Die Rezeptionsgeschichte Jules Vernes
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Maja Roseck
- Abgabedatum: Januar 2006
- Umfang: 115 Seiten
- Dateigröße: 410,3 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
- Bibliografie: ca. 110
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0016-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8366-0016-3 P - ISBN (CD) :978-3-8366-0016-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Roseck, Maja Januar 2006: Die Rezeptionsgeschichte Jules Vernes, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Jules Verne, Literaturwissenschaft, Rezeptionsforschung, Medienwissenschaft, Kommunikationswissenschaft
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Magisterarbeit von Maja Roseck
Zusammenfassung:
Jules Verne – Autor von mehr als 80 Romanen und Kurzgeschichten, darunter so weltberühmte Werke wie „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ oder „20.000 Meilen unter dem Meer“. Viele, die einmal in seine abenteuerliche Welt eingetaucht sind, zeigen sich begeistert von den spannenden Abenteuern und dem wissenschaftlichen Detailreichtum der Geschichten, aber auch vom ironischen Humor und den kritischen Zukunftsvisionen Vernes. Dieser hat mit seinen Romanen schon etliche Generationen fasziniert und unterhalten und gilt heute als einer der größten französischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts.
Am 24. März 2005 jährte sich der Todestag des beliebten Romanautors zum 100. Mal. Als Jules Verne am 24. März 1905 starb, hinterließ er ein umfangreiches literarisches Erbe, das in aller Welt bekannt war. Doch wie sieht es heute aus – hundert Jahre nach seinem Tod? Die technischen Erfindungen und wissenschaftlichen Errungenschaften, die Verne in seinen Romanen beschreibt und die das Publikum des 19. Jahrhunderts in Staunen versetzten, sind längst von der Wirklichkeit eingeholt worden. Hat dies der Faszination, die von seinen Büchern ausgeht, einen Abbruch getan? Ist Jules Verne zusammen mit dem 19. Jahrhundert ein Teil der Vergangenheit geworden oder sind seine Werke auch heute noch präsent? Was hat sich verändert im Verlauf von 150 Jahren Rezeption?
Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, auf diese Fragen eine Antwort zu finden. Zu diesem Zweck sollen sowohl die Verbreitung der Verne’schen Romane in den einzelnen Medien als auch die Aufnahme und Beurteilung derselben durch das Publikum betrachtet werden. Dabei setzt die Untersuchung der Rezeptionsgeschichte Jules Vernes am Beginn seiner schriftstellerischen Karriere an und endet mit der Gegenwart, rund 150 Jahre nach der Veröffentlichung seines ersten Romans.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| Vorwort | 4 | |
| 1. | Einleitung | 5 |
| 2. | Jules Verne | 8 |
| 2.1 | Biographie | 8 |
| 2.1.1 | Lebenslauf | 8 |
| 2.1.2 | Der Mensch Jules Verne | 12 |
| 2.2 | Werk | 14 |
| 2.2.1 | Wegbereiter und Nachfolger | 14 |
| 2.2.2 | Gesamtwerk | 17 |
| 2.2.3 | Der naturwissenschaftliche Abenteuerroman | 22 |
| 2.3 | Jules Verne als Begründer der „Science-Fiction“? | 26 |
| 2.4 | Jules Verne als „Technik-Prophet“? | 31 |
| 3. | Rezeptionsforschung | 36 |
| 3.1 | Definition von „Rezeption“ | 36 |
| 3.2 | Rezeptionsforschung als wissenschaftliche Methode | 37 |
| 3.2.1 | Was macht Rezeptionsforschung? | 37 |
| 3.2.2 | Rezeptionstheoretische Modelle | 40 |
| 3.2.3 | Empirische vs. Historische Rezeptionsforschung | 44 |
| 3.3 | Methodische Vorgehensweise dieser Arbeit | 46 |
| 4. | Die Rezeptionsgeschichte Jules Vernes | 49 |
| 4.1 | Forschungsstand | 49 |
| 4.2 | Rezipientenschichten | 54 |
| 4.3 | Internationale Rezeption | 56 |
| 4.4 | Verlagswesen | 61 |
| 4.5 | Rezensionen und berühmte Kritiker | 66 |
| 4.6 | Theater | 70 |
| 4.7 | Literatur | 75 |
| 4.8 | Filme | 83 |
| 4.9 | Comics | 88 |
| 4.10 | Hörbücher | 90 |
| 4.11 | Computerspiele | 93 |
| 4.12 | Die Verehrung Jules Vernes | 96 |
| 5. | Zusammenfassung und Ausblick | 99 |
| Literaturverzeichnis | 103 |
Zusammenfassung:
Jules Verne – Autor von mehr als 80 Romanen und Kurzgeschichten, darunter so weltberühmte Werke wie „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ oder „20.000 Meilen unter dem Meer“. Viele, die einmal in seine abenteuerliche Welt eingetaucht sind, zeigen sich begeistert von den spannenden Abenteuern und dem wissenschaftlichen Detailreichtum der Geschichten, aber auch vom ironischen Humor und den kritischen Zukunftsvisionen Vernes. Dieser hat mit seinen Romanen schon etliche Generationen fasziniert und unterhalten und gilt heute als einer der größten französischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts.
