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Relationship Marketing

Ein Ansatz zur Erzielung dauerhafter Kundenloyalität

Relationship Marketing
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martina Gregutsch
  • Abgabedatum: Mai 2001
  • Umfang: 165 Seiten
  • Dateigröße: 628,9 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule Heilbronn Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4780-9
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gregutsch, Martina Mai 2001: Relationship Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Beziehungsmanagement, Management, Customer, Bewertungsmodell, Kundenzufriedenheit

Diplomarbeit von Martina Gregutsch

Einleitung:

„Die Massenwerbung ist an ihre Grenzen gestoßen“ - so oder ähnlich lauteten in letzter Zeit die Schlagzeilen in einschlägigen Marketingfachzeitschriften. Gründe für diese These sind darin zu sehen, dass aufseiten der Werbe-Rezipienten ein Sättigungsgrad erreicht ist: Zu nennen sind hierbei Phänomene wie Informationsüberlastung und Reizüberflutung. Darüber hinaus sind Kunden kritischer geworden und verfügen über die Möglichkeit, via Internet Preise und Leistungen direkt miteinander zu vergleichen. Auf Unternehmensseite sind es Faktoren wie zunehmender Kostendruck, abnehmende Markenloyalität, Konkurrenz durch Me-too-Produkte und die damit zunehmende Austauschbarkeit von Produkten, Konkurrenzdruck im Zuge der Globalisierung, gesättigte Märkte und unberechenbares Käuferverhalten, die mehr Effektivität und Effizienz im Marketing erfordern. Neue Informations- und Kommunikationstechnologien und das Internet haben neue Kommunikationsinstrumente hervorgebracht, die eine individuelle und kostengünstige Ansprache des Kunden ermöglichen.

Das Marketing orientiert sich hierbei nicht mehr (nur) am Massenmarkt, sondern vor allem am einzelnen Kunden. Die technologische Umsetzung erfolgt dabei durch Mass Customization bzw. Mass Personalization. Mittels interaktiver Medien kann hierbei auf die individuellen Bedürfnisse einer großen Anzahl von Kunden eingegangen werden. One-to-one Marketing, Permission Marketing, Retention Marketing, Realtime Marketing, Loyalty Marketing sind alles Begriffe, die die neue Denkrichtung im Marketing zu umschreiben versuchen. Gemeint ist hierbei die Ausrichtung des Marketings an den individuellen Bedürfnissen des Kunden um ihn individuell zufrieden zustellen und um eine - im Idealfall - lebenslange Beziehung zum Kunden aufzubauen. Und zwar in der Weise, dass ein für beide Seiten gewinnbringender Austausch stattfindet. Das Bestreben ist hierbei mittels der durch diesen Austausch gewonnenen Informationen verschiedene Kunden unterschiedlich anzusprechen und zu behandeln. Auf diese Weise entsteht ein Zyklus, von dem beide Seiten profitieren: Das Unternehmen gewinnt zunehmend Informationen über den Kunden und der Kunde profitiert von auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Produkten und Dienstleistungen und ist dadurch wiederum bereit dem Unternehmen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist es, den Relationship Marketing [fortan mit RM abgekürzt]-Ansatz im Hinblick auf sein Bemühen um einen Beziehungsaufbau zum Kunden näher zu beleuchten. Hierbei soll der Fokus darauf gerichtet sein den RM-Ansatz und seine Bedeutung hinsichtlich der Erzielung von Kundenzufriedenheit und dauerhafter Kundenloyalität darzulegen.

Gang der Untersuchung:

Zu Beginn der Arbeit soll in Kapitel 2 aufgezeigt werden, aus welchen Gründen ein Paradigmenwechsel vom Massenmarketing zum Relationship Marketing erforderlich wurde.

In Kapitel 3 erfolgt eine Einordnung des RM innerhalb des Customer Relationship Management [fortan mit CRM abgekürzt]-Ansatzes. Dies erfolgt vor dem Hintergrund, dass CRM die dem RM übergeordnete Unternehmens-Strategie darstellt. Anschließend werden die Determinanten des Beziehungsmanagements dargestellt, wobei die sozialpsychologischen Aspekte im Vordergrund stehen sollen. Ferner wird in diesem Zusammenhang auf die Kundenzufriedenheit als einer messbaren Voraussetzung der Kundenbindung eingegangen, wie auch die Kundenbindung als Ziel einer kunden- und marktorientierten Unternehmensführung näher beschrieben. Daran anschließend werden die spezifischen Prinzipien und ökonomischen Ziele des RM-Ansatzes aufgezeigt. Des Weiteren wird der Marketing-Mix im RM vorgestellt, d.h. die Instrumente des RM werden der Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik zugeordnet.

