Risiken und Werthaltigkeit von Time-Sharing-Beteiligungen am Beispiel von Ferienwohnungen in Spanien
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ralph Schwerzel
- Abgabedatum: Oktober 2002
- Umfang: 66 Seiten
- Dateigröße: 625,2 KB
- Note: 2,5
- Institution / Hochschule: Hessische Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6421-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6421-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6421-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schwerzel, Ralph Oktober 2002: Risiken und Werthaltigkeit von Time-Sharing-Beteiligungen am Beispiel von Ferienwohnungen in Spanien, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Investitionsentscheidung, Finanzbedarfsplanung, Investitionsalternativen, Immoblilie
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Diplomarbeit von Ralph Schwerzel
Einleitung:
Time-Sharing ist eine Urlaubsform, die in den letzten Jahren verstärkt an Verbreitung gewonnen hat, die aber auch Diskussionen ausgelöst und Probleme aufgeworfen hat. Time-Sharing wird häufig als Alternative zu Pauschalurlaub, Anmietung einer Ferienwohnung oder dem Erwerb einer eigenen Immobilie genannt. Die Frage, ob diese Urlaubsform tatsächlich eine Alternative zu den bislang bewährten Urlaubsarten darstellt, wird in der vorliegenden Arbeit ausführlich erörtert.
In der bisher veröffentlichten Literatur wird Time-Sharing an Ferienimmobilien überwiegend juristisch betrachtet, betriebs- oder volkswirtschaftliche Bewertungen der Time-Sharing-Industrie sind nur selten zu finden. Ziel war es deshalb, eine problemorientierte Grundlagenarbeit über das „Phänomen Time-Sharing“ zu erstellen und nicht auf die mit dem Time-Sharing verbundenen Rechtsprobleme einzugehen, sondern lediglich die ökonomischen Risiken des Time-Sharing im Vergleich zu anderen Urlaubsformen zu analysieren, mit dem Ziel, die Effizienz der Tourismus-alternative zu beurteilen.
Hauptbestandteil dieser Untersuchung ist die Frage, welche Kosten und Risiken mit dem Erwerb sowie der Nutzung eines Time-Sharing-Rechts im Vergleich zu den herkömmlichen Urlaubsformen verbunden sind, um die propagierten Vorteile der Time-Sharing-Anbieter auf ihre Werthaltigkeit zu hinterfragen.
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit gliedert sich in sieben Teile. Der erste Teil besteht aus einer Einführung und befasst sich mit einer Darstellung der dem Time-Sharing zugrunde liegenden Idee sowie der Erläuterung der verwendeten Begriffe. Im zweiten Teil wird die Definition sowie die verschiedenen Formen des Time-Sharing vorgestellt. Der dritte Teil widmet sich grundsätzlich den Kosten, die mit dem Time-Sharing verbunden sind. Die Risiken sowie die Rechte werden im vierten Teil erläutert. Im fünften Teil wird die Werthaltigheit von Time-Sharing-Beteiligungen aufgeführt. Anhand des Beispieles Ferienwohnungen in Spanien, wird im sechsten Teil, die Investitionsentscheidungen sowie die Finanzbedarfsplanung dargestellt. Die Untersuchungen sowie die Ergebnisse werden im siebten Teil zusammenfassend gewürdigt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Darlegung der Vorgehensweise | 2 |
