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Rating für den Mittelstand in Deutschland

Rating für den Mittelstand in Deutschland
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Tobias Edelmann
  • Abgabedatum: Mai 2001
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 827,2 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Bayreuth Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4494-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4494-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4494-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Edelmann, Tobias Mai 2001: Rating für den Mittelstand in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Basel II, Finanzierung, Mittelstand, Rating, Unternehmensbewertung

Diplomarbeit von Tobias Edelmann

Gang der Untersuchung:

Zielsetzung der Arbeit ist es, das Thema "Rating für den Mittelstand in Deutschland" grundlegend und systematisch aufzuarbeiten. Dabei macht das "externe Unternehmensrating", d. h. das von einer externen Ratingagentur durchgeführte Rating, den Schwerpunkt der Untersuchung aus.

Im Grundlagenteil (Teil B) werden zuerst die für diese Arbeit relevanten mittelständischen Unternehmen abgegrenzt. Dabei werden insbesondere auch Unternehmen aus traditionellen Branchen ab einem Jahresumsatz von 2,5-5 Millionen Euro in die potenzielle Zielgruppe für ein externes Rating mitaufgenommen. Im Rahmen der Erläuterung verschiedener Arten des Ratings wird anschließend auf das "externe Unternehmensrating" für mittelständische Unternehmen hingeführt. Zur besseren Einordnung dieses neuen Beurteilungsinstrumentes erfolgt eine Gegenüberstellung des externen Unternehmensratings mit der Unternehmensbewertung. Abschließend wird im Grundlagenteil der Auslöser für die verstärkte Ratingdiskussion, "Die neue Basler Eigenkapitalvereinbarung" (Basel II), skizziert.

Im Hauptteil der Arbeit erfolgt eine detaillierte Vorstellung des Instrumentes des externen Ratings für mittelständische Unternehmen. (Teil C). Nach der Vorstellung der relevanten Ratingagenturen und verschiedener Anforderungen an das externe Rating zur Sicherung der Beurteilungsqualität wird der Ablauf eines externen Ratings detailliert beschrieben. Im darauffolgenden Kapitel werden verschiedene Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten externer Ratings für mittelständische Unternehmen diskutiert. Mit möglichen kurz- sowie langfristigen Entwicklungstendenzen des Marktes für ein entsprechendes Rating schließt der Hauptteil der Arbeit ab.

Das sogenannte "e-R@ting" als einen Ansatz der Ratingagentur Rating Services AG, den Markt für ein externes Rating für mittelständische Unternehmen aufzubauen, wird in Ergänzung zum Hauptteil vorgestellt (Teil D). Dabei handelt es sich um eine verkürzte Version des externen Unternehmensratings, die mittelständische Unternehmen an die noch weitgehend unbekannte Ratingthematik heranführen soll. Das e-R@ting ist ein Analyse- und Beurteilungsinstrument, das die subjektive Einschätzung des Unternehmers mit einer - verglichen zum externen Unternehmensrating - verkürzten Vor-Ort-Erhebung eines professionellen Analysten verbindet.

