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RFID- und Barcodesysteme: Ein kritischer Vergleich unter besonderer Berücksichtigung logistischer Aspekte

RFID- und Barcodesysteme: Ein kritischer Vergleich unter besonderer Berücksichtigung logistischer Aspekte
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: David Bouda
  • Abgabedatum: August 2011
  • Umfang: 49 Seiten
  • Dateigröße: 589,9 KB
  • Note: 2,5
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Gelsenkirchen Deutschland
  • Bibliografie: ca. 34
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-2398-3
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bouda, David August 2011: RFID- und Barcodesysteme: Ein kritischer Vergleich unter besonderer Berücksichtigung logistischer Aspekte, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: RFID, Barcode, Einzelhandel, Produktionslogistik, Transponder

Bachelorarbeit von David Bouda

Einleitung:

Im immerwährenden Wettbewerb müssen Unternehmen neue Technologien für sich entdecken, um marktfähig und somit konkurrenzresistent zu bleiben. Die richtige Auswahl der Datenerfassungssysteme und Identifikationsmöglichkeiten sind die Herausforderungen des derzeitigen Jahrhunderts. In diesem Prozess geht es nicht nur um die modernste Technik, um den Waren- und Informationsfluss zu koppeln, sondern ebenso um die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Ein wichtiges Kriterium ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel ‘der lückenlose Herkunftsnachweis von Lebensmitteln über die gesamte Lieferkette’. ‘Arbeitspferd’, so der Diplom-Ingenieur Lenk können sowohl der Barcode als auch die RFID-Technologie sein. Dennoch seit dem neuen Jahrtausend wird dem Barcode keine Zukunft mehr versprochen, RFID sollte den Barcode ablösen und darüber hinaus die Ideallösung für alle logistischen Probleme darstellen. Der Anteil an Barcodenutzern, liegt aufgrund der langjährigen Erfahrung und dem bekannten Einsatz des Produktes bei mehr als der Hälfte, wohingegen RFID nur 25 % des Marktes für sich beanspruchen kann.

Vor einigen Jahren wurde der aufstrebenden RFID-Technologie noch prognostiziert, dass sie die seit langem etablierte Barcode-Technologie in allen Bereichen verdrängen werde. Es zeigt sich jedoch, dass trotz der großen Möglichkeiten der RFID, der Barcode scheinbar immer noch den Markt der Auto-ID Systeme dominiert. Es soll darauf eingegangen werden ob RFID den Barcode wirklich verdrängt oder nicht beide Systeme nebeneinander existieren können.

Ziel dieser Thesis ist es einen Vergleich zwischen Barcode und RFID anzustreben bei dem mögliche (Un-)Gleichheiten im Allgemeinen und im Besonderen unter logistischen Gesichtspunkten aufgezeigt werden sollen. Zunächst wird detailliert auf die Grundlagen, Formen sowie Anwendungsmöglichkeiten des Barcodes eingegangen. Im Anschluss erfolgt dann eine Zusammenstellung der wichtigsten Fakten zur RFID-Technologie. Punkt 4 widmet sich dann der Gegenüberstellung beider Systeme unter zu Hilfenahme von ausgewählten Kriterien. Im nächsten Schritt wird die RFID-Technologie mit der des Barcodes verglichen. Hierbei werden anhand der Beispiele des Einzelhandels und der Produktionslogistik Vergleiche gezogen. Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung wird dann das Fazit die Arbeit abschließen.

Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 8
1.1 Problemstellung 8
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit 9
2. Grundlagen der Barcode - Technologie 10
2.1 Definition 10
2.2 Bestandteile 11
2.3 Aufbau eines Barcodefeldes 12
2.4 Formen von Barcodes 13
2.4.1 Zweibreitencodes 13
2.4.2 Mehrbreitencodes 14
2.4.3 2-dimensionale Codes 14
2.5 Vorteile und Nachteile von Barcodes 18
2.5.1 Vorteile 18
2.5.2 Nachteile 18
2.6 Anwendungsmöglichkeiten für Barcodes 19
2.6.1 Lagerlogistik 19
2.6.2 Personenidentifikation 20
3. Grundlagen der RFID-Technologie 20
3.1 Entstehungsgeschichte 20
3.2 Definition 21
3.3 Bestandteile 21
3.4 Bauformen von Transpondern 23
3.4.1 Disks 23
3.4.2 Glasgehäuse 24
3.4.3 Kunststoffgehäuse 25
3.4.4 Schlüssel, Schlüsselanhänger und Armbänder 25
3.4.5 Kontaktlose Chipkarten 26
3.4.6 Smart Label 26
3.5 Energieversorgung 27
3.6 Frequenzen 28
3.8 Vorteile und Nachteile von RFID 29
3.8.1 Vorteile 29
3.8.2 Nachteile 29
3.9 Anwendungsmöglichkeiten für RFID 30
4. Gegenüberstellung von RFID und Barcode 30
4.1 Kriterien 30
4.2 Beurteilung 33
5. Barcode-Systeme im Einzelhandel 35
6. RFID-Systeme im Einzelhandel 36
6.1 Optimierung des Bestandsmanagement 36
6.2 ‘Intelligente’ Regale 38
6.3 Elektronische Preisauszeichnung 38
7. Barcodes in der Produktionslogistik 38
8. RFID in der Produktionslogistik 39
9. Zukünftige Entwicklungen 41
10. Fazit 44

Textprobe:

Kapitel 2., Grundlagen der Barcode-Technologie:

2.1, Entstehungsgeschichte:

