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Regionalökonomische Wirkungen des Flughafens Innsbruck

Regionalökonomische Wirkungen des Flughafens Innsbruck
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Mathias Winkler
  • Abgabedatum: Dezember 1999
  • Umfang: 271 Seiten
  • Dateigröße: 13,6 MB
  • Institution / Hochschule: Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5171-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5171-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5171-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Winkler, Mathias Dezember 1999: Regionalökonomische Wirkungen des Flughafens Innsbruck, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wertschöpfungsanalyse, indirekte Wirkungen, Wirkungsanalyse, Regionalökonomie, Standort

Diplomarbeit von Mathias Winkler

Gang der Untersuchung:

Der erste Teil der Arbeit setzt sich mit den direkten Wirkungen des Flughafen Innsbruck auf die Tiroler Wirtschaft auseinander. Um diese Effekte abzubilden wurde eine empirische Analyse der Struktur der Betriebe am Flughafen durchgeführt. Dabei wurden Daten zu den Arbeitnehmern genauso wie Daten zur Wertschöpfung der Betriebe erhoben. Festgestellt wurde zum Beispiel, dass der Flughafen Innsbruck (INN) im Vergleich mit dem Land Tirol ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum aufweist. Auch ist das Ausbildungsniveau im Vergleich zum Land Tirol hoch. 4 von 10 Beschäftigten weisen einen Abschluss einer höheren Schule oder einer Hochschule auf, das aus der jährlichen Bruttolohnsumme berechnete Durchschnittseinkommen beträgt ca. 33.000 Schilling. Die Schätzung der Umsätze für den INN beläuft sich auf 2,9 Mrd. ÖS jährlich (= 3,4 Mio. ÖS pro Kopf).

Im zweiten Teil wurde versucht, die indirekten Wirkung des Flughafen darzustellen. Dabei wurde auf regional-ökonomische Theorien zurückgegriffen und der Versuch unternommen eine Verflechtungsmatrix zu erstellen. Untersucht wurden schließlich unter anderem:

- Fiskalische Effekte; Steuer- und Abgabenzahlungen.

- Incoming- und Outgoingtourismus.

Nicht untersucht werden konnten im Rahmen dieser Arbeit:

- Umweltbeeinträchtigungen, v.a. Lärm und Abgase (= Negative externe Effekte).

Im dritten Teil der Arbeit wird versucht, die Wirkungen des Flughafen Innsbruck auf den Wirtschaftsstandort Tirol abzuschätzen. Mangels praktischer Anwendbarkeit existierender Standorttheorien wurden qualitative Interviews mit Personen vom INN, mit Experten für den Wirtschaftsstandort Tirol und mit Unternehmern in Tirol geführt, dabei wurde auch auf die saubere Anwendung der oft verwendeten qualitativen Methode Rücksicht genommen.

Als Ergebnis lässt sich verkürzt der überraschende Schluss ziehen, dass immer dann geflogen wird, wenn es die billigste aller Alternative ist.

Unwirtschaftliche Gründe sind dafür bei den befragten Unternehmen nicht ausschlaggebend.

Billig bedeutet jedoch nicht, dass die direkten Transportkosten, wie die Kosten für das Ticket, am niedrigsten sein müssen. Ausschlaggebend sind neben den direkten Kosten auch die Kosten der aufgewendeten Zeit.

Die Kosten der Zeit hängen wiederum vom Stundenlohn der Reisenden ab. Je höher der Stundenlohn, desto eher rentiert sich eine Flugreise, weil diese ab einer bestimmten Entfernung viel schneller ist.

Es dürften damit hauptsächlich Personen fliegen, die ein hohes Einkommen haben.

Für den gesamten Güterverkehr ist der INN quantitativ unbedeutend, allerdings können durch die ILUG als Frachthandlinggesellschaft Transportkosten eingespart werden. Die von Innsbruck aus beförderte Luftfracht ist jedoch oft sehr dringend. Denkbar sind etwa wichtige Ersatzteile oder sogar Organe. Die Luftfracht ist qualitativ bedeutend, sie kann „überlebenswichtig“ für bestimmte Unternehmen sein.

Insgesamt ist damit der Flughafen Innsbruck ein notwendiger (Standort)-Faktor für bestimmte Branchen in Tirol, wobei der Verdacht besteht, dass gerade in diesen Branchen hohe (regionale) Wertschöpfungen erzielen.

