Risikomanagementsysteme
Eine empirische Studie zum aktuellen Stand der Integration in deutschen und internationalen Unternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Nicole Tritschler
- Abgabedatum: Mai 2001
- Umfang: 86 Seiten
- Dateigröße: 679,0 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Pforzheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4454-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4454-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4454-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Tritschler, Nicole Mai 2001: Risikomanagementsysteme, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kontrag, Risiko, Risikoanalyse, Risikomanagement, Studie
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Diplomarbeit von Nicole Tritschler
Einleitung:
Das unternehmerische Risikomanagement hat in jüngerer Zeit stark an Bedeutung gewonnen. Die veränderten Rahmenbedingungen durch die zunehmende Globalisierung des Wettbewerbs und der unternehmerischen Tätigkeit haben die Unternehmen dazu bewegt, Strukturen ihres Risikomanagements kritisch zu überprüfen und mit aktuellen Anforderungen zu vergleichen. Empirische Untersuchungen zum Risikomanagement sind nicht nur von wissenschaftlichem Interesse. Da es aus theoretischer Sicht bislang keine klaren und eindeutigen Aussagen darüber gibt, wie Unternehmungen ihr Risikomanagement im einzelnen ausgestalten sollen, geben die empirischen Studien den verantwortlichen Führungskräften zumindest Anhaltspunkte über die derzeit vorherrschenden Praktiken in anderen Unternehmungen.
Mit der vorliegenden Arbeit soll der aktuelle Stand der Integration von Risikomanagementsystemen in deutschen und internationalen Unternehmen untersucht werden. Sie basiert auf einer umfassenden empirischen Untersuchung, die Ende 2000 bis Anfang 2001 durchgeführt wurde.
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit gliedert sich in vier Kapitel. Im ersten Kapitel wird auf die Problemstellung und Zielsetzung dieser Arbeit näher eingegangen. Die Grundlagen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) bilden dabei den Rahmen dieses Manuskripts. Ein gemeinsames Grundverständnis der zentralen Begriffe wird ebenfalls geschaffen.
Kapitel 2 geht auf die Grundlagen des Risikomanagements ein. Weiterhin wird das Risikomanagementsystem in Form eines Risikomanagement-Prozesses dargestellt. Der Risikomanagement-Prozeß teilt sich in die Phasen Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und Risikocontrolling auf. Die Unternehmens- bzw. Risikostrategie bildet dabei die Voraussetzung eines erfolgreichen Risikomanagementsystems. Ferner werden die Systemgestaltung und die IT-Unterstützung des Risikomanagements erläutert. Den Schwerpunkt der Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung bilden ausgewählte Verfahren, die in der Untersuchung im dritten Kapitel dieser Arbeit von Bedeutung sind.
Zu Beginn des dritten Kapitels wird die Methodik der Untersuchung vorgestellt und der Aufbau der Studie erläutert. Dabei baut die Studie auf den theoretischen Grundlagen des zweiten Kapitels auf. Die empirischen Ergebnisse der Risikomanagementsystem-Studie stellen den Schwerpunkt dieses Kapitels dar. Die Arbeit endet mit einer zusammengefassten Darstellung der Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Kapitel 1: Einleitung | 1 | |
| A. | Aufbau der Arbeit | 1 |
| B. | Problemstellung und Zielsetzung | 1 |
| C. | Grundlagen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) | 2 |
| D. | Begriffsbestimmung | 4 |
| I. | Risikobegriff | 4 |
| II. | Risikomanagement | 5 |
| Kapitel 2: Der Risikomanagement-Prozeß | 6 | |
| A. | Grundlagen des Risikomanagements | 6 |
| B. | Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems | 7 |
