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Qualitätsmanagement im Systemverbund von Ausbildung, Praxis und Forschung

Qualitätsmanagement im Systemverbund von Ausbildung, Praxis und Forschung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andreas Zeuch, Markus Hänsel
  • Abgabedatum: Juli 1996
  • Umfang: 286 Seiten
  • Dateigröße: 3,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Heidelberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2787-0
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2787-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Andreas Zeuch, Markus Hänsel Juli 1996: Qualitätsmanagement im Systemverbund von Ausbildung, Praxis und Forschung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kommunikation, Qualitätsmanagement, Evaluation, Motivation, Organisationsentwicklung

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Diplomarbeit von Andreas Zeuch, Markus Hänsel

Einleitung:

In unserer Diplomarbeit haben wir einen praxisorientierten Ansatz zu einem maßgeschneiderten Qualitätsmanagement-System entwickelt, das auf eine kundenorientierte Qualitätsverbesserung zielt, indem Ziel- und Auftragsklärung, Qualitätsbewußtsein, Mitarbeitermotivation und Kommunikationskultur im gesamten Unternehmen in den Mittelpunkt gestellt werden. Dies wurde exemplarisch im Gesundheitswesen für unser Ausbildungsinstitut, den Fachbereich Musiktherapie der Fachhochschule Heidelberg, durchgeführt.

Unser Ansatz basiert auf systemtheoretischen Annahmen, die von einer hohen Vernetzung verschiedener organisationaler Einheiten (in unserem Fall: Praxis, Ausbildung und Forschung) ausgeht und der damit einhergehenden Komplexität gerecht wird. Eine weitere Besonderheit dieses Qualitätsmanagement-Systems liegt in der maßgeschneiderten internen Entwicklung organisationsspezifischer Qualitätskriterien durch angemessene Tools (ganzheitliche Problemlösungsmethodik nach Ulrich/Probst).

Inhaltsverzeichnis:

