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Die Rolle der Ernährung in der Pathogenese der Arteriosklerose

Die Rolle der Ernährung in der Pathogenese der Arteriosklerose
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christine Nürnberger
  • Abgabedatum: Dezember 1997
  • Umfang: 105 Seiten
  • Dateigröße: 5,5 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Technische Universität München Freising-Weihenstephan Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0627-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0627-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0627-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Nürnberger, Christine Dezember 1997: Die Rolle der Ernährung in der Pathogenese der Arteriosklerose, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Antioxidative Vitamine, Cholesterin, Fett, Homocystein, Sekundäre Pflanzen(inhalts)stoffe

Diplomarbeit von Christine Nürnberger

Einleitung:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen in Deutschland an der Spitze der Todesursachenstatistik. Zu den ursächlichen Faktoren zählt vor allem die Arteriosklerose. Darunter versteht man die durch verstärkte Ablagerung von Lipiden in den subendothelialen Raum entstehende Veränderung der Gefäßwand, die in der koronaren Herzkrankheit (KHK) ihre für den Menschen bedeutsamste Manifestation findet.

Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand über die Wirkung von Ernährungsfaktoren auf die Entstehung der Arteriosklerose zusammenzufassen und zu diskutieren.

Die Beeinflussung der Pathogenese der Arteriosklerose durch verschiedene Ernährungsfaktoren basiert vor allem auf deren Wirkung auf die verschiedenen beeinflußbaren Risikofaktoren wie Hyperlipoproteinämie, Hypertriglyceridämie, Bluthochdruck, Hyperhomocysteinämie oder oxidativen Streß.

Die Wirkungen der verschiedenen Fettsäuren auf den Serumcholesterinspiegel sind schon seit längerem bekannt und wurden durch zahlreiche Studien bestätigt. Während sich langkettige gesättigte Fettsäuren (C12 bis C16), die den Großteil der SFA in der westlichen Ernährung ausmachen und trans-ungesättigte Fettsäuren das Serumcholesterin erhöhen, haben einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren einen serumcholesterinsenkenden Effekt. Einfach ungesättigte Fettsäuren als Bestandteile der Nahrung, mit der Ölsäure (C18:1) als wichtigstem Vertreter, führen nach einem Einbau in die Lipide der LDL zudem zu einer verminderten Oxidationsempfindlichkeit der LDL. Da oxidierte LDL bei der Entstehung der Arteriosklerose eine wichtige Rolle spielen, dürfte dies ein weiterer ernährungsphysiologischer Vorteil der einfach ungesättigten Fettsäuren sein. In mehreren Studien konnte gezeigt werden, daß die Ölsäure keinen Einfluß auf die Serumtriglyceride und das HDL-Cholesterin hat, beim Austausch gegen gesättigte Fettsäuren wohl aber den LDL-Cholesterinspiegel signifikant senkt. Die Wirkung der mehrfach ungesättigten Fettsäuren beruht neben ihrem Einfluß auf den Lipidstoffwechsel hauptsächlich auf ihrer Rolle als Vorläufer von Eicosanoiden, wobei die Eicosanoide aus w-3-Fettsäuren eine hemmende Wirkung auf den Prozeß der Atherogenese ausüben. Wenn man die Serumlipid- und -lipoproteinspiegel betrachtet, stellt man fest, daß w-3-Fettsäuren hauptsächlich die Triglyceride senken, während w-6-Fettsäuren vor allem eine Senkung des LDL-Cholesterin bewirken. Desweiteren können bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe, wie Saponine, Phytosterine, Tocotrienole und Knoblauchinhaltsstoffe (Sulfide) sowie lösliche Ballaststoffe den Cholesterinspiegel senken.

Ein erhöhter Homocysteinspiegel im Blut stellt einen unabhängigen Risikofaktor für die Entstehung der Arteriosklerose dar und kann durch eine Aufnahme der Vitamine B6, B12 und Folsäure, die am Homocysteinstoffwechsel beteiligt sind, gesenkt werden.

Oxidativer Streß, der auch eine vermehrte Oxidation der LDL bewirken kann, kann durch die Aufnahme von Antioxidantien, die die Wirkung prooxidativer Faktoren vermindern, weitgehend verhindert werden. Neben den antioxidativen Vitaminen E, C und b-Carotin sind hier auch einige sekundäre Pflanzenstoffe, vor allem Carotinoide, Polyphenole (Phenolsäuren und Flavonoide) und Sulfide von Bedeutung. Außerdem besitzen verschiedene Gruppen der sekundären Pflanzenstoffe antithrombotische bzw. blutdruckregulierende Wirkungen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 1
1. Einleitung 3
2. Pathophysiologie der Arteriosklerose 3
2.1 Schutzfunktionen der Endothelzellen 3
2.2 Entwicklung arteriosklerotischer Plaques 4
2.3 Kardiovaskuläre Risikofaktoren 7
3. Einfluß von Fetten 10
3.1 Gesättigte Fettsäuren 11
3.2 Ungesättigte Fettsäuren 14
3.2.1 Einfach ungesättigte Fettsäuren 15
3.2.2 Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 19
3.2.2.1 w-3-Fettsäuren 21
3.2.2.2 w-6-Fettsäuren 24
3.3 Trans-Fettsäuren 27
3.4 Nahrungscholesterin 32
4. Homocystein und Arteriosklerose 35
4.1 Bedeutung von Homocystein bei der Entstehung von Arteriosklerose 36
4.2 Beeinflussung des Homocysteinspiegels durch Vitaminsupplementierung 38
5. Sauerstoffradikale und Arteriosklerose 41
5.1 Oxidation von LDL 41
5.2 Wirkung von Sauerstoffradikalen auf den Arachidonsäurestoffwechsel und auf Stickstoffmonoxid 43
6. Antioxidative Vitamine 45
6.1 Vitamin E (a-Tocopherol) 45
6.2 b-Carotin und Vitamin A 49
6.3 Vitamin C (L-Ascorbinsäure) 51
6.4 Wirksamkeit der antioxidativen Vitamine 53
7. Sekundäre Pflanzenstoffe 57
7.1 Vorkommen und Eigenschaften 57
7.2 Antioxidative Wirkung 61
7.3 Antithrombotische Wirkung 64
7.4 Blutdruckregulierende Wirkung 66
7.5 Cholesterinsenkende Wirkung 67
8. Ballaststoffe 71
8.1 Einteilung und Wirkungen 71
8.2 Cholesterinsenkende Wirkung 73
9. Zusammenfassung 76
10. Literaturverzeichnis 78

Arbeit zitieren:
Nürnberger, Christine Dezember 1997: Die Rolle der Ernährung in der Pathogenese der Arteriosklerose, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Antioxidative Vitamine, Cholesterin, Fett, Homocystein, Sekundäre Pflanzen(inhalts)stoffe

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