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Qualitätsmanagement im Software-Projektmanagementprozess

QM im SWPM an einem Beispielprojekt der Mobile Marketing Branche

Qualitätsmanagement im Software-Projektmanagementprozess
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Julian Fischer
  • Abgabedatum: Mai 2008
  • Umfang: 81 Seiten
  • Dateigröße: 820,8 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschulstudiengänge Burgenland Ges.m.b.H. Österreich
  • Bibliografie: ca. 39
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-1918-9
  • ISBN (CD) :978-3-8366-1918-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fischer, Julian Mai 2008: Qualitätsmanagement im Software-Projektmanagementprozess, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Total quality Management, Mobile Marketing, Capability Maturity Model

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Magisterarbeit von Julian Fischer

Einleitung:

Mangelndes oder nicht integriertes Qualitätsmanagement (QM) im Projekt wird durch das Verfehlen von Fristen und Nichteinhaltung von Abläufen und Normen besonders im Softwarebereich negativ gezeigt. Preißner vertritt die Auffassung, dass 40-80 Prozent der Projekte im IT-Bereich besonders auf Grund von Zeit- und Budgetgründen scheitern. In der Praxis ist es so, dass Qualitätsmanagement in der Software-Entwicklung, insbesondere der Mobile-Marketing-Branche, oft eingesetzt wird, jedoch das Qualitätsmanagement der entwickelten Software selbst im Vordergrund steht.

Wichtig ist es, Qualitätsmanagement in den Software-Projektmanagementprozess zu integrieren, da ein qualitativ hochwertiger Prozess wesentlich dazu beiträgt, ein qualitativ hochwertiges Produkt hervorzubringen.

Für eingegrenzte Bereiche, wie auch das Mobile Marketing, gibt es wenige anwendbare Ansätze für die Integration von Qualitätsmanagement in den Software Projektmanagementprozess, da diese von größeren, allgemein gültigen Modellen adaptiert werden müssen. Beginnend mit Qualitätsmanagement in Form von Gesprächen innerhalb der Abteilung bis zur doppelten Projektleitung gibt es viele Varianten des QM, deren Eignung für das SWPM der Mobile-Marketing-Branche in dieser Diplomarbeit erhoben werden soll.

Aufgrund der oben beschriebenen Ausgangslage lassen sich folgende Forschungsfragen in Bezug auf das Qualitätsmanagement im Software-Projektmanagementprozess ableiten:

- Welche der existierenden Qualitätsmanagementmodelle lassen sich auf den Software-Projektmanagementprozess der Mobile-Marketing-Branche umlegen? Inwiefern müssen diese Modelle für die Mobile-Marketing-Branche adaptiert werden?

- Inwieweit unterstützt Total Quality Management die Einführung von Qualitätsmanagement im Software-Projektmanagementprozess?

Ziel der Diplomarbeit ist es, herauszufinden, welche der existierenden Qualitätsmanagementmodelle sich auf die Software-, insbesondere die Mobile-Marketing-Branche anwenden lassen und inwiefern diese Modelle für die Branche adaptiert werden müssen. Als Modelle zum Thema Total-Qualitätsmanagementwerden das ‚European Foundation for Management’-Modell, das Capability Maturity Model sowie das Capability Maturity Model Integration erklärt und ihre Anwendbarkeit auf die Mobile-Marketing-Branche diskutiert.

In der Diplomarbeit soll erarbeitet und erörtert werden, welche Auswirkungen Total Quality Management (TQM) auf das Software-Projektmanagement hat und in welchen Bereichen Konzepte des TQM auf den Software-Projektmanagementprozess übertragen werden können. Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern TQM die Einführung von Qualitätsmanagement im Software-Projektmanagementprozess unterstützt.

Anhand eines Praxisprojektes der Mobile-Marketing-Branche soll gezeigt werden, welche QM-Maßnahmen zur Anwendung kommen. Weiterführend sollen Verbesserungsvorschläge hinsichtlich einer umfassenderen Integration von QM in den SWPM-Prozess gemacht werden.

