Quantitatives Besuchermonitoring im Nationalpark Hochharz als Argumentation und Entscheidungshilfe
- Art: Diplomarbeit
- Autor: René Wendt
- Abgabedatum: Februar 2005
- Umfang: 144 Seiten
- Dateigröße: 4,8 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9131-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9131-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9131-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wendt, René Februar 2005: Quantitatives Besuchermonitoring im Nationalpark Hochharz als Argumentation und Entscheidungshilfe, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Zählgerät, Besucherzählung, Besucherstrom, HSB, Brocken
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Diplomarbeit von René Wendt
Einleitung:
Nationalparks sind Großschutzgebiete mit langer Tradition, bei denen der Prozessschutz im Vordergrund steht. Beim Prozessschutz lässt der Mensch das eigendynamische Ablaufen aller natürlichen Prozesse zu, ohne selbst aktiv einzugreifen. Neben dem Schutz von Flora und Fauna dient ein Nationalpark auch der Bildung und Erholung. Für die Argumentation von Schutzmaßnahmen, aber auch von Infrastrukturleistungen für die Region sind Besucherzahlen unerlässlich.
Zählungen werden heutzutage überall durchgeführt, u. a. an Eingängen von Bibliotheken, Freizeitparks, Schwimmhallen, Einkaufszentren. Weiterhin werden Fahrzeuge aller Art gezählt, sei es mittels eingebauten Zählschleifen im Asphalt oder mit Unterstützung von Solarzellen über den Straßen. Für Kunden- und Passantenfrequenzmessung gilt das gleiche wie bei Werbeerfolgskontrolle, Personaleinsatzplanung, Ermittlung von Abschöpfungs- oder Kaufquoten oder Planung von Öffnungszeiten: Maßgeblich für einen Erfolg ist die Betrachtung des Gesamtpotenzials. Damit Langzeitstudien entwickelt werden können, müssen Zählgeräte eingesetzt werden.
Das Thema der Diplomarbeit ist ein Baustein des Sozioökonomischen Monitorings (SÖM). „Sozioökonomisch“ bedeutet die Gesellschaft bzw. Wirtschaft in ihrer gesellschaftlichen Struktur betreffend. „Monitoring“ ist der (Dauer)Beobachtung gleichzusetzen. In Schutzgebieten widmet sich das SÖM einem Forschungsthema, das lange Zeit vernachlässigt wurde: Der Mensch ist eine wichtige Einflussgröße für den Nationalpark Hochharz sowohl in seiner realen Fläche, als auch in seiner wirtschaftlichen, politischen und kommunikativen Dimension. Aus diesen Ansätzen lassen sich die folgenden Module ableiten: Besuchermonitoring mit Zählgeräten, Zählung der betreuten Besucher, Image-Analyse, Evaluation der Umweltbildungsmaßnahmen und der Medienarbeit.
Die im Nationalpark Hochharz betreuten Besucher werden getrennt berücksichtigt. Dabei wird zwischen Informationshäusern, persönlich geführten Wanderungen und betreuten Umweltbildungsmaßnahmen unterschieden. Weiterhin werden noch Unterteilungen vorgenommen, wie z.B. nach Schulklassen oder Familien. Außerdem werden die an unterschiedlichen Standorten und zu unterschiedlichen Themen angebotenen Aktivitäten auf ihre Inanspruchnahme und ihren Erfolg hin geprüft.
Außerdem wurden Befragungen zur Image-Analyse im Rahmen des SÖM durch die Nationalparkverwaltung Hochharz im Zeitraum von Oktober 2003 bis Mai 2004 durchgeführt. Dabei kam es zu Befragungen von Besuchern als auch von Mitarbeitern und regionalen Partnern (Politiker, Pressevertreter, Vertreter der Tourismus-Informationen, Hoteliers und Waldführer) des Nationalpark Hochharz. Die einzelnen Befragungen dienten dabei der Image-Analyse, die das Ziel beinhaltete, grundlegende Informationen zu verschiedenen Aspekten der Nationalparkthematik zu gewinnen, wobei die Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund stand. Unter dem Begriff Image sind alle Vorstellungen zu verstehen, die mit einem Meinungsgegenstand verbunden sind. Ein Image ist somit ein subjektiv gefärbtes Bild, das durch die individuelle Auseinandersetzung jeder einzelnen Person mit der Kommunikation der Umwelt entsteht. Hierbei kann das Image des Nationalpark Hochharz als das einer bestimmten Region verstanden werden. Das ist das Vorstellungsbild, welches Individuen oder Gruppen von einem Gebiet haben.
