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Rentenkrise in Deutschland und Wege zur Lösung

Rentenkrise in Deutschland und Wege zur Lösung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Helena Trastschinski
  • Abgabedatum: Mai 2003
  • Umfang: 96 Seiten
  • Dateigröße: 586,5 KB
  • Note: 2,2
  • Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7042-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7042-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7042-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Trastschinski, Helena Mai 2003: Rentenkrise in Deutschland und Wege zur Lösung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Altervorsorge, demographische Entwicklung, private Rentenversicherung, Kapitaldeckungsverfahren

Diplomarbeit von Helena Trastschinski

Zusammenfassung:

Die Probleme der GRV im Laufe ihrer Entwicklung waren finanzieller Art. Es ist wichtig, dass die sozialpolitischen Gestaltungsparameter den finanziellen Rahmenbedingungen angepasst werden. Die letzteren sind u. a. von der demographischen Entwicklung abhängig. Eine ungünstige Bevölkerungsentwicklung der letzten Jahrzehnte ist vor allem durch einen deutlichen Geburtenrückgang und steigende Lebenserwartung geprägt. Laufen diese beiden Entwicklungen parallel nebeneinander ab, ist die demographische Alterung die Folge. Die demographische Verschiebung beeinflusst alle sozialen Systeme in der Bundesrepublik und stellt eine Herausforderung für sie dar.

Vor allem ist aber die GRV von dieser Entwicklung betroffen. Die Finanzierung des gesetzlichen Alterssicherungssystems basiert auf dem Umlageverfahren. Für dessen Funktionieren ist die Relation der Beitragszahler zu Rentenempfängern ausschlaggebend. Die demographische Entwicklung übt einen direkten Einfluss auf diese Relation aus, indem sie das Gleichgewicht zwischen den beiden Größen stört. Das bedeutet im einzelnen, durch die niedrige Geburtenquote schrumpft die künftige Zahl der Erwerbstätigen. Aufgrund dessen sinkt das Beitragsvolumen auf der Einnahmenseite der GRV. Die Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung führt zur Verlängerung der Rentenbezugsdauer. Dies wiederum hat die Zunahme der Ausgaben der GRV zur Folge. Also wird das finanzielle Gleichgewicht der gesetzlichen Alterssicherung dauerhaft gestört.

Angesichts der demographischen sowie konjunkturellen Trends wird die Existenz der heutigen GRV in Frage gestellt. Deswegen wird ein Systemwechsel von der gesetzlichen, umlagefinanzierten zur privaten, kapitalgedeckten Rentenversicherung von vielen Experten als die Lösung aller Probleme angesehen. Das KDV bleibt aber trotz vieler Expertenbehauptungen von der demographischen Entwicklung nicht unberührt. Durch die Steigerung der durchschnittlichen Lebenserwartung wird die kapitalgedeckte, private Altersvorsorge gleichermaßen wie auch die GRV verteuert. Daneben beeinflusst der Geburtenrückgang negativ das Verhältnis zwischen den Sparern und Nichtsparern auf dem Kapitalmarkt. Dies führt dazu, dass die Rendite des KDV sinkt. Trotz alledem ist künftig eine positive Rendite zu erwarten. In der gesetzliche Alterssicherung ist dies jedoch nicht der Fall. In der GRV wird künftig eine negative Rendite prognostiziert. Hieraus wird ein wesentlicher Vorteil des KDV gegenüber dem UV deutlich. Aufgrund dessen wäre ein Systemwechsel in der gesetzlichen Alterssicherung folgerichtig.

Zum Systemwechsel in der GRV ist gründliches Umdenken und politischer Mut dringlichst notwendig. Bei der Entscheidungsfindung hinsichtlich einer geeigneten Alternative sind Interessen aller Bevölkerungsgruppen zu berücksichtigen. Dabei ist unrealistisch zu glauben, dass es Lösungen existieren, die die Eigeninteressen aller Bevölkerungsgruppen unberührt lassen. Es muss ein Lösungsweg beschritten werden, der die Übergangsbelastung für den Einzelnen erträglich macht und die demographischen Probleme der Alterssicherung auch in Zukunft in den Griff kriegt.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Das bestehende Rentensystem in Deutschland 4
2.1 Das „Drei-Säulen-Modell“ der Altersvorsorge 4
2.2 Die gesetzliche Rentenversicherung 5
2.3 Die betriebliche Altersvorsorge 8
2.4 Die private Altersvorsorge 11
3. Demographische Entwicklung - Ursachen der Bevölkerungsstruktur 16
3.1 Vorbemerkungen 16
3.2 Die demographische Alterung 17
3.3 Die Geburtenentwicklung 19
3.4 Die Lebenserwartung 22
3.5 Wanderungen 25
3.6 Die Bevölkerungsentwicklung bis 2050: Eine Modellrechnung 27
4. Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Alterssicherungssysteme 33
4.1 Vorbemerkungen 33
4.2 Das Umlageverfahren 34
4.3 Das Kapitaldeckungsverfahren 36
4.4 Die Folgen der demographischen Verschiebung für die gesetzliche Rentenversicherung 38
4.5 Mögliche Auswirkungen des demographischen Wandels auf das Beitragssatzniveau der gesetzlichen Rentenversicherung 41
4.6 Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die private kapitalgedeckte Alterssicherung 44
5. Zukunftsorientierte Reformoptionen des gegenwärtigen Alterssicherungssystems 50
5.1 Vorbemerkungen 50
5.2 Systemimmanente Reformoptionen in der GRV 51
5.2.1 Reformen der Einnahmenseite 51
5.2.2 Reformen der Ausgabenseite 54
5.2.3 Schritte zur Senkung des Altenquotienten 58
5.2.4 Fazit 62
5.3 Vor- und Nachteile eines Kapitaldeckungsverfahrens 63
5.3.1 Rendite und Effizienz des KDV im Vergleich zum UV 63
5.3.2 Akzeptanz und Eigenvorsorge 64
5.3.3 Vermeidung von staatlichen Eingriffen 65
5.3.4 Nachteile des KDV 66
5.4 Die Reformoptionen außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung 68
5.4.1 Ergänzung des UV durch die Kapitaldeckung 68
5.4.2 Die Einführung einer Grundrente 70
5.4.3 Der vollständige Übergang zum KDV 76
5.5 Fazit 77
6. Zusammenfassung 79
Literaturverzeichnis 83

Arbeit zitieren:
Trastschinski, Helena Mai 2003: Rentenkrise in Deutschland und Wege zur Lösung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Altervorsorge, demographische Entwicklung, private Rentenversicherung, Kapitaldeckungsverfahren

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