Rabattgesetz und Zugabeverordnung
Der Wegfall der Rechtsvorschriften und die Auswirkungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Quast
- Abgabedatum: Februar 2002
- Umfang: 74 Seiten
- Dateigröße: 565,5 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Münster Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5616-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5616-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5616-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Quast, Michael Februar 2002: Rabattgesetz und Zugabeverordnung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Liberalisierung, Wettbewerb, Verkaufsförderung, Kundenbindung, CRM
In den Warenkorb
48,00 €
Diplomarbeit von Michael Quast
Einleitung:
Die Arbeit bietet einen generellen Überblick über die rechtliche Entwicklung im Bereich von Rabatten und Zugaben mit den entstehenden Konsequenzen und ist ein sehr guter Einstieg, auch für Unternehmen, die sich zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigen.
Ziel der Arbeit ist es, zu klären, welche Auswirkungen die Modernisierung der Wettbewerbsregelungen am 25. Juli 2001 in Deutschland auf das Wirtschaften von Unternehmen hat. Durch die erreichte Liberalisierung haben Unternehmen nun eine größere Freiheit in der Anwendung verschiedener Marketing- und Promotionmaßnahmen, die zuvor in Deutschland noch nicht möglich waren. Die daraus entstehenden neuen Verhaltensweisen von Unternehmen und Verbrauchern werden evaluiert und die entstehenden Chancen und Risiken dargelegt. Anhand einer Analyse von Gesetzen werden die rechtlichen Konsequenzen erläutert und es wird genau aufgezeigt, wie groß die neue Freiheit in diesem Zusammenhang ist. Somit werden auch allgemeine Ratschläge zur optimalen Ausnutzung der neuen Rechtslage zum Beispiel bei verschiedenen Typen von Verkaufsförderungsmaßnahmen gegeben.
Gang der Untersuchung:
In der Arbeit wird zuerst auf die Hintergründe des Wegfalls des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung eingegangen. Es werden Gründe für die Abschaffung dargelegt und verschiedene Meinungen aufgeführt. Aus der Situation im Ausland werden Rückschlüsse auf die Entwicklung nach einer Gesetzesänderung in Deutschland gezogen. Schließlich wird der Weg zur Aufhebung unter der Berücksichtigung von Zielen anhand von Initiativen und Meilensteinen beschrieben. Danach werden die rechtlichen Auswirkungen der Gesetzesänderung dargelegt und bewertet. Hier wird zuerst die alte Rechtslage genau erläutert und auf die Inhalte des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung eingegangen. Es wird auf weiterhin bestehende Einschränkungen in der neuen Situation aufmerksam gemacht und anhand von Beispielen auf die Auswirkungen der Einschränkungen auf Unternehmen eingegangen. Weiterhin werden die Änderungen bei einzelnen Typen von Verkaufsförderungsmaßnahmen unter der neuen Rechtslage mit den noch bestehenden Einschränkungen betrachtet. Es werden Folgen dargelegt und Beispiele aufgeführt.
Schließlich wird auf Chancen und Risiken eingegangen, die sich in der neuen Rechtslage ergeben. Hierbei wird zuerst auf den neuen Wettbewerb und Konkurrenzkampf hingewiesen. Dann werden Kostenrisiken und Risiken durch einen erhöhten Preiskampf aufgezeigt und Ratschläge gegeben, wie sie minimiert werden können. Es werden Schwierigkeiten mit dem Handel erklärt und auf die Reaktion der Verbraucher eingegangen. Weiterhin wird auf das Risiko für den Mittelstand aufmerksam gemacht und aufgezeigt welche Möglichkeiten hier bestehen, um Nachteile zu vermeiden.
Danach werden Kundenbindungssysteme genau betrachtet. Es wird die aktuelle Situation beschrieben und auf Chancen unter der neuen Rechtslage eingegangen. Auch Risiken werden evaluiert und Möglichkeiten zur Steigerung der Kundenbindung und zur CRM-Anwendung aufgezeigt. Letztendlich werden Beispiele von Kundenbindungssystemen aufgeführt.
