Realisierungskonzept eines Wissensmanagementsystems für ein Beratungshaus auf Basis von Hyperwave Software
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Jarugski
- Abgabedatum: August 2002
- Umfang: 129 Seiten
- Dateigröße: 2,6 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7236-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7236-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7236-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Jarugski, Michael August 2002: Realisierungskonzept eines Wissensmanagementsystems für ein Beratungshaus auf Basis von Hyperwave Software, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Knowledge Management, Wissensinstrumente, Phasenmodell, Wissensmanagementsoftware, Wissensverteilung
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Diplomarbeit von Michael Jarugski
Problemstellung:
Die heutige Unternehmerlandschaft ist gekennzeichnet von zunehmender Globalisierung und Internationalisierung mit steigendem Wettbewerb. Vor diesem Hintergrund müssen Unternehmen ihre Handlungskompetenzen verbessern sowie ihre Fähigkeiten, derzeitige und künftige Probleme zu lösen, steigern. Für diese Entwicklung ist Wissen notwendig. Der richtige Umgang mit Wissen spielt bei der Erreichung von Unternehmenszielen eine wesentliche Rolle.
Speziell bei wissensintensiven Unternehmen, wie bspw. Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Unternehmensberatungen, ist der ökonomische Erfolg entscheidend davon abhängig, inwieweit sie ihr Wissen optimal zur Generierung von neuen Geschäftserfolgen nutzen können.
Unternehmensberatungen erleben gegenwärtig einen enormen Höhenflug.
Unternehmen aller Branchen kaufen sich das Know-how von Beratern.
Somit wird gerade in der Beratungsbranche der Umgang mit Wissen ein kritischer Erfolgsfaktor und zum Instrument für den direkten Nutzen des Kunden. Folgende Abbildung zeigt in einer von der Meta Group durchgeführten Studie im Jahr 2001 wohin der Markt für Knowledge Management tendiert.
Die Meta Group geht davon aus, dass der Markt für Knowledge Management in Deutschland sich im Vergleich zum gesamten IT-Markt bis 2004 mit einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von ca. 31 Prozent überproportional entwickeln wird.
Begünstigend zu diesen Zahlen kommt hinzu, dass Wissensmanagement neben Customer Relationship Management (CRM) zur Zeit zu den wichtigsten Themen im Unternehmen zählen und die Unternehmen oftmals keine KM-Strategie besitzen, so dass sie auf externe Hilfe wie Beratungsleistungen angewiesen sind. Unternehmen verfügen deutlich seltener über eine Wissensmanagement-Strategie als über eine eBusiness-Strategie.
Beratung ist somit zur begleitenden Unterstützung/Einführung absolut empfehlenswert, da Beratungsunternehmen im Wissensmanagement-Umfeld bereits vielfach Erfahrungen sammeln konnten und so potenzielle Fehler vermieden werden können.
In der vorliegenden Arbeit wird Wissensmanagement im Beratungsunternehmen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und untersucht:
Wissensteuerung, Strategie, Organisation und Wissensprozesse, Informationstechnologie, Mitarbeiter und Unternehmenskultur.
Unternehmensberatungen zählten zu den ersten, die in Wissensmanagement investierten, da sie erkannten, dass das Wissen ihr Kapital ist, und sie im Wettbewerb mit dieser Ressource effektiver handeln können. Aus den Einführungsprojekten konnten sie zahlreiche und wichtige Erfahrungen sammeln.
Das in dieser Arbeit zu entwickelnde Realisierungskonzept baut auf diesen Erfahrungen und auf den oben beschriebenen Blickwinkeln auf und entwickelt daraus einen ganzheitlichen und Integrativen Ansatz zur Einführung von Wissensmanagement in Unternehmensberatungen.