Gang der Untersuchung:

Zur Beantwortung der Forschungsfragen wird im theoretischen Teil der Diplomarbeit eine umfangreiche Literaturrecherche durchgeführt. In dieser Recherche wird erhoben, welche Ansätze zum Qualitätsmanagement im Software-Projektmanagementprozess existieren. Im praktischen Teil werden diese Modelle anhand der Erfahrungen, die ich als Projektmanager von Softwareprojekten beim Unternehmen DIMOCO GmbH gesammelt habe, auf die Praxis umgelegt. Basierend auf den Anforderungen einer spezifischen Branche in der Software-Entwicklung, der Mobile-Marketing-Branche, wird die Anwendbarkeit der Modelle diskutiert und eine Adaption der Modelle vorgeschlagen. Mit Hilfe der Erkenntnisse aus der Literaturrecherche werden anhand eines Beispielprojektes Verbesserungsvorschläge für den Projektmanagementprozess in der Mobile-Marketing-Branche gemacht.

Die wissenschaftliche Arbeit beinhaltet einen praxisorientierten Theorieteil, sowie einen Teil, der ein reales Projekt der Mobile-Marketing-Branche im Hinblick auf QM analysiert.

Der theoretische Abschnitt befasst sich mit den Grundlagen des Qualitätsmanagements, des Total Quality Managements, sowie derRessourcensteuerung und beschreibt existierende Modelle zum QM.

Der Theorieteil beginnt mit einer Beschreibung der Herausforderungen des Qualitätsmanagements in Bezug auf das Softwareprojektmanagement. Hierbei wird die Verbindung zum Kapitel Ziele des QM hergestellt, in welchem anhand einer Grafik die Zieldefinition und der Weg zum Erreichen dieser beschrieben wird.

Der darauffolgende Teil beschreibt das Total Quality Management. An dieser Stelle liegt der Fokus einerseits auf der Beschreibung des TQM mit Erklärung der verschiedenen Sichtweisen, anderseits auf dem Punkt der Kundenzufriedenheit, welche eine der Grundvoraussetzung für das Bestehen eines Unternehmens sein kann. Hiernach wird gezeigt, inwiefern TQM für SWPM einsetzbar ist.

Die Problematik der Ressourcensteuerung wird als Voraussetzung für QM diskutiert. Dabei wird besonders auf den Kosten- und Zeitfaktor, welche eine bedeutende Rolle in der Projektentwicklung haben, eingegangen. Als weiterer Punkt wird die Kombination von Ressourcen hinsichtlich von Softwareprojekten dargestellt.

Der nächste Abschnitt der Diplomarbeit befasst sich mit drei Modellen, die im Qualitätsmanagement Anwendung finden. Nach einer Beschreibung dieser werden Adaptionsmöglichkeiten aufgezeigt, um auf die Anforderungen des Softwaresektors und insbesondere der Mobile-Marketing-Branche eingehen zu können.

Die im praktischen Abschnitt folgende Beschreibung des Beispielprojektes hat den Sinn, die genauen Anforderungen eines Praxisprojektes hinsichtlich QM inklusive Ergebnissen zu beschreiben. Die im Projekt eingesetzten Qualitätsmanagementmaßnahmen werden beschrieben. Durch Abhandlung der einzelnen Instrumente des Qualitätsmanagements wird zusätzliche Transparenz in Bezug auf die Arbeitsweisen in der Praxis geschaffen. Eine Erklärung der Implikationen auf zukünftige Projekte sowie eine Beschreibung der ‚Lessons learned’, bezugnehmend auf Aussagen des zuständigen Projektmanagers, zeigen die Praxisrelevanz des Themas in der Softwareentwicklung. Das Umlegen der Theoriemodelle auf das Praxisprojekt soll die bei der praktischen Anwendung auftretenden Schwierigkeiten aufzeigen.