Inhaltsverzeichnis:

TEIL I
1. EINFÜHRUNG 22
2. LUFTVERKEHRSWIRTSCHAFT 25
2.1 BEGRIFFSABGRENZUNGEN 25
2.2 RAHMENBEDINGUNGEN ZUM LUFTVERKEHR 28
2.2.1 ENTWICKLUNG DES LUFTVERKEHRS 28
3. REGIONALWIRTSCHAFTLICHER NUTZEN EINES FLUGHAFENS 30
4. GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG DES INNSBRUCKER FLUGHAFENS 32
5. DER INNSBRUCKER FLUGHAFEN ALS VERKEHRSSTATION 36
5.1 PASSAGIERENTWICKLUNG 37
5.2 ENTWICKLUNG DER FLUGBEWEGUNGEN 44
5.3 VERGLEICH PASSAGIERZAHLEN MIT FLUGBEWEGUNGEN 45
5.4 LUFTFRACHT 47
5.5 LUFTPOST 48
5.6 VERGLEICH DER ÖSTERREICHISCHEN FLUGHÄFEN 49
6. DAS WIRTSCHAFTSUNTERNEHMEN FLUGHAFEN INNSBRUCK 50
6.1 UNTERSUCHUNGSZIEL 50
6.2 UNTERSUCHUNGSRAUM 51
6.3 VORGEHENSWEISE 52
6.4 WIRTSCHAFTLICHE EFFEKTE DES FLUGHAFENS INNSBRUCK 54
6.4.1 MESSUNG VON WIRTSCHAFTLICHEN EFFEKTEN 54
6.5 ANALYSE DER BESCHÄFTIGUNG 57
6.5.1 DIE ARBEITSSTÄTTEN AM FLUGHAFEN 57
6.5.2 ANZAHL DER BESCHÄFTIGTEN 58
6.5.3 BETRIEBSGRÖSSENSTRUKTUR 60
6.5.3 BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG 62
6.5.4 BESCHÄFTIGUNGSSTRUKTUR 64
6.5.5 INDIREKTE BESCHÄFTIGUNGSEFFEKTE 73
6.5.6 INDUZIERTE EFFEKTE 74
6.5.7 GESAMTEFFEKT 74
6.6 WERTSCHÖPFUNG DER BETRIEBE 76
6.6.1 ALLGEMEIN 76
6.6.2 BERECHNUNG DER WERTSCHÖPFUNG 78
6.6.3 WERTSCHÖPFUNG AM FLUGHAFEN INNSBRUCK 80
6.7 UMSÄTZE UND ERTRÄGE DER BETRIEBE 84
6.7.1 ALLGEMEINES 84
6.7.2 SCHÄTZUNG DER UMSÄTZE UND ERTRÄGE FÜR DEN FLUGHAFEN INNSBRUCK 84
6.7.3 ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE DER UNTERNEHMEN AM FLUGHAFEN INNSBRUCK 86
6.8 INVESTITIONEN 87
6.8.1 ALLGEMEINES 87
6.8.2 INVESTITIONEN AM FLUGHAFEN INNSBRUCK 88
7. ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN DES FLUGHAFEN INNSBRUCK 90
TEIL II
1. EINFÜHRUNG 93
2. REGIONALÖKONOMIK - EIN ÜBERBLICK 94
2.1 DAS KONZEPT DER REGION 94
2.2 REGIONALE INPUT-OUTPUT-ANALYSE 96
2.2.1 ZWECK DER REGIONALEN INPUT-OUTPUT-ANALYSE 96
2.2.2 MÖGLICHE PROBLEME DER REGIONALEN INPUT-OUTPUT-ANALYSE 96
2.3 REGIONALE MULTIPLIKATORANALYSE 97
2.3.1 ZWECK DER MULTIPLIKATORANALYSE 97
2.3.2 MÖGLICHE PROBLEME DER MULTIPLIKATORANALYSE 98
3. REGIONALFLUGHÄFEN 99
3.1 EIGENSCHAFTEN VON REGIONALFLUGHÄFEN 99
3.2 SITUATION IN ÖSTERREICH 100
3.3 AUFGABEN UND FUNKTIONEN VON REGIONALFLUGHÄFEN 101
4. EINZUGSGEBIET 104
4.1 DEFINITION DES EINZUGSGEBIETES 104
4.2 VERSUCH EINER DEFINITION DES EINZUGSGEBIETES FÜR DEN FLUGHAFEN INNSBRUCK 105
5. INDIREKTE WIRKUNGEN VON FLUGHÄFEN 111
5.1 DEFINITION 111
5.2 MÖGLICHE INDIREKTE WIRKUNGEN VON FLUGHÄFEN 114
5.3 KRITIK AN DEN STUDIEN 120
5.4 BEISPIEL: FLUGHAFENPROJEKT GROSSPETERSDORF 122
6. VERFLECHTUNGSMATRIX FÜR DEN FLUGHAFEN INNSBRUCK 124
7. UMWELTBEEINTRÄCHTIGUNGEN 127
7.1 ALLGEMEINES 127
7.2 SITUATION AM FLUGHAFEN INNSBRUCK 128
7.3 BEISPIEL: FLUGLÄRM 128
8. KONKURRIERENDE VERKEHRSUNTERNEHMEN 131
9. STAAT UND GEBIETSKÖRPERSCHAFTEN 136
