Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Die Rolle des Antisemitismus im transatlantischen Netzwerk des neuen Rechtsextremismus und seine Verbindungen zu islamistischen Extremisten

Die Rolle des Antisemitismus im transatlantischen Netzwerk des neuen Rechtsextremismus und seine Verbindungen zu islamistischen Extremisten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ulrich Stern
  • Abgabedatum: Februar 2003
  • Umfang: 111 Seiten
  • Dateigröße: 731,7 KB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7294-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7294-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7294-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stern, Ulrich Februar 2003: Die Rolle des Antisemitismus im transatlantischen Netzwerk des neuen Rechtsextremismus und seine Verbindungen zu islamistischen Extremisten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Fundamentalismus, Terrorismus, Judenhass, NPD, 11. September

Diplomarbeit von Ulrich Stern

Einleitung:

Am 11. September 2001 schien Hitlers wahnsinniger Alptraum wahr zu werden, als Terroristen mit zwei entführten Passagierflugzeugen die Twin Towers in New York City zerstörten und dabei 3000 Menschen ermordeten. Aber es waren keine Nazis, die den schlimmsten Terroranschlag in der Geschichte der USA ausgeführt hatten, sondern islamistische Fundamentalisten aus der arabischen Welt.

Und doch: In den Tagen, Wochen und Monaten nach den Massakern von New York und Washington überschlugen sich Rechtsextremisten und (Neo-) Nazis in den USA und in Europa in Applaus für die Selbstmordattentäter und Lobgesängen auf deren Anführer Osama bin Laden. In den USA ließ zum Beispiel Tom Metzgers White Aryan Resistance (WAR) verlautbaren, „That was a great sacrifice of great warriors and of their families. Whoever they were and whoever their surviving families may be, our deepest condolences and appreciation.” Und William Pierce, der kürzlich verstorbene Anführer der National Alliance (NA), nannte die Attentäter bewundernd „people with a sense of pride“. Sie hatten die apokalyptischen Szenen verwirklicht, die sich Pierce 1978 in seinem Roman „The Turner Diaries“ lustvoll ausgemalt hatte. Dort lässt er einen rechtsextremen Terroristen mit einem Flugzeug in das Pentagon hinunter- und New York City samt seiner Wolkenkratzer zusammenstürzen.

Auch in Deutschland lösten die Terroranschläge gegen die USA innerhalb der rechten Szene in Deutschland unterschiedliche Reaktionen aus und reichten von entschiedener Verurteilung bis hin zu uneingeschränkter Zustimmung.

In den Reihen der „Republikaner“ (REP) und Deutschen Volksunion (DVU) wurden die Anschläge als „barbarische Akte“ verurteilt und mit fremdenfeindlichen Forderungen verknüpft. Da einige der mutmaßlichen Attentäter in Deutschland gelebt hatten, trügen die etablierten Politiker die Verantwortung dafür, dass deutsche Städte „durch den ungezügelten Ausländerzustrom (...) zu ‚Terrornestern‘ und zu ‚Stützpunkten ausländischer Fanatiker‘ geworden“ seien. Den Parteien der „klassischen“ radikalen Rechten in Deutschland erschienen die Anschläge also in erster Linie als Bestätigung ihres Rassismus’. Es sind diese Positionen, die in den folgenden Wochen und Monaten nach dem 11. September 2001 zu Aufrufen der liberalen Öffentlichkeit für Toleranz und gegen Islamophobie führten.

Ignoriert wurde dabei zum einen die Zielrichtung mancher „Zusätze” wie zum Beispiel von Rolf Schlierer von den „Republikanern”, der behauptete, sich für die „Interessen der arabischen Völker“ einzusetzen, und zum anderen die Reaktionen aus dem rechtsextremen Lager, in denen die Anschläge sogar begrüßt wurden.

