Qualifikationen/Anforderungen der in "Change-Management" involvierten Personen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Iris Weiten
- Abgabedatum: Juli 2001
- Umfang: 81 Seiten
- Dateigröße: 713,8 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Mainz Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6527-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6527-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6527-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Weiten, Iris Juli 2001: Qualifikationen/Anforderungen der in "Change-Management" involvierten Personen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmenskultur, lernende Organisation, Wissensmanagement, Führung, Scorecard
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Diplomarbeit von Iris Weiten
Problemstellung:
Im Zeitalter der New Economy sind im Zuge der Globalisierung ständig Berichte und Mitteilungen über neue Unternehmensfusionen und Übernahmen zu lesen. Es ist festzustellen, dass sich nicht nur die Märkte, sondern auch die Unternehmen „internationalisieren“. Als Beispiele wären hierfür Vodafone und Mannesmann, Daimler Benz und Chrysler sowie Hoechst und Rhone-Poulenc zu nennen.
Nach der erfolgten Fusion beginnt im Zuge des Veränderungsmanagements die eigentliche Arbeit, um die gewünschten Ziele wie z. B. Wettbewerbsvorteile und zusätzliche Werte - sprich Umsätze bzw. Gewinne - zu erreichen. Die Ergebnisse der Changes sind allerdings erschreckend. In den Studien von CSC Index, McKinsey und Arthur D. Little hat man festgestellt, dass mehr als 2/3 aller Veränderungsprozesse zu keinen nachhaltigen bzw. zu keinen Erfolgen geführt haben.
Der Wandel in den Unternehmen wird durch die sich ständig verändernde Umwelt zur Konstanten. Das Thema Change Management ist somit keine einmalige Maßnahme, sondern erfordert den Abschied von bestehenden Denkmustern - das gilt vor allem für die Führungskräfte. Der Faktor Mensch ist in einem Veränderungsprozess der wesentliche und zugleich der kritische Erfolgsfaktor. Der zentrale Punkt bei einem erfolgreichen Change-Management-Prozess ist der, dass die Menschen die Chancen und Möglichkeiten erhalten, ihr Potential zu entwickeln und dass die Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitarbeiter konsequent für das Unternehmen nutzbar gemacht werden.
Bei den Beispielen der Fusionen gilt es bei einem Change-Management-Prozess auf der einen Seite die unterschiedlichen Unternehmenskulturen zu vereinen und auf der anderen Seite die richtigen Führungskräfte einzusetzen. Führungskräfte, die in der Lage sind, bei den Mitarbeitern die Angst vor den ungewissen Folgen abzubauen und sie statt dessen zum konstruktiven Teilhaben am Veränderungsprozess zu motivieren.
Gang der Untersuchung:
Im Nachfolgenden sollen die Anforderungen und die Qualifikationen der in Change Management involvierten Personen untersucht werden.
Sie gliedert sich in ein Vorwort, drei Hauptkapitel und in die kritische Würdigung.
Im ersten Kapitel erfolgt eine Hinführung zum Thema Change Management. Hier werden die Ziele von Change Management und die entsprechenden Werkzeuge zur Umsetzung erläutert.
Im nächsten Kapitel wird die Bedeutung der Randbedingung Organisation erläutert. Unter diesem Gliederungspunkt wird zunächst die „Lernende Organisation“ vorgestellt und anschließend auf die Bedeutung der Unternehmenskultur eingegangen. Ein weiterer Unterpunkt ist dem Thema Wissensmanagement gewidmet.