Weitere Information zur Imageanalyse sind in SCHMIDT (2004) zu finden.
Die Evaluation der Umweltbildungsmaßnahmen und die der Medienarbeit ist z. Zt. in Arbeit (Stand: 01/2005).
Außerdem spielt die Frage nach der „Wertschöpfung“ des Nationalparks durch die Region und für die Wirtschaft eine wichtige Rolle. Denn schon sehr lange hält sich das Gerücht „Naturschutz kostet nur, produziert aber nichts…“. Dieser Aspekt soll u. a. durch das SÖM entschärft und die Wertschöpfung des Parks verdeutlicht werden. Deshalb wird in dieser Diplomarbeit ein quantitatives Besuchermonitoring durchgeführt.
Problemstellung:
Unter dem Thema „Quantitatives Besuchermonitoring im Nationalpark Hochharz als Argumentation und Entscheidungshilfe“ wurde diese Diplomarbeit verfasst. Grundlage dafür war der Aufbau eines Zählernetzes über das Hauptwegenetz, um die Besucher dort quantitativ registrieren bzw. beobachten zu können (vgl. Abbildung 9 Kapitel IV).
Seit dem 01. Januar 2005 werden die beiden Nationalparks Harz und Hochharz unter dem gemeinsamen Namen „Nationalpark Harz“ geführt. Da aber die Datenerhebung bis einschließlich 29. Oktober 2004 erfolgte, ist die Verwendung des Namens „Nationalpark Hochharz“ noch möglich.
Bisher wurden im Nationalpark Hochharz die jährlichen Besucherzahlen lediglich geschätzt: zwei Millionen Besucher im gesamten Nationalparkgebiet und 1,5 Millionen Besucher auf dem Brocken. Bei der Besucherzahl auf dem Brocken wird aber seit einigen Jahren von einer circa 50-prozentigen Beförderung aller Brockenbesucher durch die Harzer Schmalspurbahn (HSB) ausgegangen. Die HSB ermittelt diesen Anteil anhand verkaufter Fahrkarten, die sich im Jahr 2004 auf circa 690.000 beliefen. Der Nationalpark ist nun wiederum gewillt, keine groben Schätzungen mehr abzugeben, sondern möchte in Zukunft mit technisch ermittelten Zahlen arbeiten.
Zielsetzung:
Der Nationalpark Hochharz hat eine Vorreiterrolle unter den deutschen Nationalparks, was die Besucherzählung mittels Zählgeräte betrifft. Dieses quantitative Besuchermonitoring ist somit ein Pilotprojekt, was sich sicherlich auch noch auf die anderen Nationalparks in Deutschland in den nächsten Jahren ausdehnen wird. Einige Parks sind dies bezüglich bereits an den NP Hochharz herangetreten.
Für den Nationalpark Hochharz steht die Ermittlung der absoluten Besucherzahl auf dem Brocken im Vordergrund. Auch die Verteilung auf die einzelnen Zugänge zum Brocken, inkl. HSB, ist von großer Bedeutung. Im Rahmen des SÖM wurde somit entschieden, dass die Zugänge des Brockens zuerst mit Zählgeräten ausgestattet werden.
Am Anfang werden die Zählgeräte zu Testzwecken an einigen Stellen im Nationalpark Hochharz installiert. Standortverlagerungen und Neukalibrierungen sind an der Tagesordnung. Mit dem weiteren Zukauf von Geräten werden die Haupteingänge im Nationalpark, die Brockenregion und die Hauptwege mit Zählgeräten abgedeckt.
An den jeweiligen Zählerstandorten wird eine Auslastung und Frequentierung der Wege bestimmt. Eine lückenlose Registrierung von Besuchern und Fahrzeugen gewährleistet dabei ein repräsentatives Ergebnis. Nicht möglich ist, durch diese Art der Erfassung eine konkrete Aussage über die Besucherdichte innerhalb der Nationalparkfläche zu treffen, dazu ist die Wegenetzdichte zu hoch und auch die Anzahl der Geräte zu niedrig.
Nachdem die Zahlen ermittelt wurden, können diese in zukünftige Entscheidungen mit einbezogen werden.
Weitere Fahrzeugzähler ermitteln die Verkehrsflussdichte an den Haupteingängen und auf den Forststrassen des Nationalparks, u. a. in Ilsenburg, am Kochweg und in Drei Annen Hohne. Sollten an den Stellen auch Schranken installiert werden oder Ranger bei den Fahrzeugen die Genehmigungen kontrollieren? Wie sieht es mit der Beschaffenheit der Wege aus? Müssen diese erneuert, ausgebaut oder zurückgebaut werden?
