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Revitalisierung von gewerblich genutzten Bestandsimmobilien

Vermeidung von Effizientdefiziten und Produktivitätsverlusten durch Neugestaltung von Büroflächen

Revitalisierung von gewerblich genutzten Bestandsimmobilien
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Inga Friese
  • Abgabedatum: April 2005
  • Umfang: 220 Seiten
  • Dateigröße: 8,5 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9486-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9486-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9486-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Friese, Inga April 2005: Revitalisierung von gewerblich genutzten Bestandsimmobilien, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Facility Management, Inmmobilie, Bürokonzept, Datenbank, Informatik

Diplomarbeit von Inga Friese

Problemstellung:

Tatsache ist, es gibt große Leerstandsprobleme bei gewerblich genutzten Immobilien bundesweit. Diese verfügen gewöhnlich nicht über die erforderliche Flexibilität einer Neuimmobilie. Dogmatische Strukturen, starre Grundrisse, wenig Komfort und viele Auflagen sind nicht im Sinne der heutigen Nutzerklientel. Es besteht ein Bedarf an kommunikativen, komfortablen und modernen Bürostrukturen. Neubauten berücksichtigen diese Anforderungen. Altbauten hingegen befinden sich in den vorteilhafteren Bürolagen, stehen aber vielfach unter Denkmalschutz und sind ohne geeignete Maßnahmen für die neuen Bedürfnisse ungeeignet.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie eine Altimmobilie dem Zustand einer Neuen nachhaltig angepasst werden kann um den heutigen Anforderungen zu entsprechen. Was kann getan werden, und Effizienzdefizite und Produktivitätsverluste zu vermeiden. Welche grundlegenden Sachverhalte sind bei einer Revitalisierung zu beachten und welche Zwangspunkte, rechtliche Grundlagen oder bauliche Bestimmungen gilt es einzuhalten.

Thema dieser Diplomarbeit ist es, Wege der Revitalisierung von Bestandsimmobilien aufzuzeigen, zu analysieren und zu bewerten. Ferner gilt es, den Analyseprozess auf Automatisierbarkeit zu prüfen und mit den erarbeiteten Lösungen in einem Softwarewerkzeug als Prototyp umzusetzen. Das folgende Kapitel verschafft einen ersten Überblick über den strukturellen Aufbau der Arbeit.

Die vorliegende Abschlussarbeit wird grundlegende Strategien der Revitalisierung von gewerblich genutzten Bestandsimmobilien analysieren, Chancen aufzeigen und mögliche Lösungswege in einem Softwarewerkzeug umsetzen.

Die Zukunftsaussichten einer gewerblich genutzten Bestandsimmobilie sind rechtlich, technisch und baulich durch Vorgaben und Richtlinien beschränkt. Diese Rahmenbedingungen werden aufgezeigt und analysiert. Durch diese Analyse werden relevante und auf den gegebenen Zustand der Immobilie angepasste Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Auf Grundlage der Resultate wird im Anschluss ein geeignetes Softwarewerkzeug als praxisorientierter Prototyp entwickelt. Angelehnt an die Ergebnisse dient er der Verwaltung und Analyse von Bestandsimmobilien. Die Entstehung und Programmierung des Prototypen erfolgt mittels aktueller Entwicklungsumgebungen. Ein Revitalisierungsvorhaben kann auf diese Weise rechnergestützt sowie online geplant und vorbereitet werden. Ein moderne Entwurf und zeitgemäßes Design vervollkommnen das Konzept einer nutzerfreundlichen Anwendungsoberfläche.

Für eine praxisnahe Vorgehensweise werden geeigneter Referenzobjekte gesucht, an denen die Analyse, Lösungsfindung und theoretische Umsetzung des Erarbeiteten präsentiert und gestützt werden kann.

