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Räumliche Entwicklung und Bedeutung des Wissenschaftsnetzes (WIN) für Forschung und Lehre an den Hochschulen der neuen Bundesländer

Räumliche Entwicklung und Bedeutung des Wissenschaftsnetzes (WIN) für Forschung und Lehre an den Hochschulen der neuen Bundesländer
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andreas Hoppe
  • Abgabedatum: Mai 1996
  • Umfang: 121 Seiten
  • Dateigröße: 6,5 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0383-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0383-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0383-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hoppe, Andreas Mai 1996: Räumliche Entwicklung und Bedeutung des Wissenschaftsnetzes (WIN) für Forschung und Lehre an den Hochschulen der neuen Bundesländer, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Andreas Hoppe

Gang der Untersuchung:

Im Rahmen der Diplomarbeit soll der Auf- und Ausbau des Wissenschaftsnetzes und seine Anwendungsmöglichkeiten in den neuen Bundesländern von 1990 bis 1995 untersucht werden. Ausgehend von den strukturellen Rahmenbedingungen der WIN-Vernetzung, wird die zeitliche Anschlußentwicklung der ostdeutschen Hochschulen ab 1990 analysiert. Die besondere Betrachtung der Hochschulen erfolgt vor dem Hintergrund, daß gerade die Hochschulen im Anschluß an eine moderne Datenkommunikationsinfrastruktur gegenüber außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der ehemaligen DDR stark benachteiligt waren (vgl. Kap. 2.1).

Folgende Forschungsfragen sollen in der Arbeit beantwortet werden:

Nach welchem räumlich-organisatorischen Prinzip wurden die Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen der neuen Länder in das WIN eingebunden?

Mit welchen Fördermaßnahmen haben sich der Bund und die Länder am Aufbau der Netzinfrastruktur beteiligt? Gelang der Aufbau frühzeitig und bedarfsgerecht auch für breite Anwendergruppen? Welche Diffusionsprobleme traten bei den Nutzergruppen auf?

Wie gelang es die Informationsversorgung mit Fachinformationen zu verbessern? Konnten räumliche Unterschiede im Zugang zu elektronischer Datenbanken aufgehoben werden?

Welche Beschäftigungswirkungen ergaben sich aus der Nutzung der neuen Technologien?

Wie haben die neuen Kommunikationsmöglichkeiten im WIN zur Unterstützung von Hochschulkooperationen - national und international - beigetragen?

Wie wurde das vorhandene Mitarbeiterpotential und dessen Know-how zur Unterstützung von neuen Anwendern des WIN sowohl lokal als auch überregional seit 1990 genutzt?

Inwieweit gelang es den Forschungseinrichtungen der neuen Länder, frühzeitig Anschluß an die 1993 geplanten Hochgeschwindigkeitsdatennetze (HDN) in Deutschland zu finden?

Welche Vorteile ergeben sich heute aus dem Einsatz des WIN für die Wissenschaftler und Studenten? Welche räumlich-organisatorischen Veränderungen sind in der Forschung und Lehre an den Hochschulen der neuen Länder durch ihre Vernetzung zu erwarten?

Zur Beantwortung der verschiedenen Fragestellungen wurde folgende Gliederung gewählt:

Das zweite Kapitel beschreibt zunächst die Ausgangsbedingungen der WIN-Vernetzung und die strukturelle Situation der Hochschulen 1990. Anschließend wird dargestellt, wie die erste Anbindung der Hochschulen bis 1992 erfolgte. Als Vergleich dazu wurden in der Arbeit auch die außeruniversitären Einrichtungen mit einbezogen. Ausgehend von der Darstellung der räumlichen Verteilung und Struktur der Hochschulstandorte 1990 wird die Entwicklung des WIN anhand der Planungskonzeption des DFN-Vereins und dessen Realisierung analysiert.

Im dritten Kapitel liegt der Schwerpunkt auf der Analyse von Einzelmaßnahmen zur Förderung erster Nutzergruppen im WIN. Dazu werden verschiedene Fördermaßnahmen des Bundesforschungsministeriums in ihrer Zielsetzung und Wirkung vorgestellt. Die ersten Abschnitte beschreiben die Aktivitäten zur Verbesserung des naturwissenschaftlich-technischen Fachinformationsangebots. Besondere Berücksichtigung findet hier die Initiative der Deutschen Mathe-matiker Vereinigung (DMV), deren Förderprojekt stellvertretend für die Aktivitäten anderer Fachgesellschaften in dieser Arbeit dargestellt wird. Im darauf folgenden Abschnitt wird auf die Erweiterung der Nutzergruppen um das Fachgebiet Sozialwesen eingegangen, um zu zeigen, daß auch Sozialwissenschaftler der neuen Bundesländer frühzeitig in die Anwendung der WINDienste eingeführt wurden. Welche neuen Möglichkeiten und Perspektiven das WIN für grenzüberschreitende Telekooperationsprojekte eröffnen kann, soll anhand eines EU-Förderprojekts im Dreiländereck (Polen, Tschechien, Deutschland) illustriert werden. Im letzten Ab-schnitt des Kapitels wird anhand der Einrichtung von Beratungs- und Kompetenzzentren des DFN-Vereins erläutert, inwieweit das Know-how der Hochschulmitarbeiter in den neuen Län-dern zur Förderung von Anwendern sowohl lokal als auch überregional einbezogen wurde.