| 2. | Definition und Formen des Time-Sharing | 3 |
| 2.1 | Definition von Time-Sharing | 4 |
| 2.2 | Formen des Time-Sharing | 7 |
| 2.3 | Wirtschaftliche Bedeutung des Time-Sharing | 9 |
| 3. | Kosten des Time-Sharing | 11 |
| 3.1 | Vertragsanbahnung | 13 |
| 3.2 | Erwerbskosten | 14 |
| 3.3 | Nebenkosten für die Verwaltung des Gemeinschaftseigentums | 15 |
| 3.4 | Tauschpoolgebühren | 17 |
| 3.5 | Kosten für Instandhaltung und Sanierung | 19 |
| 4. | Risiken des Time-Sharing | 20 |
| 4.1 | Rechtsqualität des Nutzungsrechtes | 20 |
| 4.2 | Marktrisiken | 22 |
| 4.3 | Bauqualität | 23 |
| 4.4 | Qualitätsverschlechterung | 24 |
| 4.5 | Einschränkung der Übertragbarkeit des Rechts | 25 |
| 4.6 | Insolvenzrisiko | 25 |
| 4.7 | Auslandsrisiko | 26 |
| 4.8 | Erstarrung der Flexibilität | 27 |
| 4.9 | Steuerschuld | 27 |
| 5. | Werthaltigkeit von Time-Sharing-Beteiligungen | 28 |
| 5.1 | Preisanpassung (für Serviceleistungen) | 28 |
| 5.2 | Verkauf des Nutzungsrechtes | 28 |
| 6. | Beispiel: Ferienwohnungen in Spanien | 29 |
| 6.1 | Investitionsentscheidung | 29 |
| 6.2 | Finanzbedarfsplanung | 30 |
| 6.2.1 | Ermittlung des Kapitalbedarfs | 30 |
| 6.2.2 | Finanzierungsrisiken | 32 |
| 6.3 | Investitionsalternativen | 32 |
| 6.3.1 | Kauf einer eigenen Immobilie | 32 |
| 6.3.2 | Anmietung einer Ferienwohnung | 33 |
| 6.3.3 | Pauschalurlaub | 33 |
| 6.4 | Vergleich der Investitionsalternativen | 34 |
| 7. | Zusammenfassung und Ausblick | 40 |
| Anhang | 44 | |
| Literaturverzeichnis | 59 |
Sharing-Anteile erfahrungsgemäß im Vergleich zu der eingesetzten Kapitalinvestition niedrig ist113. Insgesamt wird damit gerechnet, dass unseriöse und kriminelle Anbieter mangels entsprechender Nachfrage aus dem Markt gedrängt werden und es somit durch eine Selbstreinigung der Time-Sharing-Branche zu einer Marktneuordnung kommt114. Aufgrund dieser konkurrenzbedingten Umstrukturierung wird vermutet, dass die Zahl der Anbieterinsolvenzen zunehmen wird, so dass eine Vielzahl von Time-Sharern mit dem Verlust ihrer Nutzungsrechte sowie des eingesetzten Kapitals rechnen müssen115. 4.7 Auslandsrisiko Als weiteres Risiko bei der Internationalität besteht für den Erwerber die Schwierigkeit, dass er sich nur mit erheblichem Aufwand über die Rechtslage informieren kann und ein Unsicherheitsrisiko im Hinblick auf die richtige Einschätzung derselben verbleibt. Oft werden dem Erwerber eine Berufung auf Regelungen des deutschen Verbraucherschutzes versprochen und stattdessen in den AGB eine Rechtsordnung vereinbart, welche außerhalb des Hoheitsgebietes der Richtlinien-Kompetenz der EU liegt116 und daher oft keinen adäquaten Verbraucherschutz zur Verfügung stellt117. Für den Verbraucher ist das Risiko nicht unmittelbar erkennbar, vielmehr wird er regelmäßig aufgrund der Abwicklung des Rechtsgeschäfts118 von der Geltung deutschen Rechts und der Zuständigkeit der deutschen Gerichtsbarkeit ausgehen. [...]