Die während der Entwicklung und Konzeption entstandenen Ideen und Visionen geben im abschließenden Kapitel dieser Diplomarbeit einen Überblick über mögliche Zukunftschancen und Erfolgsaussichten des Erreichten.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 7
1.1 Motivation 7
1.2 Kurze Aufgabenbeschreibung 7
1.3 Aufbau der Diplomarbeit 8
2. Grundlagen 9
2.1 Ausführliche Aufgabenbeschreibung 9
2.2 Zusammenhang zwischen der Diplomarbeit und Facility Management/ Computer Aided Facility Management 10
2.3 Die Marktsituation für Büroimmobilien in Deutschland 12
2.3.1 Der Büroimmobilienmarkt Berlin 15
2.3.2 Der Leerstand, die Kosten und der Faktor Mensch 16
2.3.3 Beispiel für die Kostenrechnung eines Leerstandes 18
3. Analyse 23
3.1 Bürogebäude, Büroformen und Bürokonzepte 23
3.1.1 Die Entstehung von Büroimmobilien – ein kurzer historischer Überblick 23
3.1.2 Das Zellenbüro 26
3.1.3 Das flexible Komfortzellenbüro 28
3.1.4 Das Gruppenbüro 29
3.1.5 Das Kombibüro 30
3.1.6 Das reversible Büro 31
3.1.7 Das Großraumbüro 32
3.1.8 Das nonterritoriale Bürokonzept 33
3.1.9 Zusammenfassung Büroformen und Bürokonzepte 34
3.2 Rechtliche Rahmenbedingungen 36
3.3 Technische Rahmenbedingungen 38
3.3.1 Die Klassifizierung von Gebäuden nach ihrem Energiebedarf 38
3.3.2 Raumlufttechnische Anlagen [RLT Anlagen] 39
3.3.3 RLT Anlagen – NL Systeme 40
3.3.4 RLT Anlagen –LW Systeme 40
3.3.5 Anforderungen an RLT Anlagen nach der Arbeitsstättenverordnung [ArbStättV] 41
3.3.6 Der Komfort 43
3.4 Bauliche Rahmenbedingungen 44
3.4.1 Die Fassade [FS] 44
3.4.2 Die Arbeitsplatzversorgung [APV] 50
3.4.3 Der Brandschutz [BS] 56
3.5 IST Analyse am Objekt 60
3.5.1 LSV Baden Württemberg in Stuttgart 60
3.5.2 Anbau des ehemaligen Staatsratsgebäudes in Berlin 62
4. Revitalisierungsmöglichkeiten 67
4.1 Gründe für eine Revitalisierung 67
4.2 Revitalisierungsmöglichkeiten von Büroformen und Bürokonzepten 68
4.2.1 Der Bestand und die zukünftige Entwicklung 68
4.2.2 Revitalisierungsmöglichkeiten 68
4.3 Technische Revitalisierung 71
4.4 Bauliche Revitalisierung 75
4.4.1 Die Fassade 75
4.4.2 Die Arbeitsplatzversorgung 80
4.5 Revitalisierung am Objekt 85
4.5.1 LSV Baden Württemberg in Stuttgart 85
4.5.2 Anbau des ehemaligen Staatsratsgebäudes in Berlin 89
5. Vorüberlegungen zur Entwicklung eines FM-Softwaremoduls für Revitalisierungsvorhaben 93
5.1 Charakterisierung des Prototypen 94
5.2 Verwendete Technologien und IT-Werkzeuge 97
5.2.1 Modellierung mit UML 97
5.2.2 LAMP-System 97
5.3 Einordnung in den CAFM-Bereich 99
6. Die Umsetzung des Prototypen 101
6.1 Der Prototyp und seine Arbeitsweise 101
6.2 Ausarbeitung eines geeigneten Datenmodells 101
6.3 Konkretisierungen der Anwendungslogik 104
6.4 Beispielobjekt LVS Baden Württemberg 106
6.5 Test des Prototypen 110
7. Auswertung/ Zusammenfassung 113
7.1 Auswertung der Ergebnisse des Praxistests 113
7.2 Zusammenfassung 113
7.3 Bewertung und Fazit 115
7.4 Ausblick und Ideen 116
I. Quellenverzeichnis 117
II. Abbildungsverzeichnis 120
III. Tabellenverzeichnis 123
IV. Abkürzungsverzeichnis 125
V. Anlagenverzeichnis 127
1. DIN 277-1 Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau - Begriffe, Berechnungsgrundlagen 128
2. GEFMA Richtlinien 100, 300, 400, 410, 420 132
3. Auszug aus: Verordnung über Arbeitsstätten ArbStättV – Arbeitsstättenverordnung §1-§6 170
4. Auszug aus: ArbStättV § 23 Raumabmessungen. Luftraum 174
5. Auszug aus: Verordnung über energiesparenden Wärmeschutzund energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energiesparverordnung - EnEv) 176
6. Erläuterung zur DIN 4102 – Brandschutztechnische Anforderungen an Gebäude 186
7. Schematisierte Bestandspläne des Objektes LSV vor und nach der Revitalisierungsmaßnahme 190
8. SQL Statements für die Erstellung der Datenbank 194
9. Konzeptionelles Datenbankmodell 200
10. Physisches Datenbankmodell 202
11. Ablaufstudie des Prototypen 206
12. Sequenzdiagramme der Programmlogik 216
13. Entscheidungstabellen für die Sequenzdiagramme 220

Automatisiert erstellter Textauszug:

Visualisierungsmethoden erlauben eine übersichtliche und verständliche Darstellung der komplexen FM-Daten, -Strukturen und -Prozesse. Sie erleichtern daher den Umgang mit und die Akzeptanz von CAFM-Software. Die Visualisierung der Daten muss dem jeweiligen Verwendungszweck und der Benutzergruppe angepasst sein. Eine CAFM-Software soll zur grafischen Repräsentation und elementaren Manipulation FM-relevanter Daten sowie zur grafischen Unterstützung von FMProzessen (z.B. Umzug) einen CAD-Kernel mit reduzierter einfach bedienbarer Funktionalität enthalten. Zusätzlich ist eine Kopplung zu einer standardisierten komplexen CAD-Anwendung wünschenswert. Es ist von Vorteil, wenn dabei Standardanwendungen eingesetzt werden können, mit denen der Anwender auch anderweitig arbeitet. Es sind für den Import und Export marktübliche grafische Datenformate und Standards (Pixel- und Vektorformate) zu unterstützen. [...]

Im Regelfall ist eine CAFM-Software an die spezifischen Daten, Strukturen und Prozesse eines Unternehmens oder einer Branche anzupassen. Grundsätzlich kann dies erfolgen durch • Konfiguration und Anpassung durch den Nutzer, • Konfiguration und Anpassung durch den Systemhersteller bzw. -lieferanten, • Zusatzprogrammierung, die durch den Systemhersteller bzw. -lieferanten erfolgt, • Zusatzprogrammierung, die mit Standardtools unabhängig vom Systemlieferanten vorgenommen werden kann. Schwerpunkte der Anpassung sind: • Generierung und Konfiguration von Schnittstellen zu anderen Systemen, wie in der GEFMA-Richtlinie 410 im Einzelnen beschrieben. Dies betrifft z.B. kaufmännische Systeme und die Gebäudeautomation, • Veränderung/Erweiterung des Datenmodells (Objektklassen, Merkmale, Beziehungen), • zusätzliche Datenfelder in den Standard-Eingabemasken, z.B. für FM-Objektattribute, • generelle Sperrung oder Löschung einzelner Datenfelder in den Standard-Eingabemasken, • zusätzliche Eingabemasken, • Modifizierung von Standardberichten (Reports) bezüglich Inhalt und Layout, • Neugenerierung von Berichten. [...]

GEFMA 400 Seite 5 Strukturen. Vorteil ist die Kombination von Vorzügen beider vorstehender Varianten. Unabhängig von der physikalischen Datenhaltung sollen die relevanten Daten an der Oberfläche der CAFMSoftware einer objektorientierten Interpretation unterliegen. Dies kann durch ein so genanntes Metamodell erfolgen, welches die logische und die physikalische Datenhaltung trennt. Hierdurch können die Nachteile eines rein relationalen Datenbank-Managementsystems kompensiert werden. Der Datenbankzugriff soll über standardisierte Abfragesprachen (z.B. ANSI SQL bzw. über Open Database Connectivity ODBC) erfolgen und eine weitgehende Freiheit des Anwenders bei der Wahl des DatenbankManagementsystems erlauben. Die Datenhaltung soll redundanzarm erfolgen und bei verteilten Datenbeständen die Möglichkeit zum Abgleich bieten. Eine Mandantenfähigkeit soll innerhalb einer Datenbank gegeben sein (z.B. bei einer Nutzung durch externe Dienstleister) und die mandantenübergreifende Verwendung von Stammdaten (z.B. Kataloge) ermöglichen. Hierunter wird eine vollständige logische Trennung von Datenbeständen verstanden, wenn diese für verschiedene Kunden (Mandanten) oder Objekte genutzt werden und eine vertrauliche Behandlung erforderlich ist. Eine künstliche Mandantenfähigkeit durch getrennte Datenbanken mit dem Nachteil einer ggf. teilweise redundanten Stammdatenhaltung kann in Einzelfällen jedoch vertretbar sein. Für den Export von Dateien gelten im Wesentlichen analoge Anforderungen. Online-Schnittstellen unterstützen auf Basis standardisierter Kommunikationsmethoden und -dienste die synchrone oder asynchrone bidirektionale Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendungen. Diese Schnittstellen sollen regelbasiert einen Workflow (siehe auch ‘Erläuterungen’) über verschiedene Anwendungen hinweg unterstützen. Für CAFM-Software sind hier speziell Online-Kopplungen zur Gebäudeautomation und kaufmännischen Unternehmenssoftware zu nennen. Online- und Batch-Schnittstellen sollen per Zeitsteuerung oder durch sonstige Ereignisse automatisch gestartet werden können. Die Unterstützung von EAI-Standardsoftware (EAI Enterprise Application Integration) als Integrationsplattform ist zu begrüßen. [...]

Arbeit zitieren:
Friese, Inga April 2005: Revitalisierung von gewerblich genutzten Bestandsimmobilien, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Facility Management, Inmmobilie, Bürokonzept, Datenbank, Informatik

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