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Rauris im Salzburger Land

Neue Dimensionen des kommunikativen Zusammenlebens im ersten Net-Dorf Österreichs

Rauris im Salzburger Land
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas G. Müller
  • Abgabedatum: März 2002
  • Umfang: 219 Seiten
  • Dateigröße: 2,7 MB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5424-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5424-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5424-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Müller, Thomas G. März 2002: Rauris im Salzburger Land, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Neue Medien, Global Village, Funk-LAN-Netz, Internet-Dorf, Kommunikation

Diplomarbeit von Thomas G. Müller

Einleitung:

Globale Kommunikation – Eine Wortkombination, mit der noch nicht viele BürgerInnen in Österreich vertraut sind. Nicht so im ersten Net-Dorf Rauris im Salzburger Land. Dort wird seit März 2001 in einem unfangreichen Projekt die gesamte Dorfbevölkerung ans Netz der Netze2 angeschlossen. Im Vorfeld ist von der Arbeitsgruppe NIKT in Salzburg eine Vorerhebung in Zusammenarbeit mit der Dorfbevölkerung im Oktober 1999 vorangegangen. Ziel dieser Erhebung war ein „unmittelbar umsetzbares Konzept für die Implementation einer demokratiepolitisch sinnvollen und wünschenswerten Applikation für die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien“. Erhoben worden sind somit in demokratischer Weise die Ansprüche eines jeden Bürgers, welche dieser an die neue Technik stellt. In meiner vorliegenden Arbeit werde ich mich - nachdem das Projekt Gemeinde Online erhoben worden ist - dem tatsächlichen Umgang der neuen Kommunikationstechniken und der sich daraus erschließenden Kommunikationsdimensionen für die BürgerInnen [=Nutzer] der Marktgemeinde Rauris widmen. Außerdem soll in dieser wissenschaftlichen Auswertung mittels einer eigens durchgeführten Online-Umfrage das derzeitige Nutzerverhalten der BürgerInnen von Rauris erhoben und dargestellt werden.

Durch diese neuen Technologien bieten sich völlig neue Formen des Informationsaustausches unter den 3.114 BürgerInnen von Rauris. Dadurch ist die Nationalparkgemeinde Rauris zur Modellgemeinde für eine vorbildhafte Nutzung der Telekommunikation und Neuer Medien geworden, die in zahlreichen Bereichen eingesetzt werden kann.

Hierzu halte ich fest, daß diese Themenwahl für meine Diplomarbeit ein Zufall gewesen ist. Beim Durchblättern von DER STANDARD bin ich auf ein doppelseitiges Inserat von Siemens Österreich aufmerksam geworden. Jene Firma lieferte zu einem beachtlichen Teil die Technik für das Pionierprojekt „Net-Dorf Rauris: Moderne Informations- und Kommunikationslösungen“.

Der Text der Werbeschaltung lautete: „In den Hohen Tauern lebt man vom Fremdenverkehr und tut traditionell alles für seine Gäste. Jetzt hat sich die Gemeinde Rauris einen Anschluß an den Daten-Highway gelegt: Damit konnten Tele-Arbeitsplätze geschaffen werden, Pendler organisieren sich eine Mitfahrbörse und der Tourismus boomt. Der Bürgermeister von Rauris hatte eine Vision und wir von Information and Communication Network sind stolz, diese verwirklicht zu haben.“. Daraus begründet sich auch der Titel dieser Diplomarbeit „Rauris im Salzburger Land: Neue Dimensionen des kommunikativen Zusammenlebens im ersten Net-Dorf Österreichs“.

Mit neuen Dimensionen der Kommunikation ist in dieser Arbeit der Umgang bzw. die Nutzung des Internets gemeint. Im Hinblick dessen gilt nach Auswertung meiner empirischen Untersuchungen auf schon gegenwärtige und zukünftige Innovationen und Trends dieser neuen Dimension(en) der Kommunikationsmöglichkeiten Bezug zu nehmen.

Da ich von der Technik, in diesem Falle der Nutzung neuer Kommunikationstechniken, und der gleichzeitigen Aufrechterhaltung traditioneller Werten gleichermaßen beeindruckt bin, kam mir die Idee, über diese beiden augenscheinlich nicht sehr ähnlichen Aspekte meine Diplomarbeit zu verfassen. Ich hoffe dem Leser durch diese Arbeit einen konkreten Einblick über die Verknüpfung von technischen Möglichkeiten in Verbindung traditioneller Gegebenheiten im Leben der Bewohner von Rauris aufzeigen zu können.

