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Ratingfunktionen im Finanzmanagement von Unternehmen

Ratingfunktionen im Finanzmanagement von Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Eva-Maria Stegmann
  • Abgabedatum: Juli 2001
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 1,8 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Aschaffenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5851-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5851-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5851-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stegmann, Eva-Maria Juli 2001: Ratingfunktionen im Finanzmanagement von Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ratingmarkt, Ratingverfahren, Basel II, Kreditvergabe

Diplomarbeit von Eva-Maria Stegmann

Gang der Untersuchung:

Mit den aktuellen Diskussionen um das Konsultationspapier Basel II machen sich deutsche Unternehmen verstärkt Gedanken darüber, inwieweit ein Rating für das Unternehmen sinnvoll und von Vorteil sein kann. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Ratingfunktionen für Unternehmen, welche sich aus einem externen Unternehmensrating ergeben.

Um ein erstes Grundverständnis über das Rating zu vermitteln, werden in Kapitel 1 zentrale Begriffe und die Einordnung des Ratings in den ökonomischen Zusammenhang beschrieben. Der historische Hintergrund des Ratings, die Anbieter am Markt sowie die verschiedenen Interessen der Beteiligten eines Ratingprozesses runden die Einführung in die Thematik ab.

Das zweite Kapitel erläutert das eigentliche Ratingverfahren mit der Darstellung des gesamten Ratingprozesses sowie der einzelnen Faktoren der Ratinganalyse.

Das Hauptkapitel (Kapitel 3) stellt die Ratingfunktionen im Finanzmanagement von Unternehmen dar. Die Bonität der Unternehmen wird durch Basel II in Zukunft die Kreditkonditionen der Banken stärker beeinflussen, so daß mit einem guten Rating die Möglichkeit besteht, günstiges Fremdkapital bei der Hausbank zu erhalten. Desweiteren unterstützt ein positives Rating das Unternehmen bei der Begebung von Aktien oder Unternehmensanleihen, da sich dadurch u. a. der Emissionskurs erhöhen kann. Das Rating stellt zudem ein Supplement für das Finanzmarketing des Unternehmens dar. Durch eine Verbesserung der wahrgenommenen Bonität des Unternehmens durch die Marktteilnehmer, erhöht sich nicht nur das Unternehmensimage sondern es reduzieren sich auch die Kurspflege- und Kommunikationskosten. Im Beschaffungs- und Absatzmarketing des Unternehmens lassen sich zudem kontrahierungspolitische Effekte realisieren. Ein weiterer Vorteil für das Unternehmen ist die Informationsfunktion des Ratings. Das Unternehmen wird von der Ratingagentur über die momentane Bonität informiert und erhält darüberhinaus eine objektive Unternehmensbewertung, welche sich in Form der Entscheidungsfunktion und eines Disziplinierungseffektes auf das ganze Unternehmen auswirkt.

