Die Rolle der Bank bei Asset-Backed Transactions
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andreas Neese
- Abgabedatum: April 2003
- Umfang: 105 Seiten
- Dateigröße: 699,1 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: E.A.P. - Europäische Wirtschaftshochschule Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7020-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7020-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7020-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Neese, Andreas April 2003: Die Rolle der Bank bei Asset-Backed Transactions, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Securities, ABS, Basel II, IAS, Mittelstand
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Diplomarbeit von Andreas Neese
Zusammenfassung:
Ziel dieser Arbeit war es, Asset-Backed Transactions im allgemeinen und die Rolle der Bank im speziellen darzustellen. Dieses Ziel wurde in drei Schritten angestrebt.
Zunächst wurden im zweiten Kapitel die Grundlagen von ABT’s eingeführt. Hierzu wurde dargestellt, was Securitisation ist und wie Asset-Backed Securities darunter einzuordnen sind. Im Anschluß an die Entstehung wurde der Markt für europäische und amerikanische Transaktionen skizziert. Im weiteren wurden die Beteiligten an einer ABT vorgestellt und deren Rolle im gesamten Prozeß erläutert.
Im anschließenden dritten Kapitel wurde die Durchführung einer ABT näher erklärt. Hierzu wurden allgemeine Anforderungen an die Beteiligten dargelegt. Im Anschluß daran wurde das Portfolioselektionsproblem nach Markowitz eingeführt, auf dessen Grundlage Ratings erstellt werden. Ausführlich wurde auf die Verfahrensweise bei der Erstellung eines Ratings eingegangen. Die Bank nutzt die Kriterien zur Strukturierung und Analyse der Transaktion. Verschiedene Strukturen mit ihren Vor- und Nachteilen wurden erläutert.
Im vierten Kapitel fand die theoretische und praktische Analyse einer Asset-Backed Transaction statt. Für den theoretischen Part wurde die erste Irrelevanzthese von Modigliani und Miller eingeführt, um diese sodann mit den Funktionen von ABT‘s zu überprüfen und gleichzeitig ihre Wirkungsweise zu erklären. Im kalkulatorischen Beispiel einer ABT wurde aufgezeigt, warum beziehungsweise unter welchen Umständen sich die Rolle des Arrangeurs für eine Bank lohnt. Gezeigt wurde auch, welche Faktoren maßgeblich zu einer positiven Ertragssituation bei einer arrangierenden Bank beitragen und welche Möglichkeiten sich hieraus ergeben.
Eine Verstärkung des allgemeinen Trends ist jedoch zu erwarten, wenn im Jahre 2006 die Neue Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) in Kraft treten wird. Mittels dieser wird weltweit geregelt, wie finanzwirtschaftliche Institutionen und zum Teil auch Firmen ihr Risiko aus Finanzgeschäften mit Eigenkapital zu hinterlegen haben.
Banken müssen um so mehr Eigenkapital vorhalten, je schlechter die Bonität eines Kreditnehmers eingeschätzt wird. In der Folge werden sich Kredite für schlecht oder gar nicht bewertete Unternehmen verteuern. An dieser Stelle wird offensichtlich, daß ABT’s hier Abhilfe schaffen können.
Gestört oder sogar verhindert werden kann diese Entwicklung eines sich vergrößernden Marktes für ABS-Transaktionen durch die europaweite verpflichtende Einführung der International Accounting Standards (IAS) im Jahre 2004. Im Zuge der Vereinheitlichung der europäischen Bilanzierungsregeln wird sich für die bilanzielle Erfassung von SPV’s eine andere Grundlage ergeben.
Inhaltsverzeichnis:
| Zusammenfassung | II | |
| Management Summary | IV | |
| Résumé | VI | |
| Inhaltsverzeichnis | VIII | |
| Übersetzung englischer Begriffe | X | |
| Abbildungsverzeichnis | XIV | |
| Tabellenverzeichnis | XV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Grundlagen von Asset-Backed Securities | 5 |
| 2.1 | Securitisation und ABS | 5 |
| 2.1.1 | Begriffsabgrenzung | 5 |
| 2.1.2 | Historie und Ausprägungen | 6 |
| 2.1.3 | Markt für Securitisations | 8 |
| 2.2 | Beteiligte einer Asset-Backed Securities Transaktion | 8 |
| 2.2.1 | Rolle des Arrangeurs | 9 |
| 2.2.2 | Rolle des Originators bzw. Servicers | 10 |
| 2.2.3 | Rolle des Special Purpose Vehicles | 11 |
| 2.2.4 | Rollen weiterer Beteiligter | 12 |
| 2.2.4.1 | Ratingagentur | 12 |
| 2.2.4.2 | Investor | 13 |
| 2.2.4.3 | Treuhänder | 14 |
| 2.2.4.4 | Sicherungsgeber | 14 |
| 3. | Durchführung einer Asset-Backed Securities Transaktion | 15 |
| 3.1 | Anforderungen | 16 |
| 3.2 | Portfolioselektionsproblem nach Markowitz | 17 |
| 3.3 | Verfahrensweise zur Erstellung eines Ratings | 20 |
| 3.3.1 | Datenerfordernis | 21 |
| 3.3.2 | Anforderungen an die Struktur | 22 |
| 3.3.3 | Bewertung der Risiken | 23 |
