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Qualitätskosten / Qualitätskostenerfassung

Ein wichtiges Instrument zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens

Qualitätskosten / Qualitätskostenerfassung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Fritsch
  • Abgabedatum: Juni 1995
  • Umfang: 114 Seiten
  • Dateigröße: 4,8 MB
  • Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1374-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1374-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1374-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fritsch, Michael Juni 1995: Qualitätskosten / Qualitätskostenerfassung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Qualitätskosten, Wettbewerbsfähigkeit

Diplomarbeit von Michael Fritsch

Problemstellung:

Bis Ende der 70er Jahre wandelten sich die Märkte im Konsum- und Investitionsgütersektor von Produzenten- zu Konsumentenmärkten.

Die Qualität eines Produktes wurde zu einem wettbewerbsentscheidenden Faktor. 1958 stellte Armand V. Feigenbaums General Systems Company bei Meinungsumfragen auf dem nordamerikanischen Konsum- und Investitionsgütermarkt fest, daß 80 % der Befragten angaben, die Qualität eines Produktes sei mindestens genauso wichtig oder wichtiger als der Preis. 1979 gaben nur 30% an, daß die Qualität für die Kaufentscheidung ausschlaggebend gewesen war.

In Japan wurde die veränderte Präferenzstruktur der Konsumenten sehr viel früher erkannt als in den westlichen Industrienationen. Die japanischen Unternehmen entwickelten Programme, wie z.B. "Total Quality Control", um die Qualität ihrer Produkte zu verbessern. Abb. 1 vergleicht die Qualitätszuwächse der japanischen und westlichen Unternehmen seit 1950.

Die japanischen Erfolge im Qualitätsmanagement widerlegten das Vorurteil, daß eine höhere Produktqualität mit höheren Kosten verbunden ist. GARVIN vertritt die Auffassung, daß zwischen Qualität und Kosten folgende Wechselwirkung besteht: the more quality, the higher productivity, the lower cost. "In fact", stellt GARVIN fest, "the total costs of quality incurred by Japanese producers were less than one half the failure costs incurred by best U.S. companies".

Die Unternehmen müssen sich den neuen Anforderungen des Marktes anpassen, wenn sie ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht einbüßen wollen. Die Qualitätskostenerfassung ist ein geeignetes betriebliches Instrument, um bestehende qualitative Schwachpunkte im Produktionsprozeß aufzuzeigen. Die Qualitätskostenerfassung liefert auch das Zahlenmaterial für eine qualitätsorientierte Investitionsrechnung. Bei dieser Investitionsrechnung stellen die Fehler- und Prüfkosten das Investitionsvolumen dar, das für qualitätsverbessernde Investitionen ausgegeben werden kann. Die wirtschaftlichen Konsequenzen, wenn eine solche Investitionsrechnung nicht durchgeführt wird, verdeutlicht Tamara J. Erickson (Vizepräsident von Arthur D. Little) an einem Beispiel: Ein nordamerikanisches Unternehmen investierte in die qualitative Verbesserung des Produktionsprozesses eines Produktes mit einem Marktpreis von 25 Cent einen so hohen Betrag, daß die Herstellkosten für das Teil auf $ 2,89 stiegen.