Weiterhin unterstreichen die ermittelten Zahlen den Bau und die Erneuerung von Einrichtungen im Nationalpark. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Schutzhütten, Bänke, Sitzgruppen, Wegeschilder, Infotafeln, Müllsammelbehälter und Toilettenanlagen. Weitere Einrichtungen des Nationalparks, wie Nationalparkhäuser, Infostellen, Spielplätze und Naturerlebnispfade werden auch berücksichtigt. Außerdem sind die Zahlenreihen ein wichtiger Faktor, um das Gleichgewicht zwischen Naturschutz und Tourismus aufrecht zu erhalten => Besucherlenkung.
In wie weit die Zählgeräte zuverlässige Zahlen liefern, hängt von der Standortwahl und der Kalibrierung ab. Ob die Zählgeräte die Handzählungen ersetzen können, lässt sich in der Diplomarbeit auch noch klären.
Aufbau:
Im Anschluss an die Einleitung wird in Kapitel II zunächst auf das Untersuchungsgebiet eingegangen. Dabei wird deutlich, dass der Brocken eine Sonderstellung einnimmt, u. a. bei der Ausweisung des Nationalparkgebietes. In Kapitel III werden die Zählgeräte vorgestellt und deren Funktionsweisen erläutert. Der Ergebnis- und Diskussionsteil folgt in Kapitel IV. Darin werden zuerst die Ergebnisse aller Zählerstandorte aufgelistet und in Grafiken dargestellt. Es wird dabei unterschieden zwischen aktuell und temporär installierten Zählern. Neben den Besucherzahlen auf dem Brocken werden vor allem Argumentations- und Entscheidungshilfen für die Infrastruktur im Nationalpark aufgezeigt. Es wird die Frage geklärt, wie Besucherzählungen in anderen deutschen Nationalparks durchgeführt werden. Im Kapitel V werden Schlussfolgerungen gezogen, ob u. a. die Technik ausgereift ist, um ein repräsentatives Ergebnis zu bekommen. Weiterhin wird ein Ausblick gegeben, wie mit verbesserter Technik optimale Ergebnisse erzielt werden können. Das Kapitel VI beinhaltet eine abschließende Zusammenfassung.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | A | |
| Abbildungsverzeichnis | E | |
| Tabellenverzeichnis | G | |
| Abkürzungsverzeichnis | H | |
| I. | Einleitung | 1 |
| 1. | Problemstellung | 2 |
| 2. | Zielsetzung | 3 |
| 3. | Aufbau | 4 |
| II. | Untersuchungsgebiet: Nationalpark Hochharz | 5 |
| 1. | Lage des Nationalpark Hochharz | 5 |
| 2. | Nationalpark-Zonierung | 7 |
| 3. | Entstehungsgeschichte | 8 |
| 4. | Geologie und Geomorphologie | 9 |
| 5. | Flora und Fauna | 10 |
| 6. | Klima | 11 |
| 7. | Der Brocken als Zentrum | 12 |
| 8. | Natur und Tourismus | 14 |
| III. | Methode und Material | 17 |
| 1. | Theorie und Methode | 17 |
| 2. | Die Zählgeräte | 20 |
| 2.1 | Das Druckmattenzählgerät | 20 |
| 2.2 | Das Fahrzeugzählgerät | 20 |
| 2.3 | Das Infrarotzählgerät | 21 |
| 3. | Auftretende Fehler während der Zählungen | 22 |
| 3.1 | Das Druckmattenzählgerät | 23 |
| 3.2 | Das Fahrzeugzählgerät | 23 |
| 3.3 | Das Infrarotzählgerät | 23 |
| 3.4 | kontrollierende Handzählungen | 24 |
| IV. | Ergebnisse und Diskussion | 25 |
| 1. | Ergebnisse der Zählgeräte von Mai 2003 bis Oktober 2004 | 25 |
| 1.1 | Bobbahn | 27 |
| 1.2 | Brockenbett | 28 |
| 1.3 | Brockenstraße an den Toiletten | 29 |
| 1.4 | Brockenstraße an der Schranke | 31 |
| 1.5 | Drei Annen Hohne (DAH) | 32 |
| 1.6 | Eckerloch | 33 |
| 1.7 | Goetheweg | 35 |
| 1.8 | Hirtenstieg | 36 |
| 1.9 | Ilsetal 01 am Wasserwerk | 38 |
| 1.10 | Ilsetal 02 an der Loddenke | 39 |
| 1.11 | Ilsetal 03 Wanderweg | 41 |