Den Abschluss der Diplomarbeit bildet die Darstellung eines möglichen Projektablaufs, der durch QM-Maßnahmen ergänzt wurde.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
1. Einleitung 1
1.1. Ausgangspunkt 1
1.2. Fragestellungen 1
1.3. Zielsetzung der Diplomarbeit 2
1.4. Vorgehensweise 3
1.5. Aufbau der Diplomarbeit 3
2. Qualitätsmanagement im Software- Projektmanagementprozess 4
2.1. Ziele des QM im Software-Projektmanagementprozess 11
2.2. Total Quality Management im Software Projektmanagementprozess 15
2.3. Ressourcen 25
2.3.1. Ressourcensteuerung 26
2.3.2. Ressourcenkombination in Softwareprojekten 29
3. Modelle zum Qualitätsmanagement 33
3.1. Capability Maturity Model 33
3.2. Capability Maturity Model Integration 37
3.3. European Foundation for Quality Management 40
4. QM im SWPM an einem Beispielprojekt der Mobile Marketing Branche 43
4.1. Charakteristika der Mobile Marketing Branche 43
4.2. Beschreibung eines Beispielprojektes 44
4.3. Adaption der Modelle auf die Mobile Marketing Branche 46
4.4. QM des Beispielprojektes und Implikationen auf Folgeprojekte 50
Conclusio 61
Literaturverzeichnis 66
Curriculum Vitae 70

Textprobe:

Kapitel 3., Modelle zum Qualitätsmanagement:

Qualitätsmanagementmodelle haben die Aufgabe, Ergebnisse, Verfahren und Prozesse in Bezug auf die Qualität zu optimieren. Nachdem seitens großer Firmen auf Grund deren Komplexität der Bedarf an Strukturen besteht, ist es auch wichtig, die zugehörigen Prozesse und deren Qualität zu steuern. Auch Qualitätsmessung und darauffolgende Qualitätssteigerung sind ein wichtiger Bestandteil der Modelle.

Durch den Einsatz von Modellen im Qualitätsmanagement wird auf Prozesse, Funktionen und Konzepte Bezug genommen. Die beschriebenen Modelle gelten jedoch nicht explizit für den Softwarebereich sondern sind branchenübergreifend einsetzbar. Es wird versucht, einen idealtypischen Zustand zu schaffen, um mit Hilfe des jeweiligen Modells eine Qualitätsmessung zu ermöglichen. Dadurch kann eine Steigerung der Qualität ermöglicht werden und eine Einreihung in verschiedene Stufen erfolgen. Die nachfolgenden Modelle – das ‘European Foundation for Management Model’, das ‘Capability Maturity Model’ sowie das ‘Capability Maturity Model Integration’ – versuchen genau dieses Qualitätsmanagement zu bewerten und allgemeingültige Standards zu schaffen.

In diesem Kapitel werden die Modelle des Qualitätsmanagement beschrieben.

Capability Maturity Model:

Neben diversen Ausprägungen der ISO-Normen findet das vom Carnegie Mellon Software Engineering Institute zwischen 1986 und 1997 entwickelte Capability Maturity Model eine immer stärkere Verbreitung im Qualitätsmanagement für das Softwareprojektmanagement. Durch eine kontinuierliche Verbesserung dieses in den Vereinigten Statten von Amerika entwickelten Modelles, welches bis zum Jahre 2002 gültig war und auch oft noch heute zum Einsatz kommt, wurde gewährleistet, dass das Modell stets up to date war.

Der Ausgangspunkt von CMM ist, dass die Softwarequalität von den Prozessen, die bei deren Fertigung durchlaufen werden, abhängt.

Die Hauptkomponenten des CMM sind fünf Reifegrade. Diese Grade beschreiben Aufstiegsstufen zu immer höheren Qualitätsmanagementstandards im Softwareprozess.