1. Entwurf eines systemisch-konstruktivistischen Qualitätsmanagements 1
1.1 Qualitätssicherung - Qualitätsmanagement: Standortbestimmung 2
1.1.1 Qualität - Erste Begriffsbeschreibung 3
1.1.2 Qualitätssicherung - Historie 5
1.1.3 QS - Forderung im Gesundheitswesen 8
1.1.4 QS - Umsetzung im Gesundheitswesen 10
1.1.5 Von QS zu QM 16
1.1.6 QM/QS und Evaluation 21
1.2 Theoretische Grundlagen: Konstruktivismus und Systemtheorie 24
1.2.1 Historie 26
1.2.2 Viabilität 29
1.2.3 Die Subjekt - Objekt Spaltung und eine neue Dimension von Objektivität zweiter Ordnung: Intersubjektivität 33
1.2.4 Systemgrenzen 39
1.2.5 Kommunikation 42
1.2.6 Selbstorganisation 47
1.2.7 Ökologie 50
1.3 Systemisches Qualitätsmanagement 52
1.3.1 Systemische Aufgaben von QM 53
1.3.1.1 Einführung 53
1.3.1.2 QM - Ein System im System 54
1.3.1.3 Ökologie und Selbstorganisation in QM 60
1.3.2 Ziele in QM 64
1.3.3 Kommunikation in QM 69
1.3.4 Motivation in QM 75
1.3 5 Konstruktion systeminterner Qualitätskriterien 81
1.4 Der Verbund - ein komplexes, selbstreferentielles System 85
1.5 Methodik 91
1.5.1 Der Methodikbegriff 92
1.5.2 Eine „ganzheitliche Problemlösungsmethodik“ 93
1.5.2.1 Der „Papiercomputer“ 97
1.5.2.2 Die sechs Schritte 100
1.5.3 Interviews 105
1.5.4 Schwierigkeiten bei der Anwendung 106
1.6 Das Arbeitsprocedere in vier Phasen 107
1.6.1 Phase I: Wahl der Systemgrenzen 108
1.6.2 Phase II: Erstellung interner Qualitätskriterien 109
1.6.3 Phase III:Zuordnung der Qualitätskriterien zu den Teilqualitäten 111
1.6.4 Phase IV: Erfassung bestehender und Vorstellung optionaler QM-Maßnahmen 113
2. Therapiequalität 115
2.1 Interne Qualitätskriterien 116
2.2 Zuordnung der Qualitätskriterien zu den Teilqualitäten 122
2.2.1 Strukturqualität 123
2.2.1.1 Räumlichkeiten, technische Einrichtungen und Instrumente 123
2.2.1.2 MitarbeiterInnenqualifikation 124
2.2.1.3 Fortbildungen 125
2.2.1.4 Finanzielle und zeitliche Ressourcen 126
2.2.2 Prozeßqualität 128
2.2.2.1 Erstkontakte und Anamnesen 128
2.2.2.2 Therapien 129
2.2.2.3 Elterngespräche 131
2.2.3 Ergebnisqualität 132
2.3 QM-Maßnahmen in Ambulanz und Therapie 134
2.3.2 Prozeßqualität 136
2.3.3 Ergebnisqualität 141
2.3.4 Zusammenfassender QM-Maßnahmenkatalog für Ambulanz und Therapie 144
3. Ausbildungsqualität 145
3.1 Interne Qualitätskriterien 146
3.1.1 Befragung der Dozenten 148
3.1.2 Erstellung eines Systems interner Qualitätskriterien 150
3.2 Zuordnung der Qualitätskriterien zu den Teilqualitäten 156
3.2.1.1 Räumlichkeiten und technische Einrichtungen 156
3.2.1.2 Personelle, finanzielle und zeitliche Mittel 157
3.2.1.3 MitarbeiterInnenqualifikation 158
3.2.1.4 Fortbildungsangebote 158
3.2.2 Prozeßqualität 160
3.2.2.1 Didaktik 161
3.2.2.2 Lernzielorientierung 163
3.2.2.3 Dozentenvariable 164
3.2.2.4 Interdisziplinarität 165
3.2.2.5 Studentenvariable 167
3.2.3 Ergebnisqualität 170
3.3 QM-Maßnahmen in Ausbildung und Lehre 172
3.3.1.1 "Alternative" Evaluation 173
3.3.1.2 Externe Lehrevaluation 174
3.3.1.3 Interne Lehrevaluation 174
3.3.2 Das Feedbackprojekt 178
3.3.3 Strukturqualität 183
3.3.4 Prozeßqualität 186
3.3.5 Ergebnisqualität 188
3.3.6 Zusammenfassender QM-Maßnahmenkatalog zur Ausbildung und Lehre 190
4. Forschungsqualität 191
4.1 Warum Forschung? 193
4.1.1 Externe versus interne Adressaten 195
4.1.2 Anforderungen an Forschung 197
4.2 Qualitätskriterien 201
4.2.1 Externe Kriterien 202
4.2.2 Interne Kriterien 204
4.2.2.1 ForschungspraktikantInnen und Mentoren 204
4.2.2.2 ForschungspraktikantInnen 208
4.2.2.3 Schnittflächen 213
4.2.3 Übereinstimmungen mit externen Kriterien 217
4.3 Zuordnung der Qualitätskriterien zu den Teilqualitäten 219
4.3.1 Strukturqualität 220
4.3.1.1 Räumlichkeiten und technische Einrichtungen 220
4.3.1.2 Personelle, finanzielle und zeitliche Mittel 224
4.3.1.3 MitarbeiterInnenqualifikation 226
4.3.1.4 Fortbildungen 228
4.3.2 Prozeßqualität 230
4.3.2.1 Motivation 230
4.3.2.2 Kommunikation 231
4.3.2.3 Forschungsprozesse 234
4.3.2.3.1 Eventbestimmung 235
4.3.2.3.2 Ratingprozesse 235
4.3.2.3.3 Laufende Projekte 237
4.3.3 Ergebnisqualität 241
4.3.3.1 Forschungsergebnisse für interne Adressaten 241
4.3.3.2 Forschungsergebnisse für externe Adressaten 241
4.4 Therapiequalität als Schnittstelle 243
4.5 QM - Maßnahmen in der Forschung 245
4.5.1 Beziehung von QM und Forschung 246
4.5.2 QM - Maßnahmen für alle Teilbereiche 248
4.5.3 Strukturqualität 249
4.5.4 Prozeßqualität 252
4.5.5 Ergebnisqualität 255
4.5.6 Zusammenfassender QM - Maßnahmenkatalog zur Forschung 256
Schlußwort 258
Literaturverzeichnis 260
Anhang I

Automatisiert erstellter Textauszug:

formation in Richtung der Kostenträger erfolgen, schließlich können diese nichts mit klinischen Daten anfangen. Als Hypothese würde ich nämlich folgendes formulieren: Episodenergebnisse sind nicht intersubjektivier- und generalisierbar, da die Events von den persönlichen Therapiekonstruktionen der TherapeutInnen abhängig und somit zwingend subjektiv sind. Wenn dieser Gedanke zuträfe, würde das zum Einen bedeuten, daß der klinische Wert sehr hoch ist, da die Forschungsergebnisse sich tatsächlich auf die jeweiligen Therapien beziehen würden, andererseits wären die erlangten Daten für die externen Adressaten nicht kompatibel, weil diese sich nicht mit Einzelfallstudien zufrieden geben. Einmal mehr erreichen wir hier die Grenzen unserer Arbeit: der Frage nachzugehen, ob zwei diametral gegenüberliegende Ziele mit einer Forschungsmethode zu erreichen sind, ist mir nicht möglich - diese Schwierigkeit bietet ausreichend Material für ein eigenes Projekt. Allerdings glaube ich, daß dieser Punkt bedeutend für das IMDoS - Projekt ist, und insofern verstehe ich meine kursorische Bemerkung, nämlich als Anregung für nachfolgende StudentInnen. [...]

