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Die Regulierung von natürlichen Monopolen

Unter besonderer Berücksichtigung der Elektrizitätswirtschaft in der BRD bis zur Wiedervereinigung 1990

Die Regulierung von natürlichen Monopolen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Rieger
  • Abgabedatum: April 1997
  • Umfang: 106 Seiten
  • Dateigröße: 4,9 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1760-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1760-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1760-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rieger, Thomas April 1997: Die Regulierung von natürlichen Monopolen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, Energiewirtschaftsgesetz

Diplomarbeit von Thomas Rieger

Einleitung:

Im folgenden wird ein theoretisches Gerüst zur Regulierung natürlicher Monopole aufgebaut, mit dessen Hilfe anschließend Beschreibung, Analyse und Bewertung eines Beispiels aus der bundesdeutschen Wirtschaft durchgeführt werden soll. Ziel ist es, anhand der Elektrizitätswirtschaft als ausgewählter Branche festzustellen, inwieweit Theorie und Praxis dabei in Übereinstimmung zu bringen sind.

Vorausschickend sind hierzu einige Bemerkungen zur Vorgehensweise zu machen:

Es wird zunächst notwendig sein, die vielseitigen Möglichkeiten von Eingriffen in ein Gesellschafts- bzw. Wirtschaftssystem zu unterscheiden und zu definieren. Speziell in den 1970er Jahren haben sich eine Vielzahl von Ökonomen und Politikern verstärkt mit diesem Thema auseinandergesetzt. was nicht zuletzt eine große Anzahl von Definitionen, Theorien, Betrachtungsweisen sowie kritischen Diskussionen hervorgebracht hat.

Regulierung trat und tritt aus den verschiedensten Gründen und in vielfältigen Formen und Ausprägungen zutage, wobei die Marktform des regulierten Marktes in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle spielt. Deshalb wird in einem weiteren Schritt die Marktform des "natürlichen Monopols" näher zu betrachten sein, welche v.a. in den Versorgungs-., Verkehrs- und Telekommunikations-Sektoren ("VVT-Sektoren") vorherrschend ist. Das natürliche Monopol liefert eine der klassischen Begründungen für Regulierungsmaßnahmen, obwohl die Meinungen über Vor- und Nachteile staatlicher Eingriffe in ein Wirtschaftssystem stark auseinandergehen. So sehen es selbst Kritiker als eine der Ursachen für das Entstehen bzw. Fortbestehen regulierter Bereiche.

Am Beispiel der Elektrizitätswirtschaft lassen sich dann die so gewonnenen Erkenntnisse überprüfen und bewerten zumal die Elektrizitätswirtschaft unter den leitungsgebundenen Energieversorgungssystemen die am stärksten regulierte Branche darstellt. Dabei konzentriert sich die Analyse auf die regulierenden gesetzlichen Bestimmungen, sowie deren Änderungen und Novellierungen. Die Eckpfeiler bilden das "Energiewirtschaftsgesetz" (EnWG) und das "Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen" (GWB). Bei der Untersuchung der Elektrizitätswirtschaft werden neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen die Primärenergien und die staatliche Aufsicht ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Nicht nur nach GRÖNERs Ansicht nimmt die Elektrizität unter den Sekundärenergien den ersten Rang ein. Die Monopolkontrolle der Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) ist die Aufgabe, die in diesem Zusammenhang immer wieder als die wichtigste der Wirtschaftspolitik hervorgehoben wird.

Was die Betrachtung dieser Branche besonders interessant erscheinen läßt, ist die Tatsache, daß sie durch das heute noch gültige EnWG von 1935 einerseits von Einflüssen einer Wirtschaftsordnung des Nationalsozialismus umgeben ist und mit dem vor kurzem vom Wirtschaftsministerium eingebrachten Entwurf zur Neufassung eben dieses Gesetzes andererseits von großer Aktualität zeugt.