Ich werde in dieser Arbeit darstellen, was man heute unter Qualitätskosten versteht, welche Positionen in einem Betrieb als qualitätsrelevante Kosten erfaßt werden können, wie die einzelnen Positionen zu funktional homogenen Gruppen zusammengefaßt werden können und welche funktionalen Zusammenhänge zwischen den Qualitätskostengruppen bestehen. Außerdem möchte ich darstellen, wie die im Rahmen einer Qualitätskostenerfassung und -bewertung gewonnen Daten im Unternehmen für konkrete Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung genutzt werden können.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Qualitätskosten - ein wichtiger betriebswirtschaftlicher Erfolgsindikator 1
2. Qualität als bewertbare Größe in der Qualitätssicherung 3
2.1 Der Begriff "Qualität" im Qualitätswesen 3
2.2 Definition der Qualitätsanforderungen an ein Unternehmen und seine Produkte 4
2.2.1 Objektive und Subjektive Bewertbarkeit der Qualitätsanforderungen 6
2.3 Kundenorientierung (interne- und externe Kundenbeziehungen) 8
3. Gliederung der Qualitätskosten und Qualitätskostengruppen 10
3.1 Dreiteilung der Qualitätskosten nach FEIGENBAUM 10
3.1.1 Kritik an der Qualitätskosteneinteilung FEIGENBAUMS 12
3.2 Zweiteilung der Qualitätskosten nach MASING und WILDEMANN 13
3.2.1 Kritik an der Zweiteilung der Qualitätskosten nach MASING und WILDEMANN 14
3.2 Begriffsabgrenzung: Prozeßbeherrschung vs. Qualitätsfähigkeit 16
4. Darstellung der funktionalen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Qualitätskostengruppen 18
4.1 JURAN´s Model of Optimum Quality Costs 18
4.2 Darstellungsweise der Qualitätskostengruppen nach SCHNEIDERMANN 24
5. Qualitätskosten - Definitionen - 29
6. Gliederung der Qualitätskostengruppen in Qualitätskostenelemente 35
6.1 Gründe für die Unterteilung der Qualitätskostengruppen in Qualitätskostenelemente 35
6.2 Fehlerverhütungskosten 36
6.2.1 Definition der Kostenelemente 36
6.2.2 Beurteilung des Stellenwertes der Fehlerverhütungskosten 40
6.3 Prüfkosten 42
6.3.1 Beurteilung des Stellenwertes der Prüfkosten 42
6.3.2 Definition der Kostenelemente 44
6.4 Fehlerkosten 46
6.4.1 Aufgedeckte Fehlerkosten (Identified Failure Costs) 46
6.4.1.1 Ziel der Bewertung von aufgedeckten Abweichungen 46
6.4.1.2 Definition der Kostenelemente 48
6.4.2 Verdeckte Fehlerkosten (Hidden Failure Costs) 54
6.4.2.1 Geplanter Ausschuß 55
6.4.2.2 Non-Value-Adding Activities 56
6.4.2.3 Entgangene Deckungsbeiträge 57
6.4.2.4 Umwidmung von Produkten 60
6.4.2.5 Entgangener Deckungsbeitrag durch Kapazitätsverluste 61
6.4.3 Resümee zur Erfassung verdeckter Fehlerkosten 62
7. Bewertung der Qualitätskosten 63
7.1 Bewertung der Qualitätskostengruppen unter Beachtung des betriebswirtschaftlichen Kostenbegriffes 63
7.2 Activity-Based-Costing vs. volumenorientierte Zuschlagskalkulation 66
7.3 Standardkosten vs. Effektivkosten 68
8. Einführung eines Qualitätskostenprogrammes in einem Unternehmen 71
8.1 "Top-Down" Einführung des Qualitätskostenprogrammes 71
8.2 Erfassung von qualitätsrelevanten Abweichungen 74
8.3 Qualitätskostenberichte 75
8.4 Verbindung der Qualitätskostenerfassung mit einem kontinuierlichem Verbesserungsprozeß 77
9. Schluß 80
Anhang
Überlegungen zur "Implementation" eines Qualitätskostenprogrammes im Unternehmen 82
1. Ablauforganisation 82
1.1 Fehlerfeststellungsort 82
1.2 Fehlerentstehungsort 84
1.3 Bewertung der Abweichungen 87
1.4 Qualitätskostenbericht 89
1.5 Kontinuierlicher Verbesserungsprozeß 90
2. Schulung der Mitarbeiter 94
Literaturverzeichnis 97
Eidesstattliche Erklärung 103

Arbeit zitieren:
Fritsch, Michael Juni 1995: Qualitätskosten / Qualitätskostenerfassung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Qualitätskosten, Wettbewerbsfähigkeit

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