Im letzten Kapitel wird auf den wichtigsten Erfolgsfaktor beim Change Management eingegangen. In diesem Abschnitt werden die Anforderungen und Qualifikationen der Führungskräfte herausgearbeitet.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Problemstellung und Zielsetzung | 1 |
| 2. | Change Management | 3 |
| 2.1 | Definition | 3 |
| 2.2 | Ziele von Change Management | 5 |
| Wie sieht das Ziel - das Unternehmen der Zukunft - aus? | 5 | |
| 2.3 | Werkzeuge für Change Management oder: Wie gelingt ein erfolgreicher Change? | 7 |
| 2.3.1 | Der „Acht-Stufen-Prozeß des Wandels“ von Kotter: | 7 |
| 2.3.2 | Change Management durch Reengineering? | 8 |
| 2.3.3 | Implementierung von Veränderungen durch Collaborative Organizational Design (COD) | 11 |
| 2.3.4 | Partizipatives Change Management (PCM) | 12 |
| 2.3.5 | Fehler (der vierten Art) bei der Implementierung von Change Management | 14 |
| 2.3.6 | Umgang mit Widerständen bei Veränderungen | 15 |
| 2.4 | Zusammenfassung | 16 |
| 3. | Randbedingung „Organisation“ | 17 |
| 3.1 | Die „lernende Organisation“ als Gestaltungsfaktor beim Change Management | 18 |
| Routinen und Regeln | 22 | |
| 3.2 | Die Bedeutung der Unternehmenskultur beim Change Management | 25 |
| 3.2.1 | Definition | 25 |
| 3.2.2 | Warum ist eine Unternehmenskultur so wichtig? | 26 |
| 3.2.3 | Was ist bei Change Management-Prozessen im Bezug auf die Unternehmenskultur zu beachten? | 26 |
| 3.2.4 | Der Faktor Mensch im Wertmanagement | 28 |
| 3.2.5 | Wie können Unternehmen ihre qualifiziertesten Mitarbeiter an sich binden? | 32 |
| 3.2.6 | Das Problem, unterschiedliche Unternehmenskulturen zu vereinen | 34 |
| 3.3 | Wissensmanagement | 36 |
| 3.3.1 | Strategien des Wissensmanagements in der Praxis | 37 |
| 3.3.2 | Welche Strategie ist die Richtige? | 39 |
| 4. | Erfolgsfaktor „Führungskraft“ | 41 |
| 4.1 | Die Führungskraft im 21. Jahrhundert | 41 |
| 4.2 | Die veränderte Rolle des Managements | 44 |
| 4.3 | Führung zu Herzen genommen - Emotionale Intelligenz für Manager | 47 |
| Kann emotionale Intelligenz erlernt werden? | 50 | |
| 4.4 | Welcher Führungsstil ist der „Richtige“? | 50 |
| Was ist dran, am Gleichnis vom Unternehmenschef als Orchesterleiter? | 52 | |
| 4.5 | Motivation von Führungskräften | 53 |
| 4.6 | Coaching von Führungskräften in der Praxis | 55 |
| 4.7 | Die Qualität des Top-Managements | 58 |
| Was tun, wenn im Unternehmen mehr geredet als gehandelt wird? | 59 | |
| 4.8 | Führen mit der Scorecard | 60 |
| 4.9 | Die Führungspositionen richtig besetzen - eine Kunst | 62 |
| Charismatische vs. narzisstische Führungspersönlichkeiten | 64 | |
| 4.10 | Früherkennung von Führungs- und Managementpotential | 66 |
| 5. | Kritische Würdigung | 69 |
| Anhang 1 | Das Unternehmen des 20. und des 21. Jahrhunderts im Vergleich | IV |
| Anhang 2 | Der Acht-Stufen-Prozeß für die Umsetzung tiefgreifenden Wandels | V |
| Anhang 3 | Konzeptioneller Bezugsrahmen zum Change Management | VI |
| Anhang 4 | Instrumentarium zur Gestaltung und Lenkung der lernenden Organisation | VII |
| Anhang 5 | Hierarchische Einordnung der Wissensmanager | VIII |
| Literaturverzeichnis | IX | |
| Eidesstattliche Erklärung | XIV |
