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Quantifizierung von Lebermetaboliten mittels lokalisierter 1H MR-Spektroskopie

Quantifizierung von Lebermetaboliten mittels lokalisierter 1H MR-Spektroskopie
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Stanka
  • Abgabedatum: Januar 1997
  • Umfang: 90 Seiten
  • Dateigröße: 3,8 MB
  • Note: 1,1
  • Institution / Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0615-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0615-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0615-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stanka, Michael Januar 1997: Quantifizierung von Lebermetaboliten mittels lokalisierter 1H MR-Spektroskopie, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kernspintomographie, Lebermetabolismus, Magnetresonanzspektroskopie, Quantifizierung

Diplomarbeit von Michael Stanka

Einleitung:

Mit der in vivo-Magnet-Resonanz-Spektroskopie steht ein nicht-invasives, chemisch-analytisches Verfahren zur Verfügung, das Informationen über Stoffwechselvorgänge und pathologische Veränderungen im menschlichen Körper geben kann. Mit der 1H-MR-Spektroskopie kann man die Resonanzen der 1H-Kerne verschiedener Metabolite unterscheiden, während in der Bildgebung nur die Resonanz der 1H-Kerne des Wassers genutzt wird. Durch Single-Voxel- (z.B. Stimulated Echo Aquisition Mode, STEAM) und Multi-Voxel-Sequenzen (z.B. Chemical Shift Imaging, CSI) ist es darüber hinaus möglich, Signale aus einem oder mehreren Volumenelementen zu erhalten, deren Ort und Größe genau vorgegeben werden kann, um somit Aussagen über die Stoffwechselvorgänge lokal begrenzter Gebiete zu gewinnen.

Eine quantitative Aussage über die relativen Konzentrationsverhältnisse ist nur unter Kenntnis der Spin-Gitter-Relaxationszeiten und der Spin-Spin-Relaxationszeiten möglich, da diese für verschiedene Metabolite unterschiedlich sein können, und man somit trotz gleicher Konzentration unterschiedlich große Signalintensitäten erhält. Zur Bestimmung der absoluten molaren Konzentrationen der verschiedenen Metabolite ist, neben den Relaxationszeiten, die Kenntnis des Sende- und Empfangsprofils der verwendeten Spule erforderlich. Dabei haben Oberflächenspulen, im Gegensatz zu Sattel- und Helmholtzspulen, stark inhomogene Profile, die eine Quantifizierung erschweren. Probleme können zusätzlich durch Bewegungen der untersuchten Organe, z.B. in der Leber, entstehen. Bisher ist bei vielen Erkrankungen des Lebergewebes, wie z.B. der Leberzirrhose, eine exakte Diagnosestellung nur durch histologische Untersuchungen von Leberbiopsien möglich. Die NMR-Spektroskopie kann als ein nicht invasives Verfahren bei geeigneten Voraussetztungen quantitative Aussagen über Stoffwechselvorgänge im Lebergewebe liefern und somit die Zahl der Biopsien, die aufgrund von möglichen Komplikationen, wie z.B. Blutungen, für den Patienten nicht risikolos sind, reduzieren.

In dieser Diplomarbeit, im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit der Institute für Kernphysik und Klinische Radiologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, sollten die Grundlagen geschaffen werden, um eine ortsunabhängige Quantifizierung von Metaboliten im Lebergewebe mit einer Oberflächenspule mittels der in vivo-1H MR-Spektroskopie durchführen zu können.

Gang der Untersuchung:

Der experimentelle Teil dieser Arbeit gliedert sich in folgende Abschnitte:

1.) Überprüfung der Genauigkeit und Reproduzierbarkeit der Relaxationszeitmessungen mit der verwendeten Meßsequenz anhand von Konzentrationsreihen paramagnetischer Manganchloridlösungen und Bestätigung dieser Ergebnisse mit einem zweiten Verfahren, das zur Ermittlung der Relaxationszeiten die MR-Bildgebung zur Grundlage hat.

