Radio Frequency Identification
Möglichkeiten und Problemfelder in der operativen Planung
- Art: Fachbuch
- Autor: Christoph Hagemeyer
- Abgabedatum: Juni 2005
- Umfang: 52 Seiten
- Dateigröße: 612,5 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8428-0533-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8428-0533-0 P - ISBN (CD) :978-3-8428-0533-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hagemeyer, Christoph Juni 2005: Radio Frequency Identification, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Operative Planung, RFID, Ubiquitous Computing, Beschaffung, Produktionsplanung
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Fachbuch von Christoph Hagemeyer
Einleitung:
Im heutigen Wettbewerb sind Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Flexibilität entscheidende Faktoren für wirtschaftlichen Erfolg. Um diese zu gewährleisten, bedarf es einer umfassenden Organisation und Planung aller Unternehmensaktivitäten. Dabei werden zunehmend computergestützte Systeme eingesetzt, um Material -, Produkt- und – in besonderem Maße – Informationsflüsse zu lenken. Gerade der Austausch von Informationen erweist sich jedoch oftmals als ineffizienter und zeitraubender Vorgang, was hauptsächlich darauf zurück zu führen ist, dass Informationen in unterschiedlicher Form auftreten können und beim Austausch häufig ihren Zustand wechseln.
Mithilfe neuer Technologien versucht man solche so genannten Medienbrüche zu verhindern. Der überwiegende Teil des Informationsaustausches ist allerdings immer noch ein vom Menschen ausgehender, meist langsamer Prozess, aus dem verzögerte, teilweise fehlerhafte und/oder unvollständige Informationsübertragungen resultieren. Dadurch steht der Unternehmensplanung eine suboptimale Datenbasis zur Verfügung, die sich negative auf den wirtschaftlichen Erfolg auswirkt.
Mittlerweile wird zunehmend eine Technologie eingesetzt, die es ermöglicht Informationen automatisch, berührungslos und ohne Sichtkontakt lesen und speichern zu können, dazu noch meistens ganz ohne menschliche Intervention. Die Technologie ist allgemein als Radio Frequency Identification (RFID) bekannt geworden. Bereits heute werden RFID-Systeme in vielen Lebensbereichen erfolgreich und sinnvoll eingesetzt, wie z. B. zur Zutrittskontrolle von Gebäuden oder als Wegfahrsperre für PKWs. Geplant sind der Einbau in Reisepässe und in die Tickets der Fußball WM 2006 in Deutschland.
Allerdings steht ein Großteil der Bevölkerung dieser Technologie skeptisch gegenüber, da in der Möglichkeit des unberechtigten und vor allem unbemerkten Auslesens von Informationen Verletzungen des Datenschutzes befürchtet werden. Auch in die Felder der operativen Unternehmensplanung, die dazu dient, die Prozesse der direkten Leistungserstellung von Unternehmen zu steuern, hat RFID bereits Einzug gehalten und wird heutzutage auf bestimmten Gebieten eingesetzt.
Die vorliegende Arbeit beleuchtet das Potenzial der RFID-Technologie in diesem Bereich der Planung. Dabei werden die Möglichkeiten, aber auch Risiken der neuen Technologie aufgezeigt und diskutiert.
Gang der Untersuchung:
Nach einer Darstellung der Grundlagen der Planung in Kapitel 2.1 mit dem Schwerpunkt operative Planung wird in Kapitel 2.2 ein Überblick der heutigen Informations- und Kommunikations- (IuK-) Technologien gegeben. Schwerpunkte bilden hierbei die Anwendung dieser Technologien in den Feldern der operativen Planung und die Defizite der heutigen IuK-Systeme.