| 1.12 | Ilsetal 04 Forststraße | 42 |
| 1.13 | Abzweig Kochweg | 43 |
| 1.14 | Abzweig Molkenhauschaussee | 45 |
| 1.15 | Oberer Königsberger Weg (OKW) | 47 |
| 1.16 | Temporär eingesetzte Zählgeräte | 48 |
| 1.16.1 | Abzweig Bielsteinchaussee | 48 |
| 1.16.2 | Goetheweg (Druckmatte) | 50 |
| 1.16.3 | Ilsetal an der Brücke | 51 |
| 1.16.4 | Sandbrinkstraße | 52 |
| 1.16.5 | Trompeterkopf | 54 |
| 2. | Beeinflussung der Besucherströme durch die Witterung | 55 |
| 3. | Feiertage/Wochenenden/Ferien | 57 |
| 4. | Besondere Ereignisse | 58 |
| 5. | Ermittlung der absoluten Besucherzahl auf dem Brocken | 60 |
| 6. | Aus den Zahlen bereits getroffene Entscheidungen | 64 |
| 6.1 | Zahlen lieferten den Nachweis, dass der Bau einer Schutzhütte an der Sandbrinkstraße unnötig ist | 65 |
| 6.2 | Zählgeräte auf der Brockenstraße dienen der Unterstützung der Polizei | 66 |
| 7. | Weitere Argumentations- und Entscheidungshilfen | 69 |
| 7.1 | Besucherlenkung | 69 |
| 7.2 | Veränderung der befahrbaren Hauptzugänge in den Nationalpark | 72 |
| 7.3 | Instandhaltung von Straßen und Wegen | 72 |
| 7.3.1 | Ausbau der Wege für Radfahrer und Mountainbiker | 76 |
| 7.3.2 | Ausbau und Umbau der Wege zum Skilaufen | 77 |
| 7.4 | Bau und Unterhaltung von Infrastruktur-Einrichtungen | 78 |
| 7.5 | Schutz der Natur, Flora und Fauna | 80 |
| 8. | Die Situation in anderen deutschen Nationalparks | 81 |
| 9. | Die Besucher als Wirtschaftskraft für die Region | 82 |
| V. | Schlussfolgerungen und Ausblick | 83 |
| VI. | Zusammenfassung | 86 |
| VII. | Literatur- und Internetquellen, Expertengespräche | 88 |
| Literaturliste | 88 | |
| Internetquellen | 93 | |
| Expertengespräche | 94 | |
| VIII. | Anhang | 95 |
| Anhang 1:Anzeige an die Polizei (IR-Zähler) | I | |
| Anhang 2:Anzeige an die Polizei (FZG-Zähler) | II | |
| Anhang 3:Handzählungen, Aufnahmebogen Fahrzeuge | III | |
| Anhang 4:Handzählungen, Aufnahmebogen Fußgänger | IV | |
| Anhang 5:Checkliste für die alten Zähler | V | |
| Anhang 6:Checkliste für die Zähler (ab 2004) | VIII | |
| Anhang 7:Voreinstellungen der alten FZG-Zähler | XI | |
| Anhang 8:Voreinstellungen der FZG-Zähler (ab 2004) | XII | |
| Anhang 9:Voreinstellungen der alten IR-Zähler | XIII | |
| Anhang 10: Voreinstellungen der IR-Zähler (ab 2004) | XIV | |
| Anhang 11: Anfrage an dt. Nationalparks bzgl. Besucherzählgeräte | XV | |
| Anhang 12: Tägliche Temperatur- und Niederschlagswerte auf dem Brocken von 2004 | XVI | |
| Anhang 13: Übersicht der Schulferien in Deutschland von 2003 | XVIII | |
| Anhang 14: Übersicht der Schulferien in Deutschland von 2004 | XIX | |
| Anhang 15: Übersicht der Feiertage in Deutschland von 2003 | XX | |
| Anhang 16: Übersicht der Feiertage in Deutschland von 2004 | XXI | |
| Anhang 17: Rohdaten der gezählten Brockenbesucher und Zahlen der HSB | XXII | |
| Anhang 18: Zeitungsartikel aus der Volksstimme vom 04.11.2004 | XXV | |
| Anhang 19: Definition Nationalpark, aus Bundesnaturschutzgesetz und aus IUCN | XXVII | |
| Anhang 20: Gesetz über den Nationalpark Hochharz des Landes Sachsen-Anhalt (NlpG LSA) | XXXI |