Auf den ersten Blick stellt sich hier die Frage, warum Rechtsextremisten, die normalerweise Jagd auf Menschen mit dunkler Hautfarbe machen, sich solidarisch mit islamistischen Terroristen erklären. Die Antwort: Beide haben das gleiche Feindbild, die Vereinigten Staaten von Amerika, die sie als von Juden kontrolliert halluzinieren.

Aus diesem Grund sieht der Hamburger Verfassungsschutz „die Möglichkeit einer Solidarisierung von Neonazis mit militanten Islamisten im Kampf gegen die USA.“ Obwohl man gegen die in Deutschland lebenden Muslime hetzt, würden „sich viele Rechtsextremisten grundsätzlich mit den militanten islamistischen Gruppen und ihrem weltweiten Kampf gegen den gemeinsamen Feind USA und das ‚Weltjudentum‘ verbunden fühlen“.

Im Zentrum dieser Arbeit soll nun die Frage stehen, ob das Fazit der Verfassungsschützer zutrifft, dass „über diese Solidarisierung hinaus (...) aus grundsätzlichen Erwägungen heraus (nationalistische, teilweise rassistische Vorbehalte) keinerlei Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Gruppen in Deutschland zu erwarten“ sei.

Die Angst vor einem Bündnis ist da. So warnte Paul Spiegel, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, vor der möglichen Gefahr einer derartigen Zusammenarbeit. „Ich befürchte eine solche Kooperation”, sagte er. Wenn dies geschehe, „dann haben wir ein ganz großes Problem und Anlass zur Sorge.” Derweil beobachten Rechtsextremismusforscher wie Anton Maegerle und NGO’s wie die Anti-Defamation League und das Southern Poverty Law Center intensive Bemühungen von Rechtsextremisten auf beiden Seiten des Atlantiks miteinander zu arbeiten, aber auch in verstärktem Maße Islamisten als Bündnispartner aufzusuchen.

Gang der Untersuchung:

Wenn wir es mit einer sich formierenden globalen Koalition der Antisemiten zu tun haben sollten, dann funktioniert ihr Antisemitismus nach gemeinsamen ideologischen Mustern und greift auf Stereotypen und Projektionen zurück, deren Botschaften auf der ganzen Welt von Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund verstanden werden können, das heisst von Rechtsextremisten wie islamistischen Fundamentalisten. Im ersten Kapitel werde ich daher auf die ideologischen Grundlagen des gemeinsamen Antisemtismus und den antisemitischen Charakter der Anschläge vom 11. September 2001 eingehen. (2. Antisemitismus global – eine theoretische Einführung) In dieser Definition betone ich die Aspekte, die weniger mit nationalen oder regionalen Besonderheiten zu tun haben, sondern mit übergeordneten Zusammenhängen. Zu diesem Zweck wende ich die Ergebnisse der Antisemitismusforschung der Kritischen Theorie auf das Thema an. Dabei wird deutlich, dass die sozialpsychologischen Bedingungen der antisemitischen Ideologie eine internationale Kooperation der Antisemiten begünstigen können.

Im darauf folgenden Kapitel soll die praktische Umsetzung der Theorie schrittweise nachgezeichnet werden. Da sich diese Arbeit dem laufenden Verbotsverfahren gegen die NPD verpflichtet fühlt, soll in diesem Kapitel der Frage nachgegangen werden, in wie weit in der Ideologie der NPD ein Antisemitismus vertreten wird, der sie zu Bündnissen befähigen würde. (3. Die NPD sowie 4. Horst Mahlers Wahn) Im darauf anschließenden Abschnitt soll anhand der Reaktionen von Horst Mahler und Reinhold Oberlercher auf die Anschläge vom 11.9. bestätigt werden, dass die NPD die politische Zielsetzung der Massaker, deren anti-amerikanische und besonders antisemitische Bedeutung, erfasst hat und befürwortet. (5. Die Reaktionen auf den 11.9.) Über diese Begeisterung hinaus setzen die beiden „Chefideologen“ der NPD offenbar ganz bestimmte Hoffnungen auf ein Bündnis mit arabischen Antisemiten. Doch was beinhalten und begründen diese Hoffnungen?

