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Regionalanalyse des Fitnessmarktes Ostdeutschland

Regionalanalyse des Fitnessmarktes Ostdeutschland
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: André Schulz
  • Abgabedatum: Oktober 2003
  • Umfang: 124 Seiten
  • Dateigröße: 1,9 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Deutsche Sporthochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7985-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7985-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7985-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schulz, André Oktober 2003: Regionalanalyse des Fitnessmarktes Ostdeutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Fitnessbranche, Analyse, östliche Bundesländer, Eckdaten, Anlagenverteilung

Diplomarbeit von André Schulz

Einleitung:

Betrachtet man die Fitness - Branche in Deutschland, so ist eine kontinuierliche Entwicklung vom Bodybuilding der 70er Jahre über den Aerobic – Boom der 80er und den Gesundheitstrend der 90er Jahre bis zum Thema Wellness des neuen Jahrtausends zu erkennen. Neben der Analyse der Vergangenheit dieser Branche rücken in den letzten Jahren häufiger Institutionen in den Vordergrund, welche sich an einer zukünftigen Prognose der Fitness – Branche versuchen. Gemeinsam ist allen Studien, dass die Entwicklung der Fitnesslandschaft als Ganzes gesehen wird und Prognosen für den gesamtdeutschen Markt abgegeben werden. Regionale Aspekte bzw. eine isolierte Diskussion des ostdeutschen Fitness - Marktes sowie eine Darstellung von Interdependenzen zwischen der Fitness - Branche und allgemeinen wirtschaftlichen und demographischen Aspekten wird in allen bekannten Untersuchungen nahezu vollständig außer Acht gelassen.

Diese Arbeit soll nun die Frage nach der Entwicklung, der Struktur und den Eckdaten des Fitness - Teil – Marktes Ostdeutschland beantworten und daraus Folgerungen bzw. Prognosen bzgl. der Wachstumsperspektive der östlichen Branche unter Beachtung wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und demographischer Variablen ableiten.

Einerseits ergibt sich die Relevanz dieser Arbeit daraus, dass es gegenwärtig keine Untersuchung oder Erhebung gibt, die sich auch nur in Ausschnitten mit ostdeutschen Fitnessdaten beschäftigt. Allein der Deutsche Sport - Studio Verband ( DSSV ) als übergeordnete Institution erwähnte erstmals in den Eckdaten 2002 ostdeutsche Bundesländer im Zusammenhang mit der Anlagendichte. Diese Kennzahl ist allerdings die einzige, die im Moment in Bezug auf die östlichen Länder publiziert wurde.

Diese Abhandlung zeichnet das Bild der ostdeutschen Fitness – Branche deutlicher und stellt den Bezug zum Gesamtmarkt der BRD her.

Andererseits interessiert die Thematik der zunehmenden Konkurrenz der Marktteilnehmer und der immer problematischer werdenden, erfolgversprechenden Standortwahl. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen dazu beitragen, potentielle neue Standorte mit erfolgversprechender Zukunftsperspektive zu finden und daraus das Wachstumspotential des ostdeutschen Fitness – Marktes abzuleiten. Die Beschreibung des zukünftigen Potentials gerät ins Zentrum des Interesses, weil erstmals seit 1990 ein leichter Rückgang der Mitglieder- und Umsatzzahlen von 2001 auf 2002 statt fand. Gleichzeitig gibt es Stimmen, die von Sättigung und Konsolidierung der Branche sprechen. Eine Steigerung der Anlagen- und Mitgliederzahlen wird vor allem durch Fitness – Ketten wie 24Hours, Fitness Company, Elixia oder Future Sports geplant, die ihren Anteil an der Gesamtzahl der Anlagen in Deutschland weiter ausbauen wollen.

Ungebrochen optimistisch zeigen sich weiterhin Zukunftsforscher, die bereits die Ablösung der Informationstechnologie von Platz 1 der weltweiten Wachstumsmotoren durch das Thema Gesundheit prognostizieren.

Aus diesen Ansätzen wird ersichtlich, dass eine Darstellung der Perspektiven und der zukünftigen Entwicklung der Branche problematisch erscheint. Da alle im folgenden aufgeführten Institutionen von einer weiter wachsenden Fitness – Branche sprechen, stellt sich die Frage, welche Standorte in Deutschland durch ein entsprechend wirtschaftsstarkes Umfeld diese Expansion ermöglichen könnten. Diese Arbeit gibt, in Bezug auf den ostdeutschen Markt, eine Antwort darauf.

Bezogen auf die Eckdaten der ostdeutschen Fitness – Landschaft gibt es aktuell nur den DSSV und den Verband deutscher Fitness- und Freizeitunternehmen ( VDF ), welche am Rande ihrer Erhebungen einzelne Zahlen bzgl. der östlichen Bundesländer erwähnen. Gezielte und ausschließliche Untersuchungen der ostdeutschen Branchen – Kennzahlen liefern allerdings beide Institutionen nicht.

An einer Prognose der Gesamtentwicklung der Fitness - Branche versuchen sich nun verschiedene Institutionen. Gegenwärtig werden für 2002 vom Deutschen Sport - Studio Verband 5,08 Mio. Mitglieder ausgewiesen. Auf den deutschen Markt bezogen sieht die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche aus Düsseldorf bereits für 2005 einen Mitgliederbestand zwischen 6,3 und 6,8 Mio. in den Fitnessanlagen. Dieses Unternehmen arbeitet gegenwärtig an einer umfassenden Markterhebung aller Fitnessanlagen in Deutschland und versucht darüber weitere detaillierte Prognosen für die Entwicklung des Marktes zu geben.

Weiterhin beschäftigt sich die International Health, Racket & Sportsclub Association (IHRSA) mit Datenerhebungen von Fitnessanlagen in der ganzen Welt. Im Zuge dessen werden einzelne Länder analysiert, mit anderen verglichen und auch Wachstumsprognosen abgegeben. Allerdings befindet sich hier der Schwerpunkt im übergeordneten Ländervergleich.

Der Deutsche Sport – Studio – Verband ( DSSV ) legt in regelmäßigen Abständen Eckdaten der Branche vor und gibt Entwicklungstendenzen an.

Zu Beginn dieser Abhandlung sollen die Grundlagen, Voraussetzungen und Gestaltungsprinzipien einer Marktanalyse aufgezeigt werden. Unter Bezug auf verschiedene Umfelddeterminanten werden die Besonderheiten einer Marktsegmentierung über eine Clusteranalyse herausgearbeitet. Weiterhin werden die determinierenden Variablen der Nachfrage und des Konsums näher untersucht. Zusätzlich erfolgt eine theoretische Betrachtung der Absatz- und Konkurrenzanalyse. Diese Diskussion besitzt besondere Relevanz, da durch die Fokussierung auf die beeinflussenden Variablen des Konsums die Voraussetzungen für die spätere Clusteranalyse der Regionen Ostdeutschlands erfolgt.

Im folgenden Abschnitt des vierten Kapitels folgt dann eine Untersuchung Ostdeutschlands nach den vorher als relevant erachteten wirtschaftlichen und demographischen Faktoren. Des weiteren bildet hier eine Clusteranalyse des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle die Grundlage für die weiteren Marktbetrachtungen der ostdeutschen Fitnesslandschaft. Im weiteren Verlauf wird diese Studie durch eigene Parameter ergänzt und abgerundet. Es wird dabei nicht nur auf regionale Aspekte der Bundesländer insgesamt eingegangen, sondern es werden auch einzelne Städte, Kreise und kreisfreie Städte untersucht. Weiterhin wird analysiert, inwieweit allgemeine wirtschaftliche Faktoren auch die Zukunftsperspektiven des Sportmarktes beeinflussen können und welche Folgerungen daraus zu ziehen sind.

