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Risikomanagement in Supply Chain Netzwerken

Risikomanagement in Supply Chain Netzwerken
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Josef Asanger, Hannes Freinberger
  • Abgabedatum: Januar 2004
  • Umfang: 174 Seiten
  • Dateigröße: 2,3 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7750-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7750-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7750-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Josef Asanger, Hannes Freinberger Januar 2004: Risikomanagement in Supply Chain Netzwerken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Risikoart, Risikobewältigung, Qualitätsmanagement, Controlling, Nachfragerisiko

Diplomarbeit von Josef Asanger, Hannes Freinberger

Zusammenfassung:

Das zunehmende Interesse an Unternehmensnetzwerken wird vorwiegend auf Veränderungen der Wettbewerbsbedingungen zurückgeführt. Darunter fallen etwa die wachsende Geschwindigkeit des technologischen Wandels, die größere Verfügbarkeit von Informationen und gestiegene Kundenanforderungen. Die Organisationsform von Supply Chain Netzwerken ist besonders geeignet, um im veränderten Wettbewerbsumfeld qualitativ hochwertige Leistungen schnell und flexibel zu erstellen. Zur Erreichung von Wettbewerbsvorteilen in Netzwerken trägt vor allem eine verbesserte logistische Leistungserstellung bei.

Im Zuge der zunehmenden Fokussierung vieler Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen und der damit verbundenen Auslagerung von Leistungen an Zulieferer, bedarf es eines koordinierenden Managements zwischen diesen Unternehmungen. Auch die wachsende internationale Zusammenarbeit trägt zu diesem Phänomen bei. Der Forderung nach unternehmensübergreifender Integration wurde neue Aufmerksamkeit durch das Konzept des Supply Chain Managements zuteil.

Einerseits gelingt es durch Supply Chain Management Probleme gemeinsam zu lösen, andererseits entstehen durch die Kooperation neue Risiken und Abhängigkeiten.

Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, den systematischen Ansatz des Risikomanagements in Supply Chain Netzwerke einzubinden. Dabei soll mittels der Instrumente des Risikomanagements gezeigt werden, inwieweit Supply Chain Netzwerke von Risiken betroffen sind und mit welchen Methoden sich jene Risiken bewältigen lassen. Der Fokus dieser Arbeit liegt dabei nicht auf branchenspezifischen Risiken, sondern auf einer generellen Betrachtungsweise.

Der Hauptteil der Arbeit folgt einem dreidimensionalen Modell, welches von Lindroth/Norrman entwickelt wurde. Ein Ziel dieser Arbeit ist es, diesen Ansatz weiter zu entwickeln, indem verschiedene Risikoarten beschrieben und Instrumente des Risikomanagements integriert werden. Die Risiken folgen einer Systematisierung, die es ermöglichen soll, diese anhand ihres Auftretens an bestimmten Schnittstellen zu kategorisieren.