Dieser Frage, in welchem Verhältnis der Antisemitismus der westlichen mit dem der arabischen Welt steht, wie Rechtsextremisten und (Neo-) Nationalsozialisten dort Anschlußmöglichkeiten finden, bzw. auf welche Art und Weise dies schon geschehen ist, wird nachzugehen sein. Um eine Antwort auf diese Fragen zu finden, wird in den folgenden Kapiteln die Arbeit derjenigen Akteure beleuchtet, die bereits eben diese Zusammenarbeit vorantreiben. (6. Die Vermittler) Im Zentrum dieser Ausführungen stehen drei ausgewählte Vermittler zwischen westlichem Rechtsextremismus und islamistischem Fundamentalismus, bzw. Terrorismus. Diese Kontaktpersonen führen vor allem Holocaustleugner, aber auch Neonazis aus aller Welt zusammen und sind dabei selber recht reiselustig: der Justizflüchtling Jürgen Graf (6.1), der schwedische Muslime Ahmed Rami (6.2) sowie der Konvertit Ahmed Huber. (6.3) Besondere Aufmerksamkeit widme ich dabei letzterem. Vom Simon Wiesenthal Center und Southern Poverty Law Center sowie der Washington Post und der Financial Times wird Huber als einer der wichtigsten Drahtzieher im sich verdichtenden Netzwerk militanter Rechtsextremisten und Islamisten genannt. Nach ihren Informationen hat der US-Geheimdienst Huber und seine Al Taqwa Bankgesellschaft „im Visier”, da sie im Verdacht stehen, das Terrornetzwerk Al Kaida finanziell zu unterstützen. Da in diesem Abschnitt zu Ahmed Huber die historischen Verbindungen zwischen Nationalsozialisten und arabischen Antisemiten schon anklingen, soll im folgenden Kapitel auf dieses Zusammenwirken und seine Ergebnisse heute näher eingegangen werden. (7. Arabischer Antisemitismus) Nach den allgemeinen aktuellen Einschätzungen der wichtigsten NGO’s, die sich mit dem Thema beschäftigen und einer Einführung in die historischen Verbindungen (7.1 und 7.2), werde ich anschließend auf die beiden Kernelemente des Antisemitismus in der arabischen Welt, die halluzinierte jüdische Weltverschwörung (7.3) und die Leugnung des Holocaust (7.4), eingehen, um nach den personellen Kontakten den direkten Bezug zum Nationalsozialismus und die Auswirkungen heute aufzuzeigen. Dies geschieht anhand der Verbreitung und Verarbeitung, bzw. Rezeption der sog. „Protokolle der Weisen von Zion“ sowie anhand des Umgangs mit heute aktiven Holocaustleugnern wie zum Beispiel Roger Garaudy aus Frankreich. (7.5) Die von mir gewählten Texte und Beispiele aus arabischen Medien sind in diesem Zusammenhang nur besonders prägnante aus einer größeren ständig aktualisierten Sammlung repräsentativer Dokumente und Nachrichten des Middel East Media Research Instituts (MEMRI), das diese übersetzt, kommentiert und online veröffentlicht.

Da die gemeinsamen Feindbilder der westlichen Rechtsextremisten wie arabischen Islamisten „jüdisch kontrolliertes” USA und Israel heissen, da in den USA die Menschen leben, die Horst Mahler und Osama bin Laden auffordern, die eigene Regierung zu stürzen, soll im letzten Kapitel auf ausgewählte Akteure der US-amerikanischen Rechtsextremisten eingegangen werden. (8. Die Internationalisten) Neonazis in den USA teilen nicht nur den antisemitischen Wahn, sondern stellen die fanatische Gegnerschaft zu ihrer – wie sie sie nennen – Zionist Occupied Government (ZOG) heute in den Mittelpunkt ihrer Ideologie, die sie aufgrund der verfassungsmäßigen Garantie der „Free Speech” auch offen propagieren. Sehr wichtige Impulse der Internationalisierung des Rechtsextremismus und Antisemitismus kommen aus den USA selber.