Das vierte Kapitel erörtert die jüngsten Aktivitäten des DFN-Vereins zur Weiterentwicklung und Ausbau des Wissenschaftsnetzes seit 1994. Dabei soll auf die Ziele der Planung sowie die Rahmenbedingungen der Netzentwicklung eingegangen werden. Welche Konsequenzen sich daraus für die Beteiligung von Forschungseinrichtungen aus den neuen Länder ergaben, wird anschließend diskutiert. Den Abschluß des Kapitels bildet die Vorstellung ausgewählter Projekte zur Anwendung des WIN, die seit 1995 an einigen Hochschulen der neuen Länder durchgeführt werden. Welche räumlich-organisatorischen Veränderungen sich in der Kommunkation der Wissenschaftler und Studenten abzeichnen, wird abschließend erläutert.

Am Ende der Arbeit werden die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung zusammengefasst und abschließende Handlungsempfehlungen für die weitere Arbeit des DFN-Vereins gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1. Bezugsrahmen und Zielsetzung 4
1.1 Einführung 6
1.2 Das WIN als Basisinfrastruktur für Forschung und Lehre 7
1.3 Die Rolle der Hochschulen im Rahmen der Informationsgesellschaft' 13
1.3.1 Entstehung des Leitbilds der Informationsgesellschaft 13
1.3.2 Maßnahmen der EU zur Förderung der Informationsgesellschaft 17
1.3.3 Rolle der Hochschulen in Deutschland 20
1.4 Zielsetzung und Gliederung der Arbeit 22
1.5 Untersuchungsmethoden 24
2. Ausgangsbedingungen 1990 und Anschlußentwicklung bis 1993 27
2.1 Räumliche Verteilung und Struktur der Hochschulstandorte 27
2.2 Netzentwicklungen und Anbindungen erster Standorte bis 1990 31
2.3 Das Pilotprojekt zur Einbindung aller Hochschulen in das WIN 35
2.4 Kernnetzausbau und Einrichtung von Direktanschlüssen ab 1992 40
3. Einbeziehung erster Nutzergruppen und Anwendungsförderung 46
3.1 Verbesserung der Fachinformationsversorgung 46
3.1.1 Datenbanktechnische Ausgangssituation 1990 46
3.1.2 Förderung des Zugangs zu externen Fachinformationen 47
3.1.3 Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation 50
3.1.4 Fachinitiativen einzelner Nutzergruppen - das Beispiel der DMV 55
3.2 Erweiterung der Nutzergruppen um das Fachgebiet Sozialwesen 64
3.3 Einsatz des WIN zur grenzüberschreitenden Telekooperation 68
3.3.1 Hintergrund und Durchführung des Dreiländerprojekts 68
3.3.2 Projektergebnisse und Transfermöglichkeit auf andere Regionen 71
3.4 Aufbau und Wirkung neuer Beratungs- und Kompetenzzentren 73
3.4.1 Die DFN-Referenzzentren an der TU Dresden 73
3.4.2 Das ISODE-Referenzzentrum in Chemnitz 76
4. Netzausbauplanung ab 1994 und neue Anwendungsbereiche 80
4.1 Notwendigkeit und Ziel des Netzausbaus 80
4.2 Die Planung einer neuen Breitband-Infrastruktur 83
4.2.1 Ausgangsbedingungen im internationalen Vergleich 83
4.2.2 Auswahl und Aufbau von Regionalen Testbeds 86
4.2.3 Probleme und Lösungswege bei Finanzierung der Infrastruktur 92
4.2.4 Auswirkungen auf die Projektplanungen 96
4.3 Aktuelle Anwendungsprojekte in den neuen Bundesländern 99
4.3.1 Referenzzentrum für Multimediale Teledienste an der TU Dresden 99
4.3.2 Entferntes Lehren und Lernen zwischen Dresden und Freiberg 102
4.3.3 Anschluß von Studentenwohnheimen an das WIN 105
5. Schlußfolgerungen und Empfehlungen 108
Literaturverzeichnis 112

Arbeit zitieren:
Hoppe, Andreas Mai 1996: Räumliche Entwicklung und Bedeutung des Wissenschaftsnetzes (WIN) für Forschung und Lehre an den Hochschulen der neuen Bundesländer, Hamburg: Diplomica Verlag

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