrumente in der akuten Krisenphase 58
3.2.4.1 Interne Krisenkommunikation 60
3.2.4.2 Externe Krisenkommunikation 62
3.2.5 PR-Instrumente in der Nach-Krisenphase 63
3.2.5.1 Dokumentation und Analyse 64
3.2.5.2 Instrumente zur Nachbereitung 64
4. Fazit 65
Literaturverzeichnis V

Automatisiert erstellter Textauszug:

Im sog. Stakeholder Approach stellen das Unternehmen und sein Umfeld Systeme dar, die sich beide in einzelne Subsysteme untergliedern lassen. Diese stehen miteinander in einer mehr oder weniger festen Beziehung, in der sie neben Geld- und Sachleistungen auch Botschaften untereinander austauschen.162 Gruppen oder Individuen, die über solch eine Beziehung mit einer Organisation verbunden sind, werden als Stakeholder bezeichnet. Ein Stakeholder ist nach Freeman „[…] any individual or group who can effect or is effected by the actions, decisions, policies, practices, or goals of the organization.“163 Die einzelnen Stakeholder, auch Anspruchsgruppen genannt, lassen sich am Übersichtlichsten in einer als Stakeholder Map bezeichneten Grafik darstellen. [...]

Genau wie andere Organisationseinheiten eines Unternehmens, unterliegt auch die PRAbteilung einer Budgetplanung. Bei unbegrenzten Personal- und Finanzmitteln in diesem Bereich könnte das Unternehmen sicherlich mit eine Vielzahl von Gruppen und Individuen in einer kommunikativen Beziehung stehen. Da dies in der Realität aber nicht möglich ist, muss sich die PR-Arbeit auf die für das Unternehmen wichtigsten Zielgruppen beschränken.160 Ähnlich wie im Marketing, bei dem im Rahmen der Zielgruppenstrategie der STP-Ansatz zum Tragen kommt161, findet auch bei der Unternehmenskommunikation eine Segmentierung und Zielgruppenfestlegung statt, um in einem letzten Schritt die PR-Arbeit auf die ausgewählten Zielgruppen abzustimmen. Verschiedene Modelle zur Segmentierung des Umfeldes der Unternehmung sollen im Folgenden dargestellt werden. [...]

Die Phase der Evaluation oder der Kontrolle bildet den Abschluss der PR-Konzeption. Wie bereits oben genannt, sollte die Evaluationsphase nicht erst nach Abschluss der Durchführungsphase eingesetzt werden, sondern schon im Vorfeld nach Abschluss der Planungsphase. Hintergrund des Einsatzes schon nach der Planungsphase ist es, noch einmal sorgfältig zu prüfen, ob die in der Planungsphase festgelegten PR-Maßnahmen auch geeignet sind, die Zielvorgaben zu erreichen (Prozesskontrolle).155 Gegebenfalls müssen sonst Korrekturen am Maßnahmenplan durchgeführt werden. Die Ergebniskontrolle findet nach Abschluss der Durchführungsphase statt und hat zur Aufgabe, zu kontrollieren, ob die in der Planungsphase festgelegten Soll-Ziele mit den durchgeführten Maßnahmen auch erreicht worden sind.156 Trotz ihrer Bedeutung ist diese Phase in der Praxis immer noch ein Problembereich. Obwohl ausreichend Instrumente zur Erfolgskontrolle (beispielsweise Imageanalysen, Meinungsumfragen oder Gespräche mit Meinungsführern) vorhanden sind, beschränkt sich diese meistens lediglich auf die quantitative Überprüfung der Medienresonanz, indem Medienberichte gesammelt und ausgezählt werden (Presse-Clipping).157 Ob die vorher festgelegten Zielgruppen die Medienberichte überhaupt aktiv wahrgenommen haben und diese eine Wirkung bei ihnen ausgelöst haben, kann diese Methode allerdings nicht klären. Dazu sind weitere Untersuchungen mit Hilfe der oben genannten Methoden notwendig.158 Als Ursache für solch eine mangelhafte Erfolgskontrolle ist zum einen eine ungenügende Ressourcenausstattung, nicht nur in zeitlicher, sondern auch in personeller oder finanzieller Hinsicht, zu nennen. Zum anderen sind sich die PR-Abteilungen oft unsicher in der Auswahl geeigneter methodischer Verfahren und in ihrer korrekten Anwendung. Daneben bestehen auch noch Zweifel in den Reihen der [...]

Arbeit zitieren:
Uffmann, Carsten Februar 2004: Die Rolle der Kommunikation bei der Lösung von Unternehmenskrisen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Krisenmanagement, Public Relations, Krisenkommunikation, Krise, Krisenphase

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