Im Zuge der Risikobewältigung war es das Ziel, durch bewährte Managementinstrumente Lösungsansätze zur Reduzierung von Risiken in Supply Chain Netzwerken darzustellen.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 1
1. Einführung in die Problematik 2
1.1 Ziele der Arbeit 2
1.2 Vorgehensweise 3
2. Grundlagen der Arbeit 4
2.1 Der Begriff Management 4
2.1.1 Historische Entwicklung des Managements 4
2.1.2 Definitionen des Begriffs Management 5
2.2 Einführung in das Risikomanagement 9
2.2.1 Historische Entwicklung des Risikomanagements 10
2.2.2 Definition Risikomanagement 11
2.2.3 Ziele des Risikomanagements 12
2.2.4 Risikoarten 13
2.2.5 Bausteine des Risikomanagements 15
2.2.5.1 Risikocontrolling 15
2.2.5.2 Risikoanalyse 20
2.2.5.3 Risikobewältigung 24
2.2.5.4 Risikopolitik 30
2.3 Grundlagen des Supply Chain Managements 33
2.3.1 Logistik 33
2.3.1.1 Entstehung des Begriffs Logistik 33
2.3.1.2 Definitionen des Begriffs Logistik 34
2.3.2 Supply Chain 36
2.3.2.1 Netzwerke 37
2.3.2.2 Interorganisationale Netzwerke 39
2.3.2.3 Abhängigkeiten in Supply Chain Netzwerken 41
2.3.3 Supply Chain Management 44
2.3.3.1 Definitionen des Supply Chain Managements 44
2.3.3.2 Abgrenzung Logistikmanagement - Supply Chain Management 45
2.3.3.3 Entwicklung des Supply Chain Managements 46
2.3.3.4 Ziele des Supply Chain Managements 47
2.3.3.5 Erfolgsfaktoren des Supply Chain Management 49
2.3.3.6 Der Bullwhip Effekt 52
2.4 Qualitätsmanagement 54
2.4.1 Entwicklung des Qualitätsmanagements 54
2.4.2 Phasen des Qualitätsmanagements 55
3. Risikomanagement in Supply Chain Netzwerken 58
3.1 Die drei Dimensionen des Risikomanagements in Supply Chain Netzwerken 58
3.1.1.1 Dimension der Risikoarten 59
3.1.2.2 Dimension der Wertkette 62
3.1.3.3 Dimension des Risikomanagements 62
3.2 Arten von Risiken in Supply Chain Netzwerken 62
3.2.1 Risiken der Leistungserstellung 64
3.2.1.1 Durchlaufzeitrisiko 64
3.2.1.2 Kapazitätsengpaß 65
3.2.1.3 Bestandsrisiken 66
3.2.1.4 Qualitätsrisiko 67
3.2.1.5 Fehlmengenrisiko 69
3.2.1.6 Transportrisiken 70
3.2.2 Kooperations- und Koordinationsrisiken 72
3.2.2.1 Finanzielle Risiken 72
3.2.2.2 Informationsflußrisiken 75
3.2.2.3 Kooperationsrisiko 81
3.2.2.4 Prognose- und Planungsrisiken 84
3.2.2.5 Risiko der Kostenreduktion 85
3.2.2.6 Risiken in Forschung und Entwicklung 86
3.2.2.7 Unfaire Gewinnverteilung 88
3.2.2.8 Rechtliche Risiken 91
3.2.3 Externe Risiken 92
3.2.3.1 Naturkatastrophen 92
3.2.3.2 Politische Risiken 94
3.2.3.3 Terrorrisiko 96
3.2.4 Absatzrisiken 99
3.2.4.1 Konkurrenzrisiko 99
3.2.4.2 Nachfragerisiko 101
3.3 Die Bedeutung der Dimension der Wertkette für das Risikomanagement 102
3.3.1.1 Risikofluß unter teilender Abhängigkeit 103
3.3.1.2 Risikofluß unter sequentieller Abhängigkeit 104
3.3.1.3 Risikofluß unter reziproker Abhängigkeit 106
3.4 Dimension des Risikomanagements in Supply Chain Netzwerken 107
3.4.1 Identifikation von Risiken in Supply Chains 107
3.4.2 Bewertung von Risiken in Supply Chains 109
3.4.3 Risiko Ranking 111
3.4.4 Lösungsansätze zur Bewältigung von Risiken in Supply Chain Netzwerken 111
3.4.4.1 Life Cycle Management 112
3.4.4.2 Concurrent Engineering 114
3.4.4.3 Supply Chain Controlling 123
3.4.4.4 Qualitätsmanagement in Supply Chain Netzwerken 139
4. Zusammenfassende Darstellung der Arbeit 148
5. Abstract 150
Literaturverzeichnis 151

Automatisiert erstellter Textauszug:

Üblicherweise werden durch die Installation von EDI-Systemen papierbasierte Systeme ersetzt. Dadurch besteht aber die Gefahr, daß die Möglichkeiten, welche moderne EDI-Software bietet, nicht in vollem Umfang ausgenützt werden. So werden z.B. eingehende EDI Meldungen manuell bearbeitet, d.h. die Meldung wird gedruckt, um danach in eine andere Anwendung eingegeben werden zu können. Dieser Ablauf bringt keine wesentlichen Effizienzverbesserungen, sondern birgt eher Potential für weitere Fehler und neue Risiken Es zeigt sich also, daß eine Neustrukturierung der Geschäftsabläufe und die technische Integration des EDI-Systems in bereits bestehende EDV entscheidend für das Vermeiden und die Bewältigung organisatorischer EDI-Risiken sind. Dies gilt vor allem für eine innovative Einführung von EDI in einem Unternehmen. Allerdings birgt aber auch eine erfolgreiche und umfassende Integration von EDI in die Geschäftsprozesse ein Risiko. Die Abhängigkeit von der Zuverlässigkeit des Systems steigt mit zunehmendem Grad an Substitution manueller Aufgaben. Weiters besteht das Risiko, daß bestehende Fehler im Geschäftsablauf durch den Einsatz von EDI automatisiert werden.194 [...]

Datenbanken zählen üblicherweise zu den am häufigsten geteilten Informationssystemen. Diese kommen vor allem in den Bereichen elektronischer Reservierungs- und Buchungssysteme und im Versicherungswesen zum Einsatz. Die wichtigsten Gründe für deren Einsatz sind das gemeinsame Tragen von Kosten, Risiken und Skalenerträgen. In der Regel steigt der Wert der gemeinsam benutzten Ressource mit der Anzahl der teilnehmenden Partner. Dabei können die Partner durchaus Konkurrenten innerhalb einer Branche sein, wie dies etwa bei Reisebüros der Fall ist. Auch Unternehmungen, welche nicht direkt konkurrieren, nutzen gemeinsame IT-Ressourcen, wie die jüngste Entwicklung bei der Etablierung von gemeinsamen Reservierungssystemen für Hotellerie, Autovermietungen, Vergnügungseinrichtungen und Fluglinien zeigt. • Informationssysteme unter sequentieller Abhängigkeit [...]

Besonders gefährlich ist das Zulieferrisiko in erster Linie bei der Neugründung einer Zuliefer–Abnehmer Beziehung. Je länger die Unternehmen zusammenarbeiten, desto mehr steigt auch das Vertrauen und die Verläßlichkeit in die Beziehung. Dies kann aber häufig weitere Probleme mit sich bringen, da bereits offenkundige finanzielle Schwierigkeiten des Partners unterschätzt werden. Manche beteiligte Manager ignorieren klare Warnsignale und hoffen darauf, daß die Probleme des Partners wieder vorübergehen.183 Die Ausprägung dieses Risikos spitzt sich zu, wenn Personengesellschaften mit vielleicht nur einem Gesellschafter in der Supply Chain integriert sind. Sollte diese eine Person nicht fähig sein, ein Unernehmen wirtschaftlich zu führen, oder nicht in der Lage sein, wichtige Entscheidungen zu treffen, so hängt die Aufrechterhaltung der gesamten Supply Chain nur von dieser einen Person ab.184 Kann diesem Unternehmen durch die Supply Chain oder andere Partnerfirmen wirtschaftlich nicht mehr geholfen werden, so müssen alternative Zulieferer gefunden werden. Die Suche nach einem neuen Zulieferer und die Unkenntnis dieser birgt neuerlich Risiken in sich. Weiters sind hochspezialisierte Hersteller von Komponenten, die den Großteil ihres Umsatzes mit nur wenigen Kunden abwickeln, besonders von diesem Risiko betroffen. In diesem Fall kann nämlich durch den Zahlungsausfall nur eines Kunden, welcher nicht in der Supply Chain integriert ist, die Liquidität und sogar die Existenz des Partners gefährdet sein. Hier gilt es also, die generelle Marktstellung und auch die Kundenstruktur von kleineren Supply Chain Partnern einer gründlichen Prüfung zu unterziehen. [...]

Arbeit zitieren:
Josef Asanger, Hannes Freinberger Januar 2004: Risikomanagement in Supply Chain Netzwerken, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Risikoart, Risikobewältigung, Qualitätsmanagement, Controlling, Nachfragerisiko

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