Die Temperaturverteilung auf dem Brocken im Jahre 2003 ähnelt der bereits erwähnten Verteilung von ganz Deutschland. Von Mai bis August 2003 sind erhöhte Monatsmittelwerte sichtbar. Im Juni war die Temperatur 3,9 °C höher als der langjährige Mittelwert, im August sogar 4,0 °C. Auch der Niederschlag lag bis zum Herbst 2003 weit unter dem 30-jährigen Monatsmittel. Eine Ausnahme bilden die Monate Januar und Juli. Februar, März und August erreichten lediglich 35 bis 40 % vom normalen Monatsmittel. Im Jahr 2004 war der Temperaturverlauf fast gleich dem Mittelwert von 1961 bis 1990. Nur der April und August 2004 wiesen einen 2,0 °C höheren Monatsmittelwert auf. Auch der Niederschlag 2004 war konstanter als im Jahr 2003 und ähnelte dem 30-jährigen Monatsmittel. Im Januar und August kam es zu positiver, im April und Oktober dagegen zu negativer Abweichung der Monatsmittel. Alle IR-Geräte haben ab April 2004 eine steigende Besucherzahl aufgezeichnet. Die Temperaturen bewegten sich leicht im positiven Bereich. Die größten Schneemassen sind bereits getaut und die Forst- und Wanderwege wieder besser passierbar. Hinzu kommt, dass im April [...]
Das Jahr 2003 war in Deutschland insgesamt sehr warm und trocken sowie extrem sonnenreich. Fast alle Monate lagen über dem 30-jährigen Mittel (1961-1990), lediglich der Februar und Oktober blieben darunter. Besonders markant war der extrem heiße und niederschlagsarme Sommer. Juni und August 2003 waren in Deutschland die heißesten Juni- und Augustmonate seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit einem ebenfalls überdurchschnittlich warmen Juli ergab sich der wärmste Sommer seit Aufzeichnungsbeginn 1901. An den meisten Stationen war es sogar der heißeste Sommer seit Beginn der Messungen. So auch auf dem Brocken mit 28,2 °C. Hier wurde der bisherige Spitzenwert von 27,3 °C um 0,9 °C überschritten. Auch im Herbst lag der Niederschlag in Deutschland unter dem Durchschnitt. Die Temperatur dagegen pendelte sich wieder im normalen Bereich ein (DWD – DEUTSCHER WETTERDIENST 2004). Das Jahr 2004 war bis Oktober vor allem von der Temperatur und des Niederschlags nicht so extrem wie das Jahr zuvor. So wurden keine neuen Minima oder Maxima gemessen. Da ein Großteil der Zählgeräte erst im Februar 2004 installiert wurde, reichte es aus, ab diesen Zeitpunkt bis zum letzten Ablesen der Zählgeräte (29.10.2004), eine detaillierte Auswer- [...]
Seit dem 16.03.2004 werden die Fahrzeuge hier gezählt. Aufgrund eines technischen Fehlers fiel das Zählgerät vom 02.06.2004 bis 29.06.2004 aus. Zwischen dem 13.07.04 und dem 17.08.04 wurde das Fahrzeugzählgerät entwendet (siehe Anhang 2). Deshalb gab es auch keine Daten vom 13.07.04 bis 14.09.04, da erst dann wieder ein neues Zählgerät vorhanden war. Die Fahrzeuge sind während der Messphase keiner Abhängigkeit ausgesetzt und die Werte sind somit sehr konstant. Schwankungen treten nur zwischen Wochenenden und der Woche auf. Die durchschnittlichen Tageswerte liegen in der Woche bei 50 und an den Wochenenden bei 21 Fahrzeugen. Das Maximum wurde am 12.05.2004 mit 79 Fahrzeugen erreicht. Bei diesem Zähler setzt sich das Maximum nicht so stark ab wie bei den anderen Standorten. Ähnlich hohe Werte treten während der Messung öfters auf. Eine Begründung für das Maximum an diesem Tag kann somit nicht gegeben werden. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832491314
Arbeit zitieren:
Wendt, René Februar 2005: Quantitatives Besuchermonitoring im Nationalpark Hochharz als Argumentation und Entscheidungshilfe, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Zählgerät, Besucherzählung, Besucherstrom, HSB, Brocken



