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Riester-Publikumsfondssparpläne versus traditionelle Fondssparpläne

Eine vergleichende finanzwirtschaftliche und steuerliche Analyse der Eignung zur Altersvorsorge

Riester-Publikumsfondssparpläne versus traditionelle Fondssparpläne
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alexander Dick
  • Abgabedatum: Februar 2003
  • Umfang: 123 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6898-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6898-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6898-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dick, Alexander Februar 2003: Riester-Publikumsfondssparpläne versus traditionelle Fondssparpläne, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rentenreform, Staatliche Förderung, Wertpapiere, Private Altersvorsorge, Fonds

Diplomarbeit von Alexander Dick

Einleitung:

„Sicher: Es gibt viele Wege, sich das notwendige Finanzpolster [für den Ruhestand] zu schaffen. Einer der ertragreichsten ist jedoch die [langfristige] Investition in Wertpapiere, besonders in Aktien. (...)“ Das mögen sich auch die Vorsorgesparer in den USA gedacht haben. Hier setzt man seit Jahrzehnten neben einer Grundrente auf die Kombination betrieblicher und privater Vorsorge mit Publikumsfonds. Nicht umsonst beträgt in der amerikanischen Bevölkerung das durchschnittliche Pro-Kopf-Investmentvermögen über 28.000 Euro, im Vergleich dazu fällt das deutsche Vermögen mit gut 5.000 Euro pro Bürger eher bescheiden aus.

Etliche Rentner, die sich auf eine gute Wertentwicklung der börsennotierten Anlagen verließen, wurden enttäuscht: Aufgrund hoher Aktienquoten in den Altersvorsorgedepots, den seit 2001 anhaltenden Börsenturbulenzen und den damit einhergehenden Verlusten, muß so mancher Ruheständler in den USA wieder eine Beschäftigung aufnehmen, um im Alter seinen Lebensstandard halten zu können.

Es drängt sich somit die Frage auf, ob sich Investmentfonds und die darauf abgeschlossenen Sparverträge überhaupt zur allgemeinen Altersvorsorge eignen. Um hierauf eine Antwort zu bekommen, betrachte ich in dieser Arbeit den Themenkomplex Investmentfondssparen im Zusammenhang mit der privaten Altersvorsorge.

In Kapitel 1 wird dem Leser eine kurze Übersicht über das Rentensystem in Deutschland gegeben. Außerdem wird die neue staatlich geförderte Rente vorgestellt. Der Autor verzichtet absichtlich auf eine detaillierte Beschreibung der neuen kapitalgedeckten Altersvorsorge („Riester-Rente“) und beschränkt sich bei seinen Ausführungen auf die für diese Arbeit relevanten Themen.

Im zweiten Kapitel wird zunächst eine Informationsbasis für die nachfolgenden Kapitel bezüglich Investmentfonds geboten. Anhand einiger Beispiele und Rechenausführungen werden die Vorzüge von Fondssparverträgen aufgezeigt.

In Kapitel 3 stelle ich die von den verschiedenen Investmentgesellschaften angebotenen Riesterfondssparverträge vor.

Der direkte Vergleich zwischen traditionellen Fondssparverträgen und dem Riesterfondssparen erfolgt in Kapitel 4. Besondere Aufmerksamkeit kommt hier dem steuerlichen Aspekt der Fondsanlage zuteil. Eine abschließende Modellrechnung versucht Aufschluss über die unterschiedliche Wertentwicklung zu geben.

In intensiven Gesprächen mit der Deka in Frankfurt am Main, erhielt der Autor Einblick in die Produktkonzeption und die dafür notwendigen finanzmathematischen Berechnungen. Die zentralen Herausforderungen an die Investmentgesellschaften, der Kapitalerhalt und die Eigenkapitalunterlegung werden in Kapitel 5 am Beispiel des Produkts Deka-BonusRente erläutert.