Gang der Untersuchung:
Das zweite Kapitel bietet einen Überblick über das Thema Wissensmanagement. Hierzu gehören Begriffsdefinition aus Sicht von wichtigen Personen, die für das Thema Wissensmanagement wichtige Beiträge geleistet haben, eines bekannten Marktforschungsinstituts und Beratungsunternehmen, die zu den ersten zählten, die sich mit dem Thema Wissensmanagement ernsthaft befassten und unternehmensweit einsetzten. Es wird verdeutlicht, inwiefern der Einsatz von Wissensmanagement im Beratungsunternehmen Wettbewerbsvorteile bringt, die theoretischen Ansatzpunkte von bekannten Wissenschaftlern im näheren erläutert und dargestellt, als auch die Anforderungen und Erfordernisse im Hinblick auf eine Einführung im Beratungsunternehmen geklärt.
Im dritten Kapitel der Arbeit werden organisatorische Instrumente und ihre Anwendung im Beratungsunternehmen aus theoretischer Sicht beschrieben. Hier werden bewusst die Instrumente ausgewählt, die für Beratungsunternehmen in Frage kommen.
Die im vierten Kapitel beschriebenen IT-Tools geben nicht nur einen Überblick über die derzeit in Unternehmen verwendeten gängigen Technologien, sondern zeigen explizit die Funktionalitäten, die für die Unternehmensressource Wissen von besonderer Bedeutung sind. Im Anschluss werden die Anforderungen an Wissensmanagement-Systeme erläutert und die Software von Hyperwave vorgestellt.
Im fünften Kapitel entsteht ein Integrativer Ansatz für Wissensmanagement im Beratungsunternehmen. Es entsteht aus einer Synthese der im ersten Teil beschriebenen theoretischen Ansätze, dem Einsatz der im zweiten Teil beschriebenen organisatorischen Instrumente und der im dritten Teil vorgestellten Software von Hyperwave. Durch einen gesamtheitlichen Ansatz, beginnend mit der Projektvorbereitung, gefolgt von den weiteren Phasen, Strategieentwicklung, Erhebung und Analyse des IST-Zustands (Wissensidentifikation mit anschließender Schwachstellenanalyse), Sollkonzeption und Evaluation, soll die Effizienz des Wissensmanagement-Systems gewährleistet werden und zum gewünschten Erfolg führen.
Im sechsten und somit letzten Kapitel werden die erarbeiteten Ergebnisse vom Autor bewertet und es erfolgt ein Ausblick in die Zukunft.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | V | |
| Abkürzungsverzeichnis | VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Wissensmanagement im Beratungsunternehmen | 5 |
| 2.1 | Begriffsbestimmungen | 5 |
| 2.1.1 | Begriffsabgrenzung von Daten-Informationen-Wissen-organisationale Wissensbasis | 5 |
| 2.1.2 | Wissensmanagement | 6 |
| 2.1.3 | Wissensdefinitionen aus Sicht von Beratungsunternehmen | 7 |
| 2.1.4 | Wissensarten | 8 |
| 2.2 | Wissen als Wettbewerbsfaktor im Beratungssegment | 10 |
| 2.3 | Wissen managen - Theoretische Ansätze | 13 |
| 2.3.1 | Ansatz von Probst/Raub/Romhardt | 13 |
| 2.3.2 | Ansatz Frauenhofer IPK | 18 |
| 2.3.3 | Ansatz von Nonaka/Takeuchi | 20 |
| 2.3.4 | Ansatz von Sveiby | 23 |
| 2.4 | Beratungsspezifische Aspekte des Wissensmanagements | 27 |
| 3. | Organisatorische Instrumente und ihre Anwendung im Beratungsunternehmen | 30 |
| 3.1 | Schaffung von organisatorischen Stellen im Beratungsunternehmen mit Ausrichtung auf Wissensmanagement | 30 |
| 3.2 | Wissenskarten (Knowledge Maps) | 31 |
| 3.3 | Wissensbranchenbuch - Gelbe und Blaue Seiten | 32 |
| 3.4 | Mind Mapping | 33 |
| 3.5 | Mikroartikel und Lessons Learned | 34 |
| 3.6 | Motivations- und Anreizsysteme für Know-How-Träger | 36 |
| 3.7 | Qualitätszirkel/Lernarena/Lernstadt, Kompetenzzentren | 38 |
| 3.8 | Mentorensystem | 39 |
| 4. | IT-Tools und ihre Anwendung im Beratungsunternehmen | 40 |