Jeder Reifegrad hat eigene Schlüsselkomponenten, zu deren Erfüllung entsprechende Schritte und Prozessänderungen notwendig sind. Diese Schlüsselkomponenten werden zusammengefasst zu Zielen, sodass Messbarkeit die Folge ist.

Eine Aufteilung der Schlüsselkomponenten ist wie folgt aufgeteilt:

- Wille zur Veränderung.

- Fähigkeit zur Veränderung.

- Ausgeführte Veränderungen.

- Messung und Analyse.

- Überwachte Implementierung.

Durch diese Maßnahmen und Messgrößen können Reifegrade analysiert werden und speziell die ausgeführten Veränderungen zeigen die Implementierungen im jeweiligen Fall.

Initial:

Initial bezeichnet die erste Reifestufe, sprich die Grundstufe. Hierbei bestehen seitens des Unternehmens keine Vorgaben bezüglich Prozessen und Abläufen. Ob Projekte erfolgreich sind oder scheitern hängt größtenteils von einzelnen Managemententscheidungen ab, da Qualität, Kosten sowie Zeit nicht im Vorhinein plan- und berechenbar sind. Ein Scheitern der Projekte kann zusätzlich oft nur durch hohen Personalaufwand und Überstunden vermieden werden.

Repeatable:

Die Stufe der Wiederholbarkeit beschreibt die zweite Reifestufe des Capability Maturity Modells. Durch Erfahrungen aus vorangegangen Projekten wird eine Prozessstruktur, die das Projektmanagement beinhaltet, generiert. Diese Struktur macht es möglich, realistische Abschätzungen in Bezug auf Projektdauer und Zielerreichung zu finden. Durch Konfigurationsverwaltung, Projektplanung und Anforderungsverwaltung kann eine Verbesserung in der Qualitätssicherung festgestellt werden.

Defined:

Defined, auch definierbare Ebene genannt, hat vor allem den Standard-Software-Prozess zum Inhalt. Hierbei kommt es zu einer Definition von Wertschöpfungsprozessen und Anforderungen in Bezug auf Lieferanten, Kunden und Partner. Durch Einführung einer ‘Software Engineering Process Group’, welche sich mit Prozessen sowie der unternehmensinternen Koordination beschäftigt, wird die Standardisierung der Software-Prozesse erreicht. Durch Mitarbeiterschulung wird erreicht, dass diese Abläufe unternehmensweit anerkannt werden. Diese Maßnahmen führen dazu, dass Projekte durch Verifizierung, Validierung und organisationsweiter Einheitlichkeit abgewickelt werden können. Ein Maßgeblicher Teil des Erfolgs wird durch Peer Reviews erreicht.

Managed:

Quantitatives Projekt- und Prozessfähigkeits-Management machen den Großteil dieser Reifephase aus. Die Qualität des Projektes, das Projektziel sowie die Produktivität werden erstmals gemessen, um das Projekt zu evaluieren. Dadurch kann eine Risikobewertung für jedes Projekt erstellt werden, welche sich auf die analysierten Daten stützt und daher eine hohe Verlaufswahrscheinlichkeit voraussagen kann, da es hier erstmals auch gelingt, Qualität messbar zu machen.

Optimizing:

Die Optimizing-Reifephase ist die letzte im Capability Maturity Modell und hat den immer weiterlaufenden Verbesserungsprozess zum Inhalt. Die Phase bedient sich umfangreicher Statistiken und Prozessanalysen, um optimale Ergebnisse für bestehende und zukünftige Projekte erreichen zu können. Die Kosten-Nutzen-Analysen, welche vor Annehmen eines Projektes nun durchgeführt werden können, haben den Vorteil, dass die Planungen und Projektentscheidungen verlässlich sind. Einen weiteren wichtigen Teil der Optimizing-Reifephase bildet das Change Management im Projektmanagement.

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Arbeit zitieren:
Fischer, Julian Mai 2008: Qualitätsmanagement im Software-Projektmanagementprozess, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Total quality Management, Mobile Marketing, Capability Maturity Model

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