Damit schließt sich dann sozusagen das Dreieck, denn mit den Kontakten US-amerikanischer Rechtsextremisten wie Gary Lauck, David Duke und vor allem William Pierce (8.4) nach Deutschland kommen wir zurück zur NPD, deren intensiver Kontakt zur National Alliance hier näher beleuchtet werden soll, da diese Kooperation viel über die tatsächliche Programmatik der NPD aussagt. (8.4.2) In der Zusammenfassung soll daher – vor dem Hintergrund des laufenden Verbotsverfahrens – auch die Position der NPD in der von mir nachgezeichneten Internationale der Antisemiten reflektiert werden, um die erste Einschätzung des Hamburger Verfassungsschutzes beurteilen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
1.1 Zur Vorgehensweise 7
2. Antisemitismus global – eine theoretische Einführung 9
2.1 Antisemitismus jenseits nationaler Besonderheiten 10
2.2 Im Hass vereint 12
2.3 Die Symbole des 11. September 2001 13
3. Die NPD 14
3.1 Der Antisemitismus der NPD 15
3.2 Befreiungsnationalismus und Antisemitismus 19
4. Horst Mahlers Wahn 19
4.1 Mahlers „Anstand“ 21
5. Reaktionen auf den 11. September 2001 24
5.1 Freudige Erwartung 25
5.2 Die eigene Rolle im weltweiten Befreiungskrieg 27
5.3 Für das Bündnis mit Islamisten 28
5.4 Mahlers totaler Krieg 31
6. Die Vermittler 32
6.1 Jürgen Graf 34
6.2 Ahmed Rami 35
6.2.1 Ramis Reisen 37
6.3 Ahmed Huber 39
6.3.1 Der Brückenbauer 41
6.3.2 Überzeugungsarbeit 42
6.3.3 Der Konvertit 45
6.3.4 Francois Genoud – „Ein Leben zwischen Hitler und Carlos“ 45
6.3.5 Spekulationen 46
6.3.6 Hubers Way of Life 48
7. Arabischer Antisemitismus 51
7.1 Der Kontakt mit dem Nationalsozialismus 53
7.2 Nazis im Nahen Osten 55
7.3 Die Verbreitung der „Protokolle der Weisen von Zion“ 57
7.4 Holocaustleugnung 59
7.5 Westliche Holocaustleugner 61
7.5.1 Der Fall Garaudy 62
8. Die Internationalisten aus den USA 64
8.1 Gary Rex „Gerhard“ Lauck 67
8.2 Das Institute for Historical Review (IHR) 69
8.3 David Duke 71
8.3.1 David Duke und der politische Anspruch der NPD 76
8.4 William Pierce 77
8.4.1 Die internationalen Verbindungen 79
8.4.2 National Alliance und NPD 81
8.4.2.1 Gemeinsamkeiten 81
9. Ende 84
9.1 Fazit 92
9.2 Schlusswort 95
Literatur/Quellen 96

Automatisiert erstellter Textauszug:

Papiere und Tagebücher von Joseph Goebbels128, den er verehrte. Dieses Vermögen wußte Genoud, der als Holocaustleugner bestritt, Hitler habe willentlich die Judenvernichtung angestrengt, entsprechend einzusetzen. So engagierte er sich aktiv für angeklagte Nazimörder, in dem er u.a. die anwaltliche Vertretung von Adolf Eichmann und Klaus Barbie organisierte.129 Außerdem unterstützte er mit seinen einträglichen Geschäften verschiedene rechtsextremistische Gruppen, wie zum Beispiel die Europäische Neuordnung (ENO) von Gaston Armand Armaudruz und pflegte enge Freundschaften mit ehemaligen SS-Männern wie zum Beispiel Léon Degrelle, den er gemeinsam mit Ahmed Huber im spanischen Exil besuchte. Degrelle war als dekorierter belgischer SS-Offizier wegen Kollaboration mit dem NS-Regime zum Tode verurteilt worden und hatte vom Franco-Regime Asyl erhalten. In Spanien empfing der Verbrecher zahlreiche deutsche Neonazis, wie zum Beispiel Michael Kühnen, die ihn als Ikone verehrten.130 [...]

