RFID und Barcode im Vergleich
Dargestellt am Beispiel des Kommissionierprozesses
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Sebastian Klimonczyk
- Abgabedatum: Januar 2009
- Umfang: 86 Seiten
- Dateigröße: 3,0 MB
- Note: 2,5
- Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
- Bibliografie: ca. 45
- ISBN (eBook): 978-3-8366-3314-7
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Klimonczyk, Sebastian Januar 2009: RFID und Barcode im Vergleich, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: RFID, Barcode, Kommissionierung, EAN128, Referenzmodell
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Bachelorarbeit von Sebastian Klimonczyk
Einleitung:
Der Begriff RFID (Radio Frequency Identification) ist in den letzten Jahren in größeren Bereichen bekannt geworden. Ein Grund, weshalb RFID so großes Interesse weckt, sind die gesunkenen Kosten, welche den Einsatz dieser Technologie vorantreiben. RFID ermöglicht eine kontaktlose Erkennung von Gütern über Funk, wodurch sich besonders der Handel Verbesserungen und Vereinfachungen für jegliche Art von Prozessen erhofft.
Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Problemstellung und das Vorgehen dieser Bakkalaureatsarbeit. Neben der Eingrenzung des Themengebietes, wird auch auf die Sichtweisen der ARIS-Modellierung eingegangen.
Problemstellung:
Die Anwendungsmöglichkeiten der RFID-Technologie in der Supply Chain sind nahezu unbegrenzt. Dies ist ein Grund, weshalb der Technologie große Einsatzmöglichkeiten zugeschrieben werden. Jedoch gibt es im Supply Chain Management zahlreiche bestehende Systeme, die in Konkurrenz zu RFID stehen, wie zum Beispiel die Strichcode-Technologie oder die DataMatrix. Es gilt in dieser Arbeit ein tiefergehendes Verständnis für die Technologie in diesem Bereich zu gewinnen und ein Modell für den zwischenbetrieblichen Datenaustausch zu erstellen. Es soll darauf eingegangen werden, wie sich die RFID-Technologie im Bereich des Supply Chain Management entwickelt, wobei im weiteren Teil der Arbeit näher auf den Logistikbereich der Kommissionierung eingegangen wird. Weitere Bereiche, auf die nicht näher eingegangen wird, sind die physikalischen Grundlagen für RFID-Systeme, sowie Frequenzbereiche und Funkzulassungsvorschriften.
Ziel dieser Arbeit ist es, im Kontext der Logistik eine systematische Analyse der Einsatzmöglichkeiten von RFID im Vergleich zu den derzeit bestehenden Strichcodesystemen vorzunehmen. Eine weitere Frage, die sich stellt, ist: Hat sich das EAN128 System schon so weit durchgesetzt, dass es nicht mehr von RFID abgelöst werden kann oder können die Vorteile des RFIDs doch überzeugen und das EAN128 ablösen? Dies wird nicht mehr Teil des Referenzmodells sein, sondern im Theorieteil dieser Arbeit abgehandelt.
Gang der Untersuchung:
Im ersten Arbeitsschritt wird ein kurzer Überblick der RFID-Technologie gegeben, sowie auf die technischen Grundlagen der Komponenten des RFID-Systems eingegangen. Des Weiteren wird die RFID-Technologie dem Barcode gegenübergestellt, um so Vor- und Nachteile der beiden Systeme zu veranschaulichen und Risiken aufzudecken.
Im nächsten Teil der Arbeit wird die Verwendung des RFID in der Supply Chain dargestellt. Ein Überblick der Supply Chain soll die Einsatzmöglichkeiten der RFID-Technologie beim Hersteller und für die Logistik aufzeigen. Ein Fokus wird hierbei auf den Einsatz im Kommissionierungsprozess gelegt. Es sollen mögliche Produktivitätssteigerungen im Vergleich zu der Strichcodetechnologie aufgezeigt und modelliert werden.
Der letzte Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Referenzmodellierung. In diesem wird ein Modell für den Einsatz der RFID-Technologie in der Kommissionierung erstellt und näher erläutert. Es sollen auch etwaige Einsparungspotenziale aufgezeigt werden. Für die Erstellung der Modelle wurde das Tool ARIS Business Architect 7.1 verwendet. Im Mittelpunkt der Modellierung soll auf folgende ARIS-Sichten eingegangen werden:
- Die Funktionssicht, anhand eines Funktionsbaumes; - Datensicht, welche mit dem Entity-Relationship Modell dargestellt wird; - Organisationssicht, mittels Organigramm.
