Radtourismus als Qualitätstourismus
Eine Potentialanalyse im Landkreis Rotenburg (Wümme)
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marc-Alexander Wirth
- Abgabedatum: Dezember 2004
- Umfang: 86 Seiten
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Hochschule Bremen, University of Applied Sciences Deutschland
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8654-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8654-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wirth, Marc-Alexander Dezember 2004: Radtourismus als Qualitätstourismus, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Qualitätsmanagement, Servicequalität, Fahrradfreundlichkeit, Q-Siegel, Gästebefragung
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Diplomarbeit von Marc-Alexander Wirth
Problemstellung:
Außerhalb der Städte Deutschlands schließen sich meist ländlich geprägte Landkreise an. Die Bedeutung der Landwirtschaft als Wirtschaftsfaktor ist mit Beginn der Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts mit jedem Jahrzehnt in vielen Landkreisen Deutschlands immer weiter geschwunden. In strukturschwachen Gebieten stellen Industrie- und Dienstleistungsbetriebe nicht immer ausreichende Alternativen dar.
Eine weitere Möglichkeit ist die Etablierung des Tourismus in solchen Landkreisen. Inzwischen gibt es viele Positivbeispiele für einen funktionierenden Tourismus, die man z.B. in den Bundesländern Bayern, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern oder Baden-Württemberg vorfindet.
Eine weitere Entwicklung ist die des Qualitätstourismus. Vorreiter ist hier die Schweiz, die mit der Schaffung eines Qualitätssiegels („Q-Siegel“) in Bezug auf Servicequalität im Tourismus einen Grundstein legte. Inzwischen haben bereits mehrere Bundesländer in Deutschland dieses Qualitätsmanagement-System übernommen.
In der vorliegenden Potentialanalyse soll am Beispiel des Landkreises Rotenburg (Wümme) in dem Radtourismus etabliert wird gezeigt werden, welche Entwicklungsmöglichkeiten der Landkreis in Bezug auf qualitätsorientierten Radtourismus hat.
In einer empirischen Untersuchung werden die Stärken und Schwächen von Beherbergungsbetrieben im Landkreis herausgearbeitet. Ein Instrument ist ein dafür entwickelter Kriterienkatalog zur Überprüfung der Hauptkriterien Gästeorientierung, Mitarbeiterorientierung und Fahrradfreundlichkeit. Dieser Kriterienkatalog lässt sich leicht auf ähnliche Problemstellungen übertragen. Den theoretischen Hintergrund bildet das erfolgreiche Schweizer Qualitätsmodell, das von Prof. Dr. Hansruedi Müller (Universität Bern) entwickelt wurde. Es wird in dieser Arbeit ausführlich vorgestellt.
Den Schluss der Arbeit bilden Handlungsempfehlungen die sehr ausführlich Möglichkeiten aufzeigen sollen, die touristische Qualität insbesondere in Bezug auf Radtourismus zu verbessern.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 4 |
| 1.1 | PROBLEMSTELLUNG | 5 |
| 1.2 | ZIELSETZUNG DER ARBEIT UND METHODISCHES VORGEHEN | 5 |
| 1.3 | AUFBAU DER ARBEIT | 6 |
| 2. | HINTERGRUNDINFORMATIONEN-THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUR POTENTIALANALYSE | 7 |
| 2.1 | INFORMATIONEN ZUM LANDKREIS ROTENBURG (WÜMME) | 7 |
| 2.1.1 | Landkreis Rotenburg (Wümme) im Kurzportrait | 7 |
| 2.1.2 | Touristische Betriebe (deklariert als fahrradfreundlich) | 9 |
| 2.1.3 | Projekte des Touristikverbandes zur Förderung des Radtourismus | 10 |
| 2.2 | ZIEL EINER POTENTIALANALYSE | 12 |
| 2.3 | QUALITÄTSMANAGEMENT IM TOURISMUS | 12 |
| 2.3.1 | Was ist Qualität? | 13 |
| 2.3.2 | Qualitätsstruktur im Tourismus | 15 |
| 2.3.3 | SERVQUAL-Modell | 17 |
| 2.3.4 | Das Schweizer Modell - 3 Stufen der Servicequalität | 19 |
| 2.4 | GRUNDLAGEN ZUR ENTWICKLUNG EINES KRITERIENKATALOGES | 28 |
| 2.4.1 | Grundsätzliche Anmerkungen zum Umgang mit Kriterien | 29 |
| 2.4.2 | Qualitätsstandards im Tourismus | 29 |
| 2.4.3 | ADFC Kriterien für fahrradfreundliche Beherbergungsbetriebe | 31 |
| 2.4.4 | ADFC Kriterien für eine Radwegebeschilderung | 32 |
| 3. | ANGEWANDTE WISSENSCHAFTLICHE METHODEN | 33 |
| 3.1 | METHODISCHES VORGEHEN BEI DER BESTANDSAUFNAHME UND DER AUSWAHL DER KRITERIEN | 34 |
| 3.2 | EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN | 34 |
| 3.2.1 | Befragung der Gäste und der Hoteliers | 35 |
| 3.2.2 | Experteninterview | 36 |
| 3.2.3 | Auswertungsverfahren | 37 |
| 3.2.4 | Bewertungssystem | 37 |
| 4. | ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNGEN | 38 |
| 4.1 | ENTWICKELTER KRITERIENKATALOG UND SEINE ANWENDUNG- EIN ERGEBNISÜBERBLICK | 38 |
| 4.2 | GÄSTEBEFRAGUNG | 44 |