Am 24. März 2005 jährte sich der Todestag des beliebten Romanautors zum 100. Mal. Als Jules Verne am 24. März 1905 starb, hinterließ er ein umfangreiches literarisches Erbe, das in aller Welt bekannt war. Doch wie sieht es heute aus – hundert Jahre nach seinem Tod? Die technischen Erfindungen und wissenschaftlichen Errungenschaften, die Verne in seinen Romanen beschreibt und die das Publikum des 19. Jahrhunderts in Staunen versetzten, sind längst von der Wirklichkeit eingeholt worden. Hat dies der Faszination, die von seinen Büchern ausgeht, einen Abbruch getan? Ist Jules Verne zusammen mit dem 19. Jahrhundert ein Teil der Vergangenheit geworden oder sind seine Werke auch heute noch präsent? Was hat sich verändert im Verlauf von 150 Jahren Rezeption?
Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, auf diese Fragen eine Antwort zu finden. Zu diesem Zweck sollen sowohl die Verbreitung der Verne’schen Romane in den einzelnen Medien als auch die Aufnahme und Beurteilung derselben durch das Publikum betrachtet werden. Dabei setzt die Untersuchung der Rezeptionsgeschichte Jules Vernes am Beginn seiner schriftstellerischen Karriere an und endet mit der Gegenwart, rund 150 Jahre nach der Veröffentlichung seines ersten Romans.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| Vorwort | 4 | |
| 1. | Einleitung | 5 |
| 2. | Jules Verne | 8 |
| 2.1 | Biographie | 8 |
| 2.1.1 | Lebenslauf | 8 |
| 2.1.2 | Der Mensch Jules Verne | 12 |
| 2.2 | Werk | 14 |
| 2.2.1 | Wegbereiter und Nachfolger | 14 |
| 2.2.2 | Gesamtwerk | 17 |
| 2.2.3 | Der naturwissenschaftliche Abenteuerroman | 22 |
| 2.3 | Jules Verne als Begründer der „Science-Fiction“? | 26 |
| 2.4 | Jules Verne als „Technik-Prophet“? | 31 |
| 3. | Rezeptionsforschung | 36 |
| 3.1 | Definition von „Rezeption“ | 36 |
| 3.2 | Rezeptionsforschung als wissenschaftliche Methode | 37 |
| 3.2.1 | Was macht Rezeptionsforschung? | 37 |
| 3.2.2 | Rezeptionstheoretische Modelle | 40 |
| 3.2.3 | Empirische vs. Historische Rezeptionsforschung | 44 |
| 3.3 | Methodische Vorgehensweise dieser Arbeit | 46 |
| 4. | Die Rezeptionsgeschichte Jules Vernes | 49 |
| 4.1 | Forschungsstand | 49 |
| 4.2 | Rezipientenschichten | 54 |
| 4.3 | Internationale Rezeption | 56 |
| 4.4 | Verlagswesen | 61 |
| 4.5 | Rezensionen und berühmte Kritiker | 66 |
| 4.6 | Theater | 70 |
| 4.7 | Literatur | 75 |
| 4.8 | Filme | 83 |
| 4.9 | Comics | 88 |
| 4.10 | Hörbücher | 90 |
| 4.11 | Computerspiele | 93 |
| 4.12 | Die Verehrung Jules Vernes | 96 |
| 5. | Zusammenfassung und Ausblick | 99 |
| Literaturverzeichnis | 103 |
Textprobe:
Kapitel 4.1, Forschungsstand: Bevor sich diese Arbeit jedoch der Rezeptionsgeschichte Jules Vernes zuwendet, soll zunächst ein Überblick über die Verne-Forschung gegeben werden. Dabei wird der Fokus aus rein pragmatischen Gründen vor allem auf der Betrachtung deutscher Forschungsliteratur liegen, wobei jedoch auch internationale Forschungsbemühungen Berücksichtigung finden. Im Rahmen dieses Kapitels sollen einige ausgewählte Werke, sowohl Biographien als auch wissenschaftliche Abhandlungen, genannt und in aller Kürze vorgestellt werden.