Der Barcode und das dazugehörige Prinzip wurden im Jahr 1949 in den USA zum Patent angemeldet. Aufgrund der teuren Herstellung und der wenig verfügbaren Materialien, sowie den leistungsschwachen Rechnern war der Barcode entsprechend teuer. Erst 1970 mit Einführung der Mikroprozessoren wurde die Barcodeerstellung erschwinglich. Das DoD (Verteidigungsministerium der USA) legte 12 Jahre später den militärischen Standard MIL STD – 1189 fest, sodass sämtliche dem Militär zugeordnete Gegenstände mit einem Barcode versehen werden sollten, um diese zu identifizieren. Von dieser Veränderung waren in den USA 50.000 Zulieferbetriebe betroffen. Als nächstes folgte die Einführung des Barcodes in der Automobilherstellung, woraufhin 25.000 Automobilzulieferbetriebe diese Technik einsetzten. 1976 Wurde der EAN-Code in Europa etabliert und 1977 entschied sich das erste deutsche Unternehmen (Wuppertaler Gewürzhändler Wichartz) für die Bedruckung eines Produktes mit Strichcodes.

2.1, Definition:

Der Code ist laut Jesse Rosenbaum die ‘eindeutige Zuordnungen von Zeichen eines Alphabets zu den Zeichen eines anderen Alphabets. Eindeutig heißt dabei nicht, dass die Zuordnung immer umkehrbar sein muss, obwohl dies in den meisten Fällen gegeben ist.’ Das Wort ‘bar’ leitet sich ab von dem englischen Wort für Balken, denn der Barcode besteht aus einer Folge von unterschiedlich breiten, parallelen Linien und Lücken. Diese Balken oder Linien werden Elemente genannt.

Der Barcode ist ein optischer Code (Übertragungsmedium ist das Licht), welcher aus mehreren Elementen besteht, die binär sind und eine Abfolge von 0 und 1ern enthalten. Dieser Code fungiert als Schlüssel, um die in einer Datenbank zentral gespeicherte Informationen, abrufen zu können. Um ein Produkt so zu kennzeichnen und maschinell identifizierbar zu machen bestehen die zwei Möglichkeiten: Der Barcode wird durch ein Druckverfahren direkt auf dem jeweiligen Produkt aufgebracht oder nachträglich mittels Etiketten aufgeklebt. Es existiert eine ganze Reihe an Druckverfahren, welche sich in Kriterien wie z. B. der Druckgeschwindigkeit, der Druckqualität und dem zu bedruckenden Material unterscheiden.

2.2, Bestandteile:

Ein Barcode-System besteht immer aus dem Barcode, der an einem zu identifizierenden Objekt angebracht ist und einem Lesegerät, das die im Barcode gespeicherten Daten ausliest.

Barcodelesegeräte gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Je nach Anwendungsgebiet werden mobile oder stationäre Lesegeräte verwendet. Wichtig ist die Entscheidung ob ein Gerät nur an einem Punkt oder im ganzen Betrieb verwendet werden soll und ob es manuell oder automatisch bedient wird. Weiterhin muss der Abstand zwischen Barcode und Lesegerät beachtet werden, sowie die Winkel in denen Barcodes lesbar sein müssen.

Beispiele für mobile Lesegeräte sind:

Lesestift: Wird manuell mit geringem Abstand und gleichmäßiger Geschwindigkeit über den Barcode geführt, Lesepistole: Manuelle Bedienung, wobei der Leseabstand dabei zwischen einigen Zentimetern bis zu einigen Metern variieren kann.

Beispiele für stationäre Lesegeräte sind:

Schlitzleser: Leser ist an einem festen Ort installiert und Barcodeträger werden, meist manuell, zur Abtastung durch einen Schlitz gezogen, Laserscanner: Stationäre Lesegeräte die per Laser den Barcode auslesen. Als omnidirektionale Bauart kommt der Laserscanner an den meisten Supermarktkassen zum Einsatz, da diese Scanner eine Erfassung in unterschiedlichen Richtungen ermöglichen, Strichcodekamera: Erfassung des Barcodes als Bild, wobei ein mobiler als auch stationärer Einsatz möglich ist.

2.3, Aufbau eines Barcodefeldes:

Als Barcodefeld wird die gesamte Fläche bezeichnet, die ein Barcode einnimmt. Neben dem Strichcode mit seinen Linien und Lücken gibt es die Ruhezonen links und rechts, welche als Abgrenzung zwischen mehreren Barcodes fungieren. Der Strichcode beginnt und endet mit seinen typischen Start- und Stoppzeichen. Weiterhin steht unter dem Barcode die numerische bzw. alphanumerische Bedeutung des Barcodes in Klarschrift. Barcodes lassen sich durch Parameter, wie das Verhältnis der breiten zu den schmalen Elementen, der Modulbreite X (stellt die Breite des schmalsten Elements in mm dar) oder den möglichen Zeichenvorrat und die Menge der darstellbaren Zeichen, spezifizieren.

2.4, Formen von Barcodes:

Die sogenannten Barcodes unterteilen sich in die Gruppen der Zweibreiten-, oder Mehrbreitencodes sowie der 2-dimensionalen Barcodes. Diese Einteilungen sind während der Entwicklungsgeschichte des Barcodes entstanden und haben sich, während der technischen Entwicklung, von einer anfangs eher geringen zu einer höheren möglichen Informationsdichte, ergeben. Vorwiegend sind heute die Mehrbreitencodes (EAN-, IAN-Code) und die 2-dimensionale Codes in Gebrauch.

Arbeit zitieren:
Bouda, David August 2011: RFID- und Barcodesysteme: Ein kritischer Vergleich unter besonderer Berücksichtigung logistischer Aspekte, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
RFID, Barcode, Einzelhandel, Produktionslogistik, Transponder

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