Zum Schluss werden die Auswirkungen zusammengefasst und es wird in einer Perspektive beschrieben, welche Entwicklungen in der Zukunft zu erwarten sind.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 4 |
| 1.1 | Vorstellung der Thematik | 4 |
| 1.2 | Problemstellung und Zielsetzung | 5 |
| 1.3 | Heranführung an die Vorgehensweise in der Arbeit | 6 |
| 2. | DIE HINTERGRÜNDE UND DER WEG ZUR AUFHEBUNG | 7 |
| 2.1 | Gründe für eine Aufhebung | 7 |
| 2.2 | Meinungen zu den alten Gesetzesvorschriften | 9 |
| 2.3 | Die Situation im Ausland und Rückschlüsse auf Deutschland | 10 |
| 2.4 | Initiativen für eine Abschaffung | 12 |
| 2.5 | Ziele der Aufhebung | 12 |
| 2.6 | Meilensteine | 13 |
| 3. | ÄNDERUNG DER RECHTSLAGE | 14 |
| 3.1 | Alte Rechtslage | 14 |
| 3.1.1 | Rabattgesetz | 14 |
| 3.1.2 | Zugabeverordnung | 15 |
| 3.1.3 | Bewertung der alten Rechtslage | 16 |
| 3.2 | Neue Rechtslage | 18 |
| 3.2.1 | Einschränkungen durch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb | 18 |
| 3.2.1.1 | Paragraph 1 des UWG | 18 |
| 3.2.1.2 | Übertriebenes Anlocken | 19 |
| 3.2.1.3 | Kopplungsangebote | 20 |
| 3.2.2 | Weitere Einschränkungen | 21 |
| 3.2.2.1 | Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen | 21 |
| 3.2.2.2 | Preisangabenverordnung | 21 |
| 3.2.3 | Bewertung der neuen Rechtslage | 22 |
| 3.2.4 | Auswirkung der Einschränkungen auf Unternehmen | 22 |
| 3.2.4.1 | Der Fall C&A | 23 |
| 3.2.4.2 | Die Folgen von Urteilen | 23 |
| 3.2.4.3 | Weitere Beispiele und Gefahren | 24 |
| 4. | AUSWIRKUNGEN DER GEÄNDERTEN RECHTSLAGE | 26 |
| 4.1 | Rabatte | 27 |
| 4.1.1 | Rechtliche Auswirkungen und Beispiele | 27 |
| 4.1.2 | Verhalten der Verbraucher | 27 |
| 4.1.3 | Verhalten der Unternehmen | 28 |
| 4.1.3.1 | Verschiedene Möglichkeiten der Rabattgewährung | 28 |
| 4.1.3.2 | Einfluss der Margen | 29 |
| 4.1.3.3 | Theorie der Preise | 29 |
| 4.2 | Zugaben | 30 |
| 4.2.1 | Rechtliche Auswirkungen und Beispiele | 30 |
| 4.2.2 | Verhalten der Unternehmen | 30 |
| 4.3 | Rechtliche Auswirkungen und Beispiele weiterer Maßnahmen | 32 |
| 4.3.1 | Gutscheine | 32 |
| 4.3.2 | Zwei-für-Eins | 33 |
| 4.3.3 | Kooperationen | 33 |
| 4.4 | Praktische Beispiele aus dem Ausland | 34 |
| 4.5 | Aktuelle praktische Beispiele aus Deutschland | 35 |
| 5. | CHANCEN UND RISIKEN | 37 |
| 5.1 | Konkurrenzkampf und neuer Wettbewerb | 37 |
| 5.1.1 | Verhalten der Unternehmen | 37 |
| 5.1.2 | Notwendigkeit neuer Strategien | 38 |
| 5.2 | Kostenrisiken | 41 |
| 5.2.1 | Gefahr durch Anstieg der Kosten | 41 |
| 5.2.2 | Notwendige Kalkulationen | 41 |
| 5.3 | Risiken durch erhöhten Preiskampf | 43 |
| 5.4 | Reaktion und Umsetzung im Handel | 44 |
| 5.4.1 | Meinungen im Handel | 44 |
| 5.4.2 | Notwendigkeit einer guten Zusammenarbeit mit dem Handel | 44 |
| 5.4.3 | Umsetzungsschwierigkeiten im Handel | 45 |
| 5.5 | Reaktion der Verbraucher | 46 |
| 5.5.1 | Attraktivität von Maßnahmen | 46 |
| 5.5.2 | Zu beachtende Faktoren | 46 |
| 5.6 | Risiken für den Mittelstand | 48 |
| 5.6.1 | Befürchtung einer Benachteiligung unter der neuen Rechtslage | 48 |
| 5.6.2 | Handlungsbedarf und Lösungen | 49 |
| 5.7 | Kundenbindungssysteme | 50 |