| 4.1 | Technische Lösungen im Anwendungsumfeld von Wissensmanagement | 40 |
| 4.1.1 | Groupware-Systeme | 40 |
| 4.1.2 | Dokumenten Management Systeme (DMS) | 42 |
| 4.1.3 | Workflow Management Systeme (WMS) | 44 |
| 4.1.4 | Content Management Systeme (CMS) | 46 |
| 4.1.5 | Date Warehouse und OLAP | 48 |
| 4.1.6 | Experten Systeme/ Skill Management Systeme | 50 |
| 4.1.7 | E-Learninig-Systeme (ELS) | 51 |
| 4.1.8 | Wissensportale (Intranet/Enterprise Information Portal) | 53 |
| 4.2 | Anforderungen an Wissensmanagement-Lösungen | 55 |
| 4.3 | Hyperwave als Wissensmangement-Umgebung für Beratungs- unternehmen | 57 |
| 5. | Integrativer Ansatz für Wissensmanagement im Beratungsunternehmen | 61 |
| 5.1 | Phase 1: Projektvorbereitung | 61 |
| 5.1.1 | Workshops | 61 |
| 5.1.2 | Projektteam zusammenstellen | 63 |
| 5.1.3 | Informationen an die restlichen Berater | 63 |
| 5.2 | Phase 2: Strategien für das Wissensmanagement in der Beratung | 64 |
| 5.2.1 | Budget und Zeitplan (Meilensteine) | 64 |
| 5.2.2 | Wissensziele formulieren | 66 |
| 5.2.3 | Aufbau einer Wissensstruktur | 71 |
| 5.2.4 | Strategische Wissensverteilung | 78 |
| 5.2.5 | Methoden zur Wissensbewertung festlegen | 79 |
| 5.3 | Phase 3: Analyse der Wissensfaktoren | 81 |
| 5.3.1 | Ist-Analyse aus der Perspektive des Wissensmanagements | 81 |
| 5.3.2 | Aufdecken von Wissenslücken (Schwachstellen) und Barrieren | 89 |
| 5.4 | Phase4: Sollkonzept zur ganzheitlichen Einführung einer Wissensmanagementumgebung | 90 |
| 5.4.1 | Organisatorische Konzeption | 90 |
| 5.4.2 | Technologische Konzeption | 98 |
| 5.4.3 | Individuelle (Berater) /Unternehmenskulturelle Konzeption | 103 |
| 5.5 | Phase 5: Evaluation | 106 |
| 6. | Bewertung und Ausblick | 108 |
| Literaturverzeichnis | 109 | |
| Anhang I - Bewertungsmethoden | 114 | |
| Anhang II - Checkliste zur Sensibilisierung | 117 | |
| Anhang III - Erhebungsmethoden in der Ist-Analyse | 119 |
Die Hyperwave AG ist eine junge Firma, die ihre Wurzeln in Graz hat. Dort entwickelten Prof. Herman Maurer und Dr. Frank Kappe die Grundlagen für den Hyperwave Information Server. Begonnen hat die Entwicklung 1989 am Institut für Informationsverarbeitung und computergestützte neue Medien (IICM), an dem auch einer der weltweit ersten Internet-Server stand. Das Ergebnis der Arbeit war der Hyperwave Information Server, der sehr bald in Hochschulen und auch kommerziell eingesetzt wurde. 1997 wurde die Firma Hyperwave Information Management GmbH mit Sitz in München gegründet. Das Startkapital stammte von verschiedenen Venture Capital Gesellschaften. Im gleichen Jahr war Hyperwave auch das erste mal auf der CeBIT in Hannover vertreten und gewann den „Best of Show Award“ des Byte Magazins. Ebenfalls in diesem Jahr erhielt Hyperwave als erstes deutsches Unternehmen den „European ITPrize“ der Europäischen Union verliehen. In der Folge wurden Vertriebsniederlassungen und eine eigene amerikanische Tochtergesellschaft in Boston gegründet.79 Die Software von Hyperwave liegt seit Februar 2002 in der neuen Version 6 vor. Die Hyperwave eKnowledge Infrastruktur beinhaltet folgende Komponenten: Hyperwave IS/6: Die Basistechnologie für alle Hyperwave Module, mit dem Datenbankkern. Alle Anwendungen werden auf den IS/6 aufgesetzt, wodurch diese von den Vorteilen der Plattform profitieren (siehe Hyperwave eKnowledge Suite). Hyperwave eKnowledge Suite (eKS): Integriert sind zahlreiche Funktionen für Dokumenten- und Content Management, Verzeichnisdienste, Teamarbeit (optionales Groupware Modul: Hyperwave Team Workspace), Suchmechanismen und Workflow Management. Hyperwave eLearning Suite (eLS): Web Based Training mit gesicherter Informationszustellung [...]