| I. | Unternehmens- bzw. Risikostrategie als Voraussetzung eines erfolgreichen Risikomanagementsystems | 8 |
| II. | Risikoidentifikation | 9 |
| 1. | Vorbemerkung | 9 |
| 2. | Klassifikation von Risiken | 10 |
| 3. | Frühwarnsysteme als Instrument der Risikoidentifikation | 11 |
| 3.1 | Ausgewählte Beispiele von Prognoseverfahren im strategischen Bereich | 12 |
| 3.2 | Ausgewählte Beispiele von Prognoseverfahren im operativen Bereich | 14 |
| III. | Risikoanalyse und Risikobewertung | 15 |
| 1. | Vorbemerkung | 15 |
| 2. | Ausgewählte Verfahren der Risikoanalyse | 16 |
| 3. | Ausgewählte Verfahren der Risikobewertung | 17 |
| IV. | Risikosteuerung | 19 |
| V. | Risikocontrolling | 21 |
| VI. | Systemgestaltung | 22 |
| 1. | Vorbemerkung | 22 |
| 2. | Risikokommunikation | 22 |
| 3. | Zuordnung von Verantwortlichkeiten | 23 |
| 4. | Risikodokumentation | 23 |
| 5. | Organisation des Risikomanagements | 26 |
| 5.1 | Risikopolitik | 26 |
| 5.2 | Risikokultur | 27 |
| 6. | Überwachung des Risikomanagements | 28 |
| 7. | Schwellenwerte | 29 |
| 8. | Identifikation von Risiken | 30 |
| C. | IT-Unterstützung des Risikomanagements | 30 |
| Kapitel 3: Die Risikomanagementsystem-Studie | 32 | |
| A. | Methodik der Untersuchung | 32 |
| B. | Empirische Ergebnisse | 35 |
| I. | Aufbau der Studie | 35 |
| II. | Der Risikomanagement-Prozeß | 35 |
| 1. | Vorbemerkung | 35 |
| 2. | Unternehmens- bzw. Risikostrategie als Voraussetzung eines erfolgreichen Risikomanagements | 36 |
| 3. | Frühwarnsysteme als Instrument der Risikoidentifikation | 39 |
| 4. | Risikoanalyse und Risikobewertung | 40 |
| 5. | Risikosteuerung | 42 |
| 6. | Risikocontrolling | 45 |
| III. | Systemgestaltung | 46 |
| 1. | Risikokommunikation | 46 |
| 2. | Zuordnung von Verantwortlichkeiten | 48 |
| 3. | Risikodokumentation | 49 |
| 4. | Organisation des Risikomanagements | 51 |
| 4.1 | Risikopolitik | 53 |
| 4.2 | Risikokultur | 54 |
| 5. | Überwachung des Risikomanagements | 55 |
| 6. | Schwellenwerte | 55 |
| 7. | Vollständige Identifikation von Risiken | 57 |
| IV. | IT-Unterstützung des Risikomanagements | 58 |
| V. | Empfehlungen | 59 |
| 1. | Unternehmensstrategie und Risikostrategie | 59 |
| 2. | Zielgerichtetes Projektmanagement | 59 |
| 3. | Risikowahrnehmung | 59 |
| 4. | Entwicklung einer Kommunikationsstruktur | 60 |
| 5. | Zuordnung von Verantwortlichkeiten | 60 |
| 6. | Überwachung des Risikomanagementsystems | 61 |
| Kapitel 4: Zusammenfassung | 62 | |
| Literaturverzeichnis | 66 | |
| Anlage 1: Fragenkatalog der Risikomanagement-Studie | 70 |
verdeutlichen. Im Rahmen der Implementierung und Gestaltung des Risikomanagements erfüllt die Interne Revision vorwiegend beratende, koordinierende und dokumentierende Aufgaben und unterstützt folglich verantwortliche Fachbereiche.92 Die Entwicklung und Installation von Risikomanagementsystemen sind nicht Bestandteile der Internen Revision. Ihr Ziel ist es vielmehr, die Funktionstüchtigkeit der in den operativen Geschäftseinheiten vorhandener Risikomanagementsysteme zu beurteilen. Die Überwachung erfolgt auf der Systemebene und stellt aus diesem Grund auch eine Systemprüfung dar. In diesem Punkt ist die interne Prüfung mit der externen Prüfung vergleichbar. Die Prüfungspraxis zeigt, daß nicht jedes Unternehmen eine Interne Revision eingerichtet hat, da diese erst ab einer bestimmten Unternehmensgröße vorgegeben sein muß. In diesem Fall ist es ratsam, daß ein fachlich qualifizierter Risikobeauftragter ernannt wird, der die Funktion der Internen Revision übernimmt und direkt der Geschäftsleitung berichtet.93 Soweit keine Interne Revision vorhanden ist, sind entsprechende Maßnahmen (z.B. Outsourcing) zu treffen. [...]