9.1 EIGENTUMSVERHÄLTNISSE, FINANZIERUNG 136
9.2 DER FLUGHAFEN ALS STEUERZAHLER 137
9.3 DER FLUGHAFEN ALS INVESTOR 138
10. FALLBEISPIEL: TOURISMUS 139
10.1 EINFÜHRUNG 139
10.2 ZIELE UND FRAGESTELLUNGEN 140
10.3 ÜBERBLICK 141
10.4 KONKRETE BEISPIELE 144
10.4.1 INCOMING 144
10.4.2 OUTGOING 146
10.5 AUSWERTUNG DER VORHANDENEN DATEN 147
10.5.1 DATENMATERIAL 147
10.5.2 AUSWERTUNG DER DATEN 148
10.6 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND ERKENNTNISSE 162
TEIL III
1. EINFÜHRUNG UND FRAGESTELLUNG 165
1.1 VORBEMERKUNG 165
1.2 BEDEUTUNG VON VERKEHRSINFRASTRUKTUR 165
1.3 FRAGESTELLUNG FÜR DIE UNTERSUCHUNG 166
2. DIE STANDORTFRAGE IN DER LITERATUR 170
2.1 BEDEUTUNG DES STANDORTES 170
2.2 STANDORTFAKTOREN 170
2.3 STANDORTTHEORIEN 175
2.3.1 ÖKONOMISCHE THEORIEN 175
2.3.2 BEHAVIOURISTISCHE (VERHALTENSWISSENSCHAFTLICHE) STANDORTTHEORIE 176
2.3.3 FLUGVERKEHR IN DEN STANDORTTHEORIEN 179
2.4 STANDORTEFFEKTE IN DEN FLUGHAFENSTUDIEN 181
2.5 SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE ANALYSE 183
3. METHODE DER ANALYSE 184
3.1 ENTWURF DER STUDIE 184
3.1.1 KONZEPTUELLER ENTWURF 184
3.1.2 TECHNISCHER ENTWURF 185
3.2 OPERATIVE UMSETZUNG 195
3.2.1 DURCHFÜHRUNG DER INTERVIEWS 195
3.2.2 DARSTELLUNG DER INTERVIEWS IN DER ARBEIT 197
3.2.3 DATENERFASSUNG 198
3.2.4 DIE BEFRAGTEN PERSONEN 200
3.2.5 AUSSAGEKRAFT DER INTERVIEWS 203
3.2.6 AUSWERTUNG DER TRANSKRIPTE 204
4. DIE ANALYSE 208
4.1 STANDORTFAKTOREN IM WIRTSCHAFTSRAUM TIROL 208
4.1.1 ALLGEMEINE EINSCHÄTZUNG 208
4.1.2 DIE WICHTIGSTEN FAKTOREN FÜR BETRIEBSANSIEDLUNGEN 213
4.2 GESCHÄFTSREISEVERKEHR 214
4.2.1 DER FLUGHAFEN ALS STANDORTFAKTOR 214
4.2.2 SPEZIELLE BEDEUTUNG DES FLUGVERKEHRS FÜR DIE TIROLER WIRTSCHAFT 217
4.2.3 BEDEUTUNG DES FLUGHAFEN INNSBRUCK FÜR BETRIEBSANSIEDLUNGEN 223
4.2.4 SPEZIALFALL: TYROLEAN AIRWAYS 224
4.3 GÜTERVERKEHR 225
4.3.1 ALLGEMEINES 225
4.3.2 LUFTFRACHT IN TIROL 228
4.3.3 BEDEUTUNG DES FLUGHAFEN INNSBRUCK FÜR DEN GÜTERVERKEHR 229
4.3.4 ENTSCHEIDUNG BEZÜGLICH FRACHTBEFÖRDERUNGS-ALTERNATIVEN 230
4.3.5 BEDEUTUNG DES GÜTERVERKEHRS FÜR DEN STANDORT TIROL 231
4.4 ALLGEMEINE EINSCHÄTZUNGEN 232
4.4.1 ENTWICKLUNG DES FLUGVERKEHRS 232
4.4.2 EINFLUSS DER NEUEN KOMMUNIKATIONSMITTEL 233
4.4.3 BESONDERHEITEN DES FLUGHAFEN INNSBRUCK FÜR DEN GESCHÄFTSREISEVERKEHR 234
5. ERGEBNISSE DER ANALYSE 236
5.1 EINSCHÄTZUNG: BEDEUTUNG DES FLUGHAFEN FÜR DEN STANDORT TIROL 236
5.2 RESUMÉE 244
5.3 EINSCHÄTZUNG DER METHODOLOGIE 246
5.4 EINSCHRÄNKUNGEN 246
ANHANG
LITERATURVERZEICHNIS

Arbeit zitieren:
Winkler, Mathias Dezember 1999: Regionalökonomische Wirkungen des Flughafens Innsbruck, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wertschöpfungsanalyse, indirekte Wirkungen, Wirkungsanalyse, Regionalökonomie, Standort

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