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Risikoverarbeitung und Risikogenese auf Terminmärkten

Eine Studie zur Funktionsweise eines Marktsegments des finanziellen Sektors

Risikoverarbeitung und Risikogenese auf Terminmärkten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jens-Peter Voßeler
  • Abgabedatum: September 1995
  • Umfang: 63 Seiten
  • Dateigröße: 2,5 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0361-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0361-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0361-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Voßeler, Jens-Peter September 1995: Risikoverarbeitung und Risikogenese auf Terminmärkten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Jens-Peter Voßeler

Problemstellung:

Der Zerfall des Währungssystems fester Wechselkurse von Bretton Woods, fortschreitende Inflationstendenzen, verstärkte Zahlungsbilanzungleichgewichte in der Welt und Technologiesprünge in der Informations- und Kommunikationstechnologie sind nur einige Ursachen, die seit Beginn der 70er Jahre für ausgeprägte Volatilitäten der Zinssätze, Devisen- und Aktienkurse gesorgt haben. Die hierdurch hervorgerufenen wachsenden Preisrisiken auf den internationalen Güter- und Finanzmärkten und der daraus resultierende Absicherungsbedarf von Produzenten und Anlegern haben die Entstehung und Ausbreitung von Finanzinnovationen zur Risikosteuerung, wie Optionen und Futures, ausgelöst.

Mit dieser Arbeit werden drei Ziele verfolgt:

Anfangs wird dargestellt, wie diese Finanzinnovationen im Hinblick auf die Risikosteuerung funktionieren und damit eine effizientere Risikoallokation ermöglichen.

Das nächste Ziel der Arbeit besteht darin, die Frage zu klären, ob nicht durch den Handel mit Optionen und Futures, der eigentlich der Risikoabsicherung dient, selbst erhöhte Risiken verbunden sind.

Zum Abschluss wird anhand der Funktionsweise der Terminmärkte auf die häufig in der Öffentlichkeit negative Einstellung zu Optionen und Futures eingegangen. Einige Kritiker beharren af dem Vorwurf Optionen und Futures auf Terminmärkten seien nichts weiter als Glücksspiele für Spekulanten. Somit lägen sie nicht über dem Niveau von Spielkasinos und könnten negative Folgen für eine Volkswirtschaft haben. Dieser Vorwurf soll widerlegt werden.

Gang der Untersuchung:

Nach der Einleitung wird im zweiten Kapitel die Systematisierung finanzieller Märkte nach der zeitlichen Leistungsverpflichtung vorgenommen. Anschließend werden die unterschiedlichen Marktteilnehmer und ihre jeweiligen Motive für ein Engagement auf dem Markt herausgearbeitet.

Im dritten Kapitel wird zunächst auf den Risikobegriff und später auf den Begriff der Risikoverarbeitung eingegangen. Die Risikoverarbeitung stellt im vorliegenden Zusammenhang eine Maßnahme der Risikokompensation dar, wie es das Hedging über Terminmärkte zeigt. Zum Ende dieses Kapitels werden die grundlegenden Aspekte bei der Durchführung eines Hedge dargestellt, um deutlich zu machen, wie viele Faktoren beim erfolgreichen Hedging eine Rolle spielen.

Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit der Risikogenese durch den Handel mit Derivaten. Zur Behandlung dieses Aspekts werden zwei Beispiele aus der Praxis herangezogen, die die Gefahren und Risiken im Umgang mit derivativen Instrumenten verdeutlichen. Ein Beispiel stellen die Milliarden-Verluste der Metallgesellschaft aus derivativen Ölgeschäften dar, ein anderes Beispiel beschreibt den Zusammenbruch der Barings Bank. Diese beiden Vorfälle eignen sich hervorragend, um zu zeigen, dass unterschiedliche Ursachen im Geschäft mit Derivaten existieren, die zu einer Unternehmenskrise führen können.

Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet das fünfte Kapitel. In diesem wird die Funktionsweise von Terminmärkten mit Hilfe verschiedener Aspekte herausgearbeitet. Zunächst wird auf die gesamtwirtschaftlichen Funktionen eingegangen. Diese werden vor dem Hintergrund des Konzepts der Kapitalmarkteffizienz aufgezeigt. Anschließend wird am Beispiel des Finanzplatzes Deutschland gezeigt, welche Bedeutung einem nationalen Terminmarkt hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit zukommt. In einem weiteren Aspekt werden die Auswirkungen der Terminmärkte auf die Geldpolitik untersucht. Zum Abschluss dieses Kapitels findet eine umfangreiche Betrachtung in bezug auf die lnterdependenzen zwischen Kassa- und Terminmarkt statt.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 1
1.2 Gang der Untersuchung 1
2. Systematisierung finanzieller Märkte nach zeitlicher Leistungsverpflichtung und Darstellung institutioneller Rahmenbedingungen auf Terminmärkten 3
2.1 Überblick 3
2.2 Systematisierung finanzieller Märkte nach Zeitlicher Leistungsverpflichtung 3
2.2.1 Kassamarkt 3
2.2.2 Terminmarkt 3
2.2.2.1 Unbedingte Terminmärkte 4
2.2.2.2 Bedingte Terminmärkte 5
2.3 Darstellung institutioneller Rahmenbedingungen von Terminmärkten 6
2.3.1 Einteilung der Marktteilnehmer nach ihrem Geschäftsmotiv 6
2.3.1.1 Hedger 6
2.3.1.2 Spekulanten 6
2.3.1.3 Arbitrageure 6
2.3.2 Clearing - House als Organisationsstelle einer Terminbörse 7
2.3.3 Grundzüge des Margin - Systems 7
3. Abgrenzung des Risikobegriffs, Erläuterung der Risikoverarbeitung und Hedging als Risikokompensationsinstrument für das Risikomanagement 8
3.1 Überblick 9
3.2 Betriebswirtschahlicher Risikobegriff 9
3.3 Erläuterung des Begriffs der Risikoverarbeitung unter besonderer Berücksichtigung der Risikokompensation als externe Maßnahme der Risikobehandlung 9
3.4 Hedging als Risikokompensationsinstrument für das Risikomanagement 10
3.4.1 Allgemeines zum Hedging 10
3.4.2 Long und Short Hedge als Grundtypen des Hedging 11
3.4.3 Grundlegende Aspekte bei der Durchführung eines Hedge 11
3.4.3.1 Analyse der Marktentwicklung und Risikoanalyse der bestehenden oder einzugebenden Kassaposition 11
3.4.3.2 Kriterien für die Auswahl des Hedge Kontrakts 12
3.4.3.3 Wahl der geeigneten Laufzeit des Kontrakts 13
3.4.3.4 Messung des Hedgeresultats und das Restrisiko einer Hedgeposition 13
4. Risikogenese durch den Handel mit Derivaten 15
4.1 Überblick 15
4.2 Risikoentstehung auf Terminmärkten durch das Kontrahentenausfall -und Basisrisiko durch Inkongruenzen der Laufzeiten geschildert am Beispiel der Krise der Metallgesellschaft 15
4.3 Risikoentstehung durch Versagen des internen Kontrollmechanismus und durch Spekulation verdeutlicht anhand der Barings Pleite 17
4.3.1 Schilderung der Vorfälle, die zum Zusammenbruch der Barings Bank führten 17
4.3.2 Analyse der Ursachen sowie Reaktionen der internationalen Aktien - und Devisenmärkte nach diesem Vorfall 17
4.3.3 Diskussion zur Fragestellung, ob ähnliche Fälle wie der Zusammenbruch der Barings Bank in Deutschland möglich wären 19
5. Funktionsweise der Terminmärkte 20
5.1 Überblick 20
5.2 Funktionen der Terminmärkte vor dem Hintergrund des Konzepts der Kapitalmarkteffizienz 21
5.2.1 Konzept der Kapitalmarkteffizienz 21
5.2.2 Funktion der Risiko - und Allokationseffizienz 22
5.2.3 Wohlfahrtsaspekte einer Verbesserung der Risiko - und Allokationseffizienz 23
5.2.4 Grundgedanke der Informationseffizienz 24
5.2.5 Funktion der Informationseffizienz 24
5.2.6 Funktion der Reduktion der Transaktionskosten 25
5.2.7 Funktion der Liquidität 26
5.3 Auswirkungen der Terminmärkte auf die Geldpolitik 27
5.3.1 Allgemeines 27
5.3.2 Probleme einer auf der Steuerung der Zentralbankgeldmenge beruhenden Geldpolitik verdeutlicht durch die Quantitätsgleichung 27
5.4 Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Deutschland 30
5.5 Berücksichtigung von Interdependenzen zwischen Kassa - und Terminmarkt 31
5.5.1 Einheitsmarkthypothese 31
5.5.2 Auswirkungen auf die Kursvolatilität auf den Kassamärkten vor dem Hintergrund des Stabilitätsaspekts 32
5.5.2.1 Wirkung der Spekulation 32
5.5.2.2 Empirische Untersuchungen zur Klärung des Stabilitätsaspekts 33
5.5.3 Betrachtung des Auftretens von Rückwirkungseffekten 34
5.5.4 Zusammenspiel von Aktien - und Terminmärkten in Krisensituationen: Auswertung der Ereignisse während des Börsencrash von 1987 35
5.5.4.1 Allgemeines 35
5.5.4.2 Chronologie der Ereignisse 36
5.5.4.3 Darstellung der Ursachen für den Börsencrash mittels der Auffassungen der BRADY - Kommission 36
5.5.4.4 Ansatz der spekulativen Blase zur Begründung des Börsencrash 37
5.5.4.5 20. Oktober 1987 - Die Terminbörse wendet eine weitere Katastrophe ab 38
6. Schlussbetrachtung 39
Anhang 41
Literaturverzeichnis 49

Arbeit zitieren:
Voßeler, Jens-Peter September 1995: Risikoverarbeitung und Risikogenese auf Terminmärkten, Hamburg: Diplomica Verlag

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