Steuerungssicht, mit welcher man den zeitlichen Ablauf mittels des Modells für ereignisgesteuerte Prozessketten darstellt.
Am Ende soll die Arbeit, zusammenfassend, wertvolle Schlussfolgerungen für den Einsatz der RFID-Technologie im zwischenbetrieblichen Bereich bringen, welche hoffentlich aufzeigen werden, dass der Einsatz dieser Technologie im Bereich des Supply Chain Management und besonders in der Logistik Vorteile in zeitlicher sowie in finanzieller Hinsicht bringt.
Inhaltsverzeichnis:
| Abstract | 2 | |
| Inhaltsverzeichnis | 3 | |
| Abbildungsverzeichnis | 5 | |
| Tabellenverzeichnis | 8 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 9 | |
| 1. | Einleitung | 10 |
| 1.1 | Problemstellung | 10 |
| 1.2 | Fragestellung | 10 |
| 1.3 | Vorgehen | 11 |
| 1.4 | Projektmanagement | 12 |
| 2. | Ein Überblick über die RFID und Barcode Technologie | 15 |
| 2.1 | Technologiediffusion | 15 |
| 2.2 | Komponenten eines RFID-Systems | 16 |
| 2.2.1 | Energieversorgung | 17 |
| 2.2.2 | Bauformen von Transpondern | 18 |
| 2.2.3 | Frequenzbereiche | 21 |
| 2.2.4 | Speichertechnologie | 23 |
| 2.3 | Risiken | 23 |
| 2.4 | Sicherheitsmaßnahmen | 25 |
| 2.4.1 | Sicherheit für den Anwender | 26 |
| 2.4.2 | Sicherheit für den Betreiber | 26 |
| 2.5 | EPC | 26 |
| 2.6 | Barcode - EAN128 | 27 |
| 2.6.1 | Aufbau und Größe der Symbole | 28 |
| 2.6.2 | Informationsgehalt | 29 |
| 2.7 | Gegenüberstellung Barcode und RFID | 30 |
| 3. | RFID in der Supply Chain | 33 |
| 3.1 | Darstellung der Logistik | 34 |
| 3.2 | Einsatzmöglichkeiten in der Lagerlogistik | 35 |
| 3.2.1 | Wareneingang | 35 |
| 3.2.2 | Förderprozesse bei Unstetigförderer | 36 |
| 3.2.3 | Kommissionierung | 36 |
| 3.2.4 | Qualitätssicherung im Warenausgang | 36 |
| 3.3 | Grundlagen und Definition der Kommissionierung | 37 |
| 3.3.1 | Kommissioniervorgang | 37 |
| 3.3.2 | Kommissioniersysteme | 38 |
| 3.3.3 | Neue Kommissioniersysteme | 43 |
| 4. | Referenzmodellierung | 45 |
| 4.1 | Modellierung der Kommissionierung | 45 |
| 4.2 | Unterschied EAN128 und RFID | 63 |
| 4.3 | Einsatz der RFID-Kommissionierung bei PAPSTAR | 63 |
| 4.4 | Effizienzpotentiale und Handlungsempfehlung | 65 |
| 5. | Zusammenfassung | 70 |
| 6. | Literaturverzeichnis | 71 |
| Anhang A | 76 | |
| Anhang B | 78 | |
| B.1. Organigramm | 80 | |
| B.2. Entity Relationship Modell | 80 | |
| B.3. Funktionsbaum | 81 | |
| B.4. Ereignisgesteuerte Prozesskette | 82 | |
| Anhang C | 85 | |
| Anhang D | 86 |
Textprobe:
Kapitel 3, RFID in der Supply Chain:
Das Supply Chain Management wird häufig als Anwendungsgebiet für RFID-Systeme genannt. ‘In der Praxis ist ‚Supply Chain’ ein Netzwerk verschiedener Unternehmen, die zusammen arbeiten, um ein Produkt herzustellen und es zum Endkunden zu bringen.’ In diesem Netzwerk werden der RFID-Technologie hohe Verbesserungspotentiale von Prozessabläufen zugesprochen. Des Weiteren wird es ermöglicht, Produkte und Materialien in Echtzeit stückgenau über das ganze Logistiknetzwerk nachzuverfolgen. ‘Die empirische Studie ‘RFID – Technologie: Neuer Innovationsmotor für Logistik und Industrie?’ wurde weltweit mit über 30 führenden Großunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz, Großbritannien und den USA durchgeführt. Dabei standen Transport- und Logistikanbieter sowie Anwender der Automobilindustrie im Vordergrund’. Die Ergebnisse verdeutlichten, dass sich der Einsatz von RFID bei jenen Unternehmen lohnt, welche einer hohen Nachweispflicht nachkommen müssen, um so die Prozesssicherheit zu gewährleisten.