Es zeichnet sich ein Trend ab, das gesamte unternehmensrelevante Wissen unter ein „Dach“ zu bringen, d.h. eine Vielzahl von Einzelsystemen in einem Wissensportal zu vereinigen. Bach und Blessing beschreiben diese Situation: „Die technologische Infrastruktur zeichnete sich in der Vergangenheit im Consulting-Bereich durch eine hohe Heterogenität aus. Zunehmend setzen sich allerdings integrierte Plattformen im Sinne eines Portals durch. Während in der Vergangenheit vorwiegend Groupware-Systeme, insbesondere Lotus Notes, im Einsatz waren, ist eine deutliche Bewegung hin zu Intranet-Anwendungen erkennbar.“ 76 Gemäß der Zielsetzung des Systemeinsatzes lassen sich im wesentlichen drei Bereiche unterscheiden:77 1. Projektunterstützung: Das Projektmanagement und die –durchführung werden durch das Management von Aktivitäten, Terminen und Dokumenten unterstützt. 2. Wissensverteilung: Systeme der Wissensverteilung setzen den Schwerpunkt auf einen komfortablen Zugriff auf Wissen, das in der Regel zuvor von Organisationseinheiten zur Wissensaufbereitung bearbeitet, strukturiert abgelegt und regelmäßig überprüft und ergänzt wird. 3. Diskussion: Diskussionen über häufig vorstrukturierte Themenbereiche werden durch Diskussionsforen unterstützt. Diese Form der Kommunikation wird häufig durch Austausch von ersten, noch nicht aufbereiteten Ergebnissen ergänzt. Die meisten KM-Projekte werden zukünftig als „Enterprise Information Portals“ zum Einsatz kommen. Der Trend geht hin zu einer internet-basierten und multifunktionalen Informationsplattform, die eine Vielzahl von Einzelsystem vereinigt. [...]
E-Learning ist ein effizientes, sinnvolles und effektives Instrument zur Schulung von Mitarbeitern in Organisationen, aber auch zur Bildung in öffentlichen Stätten wie z.B. Schulen und Universitäten. Es dient Organisationen als Instrument für Personalentwicklungsmaßnahmen, indem es mit Hilfe von Netzwerktechnologien die Produktion von Wissen bzw. die Interaktion von Wissensträgern vereinfacht und unterstützt. Beim E-Learning können verschiedene Methoden74 zum Einsatz kommen: • Computer Based Training (CBT) Sie stellen die klassische Form des E-Learnings dar und können unabhängig von Internet oder Intranet, z.B. auf CD-Rom, qualitativ hochwertige Schulungen bieten. • Web Based Training (WBT) Gegenüber von Computer Based Training bietet diese Methode den Vor73 74 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832472368
Arbeit zitieren:
Jarugski, Michael August 2002: Realisierungskonzept eines Wissensmanagementsystems für ein Beratungshaus auf Basis von Hyperwave Software, Hamburg: Diplomica Verlag
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Knowledge Management, Wissensinstrumente, Phasenmodell, Wissensmanagementsoftware, Wissensverteilung



