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Qualitätsmanagement in Tourismus-Destinationen

Konzeption und Durchführung einer Kundenzufriedenheitsanalyse, dargestellt am Beispiel des Herzogtums Lauenburg Durchführung einer Kundenzufriedenheitsanalyse, dargestellt am Beispiel des Herzogtums Lauenburg

Qualitätsmanagement in Tourismus-Destinationen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Anke Müller
  • Abgabedatum: Dezember 2005
  • Umfang: 118 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Wilhelmshaven Deutschland
  • Bibliografie: ca. 68
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9950-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9950-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9950-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Müller, Anke Dezember 2005: Qualitätsmanagement in Tourismus-Destinationen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Qualitätsmanagement, Tourismus, Kundenzufriedenheit, Servicequalität, Gästezufriedenheit

Diplomarbeit von Anke Müller

Einleitung:

Eine der häufigsten Forderungen an das Destinationsmanagement und die Tourismusbetriebe ist die Sicherung der Dienstleistungsqualität. Der weltweite Wettbewerb touristischer Zielgebiete, das veränderte Nachfrageverhalten der Gäste und die Forderung nach abwechslungsreichen Produkten und Angeboten sind Gründe für die Notwendigkeit der kontinuierlichen und ganzheitlichen Produktion von Dienstleistungsqualität in Tourismusbetrieben und Destinationen. Für das Erreichen und Sichern von Wettbewerbsvorteilen in touristischen Destinationen ist ein professionelles Qualitätsmanagement unter besonderer Berücksichtigung der Kundenzufriedenheit von enormer Wichtigkeit.

Die vorliegende Arbeit ist in fünf Kapitel unterteilt. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Definition der wichtigsten Begriffe, der Erläuterung und Darstellung von Dienstleistungsqualität, Total Quality Management und Kundenzufriedenheit im Tourismus. Kapitel 3 widmet sich der Darstellung der Destination Herzogtum Lauenburg unter Berücksichtigung geografischer und tourismuswirtschaftlicher Aspekte. Den Kern dieser Arbeit stellt die in Kapitel 4 präsentierte Analyse der Gästezufriedenheit dar.

Die durchgeführte Gästebefragung soll sowohl negative als auch positive Serviceaspekte, wie sie während eines Aufenthaltes im „Herzogtum Lauenburg“ empfunden wurden, herausfiltern. Die anschließende Analyse der Ergebnisse soll zu einem Gesamtbild führen, welches das aktuelle Niveau der touristischen Servicequalität im Herzogtum Lauenburg widerspiegelt. Basierend auf den Analyseergebnissen sollen zum Teil in Kapitel 4, aber überwiegend in Kapitel 5, Handlungsempfehlungen für ein weiteres Vorgehen in Bezug auf das Qualitätsmanagement innerhalb der Destination erarbeitet werden, die im besten Fall Anwendung finden und zu einer kontinuierlichen Verbesserung und/oder Standardisierung der Servicequalität führen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Qualitätsmanagement im Tourismus 2
2.1 Begriffliche Grundlagen 2
2.2 Dienstleistungsqualität 5
2.2.1 Die Dimensionen der Dienstleistungsqualität 6
2.2.2 Der SERVQUAL-Ansatz 9
2.2.3 Das GAP-Modell 11
2.3 Total Quality Management im Tourismus 15
2.3.1 Das Qualitätsmodell der ISO 9000:2000 Richtlinien 16
2.3.2 Das Qualitätsmodell der EFQM 18
2.4 Die Kundenzufriedenheit 21
2.4.1 Die Entstehung der Kundenzufriedenheit 21
2.4.1.1 Das C/D Paradigma als Basismodell der Kundenzufriedenheit 23
2.4.3 Reaktionsformen bezüglich der Kundenzufriedenheit 26
2.4.3.1 Die Kundenloyalität 27
2.4.3.2 Die Beschwerde 29
2.4.3.3 Die Abwanderung 30
2.4.3.4 Die Mund-zu-Mund-Propaganda 31
2.5 Abgrenzung der Kundenzufriedenheit zur Dienstleistungsqualität 31
2.6 Messung von Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität 32
2.6.1 Merkmalsorientierte Messansätze 33
2.6.2 Ereignisorientierte Messansätze 34
2.6.3 Einsatz von Testbesuchen zur Messung von Servicequalität 36
2.6.4 Die Befragung 37
3. Die Destination „Herzogtum Lauenburg“ 39
3.1 Das Herzogtum Lauenburg als touristische Destination 39
3.2 Standortbegründende touristische Angebotsfaktoren 40
3.3 Das kapazitätsbezogene touristische Angebot 41
3.4 Das Unternehmensprofil der HLMS 43
4. Analyse der Gästezufriedenheit im Herzogtum Lauenburg 45
4.1 Vorbemerkungen 45
4.1.1 Erhebungsart 45
4.1.2 Informationsbeschaffung 47
4.1.3 Fragebogengestaltung 49
4.1.4 Durchführung der Befragung 50
4.1.5 Datenaufbereitung 51
4.2. Darstellung der Untersuchungsergebnisse 51
4.2.1 Soziodemografie 52
4.2.2 Aufenthaltsdauer und Aufenthaltsgrund 53
4.2.3 Informationsquellen und Informationsbewertung 54
4.2.4 Aufenthaltsgestaltung 58
4.2.5 Empfehlung des Herzogtums Lauenburg 59
4.2.6 Bewertung des allgemeinen Umfeldes und des Angebots 60
4.2.6.1 Bewertung der Region insgesamt 60
4.2.6.2 Bewertung der Gastronomie 61
4.2.6.3 Bewertung der Beherbergung 62
4.2.6.4 Bewertung der Touristinformationen 63
4.2.6.5 Bewertung des Kultur- und Freizeitangebots 63
4.2.7 Kritik und Lob der Gäste 64
4.3 Interpretation der Ergebnisse 65
5. Zusammenfassung und Ausblick 75
Literaturverzeichnis 79
Ehrenwörtliche Erklärung 83
Anhang 84
A. Fragebogen 85
B. Anschreiben an die Leistungsträger 89
C. Daten der Gästebefragung 90
Textprobe:

Kapitel 3.2 Standortbegründende touristische Angebotsfaktoren:

Die Angebotsbasis eines Tourismusstandortes ist zunächst in den landschaftlichen Gegebenheiten zu sehen. Es sind die landschaftsräumlichen Erscheinungen, zu denen die naturgeographischen Gegebenheiten, kulturhistorische Elemente und soziokulturelle Verhältnisse zählen, mit denen sich eine „ursprüngliche“ Anziehungskraft verbindet.

Zu den naturgeographischen Gegebenheiten kann gesagt werden, dass das Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein eingebettet zwischen Lüneburg im Süden und Lübeck im Norden liegt. Als „Bilderbuchlandschaft“ wird der Kreis Herzogtum Lauenburg, die Region zwischen Sachsenwald und Schaalsee, auch oft bezeichnet. Gemeint sind die vielen Seen, die jahrhundertealten Dörfer mit den Feldstein- und Fachwerkkirchen und den berühmten Herrenhäusern.

Die vier Städte im Herzogtum Lauenburg sind Ratzeburg im Nordosten der Region, Mölln im östlichen Teil der Region, Lauenburg im äußersten Südosten des Herzogtums gelegen und Geesthacht im Süden der Region. Das Herzogtum Lauenburg, welches zu einem knappen Viertel aus Wald besteht und dessen Wanderwege ein Netz von über 800 Kilometer umfassen, zählt außerdem über vierzig Seen. Zudem ist der Sachsenwald, im Südwesten der Region gelegen, das größte Waldgebiet in Schleswig-Holstein. Das hohe Elbufer zwischen Geesthacht und Lauenburg oder die Elbtalauen sind sehenswerte Ziele für Naturfreunde. Eine Besonderheit stellt der Naturpark dar. Die Schaalseelandschaft war bis 1989 durch die innerdeutsche Grenze geteilt. Schon 1961 wurde auf der schleswig-holsteinischen Seite des Sees der „Naturpark Lauenburgische Seen“ ausgewiesen. Im Jahr 2000 erfolgte die Auszeichnung der mecklenburgischen Seite zum internationalen Biosphärenreservat durch die Auch kulturhistorisch hat das Herzogtum einiges zu bieten. Im Herzogtum bestehen noch viele Kirchen und Herrenhäuser aus vergangenen Zeiten, so zum Beispiel in Kastdorf, Wotersen, Ratzeburg und Seedorf. Ein wichtiges kulturhistorisches Gut ist die bereits erwähnte „Alte Salzstraße“. Der historische Handelsweg verläuft durch das Herzogtum Lauenburg und verbindet die Städte Lüneburg und Lübeck. Der ehemalige Treidelpfad am Elbe-Lübeck-Kanal wurde ausgebaut und bietet den Gästen die Möglichkeit, bei einem Spaziergang oder einer Radtour auf der so genannten „trockenen Salzstraße“ den historischen Handelsweg zu erkunden und dabei den Naturpark Elbe-Lübeck-Kanal zu genießen. Für kulturell Interessierte gibt es Museen, Ausstellungen und andere Sehenswürdigkeiten. Um eine kleine Auswahl aus der Vielzahl zu treffen, seien an dieser Stelle erwähnt: der Ratzeburger Dom, das Eulenspiegel – Museum in Mölln, das Mühlenmuseum in Lauenburg, die Museumsbahn in Geesthacht und das Bismarck - Mausoleum in Friedrichsruh. Ein interessantes Angebot für Jedermann ist das kürzlich eröffnete „erlebnisreich“ in Mölln, in welchem der Gast Natur und Tourismus erleben und ausprobieren kann.