Das Schlussfazit beinhaltet u. a. eine Schätzung über das vorhandene Marktpotenzial für ein externes Rating für mittelständische Unternehmen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis III
Darstellungsverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VIII
A. Hintergrund, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 1
B. Konzeptionelle Grundlagen 3
I. Abgrenzung Mittelstand 3
II. Systematisierung des Ratings 5
1. Inhaltliche Einordnung des externen Ratings für den Mittelstand 5
a. Ursprünge und Definition des Ratings 5
b. Verschiedene Arten des Ratings 7
c. Das externe Rating für den Mittelstand 10
2. Unternehmensrating und Unternehmensbewertung – eine Gegenüberstellung 11
a. Methodische Grundlagen der Unternehmensbewertung 12
b. Unternehmensrating vs. Unternehmensbewertung – das Beurteilungs- bzw. Bewertungsergebnis 15
c. Unternehmensrating vs. Unternehmensbewertung – der Standardisierungsgrad 18
d. Gegenseitige Abhängigkeit von Unternehmensbewertung und Unternehmensrating 20
III. "Basel II" als Auslöser für die verstärkte Ratingdiskussion 22
C. Externes Rating für mittelständische Unternehmen in Deutschland 25
I. Ratingagenturen – die Anbieter externer Ratings 25
1. Vergleich der am deutschen Markt vertretenen Ratingagenturen 25
2. Vorstellung der deutschen Ratingagenturen für mittelständische Unternehmen 28
II. Qualitätsgrundsätze und Ablauf eines externen Ratings 31
1. Anforderungen an das externe Rating zur Sicherung der Beurteilungsqualität 31
2. Ablauf eines externen Ratings 33
III. Diskussion von Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten externer Ratings 38
1. Diskussion verschiedener Einsatzmöglichkeiten eines unveröffentlichten externen Ratings 39
2. Diskussion verschiedener Einsatzmöglichkeiten eines veröffentlichten externen Ratings 41
a. Das externe Rating im Rahmen der klassischen Kreditfinanzierung über Banken 43
b. Das externe Rating und die Nutzung alternativer Finanzierungsformen 46
c. Das externe Rating als Kommunikationsinstrument gegenüber Gesellschaftern, Personal und Geschäftspartnern 49
IV. Zwischenfazit und Ausblick - Entwicklungstendenzen des externen Ratingmarktes 51
1. Kurzfristige Entwicklungstendenzen des externen Ratingmarktes 53
2. Langfristige Entwicklungstendenzen des externen Ratingmarktes 55
D. Ein Ansatz zum Aufbau eines externen Ratingmarktes – das ‚e-R@ting’ 58
I. Vorstellung des "e-R@ting" und Ablauf eines "e-R@ting"-Prozesses 58
II. Unterschiede des "e-R@ting" zum externen Rating 60
III. Beurteilung des "e-R@ting" als ein Ansatz zum Aufbau eines externen Ratingmarktes 61
E. Schlussbemerkung und Ausblick 63
Anhang 65
Literaturverzeichnis 85
Eidesstattliche Erklärung 100

Automatisiert erstellter Textauszug:

ternen Ratingergebnis wieder zu lösen.145 Aufgrund des im Regelfall begrenzten Aussagegehaltes eines externen Ratings auf ein Jahr erfordert ein einmalig veröffentlichtes Ratingergebnis nämlich ein jährliches ‚Folgerating’, das die Überprüfung des zeitlich letzten externen Ratings zum Ziel hat. Neben den zusätzlich anfallenden Kosten müssen sich die Unternehmen im Klaren darüber sein, dass das ‚Folgerating’ unabhängig von der jeweiligen Geschäftslage erstellt wird. Gerade bei mittelständischen Unternehmen ist aufgrund deren typischer Strukturen die Gefahr einer wechselhaften Geschäftslage und somit die Möglichkeit eines ‚Downgrading’ höher einzustufen als dies bei international tätigen Großkonzernen der Fall ist. Beispielhaft können hier die häufige Abhängigkeit mittelständischer Unternehmen von leitenden Mitarbeitern inklusive der Geschäftsleitung sowie gegenüber wenigen Hauptkunden oder –lieferanten angeführt werden. Die Finanzlage, oft charakterisiert durch eine sehr geringe Eigenkapitalausstattung, oder die Konzentration der Geschäftstätigkeit auf meist ein oder nur wenige Produkte (geringe Diversifikation mittelständischer Unternehmen) können zudem bewirken, dass sich eine Verschlechterung der Geschäftslage bei mittelständischen Unternehmen schneller bemerkbar macht als bei international tätigen Großkonzernen.146 Die öffentliche Verfügbarkeit des externen Ratings stellt die Voraussetzung für die Verwendung des Ratingergebnisses als Kommunikationsinstrument dar. Ausgewählte Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten veröffentlichter externer Ratingergebnisse in Bezug auf verschiedenste Anspruchsgruppen am Unternehmen werden im Folgenden untersucht. [...]