Im IMDoS - Antrag von 1996 sind auf Seite 28 die „spezifischen Projektbeschreibungen und Ziele“ aufgelistet. Ich werde ihre Reihenfolge ein wenig abändern und sie nach externen und internen Adresssaten neu ordnen; damit ergibt sich nachstehende Reihenfolge: Interne Adressaten ( Ambulanz / Lehre ): 1.) „Rückspiegelung der Forschungsbefunde in den laufenden und retrospektiven klinischen Prozeß mit Verfahren der Qualitätskontrolle...“ ( Ambulanz ) 2.) „Studien zu musiktherapeutischen Wirkmechanismen...“ ( Ambulanz / Lehre ) 3.) „ Implementierung der Forschungsbefunde wie auch Implementierung der Forschungsvoraussetzungen in die studentische Ausbildung...“ ( Lehre ) Externe Adressaten ( Kostenträger ) 1.) „Studien zur Effezienz und differentiellen Indikation von Musiktherapie sowie Studien zum Verhältnis von Aufwand und Ertrag...“ 2.) „Standardevaluation der musiktherapeutischen klinischen Arbeit im ambulanten und stationären Praxisfeld...“ Nun ist die entscheidende Frage, inwiefern sich die Bedingungen unterscheiden zwischen der Forschung für interne versus externe Adressaten. Eine Möglichkeit wäre, daß die Forschungsergebnisse für die internen Adressaten subjektiver Art sind und die für die externen „objektiver“, also in meiner Formulierung intersubjektiver Natur. Anders gesagt, könnte es sich um qualitative versus quantitative Ergebnisse handeln. Welche Perspektive auch immer einsetzt, so wird es mindestens notwendig sein, die erarbeiteten Forschungsergebnisse entweder in die eine oder die andere Richtung zu transformieren, damit sie für die jeweils andere Seite überhaupt nutzbar sind: da sich zur Zeit für die oben dargelegten Ziele die Eventforschung mit den damit verbundenen Ratingprozessen etabliert hat, müßte meiner Meinung nach die erwähnte Trans- [...]

Im Unterschied zu den anderen Subsystemen Lehre und Ambulanz, die ihre Daseinsberechtigung durch den Schulstatus des Fachbereichs erfahren - eine Ausbildungsstätte ohne Ausbildungseinheit wäre wohl ein Schildbürgerstreich -, ist es alles andere als selbstverständlich, daß in einer Ausbildungsinstitution für MusiktherapeutInnen auch geforscht wird. Dies ausführlich zu begründen gehört nicht hierher, allerdings eine kurze Reflektion darüber, denn Forschungsqualität zu untersuchen ist auch, wie bei den anderen Subsystemen, damit verknüpft, was Sinn und Zweck dieser Einheit ist. Erst wenn wir die Ziele kennen, kann ich mich an die Aufgabe begeben, Forschungsqualität zu evaluieren, alldieweil ihre zu erbringenden Leistungen eben auch von ihren Zielen abhängig sind. Das IMDoS - Projekt ist der Versuch einer Antwort auf die im Gesundheitswesen eingesetzten Forderungen nach Qualitätssicherung und Evaluation von Psychotherapie ( s. 1.1.3 und 1.1.4 ). Da das Verständnis von Musiktherapie am Fachbereich zu einem großen Teil ein psychotherapeutisches ist, gelten diese Erwartungen von Seiten der Kostenträger sowie aus rechtlicher Perspektive auch für die in der Ambulanz durchgeführten Therapien. Insofern ist unmittelbar einsichtig, daß zumindest ein Teil der Forschung sich als Reaktion auf diese Erwartungen versteht. Der andere Teil der im Hause vollzogenen Forschung richtet sich aber nach innen im Sinne der Verbundidee und zwar an die Ambulanz, wie auch an die Ausbildung. Dies ist ja bekanntermaßen die unorthodoxe Seite des Projektes, die aber unbedingt gedanklich hier nochmals reproduziert werden muß, weil die Ziele dieser anderen Seite ganz unterschiedliche Leistungsanforderungen mit sich bringen. Vorab kann ich bereits jetzt zu folgendem Schluß gelangen: Die Erforschung der im Hause durchgeführten Therapien könnte - neben den bereits dargestellten Testverfahren ( s. 2.3.2 ) - bereits eine QM - Maßnahme sein, wenn sie ihre Zielsetzung, Therapiequalität zu verbessern und/oder zu sichern, erreicht. Da sich durch die Forschung das QM - Projekt überhaupt erst entwickeln konnte, könnte [...]

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Arbeit zitieren:
Andreas Zeuch, Markus Hänsel Juli 1996: Qualitätsmanagement im Systemverbund von Ausbildung, Praxis und Forschung, Hamburg: Diplomica Verlag

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