Zeit seines Lebens, aber auch nach seinem Tod ist das Publikum gespalten: in die Verehrer auf der einen und die Kritiker auf der anderen Seite. Letztere sagen Verne Trivialität nach und begründen dies damit, dass er nur ein Kinderbuchautor gewesen sei, dessen Werke einfach und ohne jede Tiefe wären. Was dies für die Erforschung des französischen Schriftstellers und seines Werks bedeutet, bringt Volker Dehs in seinem Aufsatz ‚Jules Verne in Deutschland. Über die Behandlung von literarisch Minderwertigem’ auf den Punkt: „Wenn der Primärliteratur der Geruch von Trivialität anhaftet, darf es nicht verwundern, dass dies auch Einfluss auf die Sekundärliteratur hat, die selbst wiederum in ihrer Quantität und in ihrer Tendenz das Denken des Konsumenten mitlenkt. Für Jules Verne bedeutet das kurz gesagt: wenig Schrifttum über Leben und Werk.“ Doch trotz des Mangels an biographischem Material entstehen bereits zu Lebzeiten Vernes vereinzelte Aufsätze, die sich mit Leben und Wirken des französischen Autors auseinandersetzen.
Einer der frühesten Artikel über Jules Verne wurde von Johann Jakob Honegger verfasst, einem Literaturwissenschaftler aus der Schweiz, und 1875 in der Zeitschrift ‚Unsere Zeit. Neue Folge’ veröffentlicht. In dem Artikel mit dem Titel „Jules Verne. Eine literarische Studie“ beschreibt Honegger die abenteuerliche Fantasie Vernes und nimmt sowohl eine Untersuchung der Figurenzeichnung als auch eine Prüfung der verwendeten Kenntnisse der verschiedenen Wissenschaften vor. Weiterhin stellt er eine gewisse Gleichförmigkeit des Handlungsablaufes in den Romanen Vernes fest und macht auf die stets gleiche Figurenkonstellation ‚exzentrischer Herr mit treuem Diener’ aufmerksam. Abschließend resümiert er, dass es nicht verwunderlich sei, wenn Jules Verne in breiten Kreisen gelesen werde.
Nicht viel jünger ist die biographische Arbeit ‚Jules Verne’, die 1886 von Charles Seignobos veröffentlicht wurde. Dieser schrieb seinen Artikel für eine deutsche Monatszeitschrift und gibt in seinem Beitrag zu, dass er seine Arbeit mit Vorbehalten gegen Jules Verne beginne, dem Geschmack der Öffentlichkeit jedoch Vorrang einräume. Im Verlauf des Artikel führt Seignobos an, dass ihm sowohl die amüsanten Episoden als auch die lebhaften Dialoge in den Romanen Vernes durchaus gefallen und vergleicht dessen Werke mit denen anderer großer Schriftsteller wie Daniel Defoe oder Edgar Allan Poe. Was ihm jedoch missfällt, sind die melodramatischen Szenen in Vernes Romanen und manche Erzählung findet er schlichtweg langweilig und ermüdend. Sein abschließendes Urteil zählt Verne zwar nicht zu den bedeutenderen Persönlichkeiten der französischen Literatur, spricht seinen Romanen jedoch die unschätzbare Eigenschaft zu, dass sie auch von jungen Mädchen ohne jedes Erröten gelesen werden könnten.
1909 erschien das erste Buch über Jules Verne, das in deutscher Sprache verlegt wurde. Es trägt den Titel ‚Jules Verne und sein Werk’ und wurde von Max Popp verfasst, der eigentlich Doktor der Agrochemie war und mit diesem Buch seinen einzigen Beitrag zu einem literarischen Thema lieferte. Anlass für seine Arbeit über den französischen Romanautor war die Vorliebe für Vernes Erzählungen, die er als Knabe verschlungen und als Erwachsener noch immer sehr geschätzt habe. Popps Buch gibt einen Einblick in das Leben Vernes sowie einen Überblick über Vorläufer und Nachfolger. Des Weiteren nimmt er – wie auch schon Seignobos – Vergleiche zu anderen namhaften Schriftstellern vor und stellt bei seiner Untersuchung des Verne’schen Werks überwiegend einfache Handlungen fest, die jedoch in interessanten Linien verlaufen. Abschließend fasst Popp zusammen, dass die Romane Vernes Meisterwerke in Darstellung und Schilderung, Stil und Sprache jedoch nicht immer von gutem Beispiel seien.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836600163
Arbeit zitieren:
Roseck, Maja Januar 2006: Die Rezeptionsgeschichte Jules Vernes, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Jules Verne, Literaturwissenschaft, Rezeptionsforschung, Medienwissenschaft, Kommunikationswissenschaft