Wie KURZ anhand einer Übersicht des Statistischen Bundesamtes von 1984 feststellt, konzentrieren sich die Regulierungseingriffe in der Bundesrepublik Deutschland auf die "GWB-Ausnahmebereiche", sowie die Bereiche Kohlebergbau, Stahlindustrie, Wohnungsvermietung, Gesundheitswesen und übrige Dienstleistungen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungen V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Vorbemerkungen und Überblick 1
2. Regulierung 3
2.1 Definition, Begriffsabgrenzung und Erläuterungen 3
2.2 Ursprünge und historischer Hintergrund der Regulierung 6
2.3 Die normative Theorie der Regulierung 8
2.3.1 Begriffsabgrenzung und Motive der normativen Regulierungstheorie 8
2.3.2 Die Marktversagensthese 8
2.3.2.1 Das natürliche Monopol als Ursache für Marktversagen 9
2.3.2.2 Ruinöser Wettbewerb als Ursache für Marktversagen 12
2.3.2.3 Öffentliche Güter und externe Effekte als Ursache für Marktversagen 14
2.4 Die positive Theorie der Regulierung 15
2.4.1 Die Capture-Theorie 15
2.4.2 Die Krisenthese 18
2.5 Ziele der Regulierung 19
2.6 Arten und Instrumente der Regulierung 21
2.6.1 Ökonomische Regulierung 21
2.6.2 Soziale Regulierung 22
3. Das natürliche Monopol 23
3.1 Eigenschaften des natürlichen Monopols 24
3.1.1 Subadditivität 24
3.1.2 Irreversibilität 25
3.2 Ökonomische Implikationen des natürlichen Monopols 26
3.3 Ausgestaltung und Konsequenzen von Regulierungseingriffen im natürlichen Monopol 29
3.3.1 Kontrahierungszwang ("common carrier-Prinzip") 29
3.3.2 Preisdiskriminierung 30
3.3.3 Interne Subventionierung 32
3.3.4 Spitzenlastpreisbildung ("peak load pricing") 33
3.3.5 Rosinenpicken ("cream skimming") 34
4. Die Regulierung der deutschen Elektrizitätswirtschaft 36
4.1 Die Situation vor 1949 37
4.1.1 Technische Grundlagen und Anfänge der Elektrizitätswirtschaft 37
4.1.2 Wirtschafts- und ordnungspolitische Grundlagen 39
4.1.3 Das Gesetz zur Förderung der Energiewirtschaft (Energiewirtschaftsgesetz) (EnWG) 43
4.2 Die Situation in der Bundesrepublik Deutschland 47
4.2.1 Grundlagen und Entwicklung der Elektrizitätswirtschaft 47
4.2.2 Primärenergien 48
4.2.2.1 Steinkohle 50
4.2.2.1.1 "Gesetz zur Förderung der Verwendung von Steinkohle in Kraftwerken" (Erstes Verstromungsgesetz) 50
4.2.2.1.2 "Gesetz zur Sicherung des Steinkohleneinsatzes in der Elektrizitätswirtschaft" (Zweites Verstromungsgesetz) 51
4.2.2.1.3 "Gesetz über die weitere Sicherung des Einsatzes von Gemeinschaftskohle in der Elektrizitätswirtschaft" (Drittes Verstromungsgesetz) 51
4.2.2.2 Kernenergie 55
4.2.3 Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und die Stellung der Elektrizitätswirtschaft innerhalb des GWB 58
4.2.4 Novellen des GWB 63
4.2.4.1 "Zweites Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen" (Zweite GWB-Novelle) 63
4.2.4.2 "Viertes Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen" (Vierte GWB-Novelle) 64
4.2.4.3 "Fünftes Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen" (Fünfte GWB-Novelle) 57
4.2.5 Staatliche Aufsicht und die Probleme bei der Monopolkontrolle 68
4.2.5.1 Fachaufsicht 69
4.2.5.2 Preisaufsicht 71
4.2.5.3 Kartellaufsicht 75
4.2.6 Deregulierung 76
4.3 Die Situation vor der Wiedervereinigung 78
5. Abschließende Bemerkungen 80
5.1 Zusammenfassung 80
5.2 Beurteilung 83
Literaturverzeichnis 88

Arbeit zitieren:
Rieger, Thomas April 1997: Die Regulierung von natürlichen Monopolen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, Energiewirtschaftsgesetz

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