Im fünften Kapitel wird zunächst die gesamtdeutsche Fitnessbranche betrachtet. Anschließend erfolgt die Analyse des ostdeutschen Fitness - Marktes unter Berücksichtigung der vorher herausgearbeiteten wirtschaftlichen und demographischen Unterschiede. Durch Kombination und Darstellung von Interdependenzen aller vorliegenden Variablen sollen dann Ansätze für mögliche Standortempfehlungen gegeben werden.

Die abschließende Beurteilung als quantitative Entwicklungsprognose des Gesamtmarktes Ostdeutschland und dessen Wachstumspotential soll möglichst unter Einbeziehung aller regionalen Wirtschaftsdaten und unter Beachtung von Besonderheiten der Fitness – Branche erfolgen. Es werden gezielt einzelne Regionen aufgegriffen, um Marktsättigungstendenzen oder Nischen darzustellen. Als Konsequenz daraus werden gezielte Standortempfehlungen unter Beachtung vorher herausgearbeiteter Parameter gegeben. Zuletzt erfolgt eine Zahlenprognose der Fitness – Anlagen in den östlichen Bundesländern bis 2010.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
Gespräche V
1. Einleitung 11
2. Methode 14
3. Marketing 16
3.1 Umfeldanalyse 17
3.2 Marktanalyse 18
3.2.1 Marktabgrenzung / Marktsegmentierung 20
3.2.2 Nachfrage- und Konsumentenanalyse 23
3.2.3 Markt- und Absatzprognosen 24
4. Demographie und Wirtschaft der BRD im West – Ost – Vergleich 28
4.1 Demographische Faktoren 28
4.1.1 Bevölkerung 28
4.1.2 Lebenserwartung 30
4.1.3 Haushalte 32
4.2 Wirtschaftliche Faktoren 33
4.2.1 Bruttoinlandsprodukt 33
4.2.2 Erwerbssituation 34
4.2.3 Einkommen 35
4.2.4 Konsum / Ausgaben / Sparquote 38
4.3 Regionalanalyse der Länder 40
4.3.1 Theoretische Grundlagen 40
4.3.1.1 Indikatorsystem 41
4.3.1.2 Typisierung der Kreise und Regionen 43
4.3.2 Länderbetrachtung 46
4.3.2.1 Berlin / Brandenburg 46
4.3.2.2 Mecklenburg – Vorpommern 48
4.3.2.3 Sachsen 50
4.3.2.4 Sachsen – Anhalt 52
4.3.2.5 Thüringen 54
4.3.3 Aspekte ausgewählter Großstädte und Kreise 56
4.3.4 Dienstleistungsaspekte in Ostdeutschland 58
4.3.5 Regionale Entwicklungsperspektiven / Umfeldprognose 59
5. Die Fitness – Branche 63
5.1 Eckdaten der gesamten BRD 63
5.1.1 Anlagen – Zahlen 63
5.1.2 Mitglieder 64
5.1.3 Umsatz 66
5.1.4 Fitness – Ketten 67
5.1.5 Interdependenzanalyse 67
5.1.6 Entwicklungsprognosen für den Gesamtmarkt 72
5.2 Eckdaten der östlichen Bundesländer 75
5.2.1 Entwicklungen der ostdeutschen Fitness – Branche 76
5.2.2 Allgemeine Strukturdaten 78
5.2.3 Anlagenarten 81
5.2.4 Standortfaktoren 83
5.2.5 Regionale Verteilung 84
5.2.6 Quantitative Entwicklungsprognose 91
5.2.7 Standortempfehlungen 96
6. Zusammenfassung / Fazit 100
7. Literaturverzeichnis 102
8. Anhang 107

Automatisiert erstellter Textauszug:

Aus der Grafik wird sichtbar, dass die Fitness – Branche sehr hohe prozentuale Zuwächse verzeichnen konnte. Der durchschnittliche jährliche Zuwachs von 1994 – 2001 betrug 9,1 %. In diesen Zeitraum fällt ebenfalls ein durchschnittliches jährliches Wachstum des verfügbaren Einkommens von 2,9 %. Deutliche Veränderungen zeigt das Sparverhalten der ostdeutschen Bevölkerung. Während von 1994 bis 1999, mit Ausnahme von 1998, von Jahr zu Jahr weniger gespart wurde, zog die Sparquote von 1999 bis 2002 spürbar an. Ein Trend, dem sich die Fitness – Branche bis 2001 wohl noch wiedersetzen konnte, der aber in 2002 auch mitverantwortlich für den, zwar kleinen, Einbruch der Mitglieder- und Umsatzzahlen gewesen sein kann. Bezogen auf die Korrelationen lässt sich erkennen, dass seit 1997 die Mitgliederzahlen und das verfügbare Einkommen ähnlich positiv oder negativ reagierten. Weiterhin zeigt sich eine Synchronität seit 1997 zwischen Umsatzzahlen und verfügbarem Einkommen. Bei dem Verhältnis von Umsätzen / Mitgliederzahlen zu den Sparquoten zeigen sich keine Abhängigkeiten. Die Darstellung aller vorangegangenen Interdependenzen bildet die Grundlage für die Betrachtung des ostdeutschen Fitness – Marktes und dessen volkswirtschaftliche Variablen. [...]

Auffallend ist bei Sachsen, dass bei vielen Indikatoren beste oder zumindest zweitbeste Werte erreicht wurden. So wurde 1998 und über den ganzen Betrachtungszeitraum der zweithöchste Wert beim Bruttoinlandsprodukt je Einwohner erreicht. Weiterhin zeigten sich die geringsten Arbeitslosen- und Unterbeschäftigungsquoten in Ostdeutschland. Im Bereich des Humankapitals sind der Hochschulabsolventenbesatz und die Zahlen der Beschäftigten in humankapitalintensiven Berufen die Besten. Dazu kommen die meisten Investitionen bei der wirtschaftsnahen Infrastruktur zur Verbesserung der Standortbedingungen. Positiv heraus ragen zusätzlich die hohe Zahl der Nettogewerbeanmeldungen und der Dienstleistungsbesatz. Negativ fallen vor allem die geringste regionale Produktivität und der starke Rückgang der wirtschaftsnahen Infrastrukturinvestitionen auf, welcher allerdings, wie schon erwähnt, von einem sehr hohen Niveau aus passierte. Weiterhin soll die besonders hohe Zunahme der Sozialhilfequote - 50 - [...]

Ziel dieser Indikatoreinteilung soll es sein, die Faktoren gut abzubilden, die aus wachstumsorientierter Perspektive für dieses Ergebnis verantwortlich waren. Allerdings ist es nicht möglich, eindeutige Kausalitäten aus den Ergebnissen der Faktoren zu bestimmen. Es soll aber auch erwähnt werden, dass andere Indikatoren, „die sich auf die hinter dem Ergebnis der regionalen Wirtschaftstätigkeit stehenden Faktoren beziehen“, durchaus „auch für eine Betrachtung der wirtschaftlichen Entwicklung ex ante wichtige Hinweise“ geben können ( Barjak / Franz / Heimpold / Rosenfeld 2 / 2000, 36 ). Es wird sich zusätzlich zeigen, dass für die einzelnen Regionen kein eindeutiges „ranking“ angegeben werden kann, denn jede Region besitzt sowohl positive als auch negative Ausprägungen verschiedener Indikatoren. [...]

Arbeit zitieren:
Schulz, André Oktober 2003: Regionalanalyse des Fitnessmarktes Ostdeutschland, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Fitnessbranche, Analyse, östliche Bundesländer, Eckdaten, Anlagenverteilung

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