| 3.3.3.1 | Ausfallrisiko | 24 |
| 3.3.3.2 | Dilution-Risiko | 29 |
| 3.3.4 | Ermittlung des Credit Enhancements | 31 |
| 3.3.4.1 | Loss Reserve | 32 |
| 3.3.4.2 | Dilution Reserve | 34 |
| 3.3.4.3 | Reserve Floors | 35 |
| 3.3.4.4 | Reserven für laufende Kosten | 36 |
| 3.3.5 | Vorzeitige Rückzahlung | 38 |
| 3.4 | Verfahren zum Aufbau eines Special Purpose Vehicle | 39 |
| 3.4.1 | Fondszertifikatsstruktur | 40 |
| 3.4.2 | Anleihestruktur | 41 |
| 3.4.3 | Management der Zahlungsströme | 41 |
| 3.4.3.1 | Pass-Through-Modell | 42 |
| 3.4.3.2 | Pay-Through-Modell | 42 |
| 3.4.3.3 | Eignungskriterien für Handelsforderungen | 43 |
| 3.4.3.4 | Wiederkehrender Ankauf | 44 |
| 3.4.4 | Strukturelle Berücksichtigung des Credit Enhancements | 45 |
| 3.4.4.1 | Internes Credit Enhancement | 45 |
| 3.4.4.2 | Externes Credit Enhancement | 47 |
| 3.4.5 | Finanzierung des Special Purpose Vehicles | 49 |
| 4. | Analyse einer Asset-Backed Transaction | 51 |
| 4.1 | Nutzen für den Forderungsverkäufer | 51 |
| 4.2 | Erste Irrelevanzthese von Modigliani und Miller | 55 |
| 4.3 | Asset-Backed Transactions und Modigliani / Miller | 58 |
| 4.4 | Die Banksicht | 63 |
| 5. | Fazit und Ausblick | 75 |
| Literaturverzeichnis | 79 | |
| Anhang | 86 | |
| Parameter für ESCP-EAP Ltd. | 86 | |
| Kostenübersicht für ESCP-EAP Ltd. | 87 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 88 |
Das Special Purpose Vehicle (SPV) wird entweder vom Originator selber gegründet, oder, was zumeist der Fall ist, vom Arrangeur der gesamten Transaktion. Ist der Originator der Gründer des SPV, so muß in jedem Fall sichergestellt sein, daß es kein irgendwie geartetes Abhängigkeitsverhältnis zwischen Originator und SPV gibt. Bestünde eines, so ist eine Konsolidierung des SPV’s in der Bilanz des Originators nicht auszuschließen. Der Arrangeur hat im Zuge der Strukturierung der ABT festzulegen, wo das SPV anzusiedeln ist und mit welcher Gesellschaftsstruktur. Grundsätzlich ist festzustellen, daß SPV’s außer den gesetzlich erforderlichen personellen Ressourcen keine weiteren benötigen, da sie keinerlei weitere wirtschaftliche Aktivität ausüben und in der Regel von Rechtsanwälten oder Wirtschaftsprüfern verwaltet werden.80, 81 [...]
Forderungsverkäufer bankrott geht, da das SPV keine weiteren Forderungen mehr ankauft, jedoch weiterhin Kosten generiert, derer es sich mit der üblichen Vorabverrechnung nicht mehr entledigen kann. Die direkt beim Forderungsankauf durch Abschlag zu bildende Reserve für die Gebühren des Servicers hat so kalkuliert zu sein, daß auch ein Backup Servicer davon bezahlt werden kann, der die Aufgaben des Servicers übernimmt, für den Fall, daß dieser ausfällt. S&P gibt nach einer Analyse folgender Faktoren eine Empfehlung ab, ob ein Backup Servicer strukturell vorzusehen ist oder nicht:75 • • • Bonität des als Servicer tätigen Originators, Angemessenheit der Verwaltungssysteme des Originators und Branche und Art der Geschäftstätigkeit. [...]
Als erster Bestandteil ist die Komponente zur Berücksichtigung des Konzentrationsrisikos zu benennen, welche die Möglichkeit berücksichtigt, daß innerhalb des Rückzahlungszeitraumes eine gewisse Anzahl an Schuldnern ausfällt und sich somit der Cashflow72 der ABT vermindert. Die Schuldner werden hierzu ihrerseits je nach ihrer Bonität in Ratingklassen eingeteilt. Es wird berücksichtigt, wenn diese nicht mit einem Rating versehen sind. Für das angestrebte Rating der Transaktion wird jeder Ratingklasse der Schuldner vorgegeben, für welche Anzahl an Schuldnern eine Kapitaldeckung vorzuhalten ist. Zusätzlich werden Konzentrationshöchstgrenzen pro Ratingklasse der Schuldner festgelegt. Um die erforderliche Mindestdeckung zu ermitteln, wird die vorgegebene Anzahl an Schuldnern pro Ratingklasse mit der der Ratingklasse zugehörigen Konzentrationsobergrenze multipliziert, so daß man das prozentuale Konzentrationsengagement erhält. Von diesen Werten wird der höchste ausgewählt und als Mindestprozentsatz an Deckung der Kreditkomponente in die Berechnung des Reserve Floors eingebracht.73 Zweiter Bestandteil bei der Ermittlung des Reserve Floors ist das für die Dilution zu bildende Polster. Die Berechnung erfolgt wie weiter oben bereits geschildert, indem der Erwartungswert der Dilution mit der Dilution Horizon Ratio multipliziert wird. Hat man beide Komponenten berechnet, wird aus diesen die Summe gebildet, welche den für den Reserve Floor vorzusehenden Wert ergibt.74 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832470203
Arbeit zitieren:
Neese, Andreas April 2003: Die Rolle der Bank bei Asset-Backed Transactions, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Securities, ABS, Basel II, IAS, Mittelstand