Zum Schluß erfolgt neben einer momentanen Bestandsaufnahme des deutschen Ratingmarktes ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung dieses Sektors.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS 5
MANAGEMENT SUMMARY 9
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 10
TABELLENVERZEICHNIS 12
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 13
1. GRUNDLAGEN 14
1.1 Begriffsbestimmungen 14
1.1.1 Rating 14
1.1.2 Bonität 15
1.1.3 Risiko 15
1.1.4 Ratingagenturen 16
1.2 Einordnung in den ökonomischen Zusammenhang 16
1.3 Geschichte und Entwicklung des Ratings 19
1.4 Die Anbieter am Ratingmarkt in Deutschland 21
1.5 Die Interessen der Beteiligten an einem Ratingprozeß 25
1.5.1 Interessen des Emittenten 25
1.5.2 Interessen des Anlegers 25
1.5.3 Interessen des Staates 26
2. DAS RATINGVERFAHREN 27
2.1 Gegenstand des Ratingverfahrens 27
2.1.1 Rating von Emittenten 27
2.1.2 Rating von Emissionen 28
2.1.3 Rating von langfristigen Schuldverschreibungen 29
2.1.4 Rating von kurzfristigen Schuldverschreibungen 29
2.1.5 Rating von strukturierten Finanzierungen 31
2.2 Der Ratingprozeß 31
2.2.1 Auftragsvergabe 31
2.2.2 Informationsbeschaffung und erste Analyse 32
2.2.3 Das Managementgespräch 34
2.2.4 Die Ratingentscheidung 34
2.3 Die Ratingfaktoren im Analyseprozeß 35
2.3.1 Der Top-Down-Ansatz 35
2.3.2 Länderrisiko 36
2.3.3 Branchenrisiko 37
2.3.4 Unternehmensrisiko 38
3. DIE RATINGFUNKTIONEN IM FINANZMANAGEMENT VON UNTERNEHMEN 41
3.1 Ratingfunktion bei Kreditvergaben mit Basel II 41
3.1.1 Revision der Baseler Eigenkapitalübereinkunft 41
3.1.2 Der Zeitplan von Basel II 44
3.1.3 Die geplanten Neuregelungen durch Basel II 44
3.1.4 Stärkung der Verhandlungsposition gegenüber Kapitalgebern 48
3.2 Ratingfunktion für die Emissionspolitik 50
3.2.1 Informationsfunktion für die Emissionspreisfindung 50
3.2.2 Erhöhung des Emissionskurses 50
3.2.3 Stabilisierungsfunktion 52
3.2.4 Erschließung neuer Märkte 52
3.2.5 Erhöhung der finanziellen Flexibilität 55
3.3 Supplement für das Finanzmarketing 56
3.3.1 Begriffliche Abgrenzung des Finanzmarketings 56
3.3.2 Verbesserung der wahrgenommenen Bonität 56
3.3.3 Senkung von Kurspflegekosten 57
3.3.4 Reduzierung von Kommunikationskosten 57
3.3.5 Imagefunktion 58
3.4 Funktionen für das Beschaffungs- und Absatzmarketing 58
3.4.1 Rating als Kommunikationsinstrument 58
3.4.2 Kontrahierungspolitische Effekte des Ratings 59
3.5 Informationsfunktion des Ratings 59
3.5.1 Absolute und relative Bonität 59
3.5.2 Statische Information 61
3.5.3 Dynamische Information 62
3.5.4 Objektive Unternehmensbewertung durch das Rating 62
3.6 Entscheidungsfunktion und Disziplinierungseffekt 63
4. AUSBLICK AUF DIE KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DES RATINGMARKTES IN DEUTSCHLAND 64
4.1 Momentane Situation 64
4.1.1 Kapitalausstattung deutscher Unternehmen 64
4.1.2 Entwicklungstrends auf den Finanzmärkten 67
4.2 Ausblick 69
ANHANG 72
LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 83

Automatisiert erstellter Textauszug:

3.1.2 Der Zeitplan von Basel II Am 3. Juni 1999 wurden erstmals die Vorschläge des 1. Konsultationspapieres Basel II veröffentlicht. Es folgte am 22. November des gleichen Jahres die Publikation der „Überarbeitung der Eigenkapitalvorschriften für Kreditinstitute und Wertpapierfirmen in der EU“ durch die EU-Kommission, ein Konsultationspapier, das weitgehend mit dem von Basel II übereinstimmt. Die zweite Phase begann mit dem 2. Konsultationspapier von Basel II am 16. Januar 2001, welches weitere Vorschläge seitens der EU am 5. Februar 2001 mit sich zog. Im Herbst/Winter 2001 soll der Basel IIAkkord veröffentlicht werden und dann Anfang 200593 in Kraft treten sowie in EU-Richtlinien umgesetzt werden. [...]