6.3.4 François Genoud – „Ein Leben zwischen Hitler und Carlos”125 Der Schweizer Genoud ist eine historische Schlüsselfigur, ein Wegbereiter für die Verknüpfung von Nazismus und islamistischen Fundamentalismus. Der Schweizer Altnazi pflegte sowohl die Freundschaft zu braunen „alten Kameraden“ als auch mit algerischen Sozialisten und palästinensischen Marxisten nebst ihren TerrorAbteilungen. Er machte mit ihnen gemeinsame Sache, ohne sich dabei selbst „untreu“ zu werden, denn als einflußreicher Geschäftsmann und glühender Antisemit hatte er seine Finger überall dort mit im Spiel, wo Judenfeinde aktiv waren, egal, unter welchem ideologischen Vorzeichen diese kämpften. Der „Nationalsozialist der ersten Stunde“126 traf als 17jähriger 1932 Hitler, tätigte Geldgeschäfte für die Nationalsozialisten und spionierte während des Zweiten Weltkrieges für die Deutschen. Nach dem Krieg knüpfte er Kontakte zur arabischen Welt – als Bankier wurde Genoud Ende der fünfziger Jahre Mitgeschäftsführer der gerade in Genf gegründeten Arabischen Handelsbank – und unterstützte wie Huber im Algerienkrieg die nationalistische FLN.127 Ein Vermögen verdiente Genoud bis zu seinem Selbstmord als Nachlassverwalter einiger NS-Größen, bzw. als Besitzer des Copyrights zahlreicher persönlicher [...]

Ihre Zweifel gegenüber einer Zusammenarbeit mit den Islamisten bemüht sich Huber auch damit zu zerstreuen, in dem er die verbreitete Holocaustleugnung in der arabischen Welt lobt. „Was die muslimische Welt betrifft, so ist diese in Bezug auf Deutschland selbstverständlich und auch offiziell ganz eindeutig revisionistisch. Der oberste Führer der islamischen Republik Iran, Ajatollah Ali Chamenei, hat dies kürzlich während eines großen Palästina-Kongresses in Teheran in aller Form bestätigt und gesagt: Wir akzeptieren nicht einfach die Behauptungen der Zionisten und der Marxisten über die Kriegsverbrechen des Dritten Reiches. Wir behalten uns vor, diese Dinge differenzierter zu sehen. Die Muslime der Welt haben zum Deutschland der Jahre 1933 bis 1945 schon deshalb ein anderes Verhältnis, weil das Reich lange Zeit erfolgreich gegen deren Kolonialherren kämpfte. Die Muslime werden nie vergessen, dass Deutschland sich mit seiner Wehrmacht konsequent mit den Kolonialmächten England, Frankreich, Belgien und Holland auseinandersetzte.“122 Außerdem habe Chamenei zu verstehen gegeben, dass die Ideologie des „Dritten Reichs” schon damals viele Muslime interessiert und unter ihnen Anhänger gefunden habe, womit er vermutlich auf die Kontakte des Großmuftis von Jerusalem zu Hitler anspielte. Hubers eigenes Verhältnis zum Nationalsozialismus wiederum war entscheidend vom Mufti mitgeprägt worden. In Kairo hatte er ihn selber kennenlernen dürfen. [...]

Arbeit zitieren:
Stern, Ulrich Februar 2003: Die Rolle des Antisemitismus im transatlantischen Netzwerk des neuen Rechtsextremismus und seine Verbindungen zu islamistischen Extremisten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Fundamentalismus, Terrorismus, Judenhass, NPD, 11. September

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren