Reduzierung der Festkörperreibung eines Kraftfahrzeugmotors
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Heun
- Abgabedatum: Februar 2002
- Umfang: 136 Seiten
- Dateigröße: 4,9 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Ravensburg-Weingarten Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6739-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6739-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6739-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung: Die Studie wurde mit dem 1. Preis beim "Lista-Innovationspreis 2002" ausgezeichnet.
- Arbeit zitieren: Heun, Michael Februar 2002: Reduzierung der Festkörperreibung eines Kraftfahrzeugmotors, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kraftstoffverbrauch, Schmierung, Kraftfahrzeug, Motor, Mechatronik
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Diplomarbeit von Michael Heun
Einleitung:
Bei bekannten Kraftfahrzeugmotoren wird der Schmierölhaushalt von einer vom Verbrennungsmotor angetriebenen Ölförderpumpe gewährleistet. Da der Schmierölförderdruck von der Drehzahl des Verbrennungsmotors abhängig ist, wirkt sich die Start- und Auslaufphase des Motors ungünstig auf das Schmierverhalten aus und es treten Verschleißerscheinungen auf.
Eine elektrisch betriebene Ölförderpumpe hat in dieser Diplomarbeit für Abhilfe geschaffen. Der erforderliche Schmieröldruck wurde vor dem Starten des Motors erzeugt und beim Auslaufen des Triebwerks entsprechend lang erhalten, um den Verschleiß im Motor zu reduzieren.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde ein neu konstruiertes, elektrisch betriebenes Schmierölsystem gefertigt und an einem von Mercedes-Benz gestifteten Ottomotor der Baureihe M111 E23 im Prüfstandsbetrieb erprobt. Hierbei haben sich zudem beachtliche Veränderungen in Bezug auf den Wirkungsgrad, den Kraftstoffverbrauch und den Motorverschleiß ergeben. Untersuchungen wurden bei unterschiedlicher Viskosität/Temperatur des Schmiermediums, sowie unterschiedlichen Lastzuständen des Motors durchgeführt. Ebenso ist untersucht worden, ob der Einbau einer elektrischen Pumpe zu einer Gesamtwirkungsgradverbesserung des Motors führt, da die drehzahlabhängige mechanische Ölpumpe den überschüssigen, direkt in die Ölwanne zurückführenden Ölstrom erwärmt.
Gesponsert wurde die elektrische Ölpumpe von der Pumpenfabrik STOZ GmbH Weingarten, welche über umfangreiches Wissen und Erfahrung auf dem Hydrauliksektor verfügt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Verzeichnisse | 2 |
| 1.1 | Inhaltsverzeichnis | 2 |
| 1.2 | Abbildungsverzeichnis | 6 |
| 1.3 | Verzeichnis der Diagramme | 8 |
| 1.4 | Verzeichnis der Tabellen | 8 |
| 2. | Einleitung und Grundlagen | 9 |
| 2.1 | Vorwort | 9 |
| 2.2 | Beschreibung der Diplomarbeit | 10 |
| 2.3 | Allgemeine Grundlagen | 10 |
| 2.3.1 | Die Probleme mit der Reibung | 10 |
| 2.3.2 | Probleme während der Startphase des Verbrennungsmotors | 10 |
| 2.3.3 | Probleme während der Auslaufphase | 12 |
| 2.3.4 | Probleme bei Fahrzeugen mit Abgasturboladern | 15 |
| 2.3.5 | Zeitliche Betrachtung eines Motorkaltstarts | 16 |
| 2.4 | Derzeitiger Stand derSchmiertechnik | 17 |
| 2.4.1 | Viertaktverfahren | 18 |
| 2.4.1.1 | Druckumlaufschmierung | 18 |
| 2.4.1.2 | Trockensumpfschmierung | 18 |
| 2.4.2 | Zweitaktverfahren | 19 |
| 2.4.2.1 | Mischungsschmierung | 19 |
| 2.4.2.2 | Frischölschmierung | 19 |
| 2.5 | Unterscheidungen bei der Druckumlaufschmierung | 19 |
| 2.5.1 | Hydrodynamische Schmierung | 20 |
| 2.5.2 | Hydrostatische Schmierung | 21 |
| 2.5.3 | Direkter Vergleich der beiden Schmiersysteme | 23 |
| 2.6 | Ursachen, Folgen und Reduzierung des Verschleißes | 25 |
| 2.6.1 | Ursachen des Verschleißes | 25 |
| 2.6.2 | Die Folgen der Festkörperreibung | 26 |
| 2.6.3 | Reduzierung des Verschleißes | 27 |
| 2.6.3.1 | Verschleißreduzierung durch Additive | 28 |
| 2.6.3.2 | Verschleißreduzierung durch Vorwärmsysteme | 31 |
| 2.6.3.3 | Reduzierung der Literleistung | 32 |
| 2.7 | Versuchsbeschreibung | 34 |
| 2.7.1 | Der Versuchsmotor im KFZ Labor | 34 |
| 2.7.2 | Die Prüfstandsoftware | 35 |
| 2.7.3 | Technische Daten des Versuchsmotors | 37 |
| 2.7.4 | Der Versuchsmotor im Längsschnitt | 38 |
| 2.7.5 | Der Versuchsmotor im Querschnitt | 39 |
| 2.7.6 | Die Ölwanne des Versuchsmotors | 40 |
| 2.7.7 | Schmierölzuführung des Versuchsmotors (Druckseite) | 41 |
| 2.7.8 | Schmierölförderung des Versuchsmotors (Saugseite) | 41 |
| 2.7.9 | Erwartungen der Untersuchungen | 41 |
| 2.7.9.1 | Verschleißreduzierung | 42 |
| 2.7.9.2 | Wirkungsgradverbesserung | 43 |
| 3. | Konstruktion | 44 |
| 3.1 | Auswahl der Schmiermittelpumpe | 44 |
| 3.1.1 | Anforderungen an die elektrische Ölpumpe | 44 |
| 3.1.2 | Auswahl unter Berücksichtigung der Anforderungen | 46 |
| 3.2 | Auslegung der Hydraulik | 47 |
| 3.2.1 | Ermittlung der Strömungsart | 47 |
| 3.2.2 | Ermittlung der Strömungsverluste (Saugseite) | 48 |
| 3.2.3 | Ermittlung der Strömungsverluste (Druckseite) | 48 |
| 3.3 | Technische Umsetzung | 51 |
| 3.3.1 | Explosionsdarstellung | 51 |
| 3.3.2 | Beschreibung der Funktionsweise | 52 |
| 3.3.3 | Beschaffung der Bauelemente (Anforderungsliste) | 55 |
| 3.3.4 | Technische Zeichnungen für die Fertigung | 57 |
| 3.3.4.1 | Anschlussplatte Pos.-Nr.1 DIN A2 Format | 57 |
| 3.3.4.2 | Distanzstück Pos.-Nr.6 DIN A4 Format | 58 |
| 3.3.4.3 | Anschlussflansch Pos.-Nr. 8 DIN A4 Format | 59 |
| 3.3.4.4 | Verbindungsrohr Pos.-Nr. 4 DIN A4 Format | 60 |
| 3.3.4.5 | Ventilanschluss Pos.-Nr. 15 DIN A4 Format | 61 |
| 3.3.4.6 | Gesamtbaugruppe DIN A2 Format | 62 |
| 3.3.4.7 | Pumpenhalterung Pos.-Nr. 10 DIN A2 | 63 |
| 3.3.5 | Sonstige technische Zeichnungen | 64 |
| 3.3.5.1 | Ölpumpe Firma Stoz Pos.-Nr. 18 | 64 |
| 3.3.5.2 | Überdruckventil Firma Stoz Pos.-Nr. 9 | 65 |
| 3.4 | Integration einer Sicherheitsschaltung | 66 |
| 4. | Fertigung, Montage und Probelauf | 69 |
| 4.1 | Fertigung | 69 |
| 4.2 | Montage | 71 |
| 4.3 | Probelauf | 73 |
| 4.3.1 | Erster Probelauf der Pumpe | 73 |
| 4.3.2 | Erster Probelauf des Motors | 74 |
| 4.3.3 | Zweiter Probelauf des Motors | 76 |
| 4.3.4 | Überprüfung der Sicherheitsschaltung | 77 |
| 5. | Prüfstandsversuche | 78 |
| 5.1 | Vergleich der beiden Antriebssysteme | 78 |
| 5.1.1 | Elektrischer Pumpenantrieb | 79 |
| 5.1.1.1 | Lastfrei M=0Nm | 79 |
| 5.1.1.2 | Last M=50Nm | 80 |
| 5.1.1.3 | Last M=100Nm | 82 |
| 5.1.2 | Untersuchung des Öldrucks bei el. Pumpenantrieb | 83 |
