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Die Rehabilitation im Spannungsfeld zwischen Bedarf und Budget und ihre Bedeutung für das Bundesland Hessen

Die Rehabilitation im Spannungsfeld zwischen Bedarf und Budget und ihre Bedeutung für das Bundesland Hessen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Britta Werner
  • Abgabedatum: Juli 2003
  • Umfang: 100 Seiten
  • Dateigröße: 2,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Europa Fachhochschule Fresenius, Idstein Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7749-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7749-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7749-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Werner, Britta Juli 2003: Die Rehabilitation im Spannungsfeld zwischen Bedarf und Budget und ihre Bedeutung für das Bundesland Hessen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wachstumsgesetz, Morbiditätsentwicklung, Prävention, Patientenklassifikation, Strukturwandel

Diplomarbeit von Britta Werner

Einleitung:

Die Rehabilitation ist im Gegensatz zur Akutmedizin nicht am bio-medizinischen Krankheitsmodell (das klinische Bild als Manifestation einer Krankheit oder Schädigung), sondern am bio-psycho-sozialen Modell (der Berücksichtigung der aus einer Schädigung folgenden Funktions- und Leistungsstörungen oder drohender bzw. bereits manifester Beeinträchtigungen) orientiert. Rehabilitation ist eine eigene Behandlungsform und ergänzt und erweitert somit sinnvoll die Akutversorgung.

Mit den Maßnahmen zur Vorsorge und Rehabilitation werden medizinische und psychologische Ziele einerseits und sozialmedizinische Ziele (Eingliederung in das Arbeitsleben, soziale Integration und Selbstbestimmung) andererseits verfolgt.

Eng verknüpft mit der demographischen Entwicklung (steigende Lebenserwartung) ist die Veränderung der Todes- und Krankheitsursachen. Nicht mehr akut verlaufende, schwere Infektionskrankheiten sondern chronisch-degenerative Erkrankungen stehen im Vordergrund.

Die Analyse der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen in Hessen gestaltet sich uneinheitlich auf der Basis des Datenmaterials der amtlichen Statistik. Die in dieser Erhebung genutzten Daten (Krankenhausstatistik, Verzeichnis der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen in Hessen und die Fremdenverkehrsstatistik) liegen zum einem mit einer erheblichen Zeitverzögerung vor – in der Regel zwei Jahre – zum anderen sind sie nicht miteinander kompatibel. Die meldepflichtigen Angaben der Reha-Einrichtungen sind aus Datenschutzgründen, wenn überhaupt, nur auf Kreisebene abgebildet, jedoch nicht auf Gemeindeniveau (Kurorte). In der Fremdenverkehrsstatistik stehen auf Gemeindeebene wiederum nur sehr begrenzte Daten (Übernachtungen) zur Verfügung.

Die Auswirkungen der Gesetzgebung (WFG und BeitrEntlG) sind in unterschiedlichem Maße auf die Kreise bzw. Kurorte wirksam. Eine wichtige Rolle für den Grad der Betroffenheit von den Einsparbestimmungen spielen u. a. die therapeutische und medizinische Ausrichtung des Heilbades, die Anzahl der Reha-Kliniken vor Ort, das Qualitätsniveau, die Struktur der Vertragsbeziehungen zu den Kostenträgern sowie die Einbindung in die übrige Infrastruktur.

Inhaltsverzeichnis:

I. Die Bedeutung der Vorsorge und Rehabilitation 1
1.1 Einleitung 1
1.2 Die Ziele der Rehabilitation 1
1.3 Die Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen 2
1.4 Ausgewählte Arten der Rehabilitation 2
1.4.1 Die Frührehabilitation 2
1.4.2 Die Anschlussheilbehandlung (AHB)/Anschlussrehabilitation (AHR) 3
1.4.3 Die ambulante und wohnortnahe Rehabilitation 6
1.4.4 Die Mütterkuren bzw. Mutter-Kind-Kuren 7
1.5 Die Qualitätssicherung, die Effektivität und die Effizienz in der Rehabilitation 9
II. Die Entwicklung der sozialrechtlichen Grundlagen für die Vorsorge und Rehabilitation in Deutschland seit 1997 10
III. Die Rehabilitationslandschaft in Hessen im Jahr 1995 13
IV. Die Untersuchungsziele 16
V. Die Folgen der Spargesetze von 1997 auf den Bereich der Vorsorge und Rehabilitation in der GKV und GRV 16
5.1 Vorsorge und Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenkasse 17
5.1.1 Die Zahl der Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen 17
5.1.2 Die Zahl der Vorsorge- und Reha-Maßnahmen im Vergleich GKV Ost und GKV West 23
5.1.3 Die Verweildauer 23
5.1.4 Entwicklung der Vorsorge- und Rehabilitationstage 24
5.1.5 Die Ausgaben für Vorsorge und Rehabilitation in der Gesetzlichen Krankenversicherung 25
5.1.5.1 Die Entwicklung der allgemeinen Ausgaben in der GKV 25
5.1.5.2 Die anteiligen Ausgaben für Vorsorge und Rehabilitation an den Gesamtausgaben der GKV 29
5.2 Vorsorge und Rehabilitation in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) 30
5.2.1 Die Anträge und Bewilligungen 30
5.2.2 Die abgeschlossenen medizinischen und sonstigen Leistungen 32
5.2.3 Die stationären medizinischen und sonstigen Leistungen 34
5.2.4 Stationäre medizinische Reha-Leistungen nach Diagnosehauptgruppen 37
5.2.5 Die Entwicklung der Ausgaben in der Rehabilitation der Gesetzlichen Rentenversicherung 38
5.3 Ausgaben für Vorsorge und Rehabilitation insgesamt in der GRV und der GKV 44
5.4 Resümee 45
VI. Die Entwicklung des Vorsorge- und Rehabilitationsbedarfs 46
6.1 Die demographische Entwicklung 48
6.1.1 Die Auswirkungen auf die Kostenträger 48
6.1.2 Die Auswirkung auf die Beschäftigung 49
6.2 Die Morbiditätsentwicklung in der Bevölkerung 51
6.2.1 Einleitung 51
6.2.2 Die Prävention in der GKV 51
6.2.3 Die Programme der GKV für chronisch Kranke 52
6.2.4 Die Belastungen der modernen Arbeitswelt und Auswirkung auf die Morbidität 53
6.2.5 Die Zunahme der psychischen Erkrankungen 55
6.3 Das Nachfrageverhalten der Versicherten 55
6.4 Der Strukturwandel in der Rehabilitation 56
6.5 Die Patientenklassifikationssysteme in der Rehabilitation 56
6.5.1 Das KTL-System 58
6.5.2 Das FRGs-System 58
6.5.3 Das Ressource Utilization Groups III-System 58
6.6 Die Aufgaben für die Zukunft 59
VII. Die Entwicklung des stationären Rehabilitationssektors zwischen 1995 und 2001 in Hessen 59
7.1 Einleitung 59
7.2 Die Bettendichte Hessens im Vergleich zu den anderen Bundesländern 60
7.3 Die Entwicklung des rehabilitativen Sektors auf Kreisebene 64
7.4 Die Heilbäder in Hessen 74
7.5 Die Entwicklung der Beschäftigung in den Vorsorge- und Reha-Einrichtungen 77
7.6 Die Veränderung der Schwerpunktsetzung in den Fachabteilungen 80
7.7 Die Betrachtung der reha-spezifischen Kennzahlen nach Trägern 85
7.8 Einrichtungen, Betten und Personal in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen geordnet nach Größenklasse (Betten) 87
7.9 Zusammenfassung 89
Quellenverzeichnis 93
Tabellenverzeichnis 95
Abbildungsverzeichnis 96