- 53 Mintzberg stellt abschließend fest, daß der Mythos vom allgewaltigen Orchesterleiter überholt ist. Er hat von dem Dirigenten erfahren, daß ein Orchester zu führen nicht Gehorsam und Eintracht bedeutet, sondern Nuancierung und Beschränkung. Für Mintzberg steht es außer Frage, das der Orchesterleiter ein Manager ist. An ihm sollten sich die Unternehmensführer der konventionellen Schule ein Beispiel nehmen. Es ist an der Zeit, daß sie von ihren Podesten heruntersteigen und sich statt dessen im "Management der leisen Töne" üben.233 4.5 Motivation von Führungskräften Früher konnten sich die Unternehmen eher sicher sein, daß die Führungskräfte sich sehr mit dem Unternehmen verbunden fühlten. Dadurch waren sie hoch motiviert und leistungsstark. Durch die permanenten Umstrukturierungen, die Change Management mit sich bringt, scheinen die Manager ihr Verhalten geändert zu haben. Sie sollen weniger loyal sein und sich in erster Linie ihrer eigenen Karriere widmen. Diesem Vorwurf sind Stroh und Reilly in ihrer Studie nachgegangen und haben in einer Stichprobe knapp 700 Manager (75 % Männer und 25 % Frauen) nach ihren Karriereerfahrungen und -einstellungen befragt.234 Das Ergebnis der Studie war eindeutig: die Arbeitnehmer sind heute weniger loyal, als sie es früher waren. Es ist festzustellen, daß sie stärker als unabhängige Individuen agieren, die ihre Beschäftigungsverhältnisse frei aushandeln. Manager, die ihre Karriere in die eigenen Hände nehmen, kommen nachweislich besser voran, als Mitarbeiter, die dies dem Unternehmen überlassen. Besonders hervorzuheben ist, daß weibliche Manager sehr sensibel auf das Betriebsklima reagieren. Das Resümee ist, daß sich das Verhalten der Manager zwar geändert hat. Sich einem Unternehmen und zugleich der eigenen Karriere verpflichtet zu fühlen, schließt sich wechselseitig nicht aus.235 Die Motivation ist wesentlich für den Erfolg und die Zufriedenheit einer Führungskraft. Die Auswirkung bestimmt dabei nicht bloß ihr eigenes Arbeitsverhalten, sondern wirkt sich durch die Vorbildfunktion auch auf das Arbeitsverhalten der ihr unterstellten Mitarbeiter aus. Herzberg und Vroom forschen seit fast 40 Jahren auf dem Gebiet der Motivation, trotzdem mangelt es noch immer an konzeptueller Klarheit. Für einen Einsatz in der Praxis ist zunächst [...]
- 52 Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die Führungskräfte sich an das ständig ändernde wirtschaftlichen Umfeld anpassen und entsprechend angemessen reagieren müssen.227 Was ist dran, am Gleichnis vom Unternehmenschef als Orchesterleiter? Die Tätigkeit eines Unternehmenschefs wird oft mit dem Leiter eines Orchesters verglichen. Mintzberg wollte den Mythos des Herrschers genauer untersuchen und hat daher einen Tag mit dem Chef des Winnipeg Symphony Orchestras verbracht. Ein Symphonieorchester gleicht eigentlich vielen anderen professionellen Organisationen. Sie sind alle um die Arbeit von hochqualifizierten Menschen herum gebaut, die auch ohne vorgeschriebene Verfahrensabläufe wissen, was sie zu tun haben.228 „Hochqualifizierte Fachleute lassen sich von ihren Chefs gern inspirieren, lehnen strikte Kontrolle aber ab.