| 5.1.2.1 | Einfluss der Öltemperatur auf den Öldruck | 84 |
| 5.1.2.2 | Einfluss der Drehzahl auf den Öldruck | 86 |
| 5.1.2.3 | Einfluss der Belastung auf den Öldruck | 88 |
| 5.1.2.4 | Elektrische Pumpenleistung | 90 |
| 5.1.3 | Mechanischer Pumpenantrieb | 91 |
| 5.1.3.1 | Lastfrei M=0Nm | 91 |
| 5.1.3.2 | Last M=50Nm | 92 |
| 5.1.3.3 | M=Last 100Nm | 93 |
| 5.1.4 | Vergleichsmessungen | 93 |
| 5.1.4.1 | Entwicklung der Öltemperatur | 94 |
| 5.1.4.2 | Vergleich des Kraftstoffverbrauchs | 99 |
| 5.1.4.3 | Vergleich des spez. Kraftstoffverbrauchs | 101 |
| 5.1.4.4 | Vergleich der Motorleistung | 103 |
| 5.2 | Zeitverlauf des Öldruckaufbaus | 107 |
| 5.2.1 | Öldruckaufbau mit Sicherheitsschaltung | 107 |
| 5.2.2 | Öldruckaufbau ohne Sicherheitsschaltung | 108 |
| 5.3 | Kritische Betrachtung der Ergebnisse | 112 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 113 |
| 6.1 | Betrachtung des Verschleißes | 113 |
| 6.1.1 | Motorverschleißberechnung eines Kurzstreckenfahrers | 116 |
| 6.1.2 | Motorverschleißberechnung eines Langstreckenfahrers | 117 |
| 6.1.3 | Abschließende Überlegung | 118 |
| 6.2 | Ausblick auf die Zukunft | 121 |
| 6.3 | Gegenüberstellung von Pro und Contra | 124 |
| 6.4 | Abschließende stichpunktartige Gegenüberstellung | 125 |
| 6.4.1 | Verschleißreduzierung | 125 |
| 6.4.2 | Wirkungsgrad wird verbessert | 125 |
| 6.4.3 | Sonstiges | 125 |
| 6.5 | Ehrenwörtliche Erklärung | 125 |
| 7. | Quellenangabe und Lieferanten | 126 |
| 7.1 | Quellenangabe | 126 |
| 7.2 | Lieferanten | 128 |
| 7.3 | Beratende Unternehmen | 129 |
| 7.4 | Angewandte Software | 129 |
| 8. | Anhang | 130 |
| 8.1 | Messwerttabellen (Originaldrucke) | 130 |
| 8.2 | Technische Zeichnungen | 130 |
| 8.3 | Datenträger | 130 |
Die Abbildung 4-1 zeigt die Gesamtbaugruppe, die sich im Inneren des Motors befindet. Die Baugruppe besteht aus Anschlussplatte, Verbindungsrohr, Distanzstück und dem Ventilanschluss. Gefertigt wurde das Bauteil als Schweißstück, wobei das erforderliche Überdruckventil in ein Rp1/4 Zollgewinde eingeschraubt wird, das in den angeschweißten Vierkant eingeschnitten ist. Ansonsten ist das Bauteil aus St50 gefertigt und verfügt über ausreiAbbildung 4-1: Gesamtbaugruppe chende Festigkeit und Steifigkeit, um den zu erwartenden thermischen und hydraulischen Belastungen im Motorinneren gerecht zu werden. Um eine akkurate Passgenauigkeit zu erreichen, fertigte ich eine Blechplatte an, die dem Lochbild der Motorunterseite und gleichzeitig dem Lochbild der Ölwanne entsprach. Diese Schablone wurde nun an die Ölwanne geschraubt und die Anschlussplatte ebenfalls zu dieser Platte fixiert. Der Anschlussflansch (Abb.4-2) wurde dann an die Ölwanne angeflanscht und das Verbindungsrohr in diesem fixierten Zustand eingeschweißt. Auf diese Weise wurde sichergestellt, dass beim Zusammenbau keine unnötigen Toleranzen entstehen und die Bauteile exakt zueinander passen. Abbildung 4-2 zeigt den gefertigten Anschlussflansch, welcher, nach Einbau der Ölwanne, auf das Distanzstück aufgesteckt wird und die Abbildung 4-2: Anschlussflansch Ölwanne nach außen abschließt. Abgedichtet wird dieser mit dem selben O-Ring, der zuvor auch den Ölstandsensor abdichtete. [...]