2.) Entwicklung eines Verfahrens mit dem das inhomogene Empfangsprofil der verwendeten Oberflächenspule experimentell ermittelt werden kann. Mit Kenntnis des Empfangsprofils ist es möglich einen Faktor zu bestimmen, der dann eine Korrektur der Signale aus Untersuchungsobjekt und externem Standard zuläßt. Zur quantitativen Auswertung der Spektren sollte ein Programm geschrieben werden, daß den Positionskorrekturfaktor nach Eingabe des Meßortes angibt.

3.) Erstellung eines Meßprotokolls zur Quantifizierung und Relaxationszeitbestimmung der Metabolite im Lebergewebe und Messungen an Probanden und in einer ersten klinischen Studie an Patienten, um die Anwendbarkeit dieses Verfahrens zu demonstrieren.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Grundlagen der NMR 3
2.1 Quantenmechanische Grundlagen 3
2.2 Klassische Beschreibung 5
2.3 Relaxation 6
2.3.1 Spin-Gitter-Relaxation 7
2.3.2 Spin-Spin-Relaxation 7
2.4 Wechselwirkungen im Molekül 8
2.4.1 Chemische Verschiebung 8
2.4.2 Skalare Kopplung 9
2.5 FT-NMR 10
2.5.1 Anregung durch HF-Pulse 11
2.5.2 Digitale Signalverarbeitung 12
3. Material und Methoden 13
3.1 Aufbau des MR-Tomographen 13
3.2 Lokalisierte NMR 15
3.2.1 Bildgebung 15
3.2.2 Volumenselektive Spektroskopie 18
3.2.2.1 Bi-Techniken 19
3.2.2.2 Bo-Techniken 19
3.3 Techniken zur Bestimmung der Relaxationszeiten 24
3.3.1 Relaxationszeitmessung mittels MR-Bildgebung 25
3.3.2 Relaxationszeitmessung mittels NMR-Spektroskopie 27
3.3.3 Relaxationszeitmessung an Phantomen 29
3.3.4 Relaxationszeitmessungen im Lebergewebe 31
3.4 Quantitative NMR-Spektroskopie 32
3.4.1 Quantifizierungsstrategien 32
3.4.1.1 Adiabatische Pulse 32
3.4.1.2 Quantifizierung mittels internem Standard 34
3.4.1.3 Quantifizierung mittels Beladungsphantom 35
3.4.1.4 Quantifizierung mittels Positionskorrekturfaktor 36
3.4.2 Quantifizierung mittels externem Standard und Positionskorrekturfaktor 37
3.4.2.1 Bestimmung des Positionskorrekturfaktors 38
3.4.2.2 Überprüfung des Positionskorrekturfaktors 46
3.5 Untersuchungsprotokoll der in vivo Messungen 47
3.6 Probanden- und Patientenkollektiv 48
4. Ergebnisse und Diskussion 50
4.1 In vitro Messungen 50
4.1.1 Ti -Messungen an Phantomen 50
4.1.2 T2-Messungen an Phantomen 55
4.1.3 Messungen zur Überprüfung des Positionskorrekturfaktors 59
4.2 In -Wo Messungen 61
4.2.1 Ti -Messungen im Lebergewebe 61
4.2.2 T2-Messungen im Lebergewebe 62
4.2.3 Charakterisierung des Lebermetabolismus mittels 1H lokalisierter STEAM-Spektroskopie 64
5. Zusammenfassung und Ausblick 71
6. Literaturverzeichnis 73
7. Abkürzungsverzeichnis 77
8. Anhang 79
9. Danksagung 83

Arbeit zitieren:
Stanka, Michael Januar 1997: Quantifizierung von Lebermetaboliten mittels lokalisierter 1H MR-Spektroskopie, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kernspintomographie, Lebermetabolismus, Magnetresonanzspektroskopie, Quantifizierung

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