Automatisiert erstellter Textauszug:

1995 hatten 64.683 Hessen Rehabilitationsleistungen in der GRV in Anspruch genommen, bis 1997 ging die Inanspruchnahme durch hessische Landesbürger um 34 Prozent auf 42.459 abgeschlossene Leistungen zurück und stieg dann wieder bis 2001 auf 57.269 Leistungen an. Hatten 1995 noch 108 Einwohner Hessens von 10.000 Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch genommen, so waren es 1997 nur noch 70 und im Jahr 2001 94. Damit lag Hessen 2001 an vorletzter Stelle. Nur in Schleswig-Holstein nahmen mit 84 Inanspruchnahmen pro 10.000 Einwohner weniger Menschen Reha-Leistungen wahr. Damit wiesen die beiden Bundesländer mit der höchsten Reha-Therapiedichte je 10.000 Einwohner die geringste Inanspruchnahme von Reha-Maßnahmen durch die Landesbürger selbst auf. [...]

5.2.3. Die stationären medizinischen und sonstigen Leistungen Um die Wirkung der Spargesetze auf das Inanspruchnahmeverhalten der Versicherten darzustellen, ist es sinnvoll, die Reha-Intensität anhand der in Anspruch genommenen RehaLeistungen je 1000 Versicherte zu betrachten. Deutlich spiegelt sich auch hier der politisch gewünschte und subventionierte Angleichungsprozess zwischen den alten und neuen Bundesländern wider. Aus den unterschiedlichen Entwicklungen heraus nähern sich die RehaParameter von Ost und West – allerdings auf einem eher niedrigen Level – an. Für die Jahre 1997 und 1998 ergab sich eine deutliche Abnahme der Reha-Intensität im Vergleich zu 1995 um 38 Prozent (21 Leistungen pro 1000 Versicherte) in den alten Bundesländern und um 10 Prozent (19 Leistungen pro 1000 Versicherte) in den neuen Bundesländern. Die Reha-Intensität der GRV-Versicherten erreichte in beiden Teilen Deutschlands bis zum Jahr 2000 ein fast gleiches Niveau von 27 bzw. 26 Reha-Leistungen [...]

In der Gesetzesbegründung hieß es: „ ...dass bei vergleichbarem Rehabilitationserfolg die Leistungen ambulant erbracht werden sollen, um dem Grundsatz der wirtschaftlichen und sparsamen Leistungserbringung stärker Rechnung zu tragen.“ (Maier-Riehle, B., Schliehe, F., Rehabilitation 38, 1999 ) Die „ Rahmenempfehlungen zur ambulanten medizinischen Rehabilitation“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Rehabilitationsträger (BAR) und die indikationsspezifischen Konzepte der RV waren die Grundlage für die weitere Entwicklung der ambulanten Rehabilitation in der GRV. In der GKV wiederum gehörten die ambulanten Bäderkuren zu den Vorsorgeleistungen, die im Zusammenhang mit den Einsparungen gerade im präventiven Bereich, zu allererst gestrichen wurden. Dadurch ergab sich die relative Angleichung der ambulanten Maßnahmen in der GRV und in der GKV. Dem Bestreben der GRV, gerade im ambulanten Bereich das Angebot zu erhöhen, ist damit voll entsprochen worden, wenn auch der Anteil der ambulanten und teilstationären Leistungen an den gesamten medizinischen Leistungen mit 3,4 Prozent (2001) noch relativ gering ausfällt. [...]

Arbeit zitieren:
Werner, Britta Juli 2003: Die Rehabilitation im Spannungsfeld zwischen Bedarf und Budget und ihre Bedeutung für das Bundesland Hessen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wachstumsgesetz, Morbiditätsentwicklung, Prävention, Patientenklassifikation, Strukturwandel

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