Da die Schmierölpumpe bei diesem Motor bisher mechanisch über eine Steuerkette angetrieben wurde, war der Antrieb und die Zuverlässigkeit der Schmierölversorgung eine relativ sichere Angelegenheit. Zwangsweise wurde die Pumpe angetrieben, wenn sich der Motor drehte. Beim Einbau der elektrischen Pumpe ergeben sich mehr Fehlerquellen, die den einwandfreien Lauf des Motors gefährden können. Dies ist dadurch begründet, dass die Pumpe nun unabhängig vom Motor gemacht worden ist. Es ist nun möglich, dass der Motor sich dreht und die Pumpe nicht. Dies stellt ein gewisses Sicherheitsrisiko dar, da der Motor hierdurch Schaden nehmen könnte, wenn beispielsweise die Spannungsversorgung der Pumpe ausfällt oder ein Bedienfehler seitens des Bedieners vorliegt. Deshalb muss eine Schaltung integriert werden, die den Motorlauf nur ermöglicht, wenn auch die Pumpe arbeitet. Andererseits muss die Schaltung den Motor abstellen, wenn der erforderliche Öldruck während des Betriebs des Motors abfällt. Hierzu wird die Steuerspannung der Transistorzündanlage des Motors zur Regelung mit einbezogen. Diese Steuerspannung muss nun über einen Öldruckschalter in Reihe geschaltet werden, damit sich der Motor zum einen nur starten lässt, wenn der erforderliche Öldruck aufgebaut ist, und zum anderen sofort die Zündung unterbricht, wenn der Öldruck unter ein bestimmtes Maß absinkt. Bei der Schaltung war zu berücksichtigen, dass der Öldruckschalter bei einem Druckabfall den Steuerstromkreis über die Masseleitung schließt und bei einem Druckaufbau öffnet. Die relativ einfache Steuerung ist im nachfolgenden Schaltplan dargestellt. [...]
Die mechanische Ölpumpe wird ausgebaut und durch eine Konstruktion ersetzt, die es erlaubt, eine externe, elektrisch angetriebene Schmierölpumpe anzuschließen. Eine Anschlussplatte (1), die dem geometrischen Lochbild der mechanischen Ölpumpe entspricht, wird an der Ölpumpenaufnahmefläche mit 3 Innensechskantschrauben M8x40 angeflanscht. Der Anschlussflansch (8) wird an der Ölwanne mit zwei Schrauben M6x20 befestigt. Da die Bauteile (1), (9), (4) und (6) im Motorinneren befestigt sind und sich der Anschlussflansch (8) außerhalb der Ölwanne befindet, muss sich dieser axial gegenüber dem Distanzstück (6) verschieben lassen. Abgedichtet wird das Distanzstück gegenüber dem Anschlussflansch mit einem Druckring (5), der sich in einer Ringnut des Anschlussflansches befindet. Nach Einbau der Ölwanne wird der Anschlussflansch über das Distanzstück gesteckt und mit zwei Schrauben M6x20 an der Ölwanne verschraubt. Der Anschlussflansch (8) wird gegenüber der Ölwanne mittels eines O-Rings (7) abgeschlossen. An den Anschlussflansch (8) ist nun eine gerade Einschraubverschraubung M14x1,5 angebracht, die mit einer Kupferdichtung (2) abgedichtet wird. Hier wird die elektrische Schmierölpumpe der Firma Stoz Weingarten angeschlossen. Die Saugseite der Pumpe wird an eine gerade Einschraubverschraubung M14x1,5, die an der Ölablassschraube angebracht wird, angeschraubt. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832467395
Arbeit zitieren:
Heun, Michael Februar 2002: Reduzierung der Festkörperreibung eines Kraftfahrzeugmotors, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kraftstoffverbrauch, Schmierung, Kraftfahrzeug, Motor, Mechatronik



