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Rolle und Bedeutung der Phantasie in Tolkiens "Der Herr der Ringe" und Endes "Die unendliche Geschichte"

Rolle und Bedeutung der Phantasie in Tolkiens "Der Herr der Ringe" und Endes "Die unendliche Geschichte"
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Sylvia Heimann
  • Abgabedatum: Oktober 1991
  • Umfang: 65 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6439-4
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Heimann, Sylvia Oktober 1991: Rolle und Bedeutung der Phantasie in Tolkiens "Der Herr der Ringe" und Endes "Die unendliche Geschichte", Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Tolkien, Michael Ende, Phantasie

Magisterarbeit von Sylvia Heimann

Einleitung:

J.R.R. Tolkien und Michael Ende zählen zu den bekanntesten Autoren phantastischer Literatur. Die Höhepunkte ihrer schriftstellerischen Arbeit waren Der Herr der Ringe (Tolkien) und Die unendliche Geschichte (Ende), wobei zwischen der Entstehung dieser beiden phantastischen Romane mehr als vierzig Jahre liegen. Diese große Zeitspanne bedingt einen jeweils völlig anderen gesellschafts-politischen Hintergrund der Autoren. Deshalb ist es besonders interessant zu untersuchen, ob es bei Tolkien und Ende Parallelen oder Unterschiede in Bezug auf Motivation und Intention gibt.

Eine Gemeinsamkeit haben die beiden Werke mit Sicherheit:

Daß für die Autoren die Phantasie eine große Rolle spielte und bei der Entstehung der Romane sozusagen als „schöpferisches Moment“ diente. Tolkien entwickelte daraus eine Art des phantastischen Romans, die es bis dahin in dieser Form kaum oder gar nicht gegeben hatte und ist deshalb als Begründer des „Fantasy-Romans“ anzusehen. Trotz sehr widersprüchlicher Kritiken wurde Der Herr der Ringe mit seiner von Tolkien präzise erdachten Phantasiewelt ein Kultbuch. Auch Endes Die unendliche Geschichte hatte weltweit großen Erfolg.

Inwieweit die Rolle und Bedeutung von Phantasie bei der Entstehung der beiden Werke entscheidend war, und welche Intention dabei von den Autoren verfolgt wurde, soll Thema dieser Arbeit sein.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Zu J.R.R. Tolkien
2.1 Sein Leben 2
2.2 Sein Werk 5
3. Phantasie bei J.R.R. Tolkien
3.1 Die Bedeutung von Phantasie für den Menschen Tolkien 13
3.2 Phantasie und ihre Bedeutung für den Literaten Tolkien 17
3.3 Tolkien und seine Zweitschöpfung Der Herr der Ringe 24
4. Zu Michael Ende
4.1 Sein Leben 34
4.2 Sein Werk 35
5. Phantasie und Die unendliche Geschichte
5.1 Rolle und Bedeutung von Phantasie für Michael Ende 38
5.2 Rolle und Bedeutung von Phantasie in „Die unendliche Geschichte“ 43
6. Vergleich der Bedeutung von Phantasie in „Der Herr der Ringe“ und „Die unendliche Geschichte“ 49
7. Persönliche Stellungnahme 53
8. Auswahlbibliographie zu Werken J.R.R. Tolkiens
8.1 Wissenschaftliche Arbeiten 58
8.2 Literarische Werke 59
8.3 Deutsche Ausgaben 60
8.4 Studien und Sekundärliteratur über J.R.R.Tolkien 61
9. Auswahlbibliographie zu Werken Michael Endes
9.1 Literarische Werke 62
9.2 Studien und Sekundärliteratur über Michael Ende 63

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ihr Schicksal ist es, Platz zu machen, ihre Aufgabe als Wegbereiter für die Menschen ist erfüllt. Sie passen durch ihre Unsterblichkeit nicht mehr in das nun folgende menschliche Weltgefüge; sie können nicht weiter in einer Welt existieren, in der alles vergänglich ist. Deshalb ziehen sie am Ende über das Meer in ihr Land, das ihnen von den Valar zugewiesen ist. Daß Der Herr der Ringe trotz dieses etwas traurigen Scheidens der Elben eine positiv motivierende Geschichte sein soll, bestätigt sich vor allem in den ständig guten und erfolgreichen Ausgängen aller Abenteuer, die Frodo und seinen Freunden widerfahren. Dies ist ein besonders auffälliger Punkt bei Tolkien und seiner Sekundärwelt, der ihm schon manche harte Kritik einbrachte. Der Herr der Ringe ist durchzogen von den dramatischsten und gefährlichsten Situationen, in die die Helden beziehungsweise Antihelden geraten. Ihre Lage ist eigentlich immer schier hoffnungslos, doch mit Sicherheit und oftmals auch auf wundersame Art (wie zum Beispiel durch sprechende Adler77, Elbenzauber78) oder einfach [...]

Tolkiens Figuren können meist miteinander, aber auch mit Tieren sprechen.73 Damit ging er auf den Wunsch nach Zwiesprache unter den Lebewesen ein.74 Ein immer wiederkehrendes Thema ist die Unsterblichkeit. Die Lebewesen in Der Herr der Ringe haben alle unterschiedlich lange Lebenserwartungen. Die meisten leben länger als die Menschen, Elben sind sogar unsterblich. Doch Tolkien macht deutlich, so wie er es auch vom Märchen erwartet, daß Unsterblichkeit nicht glücklich macht. Die Elben vermitteln eher einen traurig Eindruck, da alles um sie herum in Mittelerde vergeht und sie dem Lauf der Zeit ausgeliefert sind. In seinem Brief an Milton Waldman schreibt Tolkien: [...]

Andere Figuren hingegen decken mehr den Bereich des Märchens und der Fantasygeschichte ab. Dabei ist ganz deutlich Tolkiens Gut-Böse-Schema zu erkennen, welches er scheinbar automatisch mit seinem Naturverständnis und seinem Schöpfungsgedanken in Verbindung bringt. Fast alle guten Wesen sind eng mit der Natur verbunden und dienen zu deren Bereicherung: Elben, Hobbits und zum Beispiel Ents.70 Das sind baumartige Wesen, die im Laufe der Zeit sogar ganz zu Bäumen werden können. Die bösen Gestalten aber, wie zum Beispiel Orks, Nazguls oder Werwölfe zerstören die Natur böswillig und zum Teil sehr nachhaltig. Dort wo sie leben oder womit sie in Berührung kommen, wächst kaum noch etwas oder es geht ein: [...]

Arbeit zitieren:
Heimann, Sylvia Oktober 1991: Rolle und Bedeutung der Phantasie in Tolkiens "Der Herr der Ringe" und Endes "Die unendliche Geschichte", Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Tolkien, Michael Ende, Phantasie

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