| 5.7.1 | Die Situation und Chancen in Deutschland | 50 |
| 5.7.1.1 | Die aktuelle Situation | 50 |
| 5.7.1.2 | Chancen und Ausbaupotential bei Kundenbindungssystemen | 50 |
| 5.7.2 | Größere Chancen unter der neuen Rechtslage und Einschränkungen | 51 |
| 5.7.2.1 | Vielfältigere Anreizmöglichkeiten | 52 |
| 5.7.2.2 | Weiterhin bestehende rechtliche Einschränkungen | 52 |
| 5.7.3 | Risiken | 54 |
| 5.7.3.1 | Kostenrisiko | 54 |
| 5.7.3.1.1 | Beispiele für hohe Kosten | 54 |
| 5.7.3.1.2 | Möglichkeiten zur Kostensenkung im Internet | 54 |
| 5.7.3.2 | Risiko der Unübersichtlichkeit | 55 |
| 5.7.4 | Möglichkeiten zur Steigerung der Attraktivität und Kundenbindung | 57 |
| 5.7.5 | Der Aspekt des CRM | 59 |
| 5.7.6 | Beispiele | 60 |
| 6. | SCHLUSSFOLGERUNG | 62 |
| 6.1 | Zusammenfassung | 62 |
| 6.2 | Perspektive | 64 |
| 6.2.1 | Veränderung der Situation in Deutschland | 64 |
| 6.2.2 | UWG-Lockerung | 65 |
| 6.2.3 | EU-Harmonisierung der noch bestehenden Wettbewerbsregeln | 65 |
| LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS | 67 | |
| VERZEICHNIS DER GESETZE UND VERORDNUNGEN | 70 | |
| EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG | 71 |
Deutschland ein, um Kaufanreize für Kunden zu schaffen. Ein Kunde erhält beim Kauf eines mit Mail-in-Rabatt beworbenen PC-Paketes ein Vobis-Rabatt-Zertifikat. Das Rabatt-Zertifikat muss anschließend ausgefüllt werden, wobei das Unternehmen auch wertvolle Kundendaten sammeln kann. Dieses soll dann an Vobis geschickt werden und Vobis überweist den entsprechenden Rabatt auf das Konto des Kunden.41 Vobis bietet ein weiteres Angebot im Rahmen einer Happy Hour an. Hier erhalten Kunden zu bestimmten Tageszeiten spezielle Rabatte auf einzelne Produkte. Zum Beispiel bietet Vobis von 1 Uhr bis 6 Uhr im Online-Shop verbilligte Angebote von ausgesuchten Produkten an. Auch Kaufhof kann sich eine Happy Hour vorstellen.42 Auch die großen Reiseveranstalter haben neue Angebote gestrickt. Hier wird auch das Internet stärker genutzt. Es werden weniger gefragte Touren nun schon früher und billiger als das im Last-Minute-Geschäft geschieht angeboten. Unverkäufliche Flugsitze und Hotelbetten werden zu neuen Paketen geschnürt, mit Extras versehen und ausgewählten Kundenkreisen zu gestaffelten Sonderpreisen angeboten.43 Im Internet haben sich schon Seiten etabliert die speziell auf die neu möglichen Rabatte zugeschnitten sind. Zum Beispiel bietet Raba.tt seinen Mitgliedern an, kostenlos Print-Coupons auszudrucken und diese dann bei einem betreffenden Partnerhändler beim Kauf des im Internet beworbenen Produkts einzulösen. Außerdem können Online-Coupons bei anderen Internet-Anbietern eingelöst werden.44 Diese Beispiele zeigen, dass Konsumenten nun mit interessanten neuen Mitteln angesprochen werden. Hiermit bewerben Unternehmen ihre Kunden attraktiver und können eine erhöhte Loyalität erreichen. Jedoch birgt der Fall des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung auch Risiken und Unternehmen sollten diese nicht unterschätzen und müssen sie minimieren. Auf verschiedene Chancen und Risiken wird im Folgenden eingegangen. [...]