Automatisiert erstellter Textauszug:

40 Wanderer. In diesem Rahmen wird die "Alte Salzstraße“ als Produkt nur von der HLMS vermarktet. Nicht nur die lauenburgische Seelandschaft, sondern auch die Tatsache, dass das Herzogtum Lauenburg vier verschiedene Bundesländer verbindet (Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, SchleswigHolstein) und somit Teil der deutsch-deutschen Geschichte ist (ehemalige Grenzregion), könnte zu einer USP ausgebaut werden. Selbst die Bezeichnung „Herzogtum“ stellt nach Auffassung der Autorin ein Alleinstellungsmerkmal dar, da es die Bezeichnung für eine deutsche Region kaum ein weiteres Mal gibt. 3.2 Standortbegründende touristische Angebotsfaktoren Die Angebotsbasis eines Tourismusstandortes ist zunächst in den landschaftlichen Gegebenheiten zu sehen. Es sind die landschaftsräumlichen Erscheinungen, zu denen die naturgeographischen Gegebenheiten, kulturhistorische Elemente und soziokulturelle Verhältnisse zählen, mit denen sich eine „ursprüngliche“ Anziehungskraft verbindet.131 Zu den naturgeographischen Gegebenheiten kann gesagt werden, dass das Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein eingebettet zwischen Lüneburg im Süden und Lübeck im Norden liegt. Als „Bilderbuchlandschaft“ wird der Kreis Herzogtum Lauenburg, die Region zwischen Sachsenwald und Schaalsee, auch oft bezeichnet. Gemeint sind die vielen Seen, die jahrhundertealten Dörfer mit den Feldstein- und Fachwerkkirchen und den berühmten Herrenhäusern.132 Die vier Städte im Herzogtum Lauenburg sind Ratzeburg im Nordosten der Region, Mölln im östlichen Teil der Region, Lauenburg im äußersten Südosten des Herzogtums gelegen und Geesthacht im Süden der Region. Das Herzogtum Lauenburg, welches zu einem knappen Viertel aus Wald besteht und dessen Wanderwege ein Netz von über 800 Kilometer umfassen, zählt außerdem über vierzig Seen. Zudem ist der Sachsenwald, im Südwesten der Region gelegen, das größte Waldgebiet in Schleswig-Holstein. Das hohe Elbufer zwischen Geesthacht und Lauenburg oder die Elbtalauen sind sehenswerte Ziele für Naturfreunde.133 Eine Besonderheit stellt der Naturpark dar. Die Schaalseelandschaft war bis 1989 durch die innerdeutsche Grenze geteilt. Schon 1961 wurde [...]