Anspruchsgruppen zu. Auf der anderen Seite müssen von Seiten des Unternehmens keine unternehmenssensiblen Informationen nach außen preisgegeben werden. Die Öffnung der Unternehmung hat nur gegenüber einer zur Verschwiegenheit verpflichteten Ratingagentur zu erfolgen, mit der keine weiteren Geschäftsverbindungen bestehen. Neben dieser sehr positiven Anwendungsmöglichkeit des externen Ratings in Bezug auf das Verhältnis des Unternehmens zu den diversen Anspruchsgruppen, muss jedoch auch auf einige mögliche negative Folgen der öffentlichen Verfügbarkeit des externen Ratings hingewiesen werden. Für ein Unternehmen stellt sich der Abbau von Informationsasymmetrien zu verschiedenen Anspruchsgruppen über die Veröffentlichung eines externen Ratingergebnisses nur dann als erstrebenswert dar, wenn es sich um ein gutes bis sehr gutes Ratingurteil handelt.142 Eine durchschnittliche bis schlechte Einstufung eines Unternehmens verringert die Attraktivität der Verwendung des Ratingergebnisses als Kommunikationsinstrument, da dies eine Verschlechterung der Beziehung zu den jeweiligen Anspruchsgruppen nach sich ziehen könnte. Falls es sich bei einer eher durchschnittlich bis schlechten Einstufung um das erste durchgeführte externe Rating handelt, kann dieses Ergebnis unveröffentlicht bleiben. Es ist dem Unternehmen dann überlassen, mit Hilfe der Erkenntnisse aus dem Ratingprozess konkrete und gezielte Verbesserungsmaßnahmen im Unternehmen einzuleiten, um bei einem erneuten externen Rating eine bessere Beurteilung zu erhalten und dann eine Veröffentlichung des Ergebnisses in Erwägung zu ziehen.143 Falls eine Verschlechterung eines früher bereits veröffentlichten Ratingergebnisses durch ein sogenanntes ‚Downgrading’144 erfolgt, kann das nun herabgestufte Ratingurteil den diversen Anspruchsgruppen am Unternehmen praktisch nicht vorenthalten werden. Einmal veröffentlicht, ist es für ein Unternehmen sehr schwierig und mit hohen Imageverlusten verbunden, sich von einem ex- [...]

Die öffentliche Verfügbarkeit des externen Ratings kann einen positiven Einfluss auf das Publizitätsverhalten insbesondere mittelständischer Unternehmen nehmen. Die zurückhaltenden Informations- und Offenlegungspraktiken sowie die Publizitätsscheu mittelständischer Unternehmen, die u. a. durch das ‚Herr-im-Haus-Denken’ des Unternehmers geprägt sind, stellen ein typisches Charakteristikum mittelständischer Unternehmen dar.138 Die Innenorientierung und Verschlossenheit der meisten mittelständischen Unternehmen führen zu besonders stark ausgeprägten Informationsasymmetrien zwischen Unternehmen (Insider) und potenziellen Investoren oder Geschäftspartnern (Outsider).139 Ansprüche, die auf eine bestimmte Transparenz der mittelständischen Unternehmen gerichtet sind, werden unterdrückt.140 Die Veröffentlichung des externen Ratingurteils und die Verwendung als Kommunikationsinstrument können einen gewissen Beitrag zur Verringerung der Informationsasymmetrien leisten, indem die Unterschiede in der Informationsverteilung zwischen Insidern und Outsidern am Unternehmen verringert werden.141 Das auf eine Buchstabenkombination reduzierte, einfach kommunizierbare Beurteilungsergebnis lässt auf der einen Seite eine aussagekräftige Einordnung des Unternehmens durch die verschiedenen [...]

Arbeit zitieren:
Edelmann, Tobias Mai 2001: Rating für den Mittelstand in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Basel II, Finanzierung, Mittelstand, Rating, Unternehmensbewertung

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