Kapitel 2.3 stellt die neuartige Technologie des RFID dar und vergleicht diese mit der weit verbreiteten Barcode-Technik. Die Möglichkeiten von RFID werden in Kapitel 3.1 anhand der Felder Beschaffungsplanung, Produktionsplanung und Absatzplanung dargestellt. Kapitel 3.2 beschäftigt sich dann mit bereits bekannten sowie möglichen Problemfeldern von RFID in der operativen Planung. So erlauben schließlich die daraus gewonnenen Erkenntnisse ein Fazit und einen Ausblick in Kapitel 4.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | II | |
| Tabellenverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | II | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Ziel der Arbeit | 1 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Grundlagen | 2 |
| 2.1 | Planung | 2 |
| 2.1.1 | Funktionen der Planung | 2 |
| 2.1.2 | Abgrenzung der operativen zur strategischen Planung | 3 |
| 2.1.3 | Felder der operativen Planung | 5 |
| 2.2 | IuK-Technologien in der operativen Planung | 6 |
| 2.2.1 | Entwicklung von IuK-Technologien | 6 |
| 2.2.2 | IuK-Anwendungen in der operativen Planung | 7 |
| 2.2.3 | Defizite der Systeme | 9 |
| 2.3 | RFID | 10 |
| 2.3.1 | Ubiquitous Computing | 10 |
| 2.3.2 | RFID – ein kurzer historischer Überblick | 11 |
| 2.3.3 | Auto-ID und RFID | 12 |
| 2.3.4 | RFID versus Barcode | 14 |
| 2.3.5 | Electronic Product Code (EPC) | 15 |
| 3. | Möglichkeiten und Problemfelder von RFID | 17 |
| 3.1 | Möglichkeiten von RFID in der operativen Planung | 17 |
| 3.1.1 | Überblick der Möglichkeiten | 17 |
| 3.1.2 | Möglichkeiten in der Beschaffungsplanung | 18 |
| 3.1.3 | Möglichkeiten in der Produktionsplanung | 20 |
| 3.1.4 | Möglichkeiten in der Absatzplanung | 24 |
| 3.2 | Problemfelder von RFID in der operativen Planung | 28 |
| 3.2.1 | Technische Probleme und Standardisierung | 28 |
| 3.2.2 | Kosten und Softwareimplementierung | 30 |
| 3.2.3 | Datenschutz und Sicherheit | 34 |
| 4. | Fazit und Ausblick | 36 |
| 5. | Literaturverzeichnis | 38 |
17 geräten gesammelten Daten in einem einheitlichen Format externen Anwendungen zur Verfügung gestellt werden können, ist unter dem Begriff Physical Markup Language (PML) ein XML-basiertes Software-Vokabular definiert worden, welches flexibel genug ist, die Eigenschaften unterschiedlichster Objekte und ihrer Beziehungen zur Umwelt abbilden zu können.46 Nach der Produktion werden zu jedem EPC-markierten Produkt Informationen wie Bezeichnung, verwendete Materialien, Produktionszeitpunkt, Lagerort, usw. auf den PML-Servern gespeichert. Kommt das Produkt nun in den Bereich eines Lesegeräts, wird der EPC vom Tag zum Lesegerät übertragen und von dort weitergeleitet. Ein Computer ruft im ONS die Adresse des PML-Servers mit der Produktinformation ab und kann schließlich Informationen abrufen bzw. speichern. Würde EPC als weltweiter Standard unternehmensübergreifend eingesetzt, wäre es möglich detaillierte Informationen wie Auftragsdaten, Produktionsprozessdaten oder Gebrauchsanleitungen online abzurufen. Ob dieser Ansatz für alle Anwendungen in der Praxis gleichermaßen geeignet ist, bleibt allerdings fraglich. Eine dezentralere Architektur könnte aufgrund der höheren Flexibilität und der geringeren Kosten einen schnelleren Einstieg in die Verwendung der RFID-Technologie ermöglichen.47 3 Möglichkeiten und Problemfelder von RFID 3.1 3.1.1 Möglichkeiten von RFID in der operativen Planung Überblick der Möglichkeiten [...]
16 jedes dieser Produkte soll einen Code und damit eine „Identität“ erhalten. Mit diesem 96-Bit-Code können rund 238 Millionen Hersteller mit jeweils ungefähr 16 Millionen Objektklassen zu je ca. 68 Milliarden Objekten ausgestattet werden. Daraus ergeben sich für jeden Hersteller rund 1.152 Billiarden eindeutige Produktkennzeichen.41 Zum Vergleich: Bei jährlich rund 13 Billiarden produzierten Reiskörnern weltweit würden die Seriennummern eines einzigen Herstellers ungefähr 88 Jahre ausreichen um jedes einzelne Reiskorn mit einer eindeutigen Nummer zu kennzeichnen.42 Durch ein globales EPC-Netz, wie in Abbildung 5 dargestellt, erhofft man sich insbesondere Verbesserungen der betrieblichen Prozesse in der Fertigung43, der Lieferkette44 und dem Verkauf45. [...]
Durch die stetige Zunahme des Volumens und der Vielfalt gehandelter Güter stiegen in der Vergangenheit auch die Kosten der Beförderung. Handelsketten und Supermärkte waren davon besonders negativ betroffen, und daher die ersten Unternehmen, die neue Möglichkeiten der Rationalisierung suchten. Im Jahr 1969 wurde als Folge dieser Suche das bekannteste Barcode-Format, der Universal Product Code, entwickelt, der 1974 erstmals eingesetzt wurde und welchen man heute auf fast jedem Produkt findet.38 Die Stärken des Barcodes liegen in den niedrigen Kosten, einem hohen Grad der Standardisierung und der hohen Akzeptanz bei den Nutzern. Allerdings hat das System entscheidende Nachteile: Zum Auslesen ist direkte Sichtverbindung sowie eine richtige Orientierung zwischen Code und Lesegerät erforderlich, der Code ist vergleichsweise anfällig gegen Verschmutzungen und [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842805330
Arbeit zitieren:
Hagemeyer, Christoph Juni 2005: Radio Frequency Identification, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Operative Planung, RFID, Ubiquitous Computing, Beschaffung, Produktionsplanung