39 Repräsentanz.127 Die Thematik der schriftlichen Befragung ohne persönliche Unterstützung wird in Kapitel 4 an einem praktischen Beispiel verdeutlicht. 3. Die Destination „Herzogtum Lauenburg“ In Abschnitt 2.1 wurde der Begriff „Destination“ bereits als diejenige geographische Einheit definiert, welche der potentielle Gast als Aufenthaltsziel auswählt. Im Folgenden soll nun erläutert werden, warum das 1.263 qkm128 umfassende Herzogtum Lauenburg eine touristische Destination darstellt und wie das touristische Angebot strukturiert ist. Des Weiteren wird darauf eingegangen, wie die Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH (HLMS) organisiert ist und welche Aufgaben sie wahrnimmt. 3.1 Das Herzogtum Lauenburg als touristische Destination Damit ein Destinationsmanagement überhaupt Sinn macht, sind einige Anforderungen an die Abgrenzung von Destinationen zu stellen:129 • • • sie müssen eigenständig managebar sein, sie müssen als Reiseziel für ausreichend große Zielgruppen in Betracht kommen, es müssen Wettbewerbsvorteile vorhanden sein und der Ausbau einer Unique Selling Proposition (USP) muss möglich sein. Das Herzogtum Lauenburg erfüllt die genannten Kriterien, die ein Destinationsmanagement sinnvoll machen und diese Region als Destination deklarieren. Der Kreis Herzogtum Lauenburg ist geografisch und politisch ganz klar definiert und deshalb im touristischen Sinne auch eigenständig managebar. Diese Aufgabe hat die Herzogtum Lauenburg Marketing & Service GmbH (HLMS) inne. Als Reiseziel kommt das Herzogtum für verschiedene und ausreichend große Zielgruppen in Betracht: 50+, Paare, Radfahrer, Wanderer und Wassersportler seien an dieser Stelle als Beispiele erwähnt.130 Mehrere Möglichkeiten zum Ausbau einer USP sind gegeben: die alte Salzstraße als kulturhistorisches und in die Landschaft integriertes Gut ist einmalig und ideal für Fahrradtouristen und [...]

38 des Interviews die Antworten in einen Fragebogen ein. Vorteile dieser Befragungsform liegen in der hohen Erreichbarkeit der zu Befragenden und in der Möglichkeit, gegebenenfalls Missverständnisse direkt zu beseitigen. Nachteile können in der Beeinflussung der Antworten durch die Anwesenheit des Interviewers liegen (Bias).123 Mit der Telefondichte stieg in Deutschland seit Beginn der 80er Jahre auch das Interesse an Telefonbefragungen. „Telefonische Befragungen sind dadurch gekennzeichnet, dass das Telefon als Kommunikationsmedium eingesetzt wird. Sie eignen sich besonders dann, wenn schnell über einen begrenzten Kreis von Telefonbesitzern nicht zu umfangreiche Informationen beschafft werden sollen.“124 Die Vorteile einer telefonischen Befragung liegen auf der Hand. Die Interviewer können in allen Befragungsregionen eingesetzt werden, und das Risiko, den Befragten zu beeinflussen, ist mit einem telefonischen Interviewpartner geringer als bei einer face – to – face – Befragung. Nachteile sind, dass noch immer nicht alle Haushalte an das Telefonnetz angeschlossenen sind und einzelne Haushalte oder Personen zwar ein Telefon haben, aber nicht im Telefonbuch stehen. Einige Personen besitzen Anrufbeantworter, welche selbstverständlich nicht auf Fragen antworten können, und andere Teilnehmer wiederum haben Geheimnummern und können somit nicht in die Grundgesamtheit aufgenommen werden. Ein weiteres Problem stellt die Überzeugung der zu Befragenden dar, nicht direkt wieder aufzulegen.125 Bei der schriftlichen Befragung lassen sich im Allgemeinen zwei Methoden unterscheiden: schriftliche Befragung mit persönlicher Unterstützung und schriftliche Befragung ohne persönliche Unterstützung. Die schriftliche Befragung mit persönlicher Unterstützung weist Gemeinsamkeiten mit der mündlichen Befragung auf, denn auch hier haben Interviewer im Befragungsablauf noch bestimmte Funktionen wahrzunehmen. Sie übergeben die Fragebogen und können die Auskunftspersonen über Sinn und Zielsetzung der Befragung informieren.126 Vorteilhaft am schriftlichen Interview ist vor allem, dass die Kosten relativ niedrig sind und ein Interviewer – Bias seltener auftritt. Nachteilig ist andererseits der mangelhafte Rücklauf und damit die eingeschränkte [...]

Arbeit zitieren:
Müller, Anke Dezember 2005: Qualitätsmanagement in Tourismus-Destinationen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Qualitätsmanagement, Tourismus, Kundenzufriedenheit, Servicequalität, Gästezufriedenheit

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