4.5. AKTUELLE PRAKTISCHE BEISPIELE AUS DEUTSCHLAND Viele deutsche Unternehmen hatten sich schon vor dem Fall der beiden Rechtsvorschriften intensiv damit beschäftigt, neue Marketingkonzepte zu kreieren oder hatten diese schon längst ausführungsbereit entwickelt und warteten nur noch auf die Möglichkeit sie legal in vollem Umfang implementieren zu können. Als ab dem 25. Juli 2001 der Weg für neue Konzepte frei geworden war, begannen die Unternehmen ihre Ideen in die Realität umzusetzen. Mittlerweile sind in Deutschland schon einige neue Spielarten von Rabattgebung und Zugaben zu beobachten. Wie im Ausland werden nun häufig Angebote gemacht, die interessante Vorteile für Kunden bieten. Dies reicht von einer Ausweitung von Sonderangeboten in Kaufhäusern bis hin zu vermehrten Angeboten von Gratisproben. Zum Beispiel wird bei Getränken angeboten, beim Kauf eines Kastens eine oder zwei Flaschen gratis dazu zu bekommen. Aktionen mit mehr Packungsinhalt werden nun auch in größerem Umfang angeboten. Persil offerierte seinen Kunden im Rahmen eines Jubiläums gratis einen Packungsmehrinhalt von 15 Prozent. Im Bereich von branchenübergreifenden Kooperationen und dem so genannten "Cross-couponing" kann die "Aral Danknote" genannt werden. Je Tankumsatz von 25 Euro erhalten Kunden an Aral Tankstellen einen Gutschein in Format eines Euroscheins mit einem Wert von 50 Cent. Dieser Gutschein kann dann bei teilnehmenden Kooperationspartnern wie zum Beispiel Burger King, Vedes oder Cinemaxx ab einem bestimmten Mindestumsatz eingelöst werden. Weiterhin bietet beispielsweise WICK Blau als Zugabe an, beim Kauf einer Bonbonpackung die Verpackung als Gutschein für einen Kinobesuch zu verwenden. Hier bekommt der Konsument einen Rabatt von 50 Cent pro Packung auf eine Kinokarte in UFA-Kinos. Es werden eine längere Dauer und ein größerer Umfang bei Garantien angeboten. Zum Beispiel bietet Daimler Chrysler eine 30-jährige Mobilitätsgarantie an. Die deutsche Tochter des US-Textilhändlers Lands' End kann nun auch in Deutschland mit der unbegrenzten, lebenslangen und vom Zustand der Kleidungsstücke unabhängigen Rückgabegarantie werben, was vom Bundesgerichtshof bislang verboten wurde.40 Eine weitere neue Spielart ist der aus den USA stammende Mail-in-Rabatt. Als einer der ersten PC-Hersteller und PC-Händler führt Vobis dieses System hier in [...]
4.4. PRAKTISCHE BEISPIELE AUS DEM AUSLAND Nachdem oben aufgeführt wurde, welche neuen Möglichkeiten durch die geänderte Rechtslage in Deutschland entstehen, sollen einige praktische Beispiele aus dem Ausland aufzeigen, was dort schon durchgeführt wurde und nun auch teilweise in Deutschland zu beobachten sein wird. Es wird deutlich, dass sehr kreative Maßnahmen möglich sind und Kunden mit diesen Aktionen attraktiv angesprochen werden können. Die Erfahrung mit diesen Aktionen hat im Ausland gezeigt, dass sie Kunden an Unternehmen binden und Umsatzsteigerungen erzielen konnten. In den USA ist die Rechtslage noch offener als dies nun in Deutschland der Fall ist und hier wird schon seit Jahren erfolgreich mit Rabatt- und Zugabeaktionen gewirtschaftet. Kurzfristige Kaufanreize und Umsatzeffekte konnten zum Beispiel durch einfache Zugaben von Coca-Cola oder Eiscreme bei einem Mindesteinkaufswert von 50 Dollar erzielt werden. Buy-one-get-one-free-Aktionen haben sich in den USA schon längst etabliert. Happy-Hour-Angebote gelten als eine wirksame Maßnahme zur Lenkung der Kundenströme, wobei hier zu Tageszeiten mit schwacher Kundenfrequenz spezielle Sonderrabatte gewährt werden. Des Weiteren werden in den USA oft bei einem Mindestumsatz in einem bestimmten Zeitraum hochwertige Geschenke vergeben oder Preisnachlässe gewährt.38 Weitere praktizierte Spielarten sind in England und den Niederlanden zu beobachten. In England erhielt jeder Kunde der in Sainsbury's Supermärkten eingekauft hatte zwischen 1 bis 4 Pfund Ermäßigung auf die Benzinrechnung, um die Frequenz an den hauseigenen Tankstellen zu erhöhen. In den Niederlanden wurde ein Altersrabatt angeboten. Bis zu einem Alter von 60 Jahren zahlten Kunden den vollen Preis für eine Brille. Mit jedem weiteren Lebensjahr erhielten sie 1 Prozent Preisnachlass.39 [...]
In den Warenkorb
48,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832456160
Arbeit zitieren:
Quast, Michael Februar 2002: Rabattgesetz und Zugabeverordnung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Liberalisierung, Wettbewerb, Verkaufsförderung, Kundenbindung, CRM