will109. Aufgrund des Mobilitätsinteresses der Erwerber werden jedoch die klassischen Time-Sharing-Anlagen von flexibleren Modellen weitgehend vom Markt verdrängt. 4.5 Einschränkung der Übertragbarkeit des Rechts Rechtlich besteht keine Einschränkung bezüglich der Übertragbarkeit des Time-Sharing Rechts auf Dritte. Dennoch ist eine Übertragung praktisch selten oder nur mit hohen Abschlägen möglich, da bislang kein funktionierender Markt für einmal erworbene Time-Sharing-Recht existiert110. Den Erwerbern ist diese wichtige Einschränkung regelmäßig nicht bekannt, so dass insbesondere im Hinblick auf den Langzeitcharakter des Time-Sharing-Vertrages und des damit verbundenen Liquiditätsinteresses von einem entscheidenden Nachteil für den Time-Sharer auszugehen ist111. 4.6 Insolvenzrisiko Ein erhebliches Marktrisiko für den Urlauber stellt der völlige Verlust seiner Rechtsposition durch die Insolvenz des Vertragspartners dar. Besonderes Gewicht bekommt dieses Risiko für den Fall, dass der Urlauber vorleistungspflichtig ist. Dann besteht für ihn das Risiko, dass er trotz eigener Leistungserbringung keine Gegenleistung erhält. Während bei Pauschalreisen ein Insolvenzschutz eingeführt wurde112, um finanzielle Nachteile des Verbrauchers zu verhindern, besteht beim TimeSharing ein erhebliches Insolvenzrisiko. Dieses Risiko hängt davon ab, ob der Erwerber eine gesicherte Rechtsposition am Anlageobjekt oder nur vertragliche Ansprüche gegen den Anbieter erlangt. Für den Erwerber besteht je nach rechtlicher Ausgestaltung die Gefahr, die gesamte (für Jahre im voraus gezahlte) Vergütung im Konkurs des Anbieters zu verlieren. Dieses Risiko ist erheblich, da der Sachwert der Time109 110 111 112 [...]
berwachung, länderspezifische Mindestqualitätsnormierung, Mentalität, Kultur, etc.)105. Vermehrt verbreitet sich die Tendenz (insbesondere in südlichen Regionen Europas) baufällige Hotelanlagen aufgrund geringer Nachfrage mittels Time-Sharing zu sanieren106. Die Existenz mangelhafter Bauqualität wird gezielt durch eine Vertriebsform außerhalb des Objektes verschwiegen107. 4.4 Qualitätsverschlechterung Bei allen Gemeinschaftsanlagen stellt sich grundsätzlich das Problem unsorgfältiger Nutzung. Auf dem Time-Sharing-Markt tritt diese Qualitätsverschlechterung aufgrund fehlender eigentumsrechtlicher Ausgestaltung solcher Anlagen sowie der zunehmenden Flexibilität verstärkt auf. Die Konsequenz eines insgesamt geringeren Sorgfaltsniveaus der Erwerber besteht darin, dass die Gesamtheit der Erwerber für die Instandhaltungskoten der Wohneinheiten aufkommen müssen. Weiteres Risiko ist eine Beeinträchtigung des Nutzungsinteresses durch Qualitätsverschlechterung der Wohneinheit oder –anlage108. Dieses Risiko stellt sich insbesondere dann, wenn ein Individuum gar nicht oder nur teilweise die Kosten seiner Handlungsfolgen trägt. Dies ist insbesondere beim flexiblen Time-Sharing der Fall, wenn Ferienaufenthalte der Time-Sharer in zahlreichen Anlagen und Ländern möglich sind, wobei die Handlungsfolgen des einzelnen (scheinbar) nochmals reduziert werden. In diesen Modellen sinkt das Sorgfaltsniveau erheblich, d.h. die Time-Sharer werden keinen Aufwand zur Objektpflege betreiben, sondern versuchen, ihren Nutzen rücksichtslos aus diesem Objekt zu maximieren. Beim klassischen Time-Sharing (bei definierter Wohneinheit) ist die Qualitätsverschlechterung der Wohneinheit geringer, da der Time-Sharer in nächsten Jahr in „seine“ Ferienwohnung zurückkehren [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832464219
Arbeit zitieren:
Schwerzel, Ralph Oktober 2002: Risiken und Werthaltigkeit von Time-Sharing-Beteiligungen am Beispiel von Ferienwohnungen in Spanien, Hamburg: Diplomica Verlag
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Investitionsentscheidung, Finanzbedarfsplanung, Investitionsalternativen, Immoblilie