Das Kapitel 4 befasst sich mit den Systemen zur Bewertung von Kundenbeziehungen. Die Notwendigkeit hierzu ist darin zu sehen, dass es für ein Unternehmen aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht rentabel wäre, mit jedem Kunden eine individuelle Beziehung einzugehen. Demnach sind Methoden der Segmentierung und Klassifizierung profitabler Kunden anzuwenden. Die Kundensegmentierung dient damit einer differenzierten Betrachtung von RM-Maßnahmen. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Bewertungsmöglichkeit der Geschäftsbeziehung aus Kundensicht eingegangen. Hierbei ist von Bedeutung, dass die Kundenzufriedenheit als Maßstab zur Bewertung der Effizienz und Effektivität von RM-Maßnahmen herangezogen werden kann.

In Kapitel 5 soll ein eigener Modellvorschlag eine Beurteilungsmöglichkeit dazu liefern, inwieweit der RM-Ansatz dazu geeignet ist Kunden zufrieden zu stellen, an das Unternehmen zu binden und damit den Unternehmenserfolg zu steigern. Es wird die Erfordernis zu einer Erweiterung herkömmlicher Kundenzufriedenheitsanalysen dargelegt. Weiterhin werden Techniken zur Erstellung eines Fragebogens dargestellt. Im Anschluss soll darauf aufbauend ein eigener Entwurf eines Kundenzufriedenheitsmodells vorgestellt werden, der die Effizienz von RM in Hinblick auf Loyalität und Wiederkauf der Kunden messen soll. Als Beispiel wurde eine Befragung der Kunden des Automobilherstellers MCC smart gewählt. Die Abfrage aller zufriedenheitsrelevanten Faktoren soll dabei Aufschluss darüber geben, welchen Beitrag das RM zur Gesamtzufriedenheit der Kunden leistet. Der Fragebogen ist zudem so entworfen, dass er aufzeigt, inwieweit smart-Kunden mit Maßnahmen der Kundenbindung zufrieden sind, wie wichtig ihnen die einzelnen Maßnahmen sind und was, über das bereits Angewandte hinaus, für sie interessant sein könnte. Da die empirische Durchführung der Umfrage aus unternehmensinternen Gründen seitens MCC smart abgelehnt wurde, steht eine empirische Überprüfung des Modells noch aus. Jedoch vermag es als Beispiel fungieren, wie Unternehmen die Effizienz ihrer RM-Maßnahmen messen können. Des weiteren soll ein Kriterienkatalog die Beurteilung der Beziehungsqualität ermöglichen. Die Problematik besteht hierbei darin zu definieren, was Kundenzufriedenheit und Kundenbindung ist, wie sich diese messen lassen und welchen Einfluss hierbei das RM hat.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Der Paradigmenwechsel vom Massenmarketing zum Relationship Marketing 4
3. Relationship Marketing als ein Instrument des Customer Relationship Management (CRM) 13
3.1 EINORDNUNG DES RELATIONSHIP MARKETING INNERHALB DES CRM-ANSATZES 13
3.2 DAS BEZIEHUNGSMANAGEMENT 21
3.2.1 Charakteristika des Beziehungsmanagements 21
3.2.2 Determinanten der Kundenbeziehung 24
3.2.2.1 Kundennähe 24
3.2.2.2 Vertrauen 26
3.2.2.3 Involvement 27
3.2.2.4 Commitment 28
3.2.3 Die Kundenzufriedenheit als Voraussetzung der Kundenbindung 30
3.2.3.1 Der Einfluss der Kundenzufriedenheit auf die Kundenbindung 30
3.2.3.2 Kundenzufriedenheit 31
3.2.3.3 Kundenbegeisterung 38
3.2.3.4 Beschwerdemanagement 40
3.2.4 Die Kundenbindung als Ziel einer marktorientierten Unternehmensführung 44
3.2.4.1 Grundgedanken zur Kundenbindung 44
3.2.4.2 Wechselbarrieren 49
3.2.4.3 Attraktivität des Konkurrenzangebotes 51
3.2.4.4 Variety Seeking 52
3.2.4.5 Loyalitätsmanagement 52
3.3 DER RELATIONSHIP MARKETING-ANSATZ 57
3.3.1 Das theoretische Modell zum Relationship Marketing 57
3.3.2 Prinzipien des Relationship Marketing 62
3.3.3 Ziele des Relationship Marketing-Ansatzes 64
3.3.3.1 Informationspotenziale 64
3.3.3.2 Referenzpotenziale 65
3.3.3.3 Cross-Selling 66
3.3.3.4 Loyalitätseffekte 66
3.3.4 Das Lifetime Value Konzept 68
3.3.5 Phasen der Kundenbindu0ng 71
3.3.6 Der Marketing-Mix im Relationship Marketing 76
3.3.6.1 Produktpolitik 76
3.3.6.2 Preispolitik 79
3.3.6.3 Kommunikationspolitik 80
3.3.6.4 Distributionspolitik 97
4. Bewertung von Kundenbeziehungen 100
4.1 BEWERTUNG VON KUNDENBEZIEHUNGEN AUS ÖKONOMISCHER SICHT 100
4.1.1 Bildung von Kundensegmenten 100
4.1.2 Bedeutung des Kundenwertes 102
4.1.3 Kundenselektion 104
4.1.4 Methoden der Kundenklassifizierung 105
4.1.4.1 ABC-Analyse 105
4.1.4.2 Kunden-Scoring-Modelle 105
4.1.4.3 Kundenlebenszyklusanalyse 106
4.1.4.4 Kundenportfolio-Analyse 107
4.2 BEURTEILUNG DER UNTERNEHMERISCHEN LEISTUNG AUS KUNDENSICHT 109
5. Bewertungsmodell für Relationship Marketing am Beispiel desAutomobilherstellers MCC smart 111
5.1 ERWEITERTE KUNDENZUFRIEDENHEITSANALYSE 111
5.2 DATENGEWINNUNG 113
5.3 DARSTELLUNG DES MODELLS UND DER DATENAUSWERTUNG 119
5.4 BEURTEILUNG DER BEZIEHUNGSQUALITÄT 121
6. Resümee 122
Anhang 127
Literaturverzeichnis 138