Inhaltsverzeichnis:

1. Vorwort 4
1.1 Zur Themenwahl 5
1.2 Danksagung 8
2. Einleitung 8
2.1 Geschichte von Rauris 10
2.1.1.1 Vom Dorfplatz ins Internet 12
2.1.1.2 Traditionelles verschmelzt mit der Technik 13
2.1.1.2.1 Sprache und Schrift 13
2.1.1.3 Artverwandte Projekte zu Rauris 18
2.1.1.3.1 Projekt: Oberhambach, Deutschland 18
2.1.1.3.2 Projekt: „Info-Kasteln“, Steiermark 20
2.1.1.3.3 Projekt: City4All, Oberösterreich 20
2.1.1.3.4 Gasometer in Wien 21
2.1.2 Zur Geschichte des Internet 22
2.1.2.1 Verwendung des Internets in Österreich 24
3. Hauptteil 28
3.1 Ein Dorf wird vernetzt und kommuniziert 28
3.1.1 Einleitung: Das Neue fasziniert nicht nur 29
3.1.2 Technische Umsetzung: Funk-LAN, HiPath 31
3.1.2.1 Die Funk-LAN-Technologie 31
3.1.2.1.1 Definition der Leitungswege 33
3.1.2.1.2 Backbone-Definition 34
3.1.2.1.3 Funk-Zellen-Definition 34
3.1.2.1.4 Client-Anbindung 35
3.2 HiPath: Tor zur kabellosen Dorfkommunikation 37
3.3 Die empirische Untersuchung 38
3.3.1 Forschungsinteresse 38
3.3.2 Methodische Vorgangsweise 40
3.3.2.1 Standardisiertes Interview: Befragung [online] 40
3.3.2.2 Die Stichprobengröße 42
3.3.2.3 Das Auswahlverfahren 43
3.3.2.4 Das Befragungsgebiet 43
3.3.2.5 Untersuchungszeitraum, Zahl der Befragten 43
3.3.2.5.1 Befragtenzahl und Rücklaufquote 45
3.4 Zu den Forschungsfragen und Hypothesen 47
3.4.1 Allgemeines zur Auswertung 47
3.4.2 Die Forschungsfragen 49
3.4.3 Die Hypothesen 50
3.5 Quantitative Auswertung 51
3.5.1 Zu Forschungsfrage 1. 51
3.5.1.1 Ergebnis zu Hypothese 157
3.5.2 Zu Forschungsfrage 2. 60
3.5.2.1 Ergebnis zu Hypothese 2 65
3.5.3 Zu Forschungsfrage 3. 67
3.5.3.1 Ergebnis zu Hypothese 3 72
3.5.4 Zu Forschungsfrage 4. 75
3.5.4.1 Ergebnis zu Hypothese 4 79
3.6 Übersicht: Empirische Untersuchung 88
3.6.1.1.1 Exkurs: Die wachsende Wissenskluft 90
4. Kommunikationsdimensionen der Zukunft 93
4.1 Internet: Informationsmedium Nummer 1 93
4.2 Elektronischer Wandel der Zeit 98
4.2.1 Medienethik, Medienerziehung, Medienpolitik 100
4.2.1.1 Eltern als medienpädagogisches Vorbild 101
4.2.2 Gefahrengut Internet im täglichen Leben 105
4.3 Kommunikation via Internet [allgemein] 108
4.3.1 Von e-commerce bis e-security 109
4.3.1.1 „e“-Beispiele der Gegenwart und Zukunft 113
4.3.2 Haus der Zukunft 120
4.3.2.1 Der vernetzte Haushalt 123
4.3.2.1.1 Bluetooth hilft kräftig im Haushalt mit 125
4.3.3 Mobilität am Ende ihrer Zeit? 128
4.3.4 Kinder und Jugendliche vs. Internet 129
4.3.5 Kuriose Kommunikationsanwendungen via Internet 131
4.3.6 Telework: Zukünftiges Arbeiten von zu Hause 133
5. Zusammenfassung 134
6. Literaturverzeichnis 142
7. Indexverzeichnis 153
8. Abbildungsverzeichnis 157
9. Anhang 159
9.1. Zusätzliche Auswertungen abseits der Forschungsfragen und Hypothesen 159
9.1.1 Altersverteilung der Befragten 159
9.1.2 Zusatz zu Forschungsfrage/Hypothese 1 162
9.1.3 Zusatz zu Forschungsfrage/Hypothese 3 164
9.1.4 Zusatz zu Forschungsfrage/Hypothese 4 172
9.1.4.1 Berufliche Ausbildung in tabellarischer Form 172
9.1.4.2 Auflistung der Höchstzahlen [Neue Medien] 172
9.1.4.3 Schulische/Berufliche Ausbildung 173
9.2 Online-Fragebogen 174
9.2.1 Offene Fragen im Online-Fragebogen 174
9.3 Spezifische Auswertungsschritte für die Arbeit 184
9.3.1 Ort des Interneteinstiegs 184
9.3.2 Onlinezeit [pro Woche] 185
9.3.3 Vorstellung ohne Internet zu sein 185
10. Interviews 187
10.1 Gespräch mit Herrn Robert Reiter 187
10.2 Gespräch mit Herrn Martin Oberlechner 192
10.3 Anschlüsse in Rauris und Wörth [Pläne] 200
11. Glossar 202
12. Lebenslauf 214