kunft von 1988 und ihre sukzessiven Änderungen an. Mit der Umsetzung der EU-Richtlinien in nationales Recht werden die Baseler Normen für alle in der EU tätigen Banken und Wertpapierfirmen verbindlich gemacht. So auch in Deutschland, wo die in Basel konzipierte und dann mit leichten Modifikationen in Brüssel verabschiedete Kapi-taladäquanzrichtlinie in 1998 mit der Sechsten KWG-Novelle umgesetzt wurde. Aufbauend auf das Baseler Konsultationspapier hat die EU-Kommission im November 1999 ebenfalls eine „Überarbeitung der Eigenkapitalvorschriften für Kreditinstitute und Wertpapierfirmen in der EU“ zur Konsultation vorgelegt. Bis auf einige abweichende Forderungen stimmen beide Papiere in ihren Grundsätzen miteinander überein. Beide Vorschläge zielen auf eine sachgerechte Fortentwicklung des materiellen Bankaufsichtrechts ab, die eine Verbesserung der internationalen bankaufsichtlichen Standards nach sich ziehen soll.91 Ausgangspunkt beider Konsultationspapiere sind offensichtliche Schwachstellen in den bislang geltenden Eigenkapitalvorschriften. Zu den Kritikpunkten gehören u. a., daß: • die Kapitalanforderungen nicht in Beziehung zum wirklichen Risikoprofil einer Bank stehen, d.h. daß die anhand der bisherigen Eigenkapitalvereinbarung berechnete Eigenkapitalquote einer Bank nicht immer (bzw. nicht mehr) ein zuverlässiger Indikator für ihre Finanzlage ist, • vor allem die vierstufige Bonitätsgewichtung nur eine unzureichende Differenzierung der Risikoklassen ermöglicht, • durch die Beschränkung auf Kredit- und Marktpreisrisiken das Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch sowie operationale Risiken nur implizit durch die Vorgabe einer Mindesteigenkapitalquote berücksichtigt werden, • Diversifizierungseffekte und risikoreduzierende Geschäfte nicht hinreichend berücksichtigt bzw. neue Risikomanagement-Techniken nicht gefördert werden.92 Grundsätzlich bringen diese Kritikpunkte zum Ausdruck, daß der derzeitigen Regelung die notwendige Anpassungsfähigkeit an die zunehmenden und immer schneller auftretenden Veränderungen und Innovationen im Finanz- und Kreditgewerbe fehlt. Vor diesem Hintergrund erfolgte die Überarbeitung der bestehenden Eigenkapitalübereinkunft durch den Baseler Ausschuß, welche nachfolgend kurz erläutert wird. [...]

Die Diskussion um Ratings hat im Zusammenhang mit den Vorschlägen des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht deutlich an Intensität gewonnen. Von der Baseler Eigenkapitalübereinkunft wird besonders der deutsche Mittelstand, der zum größten Teil als GmbH firmiert, betroffen sein.83 Da eine GmbH nicht die Möglichkeit hat, sich wie eine Aktiengesellschaft durch Emissionen zu refinanzieren, muß ein solches Unternehmen auf Fremdkapital von den Hausbanken zurückgreifen. Nachfolgend werden die geplanten Änderungen durch Basel II erläutert und die daraus folgenden Konsequenzen für die Unternehmen dargestellt. 3.1.1 Revision der Baseler Eigenkapitalübereinkunft Der Baseler Ausschuß wurde 1975 von Vertretern der Landeszentralbanken der G10-Länder mit dem Ziel der Stabilisierung des internationalen 84 Finanzsystems gegründet. Obwohl die Baseler Vereinbarung nur für international tätige Banken aus den G10-Ländern geschaffen wurde, haben sie mehr als 100 Ländern angenommen und auch auf rein inländi85 sche Banken angewandt. Im Mittelpunkt der Vorschläge des Baseler Ausschusses vom 3. Juni 1999 stehen vor allem die Neustrukturierung des Anrechnungssystems für Kreditrisiken. Da Kreditausfälle grundsätzlich die Sicherheit von Einlagen [...]

Arbeit zitieren:
Stegmann, Eva-Maria Juli 2001: Ratingfunktionen im Finanzmanagement von Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ratingmarkt, Ratingverfahren, Basel II, Kreditvergabe

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