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Zwischen Reenactment und Computeranimation: Der Archäologe als Experte im Fernsehen

Zwischen Reenactment und Computeranimation: Der Archäologe als Experte im Fernsehen
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Robert-Alexander Ansorg
  • Abgabedatum: März 2011
  • Umfang: 143 Seiten
  • Dateigröße: 512,5 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Deutschland
  • Bibliografie: ca. 74
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-2327-3
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ansorg, Robert-Alexander März 2011: Zwischen Reenactment und Computeranimation: Der Archäologe als Experte im Fernsehen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Reenactment, Archäologie, Fersehen, Dokumentarfilm, Computeranimation

Magisterarbeit von Robert-Alexander Ansorg

Einleitung:

Wissenschaftsjournalismus boomt. In Radio, Zeitung, Fernsehen und Internet platzieren eigenständige Wissenschaftsredaktionen Sendungen und Formate. Vorbei sind die Zeiten als sich an wenigen Programmtagen im Jahr vereinzelte Dokumentationen mit einem speziellen wissenschaftlich aufbereiteten Thema beschäftigten. Dies kommt durchaus auch heute noch vor. Dann wird aber das spezielle Thema, oft aus Anlass eines mehr oder minder bekannten Jahrestages, zu einem ‘Event’ erklärt, entsprechend aufwendig, im Rahmen eines ‘Themen-’ oder ‘Eventtags’, gestaltet und dieser so oft wie möglich rund um die Uhr beworben. Dokumentationen laufen dann direkt vor oder hinter einem das entsprechende Thema behandelnden Spielfilm, und eine angeschlossene Magazinsendung vermittelt, mal mehr, mal weniger interessantes dazugehöriges Sekundärwissen. So geschehen zum Jahrestag des Hitlerattentats von Oberst Graf von Stauffenberg am 20. Juli 2004 im ZDF oder dem Jubiläum zur Wende in der DDR am 09. November 2009 in der ARD. Andere Sender dagegen bewerben intensiv ihr dokumentarisches Vorzeigeformat zur Wissensvermittlung und senden unter der Flagge dieser Produktion einen ganzen Tag oder eine ganze Nacht Dokumentationen wie zum Beispiel das ZDF mit seiner Reihe ‘Terra X’.

Unabhängig von solchen Aufwand jedoch verteilen sich Produktionen wissenschaftlichen Inhalts über alle Sender und alle Programmtage in der Woche, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Einige private Programmbetreiber haben inzwischen, teils im Verein mit großen Verlagen oder Produktionsfirmen, eigene Dokumentationskanäle gegründet und bestücken das Programm mit Wissenssendungen aller Art. Im Pay-TV wird die Entwicklung besonders markant deutlich. Bei dessen Sendern ist eine immer weiter führende Programmspezialisierung und die Aufteilung in Spartenprogramme deutlich zu erkennen, so gliedert sich der ‘Discovery-Chanel’, welcher nach eigener Aussage ausschließlich Dokumentationen sendet und auch selbst produziert, inzwischen in einen Kanal mit eher klassischen Dokumentationen aus Wissenschaft und Technik im Programm, während ein weiterer Kanal, der ‘Animal-Chanel’ desselben Betreibers, Tier- und Naturdokumentationen in den Vordergrund stellt. Mit dem Spartenprogramm ‘Phoenix’, das sich selbst als Ereignis- und Dokumentationskanal versteht, sind auch die öffentlich-rechtlichen Sender an dieser Entwicklung beteiligt. Es verdeutlicht das große Potential dieser Sparte.

Mit einer solchen Spezialisierung lässt sich gezielt der jeweilig interessierte Zuschauerkreis ansprechen und an das Format binden. Um auch wirklich jeden potentiellen Kunden zu erreichen, wiederholen die Sender außerdem ihre Dokumentationen an unterschiedlichen Wochentagen und zu unterschiedlichen Tageszeiten. Sowohl bei den öffentlich-rechtlichen Sendern, wie auch bei den Privaten findet zudem ein Austausch oder eine Mehrfachverwertung der dokumentarischen Produktionen statt.

Lange vorbei auch die Zeit als Wissen im TV noch hauptsächlich vom Schulfernsehen vermittelt wurde. Die Sendungen sind bunter, poppiger und jugendgerechter geworden. Dabei hatten die Naturwissenschaften, was die mediale Präsenz angeht, über lange Zeit die Nase vorn, mit Wissenschaftsjournalismus meinte man früher fast schon synonym Naturwissenschaft, Technik und Medizin, inzwischen ziehen die Geisteswissenschaften nach und holen immer mehr auf. Seit es Fernsehen gibt betrachteten die Programmmacher, zu erkennen an der früheren Sendungsarmut dazu im Fernsehen, einige Geisteswissenschaften mit vorurteilsbeladener Ablehnung, quasi als dem Rezipienten zu schwer vermittelbar. Das ist vorbei, selbst die Philosophie, in den letzten Jahrzehnten äußerst stiefmütterlich von allen Massenmedien behandelt, da sie als nicht massenkompatibel galt, hat es ins Fernsehen geschafft. Ob jedoch ein philosophisches Weltgerüst oder ein physikalisches Quantenmodell einfacher zu begreifen ist, nur weil es zeitgemäß im musikuntermalten 3D-Animationsfilm erklärt wird, ist zumindest zweifelhaft.

Mittlerweile hat sogar die ursprüngliche Bezeichnung solcher Sendungen eine Weiterentwicklung erfahren, es werden immer noch eigene ‘Wissenschaftsmagazine’ produziert, die aber mittlerweile nicht mehr so heißen, sondern als ‘Wissensmagazin’ angekündigt werden. Winfried Göpfert stellt die Frage, ob schon hier versucht wird, dem Zuschauer den Einstieg in die ihm normalerweise fremde Welt der Wissenschaft zu vereinfachen. Trotz der inhaltlich allgemein gehaltenen ‘Wissensmagazine’, sind die Sendungen mit eindeutig wissenschaftlichem Anteil auf dem Vormarsch und außerdem steigt die Anzahl der Wissenschaftsjournalisten stetig.

‘Sie arbeiten in der Regel für Institutionen die den Regeln der Marktwirtschaft gehorchen; ‘sience sells!’ ist fast schon zu einem abgedroschenen Slogan geworden.’ Wissenschaft im Fernsehen hat Hochkonjunktur. Nicht nur die Erwachsenen scheinen sich für Wissensformate begeistern zu können. Auch die Nachfrage nach Wissenssendungen für Kinder steigt. Geradezu eine Explosion erlebte dieses Format nach den desaströsen Pisaumfragen der vergangenen Jahre. Neue Konzepte wie ‘Wissen macht Ah!’ bilden eine Symbiose mit älteren Formaten wie der ‘Sesamstraße’. Schließlich ist das Fernsehen eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen bei Kindern und Jugendlichen. Der daraus entstehende Vorteil für die Sender liegt auf der Hand: Das Kind wird vom Beginn seiner Entwicklung an mit Wissenssendungen konfrontiert und lernt im besten Fall diese sinnvoll für sich zu nutzen. Eine solche frühe Gewöhnung wird auch das Verhalten bei der Wissensgewinnung im Erwachsenenalter bestimmen. Allen pädagogischen Untergangszenarien zum Trotz, spielt diese mediale Art der Wissensvermittlung, nicht zuletzt aufgrund der zeitunabhängigen, ständigen Abrufbarkeit von Sendungen im Internet, inzwischen eine sehr große Rolle.

Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
1.2 Geschichte im Fernsehen 6
1.3 Wissenschaft und Journalismus 7
1.4 Konzept und Einteilung 8
1.5 Quellenlage 9
2. Archäologie und Film 10
2.1 Der Archetypus im Spielfilm 11
2.2 Blockbuster contra Wissenschaft 13
2.3 Erwartungshaltungen 15
3. Dokumentarische Formate und Archäologie 17
3.1 Dokumentarfilm oder Dokumentation? 17
3.2 Sensationen 20
3.3 Authentizität in dokumentarischen Formaten 21
3.4 Fiktionelemente 23
3.5 Film und Dokumentarfilm 25
3.6 Nutzungsverhalten und Formatbildung 27
3.7 Darstellung in den Medien 28
4. Die Himmelscheibe von Nebra 32
4.1 Das Artefakt 33
4.2 Herstellung 35
4.3 Die Entwicklungsphasen 36
4.4 Die Bildwelt 38
5. Filmanalyse 40
5.1 Einführung zu ‘Sterne, Mond und Horizont’ 43
5.2 Beschreibung des Inhalts der Produktion ‘Sterne, Mond und Horizont’ 45
5.3 Die Himmelsscheibe 46
5.4 Das Erlebniszentrum ‘Arche-Nebra’ 49
5.5 Das Sonnenobservatorium von Goseck 50
5.6 Langeneichstätt 52
5.7 Das ‘Himmelswege’-Projekt 52
5.8 Die Wirkung von Ton und Musik 53
5.9 Die Musik in ‘Sterne, Mond und Horizont’ 54
5.10 Allgemeine Analyse von ‘Sterne, Mond und Horizont’ 56
5.11 ‘Terra X – Der Herr der Himmelsscheibe’ 60
5.12 Beschreibung von ‘Terra X – Der Herr der Himmelsscheibe’ 63
5.13 Die Musik in ‘Terra X – Der Herr der Himmelsscheibe’ 72
5.14 Allgemeine Analyse von ‘Terra X – Der Herr der Himmelsscheibe’ 72
6. Wissenschaftler als Experten im Fernsehen 78
6.1 Streit um Ergebnisse 80
6.2 Wissenschaftsjournalisten 82
6.3 Fach- und Wissenschaftsjournalist 84
6.4 Internet 86
6.5 Wissenschaftler in ‘Sterne, Mond und Horizont’ 87
6.6 Wissenschaftler in ‘Terra X – Der Herr der Himmelsscheibe’ 90
7. Reenactment 94
7.1 Die Reenactment Entwicklung 95
7.2 Reenactment im Fernsehen 98
7.3 Reenactmenteinsatz 101
7.4 Zum Reenactment in ‘Sterne, Mond und Horizont’ 105
7.5 Zum Reenactment in ‘Terra X – Der Herr der Himmelscheibe’ 108
8. Computeranimation 114
8.1 Computeranimation in ‘Sterne, Mond und Horizont’ 116
8.2 Computeranimation in ‘Terra X – Der Herr der Himmelscheibe’ 118
9. Klischees und Klischeewirkung 119
9.1 Klischees in ‘Sterne, Mond und Horizont’ 122
9.2 Klischees in ‘Terra X – Der Herr der Himmelsscheibe’ 123
10. Zusammenfassung 124
11. Literatur 128
11.1 Literaturliste 128

Textprobe:

Kapitel 2.1, Archäologie und Film:

Wie später der Film, nahm die Kunst ganz allgemein den Archäologen und seine Profession als thematische Inspirationsquelle auf. Malerei, Literatur und Photographie thematisierten archäologische Forschungen oder den Archäologen selbst. Mit den spektakulären Entdeckungen Heinrich Schliemans, Carl Koldeweys und Howard Carters weitete sich die Faszination für diesen vergleichsweise jungen Bereich der Altertumswissenschaften noch aus. Erwähnenswert ist dabei die so genannte ‘Ägyptomanie’, welche im Zuge der ägyptischen Expedition Napoléon Bonapartes von 1798 - 1801 durch Europa rollte und einen Höhepunkt markiert. Die schiere Begeisterung für die fremde Kultur schlug solch hohe Wellen, dass Kleidung, Schmuck und Möbel im ‘ägyptische’ Stil reißenden Absatz fanden. In den Anfangsjahren der Archäologie, welche als eigener Wissenschaftszweig von manchen nicht ernst genommen wurde, entwickelten sich einige Arbeitstechniken der darstellenden Kunst wie Graphik oder Photographie zu wichtigen Arbeitsmitteln der Archäologen. Die Beschäftigung des Films mit der Archäologie und dem Archäologen als filmisches Thema begann relativ früh und das Sujet blieb über die Jahrzehnte der Produktionen für Filmemacher interessant. Beide, der Film und die Archäologie, teilen denselben Entstehungszeitraum ab etwa 1895. Der Film prägte das Bild des Archäologen und seiner Arbeit in der öffentlichen Meinung entscheidend mit.

Nach bisherigen Forschungsergebnissen erschien einer der ersten Archäologen, damals noch im Stummfilm, schon 1915 in ‘The Galloper’ im Kino. Nicht nur als Charaktere im Film traten Archäologen auf, sondern sie arbeiteten schon zu jener Zeit als Berater an entsprechenden Filmprojekten mit. Für den teuersten Film der Stummfilmzeit, ‘Ben Hur’, wurde unter der Leitung des Architekten und Archäologen Horace Jackson der Circus Maximus nachgebaut. Schon früh griffen die Filmschaffenden auf das Fachwissen der Spezialisten zurück.

2.1., Der Archetypus im Spielfilm:

Das Bild, welches der Film von der Archäologie im Kino zeichnete, entsprach schon damals, 1915, nicht der Realität der wissenschaftlichen Arbeit. Einerseits wurde der Archäologe heroisiert, andererseits ist die Archäologie zum Teil selbst nicht ganz unschuldig an dieser filmischen Abbildung. Einige Vertreter der ‘Spatenwissenschaft’ verfolgten massiv eine Strategie der idealisierten Selbstdarstellung. Durch Bücher und Bilder zweifellos befördert, umwehte den Archäologen die Aura des furchtlosen Abenteurers, und gerade im Zeitalter der großen archäologischen Entdeckungen des 19. Jh. betrieben illustre, wagemutige Gestalten diesen Berufszweig. Männer deren spektakuläre Entdeckungen und abenteuerliche Lebenswege zu einem großen Teil für den Ruf des Archäologen von heute mitverantwortlich sind. Das Bild des Archäologen in der Öffentlichkeit bestimmte der Abenteurer, welcher wider alle Tücken die unglaublichsten Dinge entdeckt.

Der Abenteurer, dieser Archetypus einer Figur, macht das Substrat aus, das noch heute in zahlreichen Variationen die Filme archäologischen Inhalts bestimmt und von manchen Archäologen als nicht gerade vorteilhaft empfunden wird. Der Archäologe hat es in dieser Rolle bis in die Blockbuster Hollywoods geschafft. Jedoch dient sein Hintergrund als Wissenschaftler oft nur zur Legitimation, um als ambitionierter Globetrotter die Welt zu bereisen oder gleich, weniger rühmlich, als Grabräuber zu agieren. Diese Art der Darstellung eines ganzen Wissenschaftszweigs schadet ihrem Ansehen beim Publikum seltsamer Weise nicht, es erwartet diese Überzeichnung geradezu und so scheint eine eigenartige und ambivalente Faszination vom Archäologen auszugehen.

Der Film ‘Indiana Jones - Raiders of the Lost Ark’ von Steven Spielberg wurde überaus erfolgreich. Harrison Ford unterrichtet als ‘Indiana Jones’ tatsächlich in einigen Szenen an einer Universität, bevor er sich aufmacht die mythischen Gegenstände der Welt zu entdecken. Der ‘Indiana Jones’-Plot war so erfolgreich, dass man ihn fortsetzte. Vier Teile sind es bisher und weitere werden, glaubt man den Plänen der Studios, noch folgen. Der Erfolg scheint, ob der immer gleichen Geschichte unverständlich, Haupthandlung des Plots ist eine ungeheuerliche Schatzsuche nach Objekten aus der Mythologie oder Sagenwelt, die durch archäologisches, materielles und politisches Interesse notwendig ist. Der Erfolg dieser einfachen Geschichte wurde auch an anderer Stelle fortgesetzt. In unzähligen Comics, Büchern und schließlich einer Serie, welche die Abenteuer des Haupthelden in seiner Jugend thematisiert, verfuhr man nach diesem Muster. Hinter dem Film stehen zwei der erfolgreichsten Akteure Hollywoods, Steven Spielberg und George Lukas, wobei George Lucas schon mit der ‘Star-Wars’-Reihe überaus erfolgreich war. Das einer der Schauspieler, welcher schon in eben jener legendären Filmfolge mitwirkte, auch die Rolle des ‘Indiana Jones’ verkörpert, mag einen Teil zum Erfolg der Filme beigetragen haben. Nach Georg Sesslen gelang es den ‘Indiana Jones’-Filmen ein ganzes, zur Zeit seines ersten Auftretens danieder liegendes Filmgenre, nämlich das des Abenteuerfilms, zu reanimieren. Nach seiner Einschätzung ist ‘Indiana Jones’ die Reaktion auf die hemmungslose Gewaltendfesselung und den technologischen Overkill auf der Leinwand in den 80er Jahren, wieder zurück zu einem ‘Kino der Träume’. Die Hauptfigur der ‘Indiana Jones’-Filme ist demnach das Vorbild für eine ganze Reihe einsamer Helden, wie die englische Antwort ‘Quartermain’, das australische Pendant ‘Crocodile Dundee’ oder für den Hongkong Film Helden Jackie Chan in zahlreichen Abenteuerfilmen, wie ‘Der rechte Arm der Götter’.

‘Indiana Jones-Raiders of the Lost Ark’ ist eine ganz und gar unwahrscheinliche Geschichte, der Plot stellt keinen Anspruch auf Wahrhaftigkeit und das muss er auch nicht, denn ein Kinofilm ist Fiktion, die Erzählung einer erfundenen Geschichte voller Versatzstücke vorhandener Mythen und Legenden unter Einsatz aller vorhandenen technischen Möglichkeiten. Eine formidable Werbung für das Fach sind die ‘Indiana Jones’-Filme allemal. Leider in gewisser Weise auch ein Fluch. Denn seit ‘Indiana Jones’ verbinden sich mit dem Ruf des Archäologen viele Klischees. Die erfolgreiche Filmfolge beeinflusst ihre Genrenachfolger in hohem Maße. Ob im Plot von ‘Die Akte Golgatha’, das ‘Das Jesus Video’ oder ‘Lara Croft: Tomb Raider’, einer der Hauptakteure hat Archäologie studiert. Auffällig bleibt der sich oft ähnelnde Plot dieser Filme. In der Regel findet der Archäologe, nach dem Endecken einer Reihe von uralten Geheimnissen und dem Lösen der in ihnen gestellten Rätselfragen, ein zwar mysteriöses, aber kulturhistorisch bekanntes Artefakt, dessen Bergung verheerende Folgen für die gesamte Menschheit hat. Den Rest des Films ist er damit beschäftigt, gegen eine Unzahl von haarsträubenden Tücken, die Folgen seiner Neugier zu überleben oder zu beseitigen. In ‘Stargate’ kann der Hauptheld nicht einmal die Fachkollegen von seinen unorthodoxen Ideen überzeugen, er ist eigentlich ein Underdog. Erst wenn er auf seinem Fachgebiet gefordert wird, entwickelt er ungeahnte Kräfte und Fähigkeiten. Ein Erzählplot, der ob seines Erfolges, den Start mehrerer Science-Fiction-Seriensequels möglich machte, in welchen immer wieder Archäologen auftauchen.

Wie in ‘Planet der Affen’ und den ‘Enterprise’-Serien zu sehen, scheint es, wenn es um die Dramatisierung von Vergangenheit geht, auch im ‘Science-Fiction’-Kino bzw. Fernsehen nicht ohne einen Archäologen zu gehen.

Arbeit zitieren:
Ansorg, Robert-Alexander März 2011: Zwischen Reenactment und Computeranimation: Der Archäologe als Experte im Fernsehen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Reenactment, Archäologie, Fersehen, Dokumentarfilm, Computeranimation

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