5.2 Risikokultur Die Risikokultur wird als „gemeinsames, grundlegendes Normen und Wertegerüst“85 des Unternehmens verstanden. Die Risikokultur bildet die Basis für die Handhabung von Risiken. Die Risikokultur hängt zum einen von der Unternehmensphilosophie ab, die von der Unternehmensleitung durch Unternehmensleitsätze vorgegeben wird. Zum anderen wird sie vom Führungssystem und Führungsstil beeinflußt. Weiterhin fördert sie die Bereitschaft, Risiken im Unternehmen bewußt wahrzunehmen. Die Risikokultur bestimmt darüber hinaus die Art und Weise, wie über Risiken kommuniziert wird. Dies setzt voraus, daß offen über Risiken gesprochen wird, um die Handhabungsoder Abwehrstrategien rechtzeitig zu planen und umzusetzen.86 Eine offene Kommunikation hat in diesem Zusammenhang den Vorteil, daß Risiken früher erkannt werden und die sich hieraus ergebenen Chancen genutzt werden können. Hierzu bieten Incentiveregelungen eine gute Möglichkeit, die Bereitschaft zur Risikoübernahme zu fördern.87 Die Risikokultur hat somit entscheidenden Einfluß auf den Erfolg des gesamten Risikomanagements eines [...]
5. Organisation des Risikomanagements Die Risikomanagement-Organisation schafft den aufbauorganisatorischen Rahmen im Unternehmen, d.h. die entsprechenden Strukturen für wirkungsvolles Risikomanagement.79 Dabei ist es erforderlich jedem Mitarbeiter Informationen vollständig, rechtzeitig, funktionsübergreifend und unbeeinflußt top-down als auch bottom-up zur Verfügung zu stellen.80 Die Risikomanagement-Organisation ermöglicht und unterstützt risikoadäquate Reaktionen der Entscheidungsträger im täglichen Unternehmensgeschehen. Die übergeordneten Unternehmens- und Geschäftsziele bilden dabei die Basis der Risikomanagement-Organisation. Die Aufgaben des Risikomanagements sollten in einer zentralen Stelle (Stabstelle) direkt an die Unternehmensleitung angebunden sein. Somit kann zum einen die Unternehmensleitung die direkte Verantwortung für das Risikomanagement übernehmen und ihre Sorgfaltspflicht im Rahmen der Geschäftsführung sichern. Zum anderen kann ein organisatorisch adäquater Berichtsempfänger geschaffen werden, der zentral eine unabhängige und objektive Berichterstattung an die verantwortlichen Organe gewährleistet. Grundsätzlich hat die Stabstelle im Rahmen ihrer Aufgabe in regelmäßigen Zeitabständen einen Risikobericht an den Vorstand zu liefern. Die Unternehmensleitung hat durch Zielvorgaben und durch eine geeignete Kontrolle sicherzustellen, daß die von ihr delegierten Aufgaben im Unternehmen durchgeführt werden.81 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832444549
Arbeit zitieren:
Tritschler, Nicole Mai 2001: Risikomanagementsysteme, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kontrag, Risiko, Risikoanalyse, Risikomanagement, Studie