Automatisiert erstellter Textauszug:

3.3.3.2 Referenzpotenziale Laut einer Untersuchung des deutschen Kundenbarometers unterscheidet sich z.B. das Weiterempfehlungsverhalten bei Autokäufern je nach Ausmaß der Zufriedenheit beträchtlich: So wollen 60,4 % der überzeugten und 31,6 % der zufriedenen Kunden ihre Automarke weiterempfehlen. Dies verdeutlicht zum einen die hohe Bedeutung der Kundenzufriedenheit als wesentlichen Erfolgsfaktor eines Unternehmens und zum anderen das hohe Ausmaß, in dem überzeugte im Sinne von begeisterten und zufriedenen Kunden das Unternehmen weiterempfehlen. Dies gewinnt vor allem an Bedeutung, wenn man sich vor Augen hält, dass die Weiterempfehlung eine sehr effektive Form der Werbung ist. Sie vermittelt dem Empfänger konkrete Informationen aufgrund tatsächlicher Erfahrung und stammt darüber hinaus von Freunden und/oder Bekannten, auf deren Urteil i.a.R. vertraut wird und die somit die Funktion eines Testers übernommen haben.174 Darüber hinaus verfügt diese Art der Werbung über ein sehr hohes Maß an Glaubwürdigkeit und kann damit als sehr effizient eingestuft werden. Diese positiven Meinungsführer wirken weiterhin als Multiplikatoren und fungieren für das Unternehmen als kostenlose Werbeträger. Bei der aktiven Kundenempfehlung berichtet der Kunde von sich aus über die Vorzüge des Produktes und/oder Unternehmens in seinem Umfeld. [...]

stellungsprozess des Anbieters. Diese Abstimmung der Geschäftsprozesse fördert wiederum die Integration des Kunden. Hierbei ist jedoch anzumerken, dass der Kunde die für die Integration nötigen Informationen nur dann bereitwillig zur Verfügung stellt, wenn er sich sicher sein kann, dass diese vertraulich behandelt werden. Ø Investition: Die Selektion, Anbahnung, Steuerung, Individualisierung und Kontrolle von Geschäftsbeziehungen verursacht Kosten. Diese sind jedoch als Investitionen in die Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolges zu sehen. Hierbei gilt es zu konstatieren, dass sich die Investitionen mit zunehmender Beziehungsdauer mit Gewinn amortisieren. Ø Instrumentalisierung: Das Denken in Geschäftsbeziehungen ist auch in der Unternehmenspraxis durch adäquate Instrumente umzusetzen (z.B. durch eine Mitarbeiterzeitschrift). Darüber hinaus bedeutet RM nicht nur die eigenen Geschäftsbeziehungen, sondern auch die der Marktpartner untereinander zu gestalten und zielorientiert zu fördern. [...]

unterstützen kann auch ein professionelles Beschwerdemanagement, das den Kunden dazu ermutigt seine Unzufriedenheit zu äußern. Wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang die Zielerreichung, dass der Kunde als CoProduzent von sich aus aktiv wird. Dem Database Marketing kommt die Aufgabe zu, die Dialogkette zum Kunden aufrechtzuerhalten. Dabei geht es allerdings nicht um die Maximierung, sondern um die Optimierung der Kontaktkette zum Kunden. Dies bedeutet, dass die Ansprache des Kunden stets abgestimmt auf seine zuvor gezeigten Interaktionsreaktionen zu erfolgen hat. Das heißt, die Kommunikation des Kunden zum Unternehmen beeinflusst das Kommunikationsverhalten des Unternehmens gegenüber dem Kunden und vice versa. Darüber hinaus kann aufgrund bestimmter Kommunikationsanlässe, z.B. Kundentage etc., die persönliche Kommunikation zum Kunden auch gezielt gefördert werden. [...]

Arbeit zitieren:
Gregutsch, Martina Mai 2001: Relationship Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Beziehungsmanagement, Management, Customer, Bewertungsmodell, Kundenzufriedenheit

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