Um in dieser Arbeit nicht unnötig viele Wiederholungen vornehmen zu müssen, verwende ich für den Begriff „Fondssparplan“ folgende in der Praxis gängige Synonyme: Fondssparen, Fondssparvertrag, Investmentsparplan, Investmentsparen und Investmentkonto.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 5
Tabellenverzeichnis 6
0. Einleitung 7
1. Altersvorsorge in Deutschland 9
1.1 Das 3-Säulen Modell 9
1.2 Rentenreform 10
1.3 Staatliche Förderung der „Riester-Produkte“ 11
2. Vermögensaufbau mit traditionellem Fondssparen 13
2.1 Geschichte der Investmentgesellschaften 13
2.2 Investmentfonds 13
2.2.1 Differenzierung 13
2.2.1.1 Publikumsfonds 13
2.2.1.2 Spezialfonds 15
2.2.2 Anlageschwerpunkte 16
2.2.3 Anbieter 18
2.3 Fonds mit und ohne Ausgabeaufschlag 20
2.4 Konstruktion des Fondssparens 21
2.4.1 Ansparplan 22
2.4.1.1 Cost-average-Effekt 22
2.4.1.2 Einmalanlage vs. Sparplan 23
2.4.2 Auszahlplan 26
2.5 Wiederanlage / Thesaurierung der Erträge 26
2.6 Steuerliche Aspekte bei Fondssparverträgen 27
2.7 Modellrechnung anhand historischer Renditen 28
3. Staatlich geförderte Fondssparpläne („Riesterfonds“) 30
3.1 Zertifizierungsanforderungen 30
3.2 Anbieter 35
3.3 Konstruktion „Riester“-Fondssparpläne 37
3.3.1 Ansparplan 37
3.3.1.1 Die Modelle 37
3.3.1.2 Die Produkte 38
3.3.2 Auszahlplan 42
3.4. Kostenstruktur 43
3.5 Steuerliche Aspekte 43
4. Traditionelles Fondssparen vs. „Riester-Fonds“ 44
4.1 Individuelles Handeln vs. Fondsmanagement 44
4.1.1 Asset Allocation (Auswahl der Vermögensklassen) 44
4.1.2 „Lebensphasen-Switch“ (Gewichtung der Vermögensklassen) 46
4.2 Fondspicking 49
4.3 Steuerliche Unterschiede 50
4.3.1 vorgelagerte Besteuerung vs. nachgelagerte Besteuerung 55
4.3.2 Sonderausgabenabzug im Rahmen der persönlichen Einkommensteuererklärung 57
4.3.3.1 Aktuelle Pläne zur Änderung der Fondsbesteuerung 58
4.3.3.2 Folgen für Riesterfondssparpläne 61
4.4 Wertentwicklung der Fondssparverträge und zu erwartende Rentenzahlung - eine Modellrechnung 62
4.5 Abbruchrisiko bei Fondssparverträgen 70
5. Entwicklung eines Riesterfondssparplans am Beispiel der Deka-BonusRente 72
5.1 Vorüberlegungen 72
5.1.1 Ausgangssituation 72
5.1.2 Differenzierung zu anderen Produkten innerhalb der Sparkassenorganisation 72
5.2 Kapitalerhalt als zentrales Problem 74
5.2.1 Bestimmung der Assetklassen 75
5.2.2 Bestimmung der Mischverhältnisse 75
5.2.3 Umsetzung der Asset Allocation 80
5.2.3.1 während der Ansparphase 80
5.2.3.2 während der „Switch“-Phase 82
5.2.3.3 während der Auszahlungsphase 82
5.3 Risikoanalyse für die staatlich geforderte Eigenkapitalunterlegungspflicht 83
5.3.1 Wahrscheinliche Wertentwicklung der Verträge unter Beachtung der Prämissen 83
5.3.2 Vorgegebener Schwellenwert des BaFin 85
5.3.3 Gesamt-Eigenkapitalunterlegungsrisiko 88
6. Fazit 89
Literaturverzeichnis 91
Anhang 96

Automatisiert erstellter Textauszug:

40 40 Jahren abschließt, startet zwar zunächst ebenfalls mit einem reinen Aktiendepot. Mit zunehmendem Alter des Sparers schichtet die Investmentgesellschaft jedoch in die immer risikoärmer werdenden Mischfonds mit höherem Renten- und Immobilienanteil um. Für jede der Vertragslaufzeiten gibt es einen solchen Ablauf. Einen Vertrag für Sparer, die über 50 Jahre alt sind, bietet die Deka nicht an. Mit einem Lebensalter von 55 Jahren beginnt - für alle Kunden - die Sicherungsphase für das Fondsdepot. Sie dauert bis Rentenbeginn an. In diesem Zeitraum wird, je nach Marktlage, eine maximale Aktienquote zwischen null und dreißig Prozent gehalten. Sie wird abhängig sein von der Wertentwicklung, die das Depot des einzelnen Sparers bis dato gemacht hat. dit-„Fondsvorsorge“58: Die Kapitalanlagegesellschaft DIT fasst in ihrem Lebenszyklusmodell verschiedene Geburtsjahrgänge zusammen. Fünf Mischfonds mit den Jahrgangsnamen dit-Fondsvorsorge 1947-51/ 1952-56/ 1957-66/ 1967-76 und 1976-96 wurden neu aufgelegt und investieren je nach Alter zwischen 20 und maximal 100 % in Aktien. Der Anleger bleibt während der ganzen Ansparphase in seinem jeweiligen Fonds investiert. In den letzten fünf Laufzeitjahren werden die Aktienbestände auf 0 bis 65 %, je nach Einstiegsdatum und Wertentwicklung, reduziert. DWS „TopRente“59: Die DWS nimmt im Gegensatz zur DIT keine Eingruppierung der verschiedenen Geburtsjahrgänge, sondern in verschiedenen Altersklassen vor. Anleger im Alter von 15-39 Jahren zahlen in die DWS "TopRente Dynamik", von 40-49 Jahren in die DWS "TopRente Balance" und ab 50 Jahren in die DWS "TopRente Plus" ein. Das Modell "Dynamik" setzt sich aus bis zu 100 % Aktienfonds, "Balance" aus maximal 60 % Aktienanteil und "Plus" ausschließlich aus Rentenfonds, zusammen. Bei den oben beschriebenen Produkten handelt es sich jeweils um eine aktiv gemanagte Fondsvermögensverwaltung, quasi einen Dachfonds. Der Anleger behält das jeweilige Produkt bis Rentenbeginn bei. Jüngere Anleger können anstatt des offensiven Aktiendepots auch unter den konservativeren Varianten wählen, nicht jedoch andersherum. Der Investmentgesellschaft stehen insgesamt 17 eigene [...]