Laut Bishop bringt RFID in drei Bereichen Vorteile für den Anwender:
- Der Einsatz von RFID erhöht die Transparenz von Daten. In der Supply Chain ist besonders die aktuelle und genaue Lagerstandserfassung essentiell.
- Des Weiteren erhöht RFID die Datengenauigkeit und kann manuelle Dateneingaben oder Inventur ersparen. Durch aktuelle und genauere Lagerstände können Sicherheitsbestände unter Umständen abgebaut werden.
- Nicht nur die Genauigkeit von Daten ist durch RFID gewährleistet, sondern auch der Informationsfluss kann beschleunigt werden, was zu kürzeren Planungsperioden führen kann.
Die Supply Chain ist ein wichtiges Konzept der Logistik. Eine überblickartige Darstellung der Logistik wird auf den folgenden Seiten beschrieben und es wird näher auf die Kommissionierung eingegangen.
Darstellung der Logistik:
Die Bedeutung der Logistik für Unternehmen ist beträchtlich. Die Einführung erfolgreicher Logistikkonzepte kann die Wettbewerbsfähigkeit enorm steigern. Laut einer Definition von Kummer ‘ist Logistik das Management von Prozessen und Potentialen zur Realisierung unternehmensweiter und unternehmensübergreifender Material- und Warenflüsse sowie dazugehörigen Informationsflüsse’.
Die Logistik kann in vier Subsysteme untergliedert werden, welche wären:
- die Beschaffungslogistik, welche vom Lieferanten in das Eingangslager geht, auch Inbound genannt; - die Produktionslogistik, die für die Material- und Warenwirtschaft sowie die Verwaltung von Halbfabrikaten in Zwischenlagern zuständig ist; - die Distributionslogistik, auch bekannt unter Absatzlogistik. Sie kümmert sich um den Transport der Waren vom Vertriebslager bis hin zum Kunden. Bekannt geworden ist sie unter Outbound.
Die Entsorgungslogistik, auch Reverselogistik genannt, ist zuständig für die Rücknahme von Abfällen und Leergut sowie das Recycling.
Die folgenden Unterkapitel gehen näher auf die Einsatzmöglichkeiten von RFID in der Lagerung, im Speziellen in der Kommissionierung, ein, welche zu den bedeutenden Funktionsbereichen der Logistik gehören.
Einsatzmöglichkeiten in der Lagerlogistik Schon heute wird die RFID-Technologie im Bereich der Logistik von großen Handelskonzernen eingesetzt. Dadurch geraten Zulieferer und Abnehmer immer mehr unter Zugzwang, damit eine lückenlose Identifizierung von Waren gewährleistet wird. In der folgenden Abbildung werden beispielhafte RFID-Anwendungen in der Lager-Prozesskette aufgezeigt.
Wareneingang:
Große Optimierungspotentiale bietet die RFID-Technologie beim Wareneingang. Grundsätzlich werden die angelieferten Waren mit Barcode vom Wareneingangspersonal per Hand eingescannt. Hierbei kann es passieren, dass die Palette, auf der sich die Ware befindet, ausgerichtet werden muss, um Sichtkontakt mit dem Scanner herzustellen. Da kann eine RFID-Lösung Kosten und Zeit sparen. Kartonagen oder Paletten müssen nicht speziell ausgerichtet werden um sie zu erfassen.
Schon beim Wareneingang kann die Pulkerfassung erhebliche Vorteile liefern. Anhand dieser Pulkfähigkeit können so mehrere Ladeeinheiten in Sekundenschnelle erfasst werden. Was wiederum zu einer Reduzierung von Prozesszeiten führt. Falls der Wareneingang mittels Fördermittel abläuft, bringt es des Weiteren den Vorteil, dass keine Unterbrechungen vorkommen müssen. Die Waren werden an einem Lesegerät vorbeigeführt und können so identifiziert werden.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836633147
Arbeit zitieren:
Klimonczyk, Sebastian Januar 2009: RFID und Barcode im Vergleich, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
RFID, Barcode, Kommissionierung, EAN128, Referenzmodell