Automatisiert erstellter Textauszug:

(...) „Wie an dieser Stelle schon oft beschrieben: Den Segen des neuen Mediums Internet können wir gar nicht genug preisen. Ein Medium, das eine völlig neue Form der Kommunikation schafft – weltweit, auf Knopfdruck. Man kann schneller lernen durchs Internet, man kann leichter einkaufen, man sich auch besser kennenlernen. Und gleichzeitig ist Internet, weil eben ein neues Medium sehr rasch als Transportmittel erkannt worden: von pornographischen Geschäftemachern, von Rechtsextremen, von Fundamentalisten. Sie alle nützen den (noch bestehenden) gesetzesfreien Raum aus. Und bedeuten daher eine (globale) Gefahr. Und daher müssen sich die Behörden (global) sich rasch mit dem Internet beschäftigen.“ 110 [...]

dem Neuen mit Vorsicht gegenüberzustehen. So verlockend die blinkenden blinzelnden Webportale für den Einzelnen auch sind, so gefährlich und leichtsinnig kann man jede Menge gesundheitliche Schäden, wie auch materielle Verluste davontragen.107 Macht zuviel online sein einsam? „Pittsburgh. – Zwei Jahre untersuchte das „HomeNet-Project“ der Carnegie Mellon University soziales Verhalten und Wohlbefinden von Internetusern.108 Ergebnis: Surfen hält davon ab, mit Familie und Freunden zu sprechen, Depressionen und Einsamkeitsgefühle nehmen zu. „Wir sind schockiert über die Ergebnisse“, so Mitautor Robert Kraut. (max)“109 „Die EU will nun fast eine halbe Milliarde Schilling für einen Aktionsplan gegen Kriminalität im Internet ausgeben. Auch wenn es Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Aktion gibt. (...) Daß man sich künftig mehr mit dem Internet beschäftigen muß, steht fest. Im Internet gibt es derzeit etwa 38.000 verschiedene News-Gruppen. Rund 1200 Gruppen (das sind etwa 3,2 Prozent) beschäftigen sich mit Erotik – im weitesten Sinne. Also auf deutsch gesagt: sie bieten vornehmlich Pornographie an. Und die ist zum Teil übelster Art. 3,2 Prozent – das klingt nach nicht sehr viel. Man muß aber wissen: diese 3,2 Prozent verursachen 83 bis 88 Prozent des anfallenden Datenvolumens. Dies ist so kraß, weil die Erotik-Gruppen wesentlich mehr Bilder als die „normalen“ textorientierten Gruppen enthalten.“ [...]

auch Medikamente kämen infrage. Spezialisten der Suchtprävention106 gehen noch weiter und fordern von Internetanbietern, daß auf ihren Einstiegsseiten auf die Gefahr der Abhängigkeit hingewiesen werden sollte. Die ausschlaggebenden Punkte für eine Abhängigkeit läßt sich in folgenden Punkten erkennen: • • • • • • Häufiges unüberwindliches Verlangen sich einzuloggen; Kontrollverluste, wie länger online zu sein als beabsichtigt; Sozial störende Auffälligkeit im engsten Kreis; Nachlassen der Arbeitsfähigkeit bzw. häufiges Fehlen am Arbeitsplatz; Verheimlichung Nervosität oder oder Bagatellisierung bei der exzessiven des Nutzergewohnheiten; und Depressionen Verhinderungen Internetzuganges Wie bei jeder Sucht - hier fällt auch das Internet hinein - spielt ein mangelndes Selbstwertgefühl eine Rolle. Zusätzlich wird auch noch der Spieltrieb des Menschen durch die millionenfachen Angebote des Internets angesprochen. Ein Hauptproblem dabei ist das Abgleiten aus der realen – für viele tristen – Welt in eine virtuelle bunte Welt, in der alles möglich scheint. Dies hat eine zunehmende Vereinsamung vor dem Bildschirm zur Folge, welche die Betroffenen erst erkennen, wenn es schon zu spät ist. „Sie fallen immer mehr am Arbeitsplatz aus, weil sie nächtelang nicht mehr zum Schlafen kommen. Beziehungen gehen zu Bruch, weil nur noch der Chatroom zählt“, so Poppe. Ein trauriges Szenario im multimedialen farbenprächtigen Zeitalter. Auch hier gilt es [...]

Arbeit zitieren:
Müller, Thomas G. März 2002: Rauris im Salzburger Land, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Neue Medien, Global Village, Funk-LAN-Netz, Internet-Dorf, Kommunikation

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