39 ADIG „Förderdepot“55: Bei diesem Fondsansparplan zahlt der Sparer einen vorher von der Investmentgesellschaft berechneten Teil in einen ZerobondRentenfonds ein. Dieser weist dementsprechend eine feste Verzinsung auf und sorgt für den Kapitalerhalt zu Rentenbeginn. Der zweite Teil der Einzahlung wird wahlweise in einem der drei folgenden Fonds angelegt: dem ADIG Fondis (internationaler Aktienfonds), dem ADIG Fondiropa (europäischer Aktienfonds) oder dem ADIG Fondra (Mischfonds, ausgewogener Aktien- und Rentenanteil). Die ADIG tauscht fünf Jahre vor Beginn der Entnahmephase den Aktien- bzw. Mischfondsanteil sukzessive in drei Schritten in risikoärmere AS- bzw. Mischfonds mit höherer Rentenquote um. Da das eingezahlte Kapital schon durch die Zerobond-Konstruktion gesichert wird, ist eine vollständige Reduktion der Aktienquote nicht erforderlich. Dieser Fondssparvertrag geht nicht nach einem Lebenszyklus-Modell vor, er erreicht die im Alter nötige Sicherheit und das geringe Risiko dadurch, dass er seit Vertragsbeginn in Zerobonds anspart. BHW „FörderFonds-Sparplan“56: Unabhängig vom Alter des Sparers bzw. der Laufzeit des Fondssparens werden die Einzahlungen bei dieser Variante in ein und denselben Fonds, den Mischfonds BHW-Triselect FT, investiert. Der durch die KAG Frankfurt Trust gemanagte Fonds ist konservativ ausgerichtet. Die Asset Allocation, welche über die ganze Laufzeit beibehalten wird, enthält ungefähr zur Hälfte Renten, 30 % Aktien und 20 % Immobilien. Ab einem Alter von 50 Jahren ist es bei der BHW-Bank nicht mehr möglich staatlich gefördert zu werden. Deka „BonusRente“57: Die Kunden der Deka Bank zahlen ihre monatlichen Sparbeiträge während der Ansparphase in bis zu drei der acht neu aufgelegten Investmentfonds, einen Aktienfonds, sechs Mischfonds mit verschiedener Aktien/Rentenquote und einen Mischfonds mit Immobilienanteil, ein. Die Deka hat für alle möglichen Vertragslaufzeiten die optimalen Mischungsverhältnisse von Aktien und Renten berechnet. Ein junger Vorsorgesparer, welcher länger als 28 Jahre bis zu seiner Rente einzahlt, bleibt während der kompletten Ansparphase zu 100 % in Aktien investiert. Ein Fondssparer, der seinen Vertrag erst im Alter von [...]

Activest „Switch FörderPlan“54: Von der regelmäßigen Einzahlung, die der Investor vornimmt, fließt ein Teil in einen Rentenfonds. Es handelt sich hierbei um den Activest EuroRent Medium, einen europäischen Rentenfonds mit mittlerer Laufzeit (bis zu 5 Jahre Restlaufzeit). Dieser angesparte Teil soll den Kapitalerhalt garantieren. Der restliche Betrag der Sparrate fließt in den international ausgerichteten Aktienfonds Activest Top Welt, der auf Blue-ChipAktien setzt. Während der Ansparphase, mit steigendem Alter des Vorsorgesparers, wird ein immer größerer Teil der Einzahlungen in den Rentenfonds eingezahlt. Die Gewichtung von Aktien und Renten wird nicht durch Umschichtungen innerhalb des Depots vorgenommen, sondern allein durch die Aufteilung der Einzahlungen auf die entsprechenden Assetklassen. Lediglich zum Laufzeitende des Sparplans, fünf Jahre vor Rentenbeginn, erfolgt der sogenannte "switch" von dem Aktienfonds in den Rentenfonds. Während der kompletten Laufzeit wird ausschließlich in oben genannte zwei Fonds angelegt. [...]

Arbeit zitieren:
Dick, Alexander Februar 2003: Riester-Publikumsfondssparpläne versus traditionelle Fondssparpläne, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Rentenreform, Staatliche Förderung, Wertpapiere, Private Altersvorsorge, Fonds

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