| 4.3. | BEFRAGUNG DER HOTELIERS | 54 |
| 4.4. | ZUSAMMENFASSUNG UND INTERPRETATION | 57 |
| 5. | HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN ZUM RADTOURISMUS IM LANDKREIS ROTENBURG (WÜMME) | 60 |
| 5.1. | VERBESSERUNG VON QUALITÄT UND FAHRRADFREUNDLICHKEIT IN BEHERBERGUNGSBETRIEBEN | 61 |
| 5.2. | VERBESSERUNG VON QUALITÄT UND FAHRRADFREUNDLICHKEIT DER TOURISTISCHEN ANGEBOTE | 63 |
| 5.3. | VERBESSERUNG VON QUALITÄT UND FAHRRADFREUNDLICHKEIT ALLGEMEIN | 65 |
| 5.4. | SCHLUSSWORT | 70 |
| 6. | QUELLENVERZEICHNIS | 72 |
| 6.1. | LITERATURVERZEICHNIS | 72 |
| 6.2. | INTERNET-QUELLEN | 73 |
| 7. | ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 74 |
| 8. | ANHANG | 75 |
| 8.1. | GÄSTEBEFRAGUNG | 75 |
| 8.2. | BEFRAGUNG DER HOTELIERS | 79 |
| 8.3. | EXPERTENINTERVIEW | 81 |
| 9. | ERKLÄRUNG DES STUDENTEN | 82 |
Grundsätzlich soll an dieser Stelle noch einmal auf die kleinen Grundgesamtheiten der Befragten hingewiesen werden. In diesem Zusammenhang ist die Aussagekraft der Ergebnisse begrenzt. Beide Befragungen haben ein verhältnismäßig positives Ergebnis gezeigt. Viele der Indikatoren haben einen Erfüllungsgrad von über 75% und bescheinigen ein gutes Ergebnis. Der Fokus dieser Arbeit liegt aber auf den aufgedeckten Schwächen im touristischen Angebot des Landkreises. Jedes nicht 100% positive Ergebnis stellt einen potentiellen Verbesserungsbedarf für den Landkreis dar. Bei der Untersuchung der Beherbergungsbetriebe hat sich gezeigt, dass es Schwächen bei den Zimmern gibt. Dies trifft besonders auf kleine Betriebe, wie Pensionen, aber auch Ferienwohnungen zu. Den Verbesserungsvorschlägen der Gäste ist zu entnehmen, dass z.B. Zimmer mit Bad/WC nicht immer vorgefunden wurden. Auch die Ausstattung der Zimmer scheint nicht immer optimal zu sein. Bei Verpflegungsleistungen und Ambiente schnitten die Pensionen ebenfalls nicht ganz so gut ab; auch hier gab es weniger zufriedene Gäste. Bei der Überprüfung der Fahrradfreundlichkeit gab es in den meisten Fällen Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder. Auch Informationen zu Radrouten waren erhältlich; insgesamt scheint das Informationsangebot für Weniger Bei gut Fahrradreparatursets. der Auswertung beider Befragungen fällt immer wieder die Diskrepanz zwischen Gästebefragung und Befragung der Hoteliers auf. Die letztgenannten möchten ein positives Bild ihres Betriebes zeigen und gehören als Teilnehmer der Befragung eher zu den engagierteren Häusern. Doch das Urteil der Gäste wiegt nach den Regeln des Qualitätsmanagement schwerer. Radtouristen aber verbesserungsbedürftig. sind die Beherbergungsbetriebe mit ausgestattet [...]
Die Bewertung der Zufriedenheit mit dem Beherbergungsbetrieb wurde von den Gästen auf einer Skala von 0=unzufrieden bis 3=sehr zufrieden durchgeführt. Der Mittelwert liegt bei 2,64 (Zimmer), 2,68 (Sauberkeit), 2,74 (Verpflegung), 2,77 (Aufmerksamkeit des Personals), 2,79 (Freundlichkeit des Personals) und 2,66 (Atmosphäre/Ambiente). So dass eine Tendenz zu einem sehr zufrieden sichtbar ist. Bei der Frage nach Verbesserungswünschen wurden folgende für den am besuchten häufigsten Beherbergungsbetrieb unterbreitet: Es soll kein Weichspüler für Handtücher benutzt werden. Schalldichte Fenster zur Straße einbauen. WC und Dusche sollten voneinander getrennt werden. Ausstattung des Zimmers mit TV-Gerät vornehmen. Bad und WC sollten im Zimmer sein. Öffentliche Verkehrsmittel zum Beherbergungsbetrieb fehlen. Im Folgenden wurden dann Fragen zu radtouristischen Angeboten im Landkreis gestellt: [...]
Bei der Messung der Zufriedenheit der Gäste ist jeweils der prozentuale Anteil der mit sehr zufrieden bewerteten Indikatoren für das Kriterium ausschlaggebend, denn nur hier kann davon ausgegangen werden, dass es keine wesentlichen Verbesserungsansätze für den geprüften Aspekt mehr gibt. Nur wenn alle Indikatoren eines Kriteriums 100% zeigen, gilt dieses als erfüllt. Liegt der Erfüllungsgrad des Indikators bzw. des Kriteriums unter 50%, so ist ein mangelhafter Erfüllungsgrad bescheinigt. Liegt er guten zwischen 50% und 75% ist bereits ein befriedigender Erfüllungsgrad erreicht. Liegt der Erfüllungsgrad über 75% kann von einem Erfüllungsgrad gesprochen werden. Nach Auswertung der beiden durchgeführten Befragungen ergibt sich für den vorliegenden Kriterienkatalog folgendes Bild: [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832486549
Arbeit zitieren:
Wirth, Marc-Alexander Dezember 2004: Radtourismus als Qualitätstourismus, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Qualitätsmanagement, Servicequalität, Fahrradfreundlichkeit, Q-Siegel, Gästebefragung