“229 Profis bedürfen sanfter Führung, dabei spielt die verdeckte Führung eine größere Rolle, als das augenscheinliche, offene Führen.230 In einem Orchester Führungsarbeit zu leisten, stellt auch für den Dirigenten ein kompliziertes Unterfangen dar. Der Orchesterchef fühlt sich nicht ganz wohl in seiner Haut, wenn er als einer unter vielen gleich gut Qualifizierten den Chef spielt. Er versteht sich vielmehr als eine Art Fußballtrainer, der selbst mitläuft. In seinen Proben kommt es nicht darauf an, vorhandene künstlerische Fertigkeiten zu verbessern, sondern sie aufeinander abzustimmen. Es ist seine Aufgabe, die zeitlichen Abläufe zu steuern, denn auf genaues Timing kommt es an. Ein gutes Orchester benötigt hervorragend ausgebildete Musiker und eine unangefochtene Führungsperson.231 Genau an dieser Stelle ist der große Unterschied zwischen Organisationen und dem Orchester. In Organisationen erfolgt Führung im allgemeinen auf drei Ebenen (individuelle, Gruppen- u. betrieblichen Ebene). Im Fall des Symphonieorchesters wird ein Team von etwa 70 Leuten lediglich von einer Person geleitet. Allerdings findet jeder Dirigent eine bereits Jahrhunderte alte kulturelle Tradition vor, ehe er mit seiner Arbeit beginnt. Darüber hinaus wird ein Orchester über die Hälfte der Zeit nicht von ihrem jeweiligen Haus-, sondern von Gastdirigenten geleitet. Bei einem Unternehmen ist so etwas nur schwer vorstellbar.232 [...]
- 51 „Die Studie erbrachte sechs unterschiedliche Führungsstile, die mit verschiedenen Komponenten von emotionaler Intelligenz zusammenhängen.“222 Insgesamt war festzustellen, daß sich die besonders erfolgreichen Chefs nicht auf einen Führungsstil alleine verlassen, sondern diesen wechseln, je nachdem, was die Situation jeweils erfordert.223 „Sie verhalten sich flexibel, je nach Umständen und Erfordernissen.“224 Die sechs Führungsstile im Überblick: • Autoritär (Führungskraft verlangt, eine Anweisung sofort zu befolgen) Dieser Stil funktioniert am besten in einer Krise, um den Turnaround anzustoßen oder bei Problemen mit schwierigen Mitarbeitern. Dieser Führungsstil wirkt sich insgesamt negativ auf das Gesamtklima aus.225 • Autoritativ (Führungskraft spornt Mitarbeiter an, eine Vision zu verwirklichen) Dieser Stil funktioniert am besten, wenn der Wandel eine neue Vision erfordert oder wenn eine klare Richtung gebraucht wird. Er wirkt sich am klarsten positiv auf das Klima aus. • Affilativ (Führungskraft schafft Harmonie und emotionale Bindungen) Dieser Stil ist geeignet, Verstimmungen innerhalb eines Teams zu überwinden oder um Menschen in belastenden Situationen zu motivieren. Dieser Stil wirkt sich positiv auf das Klima aus. • Demokratisch (Führungskraft schafft Konsens durch Mitarbeiterbeteiligung) Dieser Stil ist geeignet, um Engagement oder Konsens zu erzeugen oder auch um Beiträge von wertvollen Mitarbeitern zu bekommen. Die Auswirkung auf das Klima ist positiv. • Leistungsbetont (Führungskraft setzt hohe Leistungsstandards) Dieser Führungsstil kann eingesetzt werden, wenn von einem hochmotivierten und tüchtigen Team schnell Ergebnisse kommen sollen. Insgesamt wirkt er sich aber negativ auf das Klima aus. • Coachend (Führungskraft bereitet Mitarbeiter für die Zukunft vor) Dieser Stil ist geeignet, um einem Mitarbeiter zu helfen, seine Leistung zu steigern oder langfristige Stärken zu entwickeln. Die Auswirkung auf das Klima ist positiv.226 [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832465278
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Weiten, Iris Juli 2001: Qualifikationen/Anforderungen der in "Change-Management" involvierten Personen, Hamburg: Diplomica Verlag
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Unternehmenskultur, lernende Organisation, Wissensmanagement, Führung, Scorecard



